Der Allmächtige: Ideen von Gott und der Welt
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Über dieses E-Book
Hat die Welt einen materiellen oder einen geistigen Ursprung? Ist die Welt aus dem Urknall, der Ursuppe und dem Zufall entstanden oder hat der Allmächtige seine Hand im Spiel? Neben der großen unbekannten Welt gibt es bekannte Welten. Diese bezieht sich aufs Dieseits und ist weniger spektakulär.
- Hat es die Welt schon immer gegeben?
Guenther H. Klein
Guenter Klein hat einen technischen Beruf erlernt. In seiner Freizeit beschäftigt er sich mit dem Schreiben theologischer und philosophischer Bücher.
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Buchvorschau
Der Allmächtige - Guenther H. Klein
KAPITEL 1
VORWORT
Mein Buch gliedert sich in drei Kapitel und einige Unterkapitel. Das erste Kapitel handelt von Philosophen, die sich, soweit sie es konnten, mit dem Ewigen beschäftigt haben. Die Auswahl geschah subjektiv. Das zweite Kapitel ist eine Zwischenstation. Das dritte Kapitel geht zunächst vom ersten Vers der Bibel aus, geht dann über zu den Faktoren Örtlichkeit und Zeit: Örtlichkeiten können ohne die Zeit nicht bestehen. Und Zeit kann ohne die Örtlichkeiten nicht existieren. Am Buchende stehen verschiedene Verzeichnisse.
Das Titelbild zeigt Höhlenmalereien, die in Lascaux in Südfrankreich zu beobachten sind. Das Titelbild wurde mit Absicht gewählt. Man weiß wenig über die damalige Zeit. Dazu gibt es gibt verschiedene zeitliche Datierungen, die zwischen 20.000 bis 30.000 Jahren liegen, je nachdem welche Ein-bzw. Ausgänge gewählt werden. Eine weitere Frage bezieht sich mit dem Klima. War es die Steinzeit? Es dürfte eisig kalt gewesen sein. Deshalb hat man in Höhlen Zuflucht gefunden. Es wird damals auch große Tierherden gegeben haben. Man hat sich aus Fellen Kleider, Schuhe und Kopfbedeckungen angefertigt. Ging das Fleisch zu Ende, ging man wieder in die raue Wirklichkeit. Diese Höhlen und Höhlenmalereien sind die ersten Zeugnisse menschlicher Gemeinschaft und Schaffens.
Transzendenz:
Folgendes trug sich zu: Man sah einen Hauptweg, von dem zwei kleinere Wege abzweigen. Rein äußerlich gibt es keinen Unterschied. Groß prangt ein Schild an der Weggabelung:
Wege zum Paradies:
Die Menschen, die einen Weg eingeschlagen haben, können nicht wissen, welcher Weg der richtige ist. Hat man einen Weg eingeschlagen, kann nicht mehr zurückkehren, um den anderen Weg zu wählen. An der Wegabzweigung sitzt ein Mann auf einem Stuhl. Wir treffen ihn mit unserer Gruppe und fragen ihn, welcher Weg der richtige sei. Der Mann sagt: »Fünfhundert Menschen haben den rechten Weg gewählt und nur fünfzig den linken.« Unser Wortführer sagte daraufhin: »Wir wählen den rechten Weg, denn rechte Weg klingt nach dem richtigen.« Wie die Urmenschen damals ausgesehen haben, möge das Bild zeigen. Das ist kein Affe; denn die Adjektivierung würde affig bedeuten.
Abbildung 1.1. Urmensch?
KAPITEL 2
ZUR PHILOSOPHIE
»Was für eine Philosophie man wähle, hängt davon ab, was für ein Mensch man sei; denn ein philosophisches System ist nicht ein toter Hausrat, den man ablegen oder annehmen könnte, wie es einem beliebte, sondern es ist beseelt durch die Seele des Menschen, der es hat«
Johann Gottlieb Fichte (1762-1814)
Philosophie heißt Liebe zur Weisheit. Sie ist aber auch Geschichtswissenschaft. Sie erstreckt sich über Vergangenheit und will zur Gegenwart etwas sagen. Es geht über Länder und Kontinente. Der chinesische Denker Konfuzius (551-479 v. Chr.) sagte, edel sei der Mensch dann, wenn er sich in Harmonie mit dem Weltganzen befindet. Die indische Philosophie (1500 v.Chr.) macht Weisheit und Erlösung als Grundlage der Religion. Der Buddhismus ist eine der großen Weltreligionen. Im Gegensatz zum Hinduismus und den abrahamitischen Religionen hat sie mit Weisheit, Erlösung und Logik zu tun.
2.1. Plato
Der griechische Philosoph Platon, auch Plato genannt. Er lebte von 427 bis 347 .v.Chr. Sein Wirken lag in der Blütezeit der griechischen Kultur. Seine Philosophie ist ie Darstellung von der »Ideenwelt«. Das ist für Platon die Welt der Wissenschaft und Wahrheit.
