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Das Leben! Erwarten wir, daß es großartig ist? Gut zu uns? Schön, aufregend, beglückend? Nun das alles ist es auch. Aber leider nicht nur. Unser Erzfeind der Tod lauert überall und selten habe ich das so sehr gespürt wie diesen November, auch wenn er als Erlösung kam für jemanden aus unserer Familie, der lange und schwer krank war, tapfer kämpfte und doch „verloren“ hat.
Ich weiß nicht mal ob ich tapfer kämpfen für so wichtig halte, aber bei ihm war es nun mal so. Nun denke ich die ganze Zeit: wo magst du jetzt wohl sein?
Gleichzeitig zog seine scheußlich brutale Krankheit den schönen Lichtschweif der Liebe, Fürsorge und Anteilnahme hinter sich her. Und so starb er auch mit einem Lächeln am Schluß. Und im Kreise seiner Lieben.
Wie wichtig das dann ist am Ende unseres Weges: Die Familie, die Anteilnahme, der innere Friede, die Hingabe an etwas, das viel größer ist als wir.
Es ist nur die Angst vor dem Unbekannten und ich habe immer den Gedanken gehabt, wenn wir es nur sicher wüßten, daß es „drüben“ schön wäre (ich bin überzeugt, daß es das ist), dann hätten wir nicht solche Angst zu gehen.
Glücklicherweise sind die Tage gerade mild und eher auf der Sonnenseite. Jede Minute Sonne, die ich tanken kann, macht mich dankbar. Alles scheint wieder etwas leichter geworden zu sein. 