Giralda, jahrelang der höchste Kirchturm

europas, immerhin lockere 104 Meter über Ameisenhüfte

im Zentrum von Sevilla

mit lockerem Finelinerstrich im Sketchbuch zu Papier gebracht

(Im Nachgang fiel mir ein, dass ich mindestens noch ein bis zwei Pferde vor Kutschen – so wie die Fiaker in Wien – der Zeichnng hätte hinzufügen sollen; die gurken ja überall kreuz und quer in der Stadt dort rum ….)

und genau dort

haben mal meine Oma und Opa gewohnt…. Landleben at it’s best

dort, so sagt man, wo die Kühe hübscher sind, als die Mädchen

dort, wo der Hund an der Leine spazieren geführt wurde und die Katze dorthin gehen konnte, wo sie wollte

dort, wo ich rein musste, wenn es dunkel war – und nicht der Gong der Tagesschau anwies, dass es ab jetzt spät sei!

Stadt am Fluß

wo ich es gezeichnet hatte bzw. welche Stadtansicht es sein soll, ich kann mich nicht mehr erinnern – ich sollte tatsächlich die KI einmal befragen!

Zusatz nach einigen Tagen des Überlegens::

Die KI weiss es definitiv auch nicht – es kann … aber auch in … oder doch eher ….

ach egal!

die Diesunddasmappe wandert in die Papiertonne, rest in peace – Du meine Begleiterin seit 2009

das war’s mal, Ferdi (nicht von Wilhelm Busch)

ich wurde durch einen Besuch auf der Seite bei Mallybeau Mauswohn zu diesem Beitrag angestiftet; in dem besagten Blogbeitrag ging es um einen unsichtbaren Elefanten, hier um etwas ähnliches, aber dazu später:

Es ist schon eine gewisse Zeit her – anders und märchenhaft ausdrückt: es geschah vor vielen, vielen Jahren, als ich zu einer Veranstaltung nach Berlin unterwegs war. Es war ein sonniger Tag, ich hatte Zeit, das Radio brummelte vor sich hin (Led Zeppelin; Stairway to Heaven) und mein erstes Ziel vor Berlin war mehr oder weniger Brandenburg an der Havel; planlos und schauen, was mich dort erwartet. Den Spreewald liess ich bewusst rechts liegen, auch Magdeburg und die dortige A 2 war gedanklich schon Geschichte, Nachrichten auf *Radio Potdam* brachten wenig Neuigkeiten und so beschloss ich, einmal im Leben durch Wusterwitz zu gleiten. Ich meine, zu Fuß über die Golden Gate Brücke zu latschen, eine Pizza auf der Spanischen Treppe in Rom zu esssen oder zwischen Aruba und Bonaire zu schwimmen ist doch nichts gegen eine Fahrt durch das sonnenverwöhnte Wusterwitz zu unternehmen (wer kennt es nicht) – wenn am Ende des folgenden Tages 2 Freunde den Bund für’s Leben in Berlin schliessen wollen …. (Papiertaschentuch raus, Tränchen abwischen, sie weisses Kleid und 15 Tauben ….)

Irgendwo links, dann zweimal rechts, nochmal geradeaus und dann dem Hinweisschild für ein Ausflugslokal folgend, kam ich genau dort an, was sich später zufällig als place-to-be entpuppte.

In unmittelbarer Nähe zur Havel gelegen, ein uriges Ausflugslokal, schon gut besucht. Ich fand einen Sitzplatz und schon nach kurzer Zeit schloss ich Freundschaft mit Franz-Ferdinand (folgend Ferdi genannt), dem Hund der Tischnachbarn. Dieser Golden Retriever und ich schlossen sofort über unseren Augenkontakt Freundschaft für’s Leben; na ja, in Wirklichkeit für die vielleicht kommende 1/2 Stunde. Meine Gedanken gingen von der bevorstehenden BüF-Hochzeitsparty (*) weg zu dem treuen Ferdi am Nachbartisch. Mein bestellter Windbeutel und der Latte wurden geliefert – und Ferdi näherte sich mir unauffällig. Er liess sich gerne am Hals kraulen – ein Gefühlt, welches auch ich ……. (aber das wäre jetzt eine andere Geschichte …)

Jetzt hatte die Bedienung unglücklicher Weise den mir zugedachten Windbeutel in mittelbare Nähe des neuen Freundes abgestellt.

Haps

Ich glaube, in diesem Moment sah ich zum ersten Mal einen Hund mich anschauend und dabei grinsen!

Wir blieben trotzdem Freunde; ich orderte Windbeutel für mich nach und genoss die verbleibenden Minuten mit Ferdi in der Aussengastro bei herrlichem Sonnenschein und grinsendem Hund.

Zum Schluss flüsterte ich Ferdi noch in’s Ohr, dass ich von dieser Lokalität eine Zeichnung für die Ewigkeit im Internet machen werde und ihn in dieser Zeichnung verstecke.

Gesagt/getan.

Ich zahlte die 2 Windbeutel und den Latte und genoss den Rest des Tages und die letzten Kilometer bis nach Berlin – in Gedanken den wunderbaren Momenten nachhängend!

Tipp, ihn zu finden…:

man muss mit der Nasenspitze in genau 22 cm Abstand auf die Schornsteinspitze zeigen und mit dem linken Auge das rechte Fahrrad 30 Sekunden anschauen, ohne zu blinzeln. Anschliessend die Augen schliessen und Ferdi erscheint.

Unglaulich!!!

Das ist die Story des Erfinders des Prinzen aus Nigeria, der noch 4 Millionen € nach Deutschland zu transferieren hat.

Wir nennen das in Fachkreisen den Deceptae Effekt

So, das war’s, und jetzt viel Spaß beim Versuch

(*) BüF = beide über Fünfzig

Zusatz: die Ehe besteht weiterhin glücklich, kein neuer Nachwuchs angesagt, von Ferdi habe ich leider nie wieder etwas gehört.