Sein Denken von der Schattenwelt und der Ideenwelt ist bis heute Philosophiegeschichte, sie enthält einige Wahrheiten. Die Schattenwelt entsprach seiner Gedankenwelt. »Der Schattenwurf ist realer Bestandteil der Welt«, erläuterte er. Das zeigt er an einem Beispiel. Es handelt sich um das Höhlengleichnis. Der Philosoph erläutert:
»Mit uns Menschen steht es wie mit Gefangenen, die sich in einer unterirdischen Höhle befinden und von Geburt auf eine Bank gefesselt wären, so dass sie sich nie umwenden und immer nur die dem Eingang gegenüberliegende Seite sehen können. Hinter ihnen, dem Eingang zu, verläuft eine mannshohe Mauer, hinter dieser brennt ein Feuer. Wenn nun zwischen Mauer und Feuer Menschen vorübergehen und dabei die Mauer überragende Bilder, Statuen, Geräte usw. vorbei tragen, dann werden die durch das Feuer entstehenden Schatten dieser Dinge auf die Höhlenwand geworfen, und von dorther dringt auch das Echo der Laute, die die vorübergehenden Menschen von sich geben, an das Ohr der Gefangenen. Da diese Gefangenen nie etwas anderes vernehmen als die Schatten und das Echo, werden sie diese Abbilder für die Wirklichkeit halten. Könnten sie sich einmal umwenden und im Licht des Feuers die Gegenstände selbst schauen, deren Schatten sie bisher sahen, und könnten sie statt des Echos auch die Töne selbst hören, so würden sie wohl sehr erstaunt sein über die neue Wirklichkeit. Und könnten sie aus der Höhle heraus und im Sonnenlicht die lebendigen Menschen, Tiere und die wirklichen Dinge selbst betrachten, von der in der Höhle vorüber getragenen Gegenstände ja auch nur Abbilder waren, dann wären sie wohl ganz geblendet von dieser anders gearteten Wirklichkeit. Würden sie aber den Gefangenen, die in der Höhle geblieben waren, davon erzählen, dass das, was sie hören und sehen, gar nicht die eigentliche und wahre Wirklichkeit sei, dann fänden sie wohl gar keinen Glauben und würden schließlich darüber auch noch verspottet werden. Und sollte jemand den Versuch machen, die Gefangenen zu befreien und ans Licht der wahren Welt führen, könnte es ihnen das Leben kosten. Wie die Sonne im Reich des Sichtbaren allen Dingen Sein und Leben und Erkennbarkeit verleiht, so umgibt die Idee der Ideen im Reich des Unsichtbaren allen Seienden Wesen Erkennbarkeit, Wahrheit und Wirklichkeit.«
Erst durch Licht und Schatten erkennen wir die Dinge des Lebens. Es heißt in der Bibel mehrmals, die Sonne hat sich verdunkelt, so wird das Licht nicht mehr scheinen. Dazu seien drei Bibelstellen angeführt: Jesaja 13,10, Im Kap. 30,20 wird das Licht siebenfach leuchten. In der Offenbarung, Kapitel 9,2, verliert die Sonne ihren Schein.
Eine Besonderheit aus dem Leben Platos sei noch erzählt: Platon wollte seine ethischen und die politischen Ideale in die Praxis umsetzen. Er verfasste um 370 v.Chr. ein weiteres Werk mit dem Titel »Der Staat« (politeia). Er kam an den Hof des Herrschers Dionysos I. Der Herrscher war aber zu schwach, um die politischen Ideen Platons umzusetzen. Anderseits neigte er zu willkürlichen Maßnahmen. Durch eine Intrige wurde Platon auf dem Sklavenmarkt von Aegina angeboten. Nur durch einen Zufall erfuhr Annikeris, ein Sokratiker der kyrenaischen Schule, davon und kaufte ihn los. Platon erwarb später einen Garten bei dem Heiligtum des Heros Akademos. Dort soll (um 387 n.Chr.) die erste europäische Akademie entstanden sein.[2]
2.2. Anselm von Canterbury
Der Benediktinerabt Anselm von Canterbury, geboren 1033, gestorben April 1109 in Canterbury, stand im Geist des Augustinus, dessen Lehre er im weitesten Sinne vertrat. Anselm wurde im italienischen Aosta, das nahe der französischen Grenze liegt, geboren. Daher wurde er auch Anselm von Aosta oder Anselm von Bec genannt. (Zur Zeit, als es noch keine Nachnamen gab, setzte man dem Vornamen die jeweilige Ortschaft bei.) Sein Kloster Le Bec liegt in der Normandie. Als der damalige Erzbischof von Canterbury, Lanfrac, 1089 verstarb, wurde Anselm erst 1093 zum Erzbischof berufen. Auf Drängen seiner Freunde und Glaubensbrüder wurde er aufgefordert, eine Schrift zur Existenz Gottes zu verfassen. Man war schon damals über die Existenz den Allmächtigen im Zweifel. Er tat die Gottesbeweise zunächst in der so genannten Proslogion (Anrede). Er beginnt seine Ausführungen mit einem Gebet:
»Also, Herr, der Du die Glaubenseinsicht gibst, verleihe mir, dass ich, soweit Du es nützlich weißt, einsehe, dass du
