Es sind keine optimalen Tage, für alle Fotofreunde die ihre Fotos in der freien Natur machen. Die Sonne will sich den ganzen Tag nicht zeigen, stattdessen hängt dichter Dunst am Himmel, der sich nicht auflöst. Da ist ein Fansan mit seinem bunten Federkleid, schon ein kleiner Lichtblick vor dem Objektiv.
Es läßt das Fotografenherz etwas höher schlagen, wenn man ein Trupp Rehe vor die Linse bekommt, in dem sich zwei schwarze Rehe befinden. Früher waren diese Rehe sehr selten. Da sie eine begehrte Beute für Jäger sind, ist ihr Anteil in den letzten Jahren stetig gewachsen. Der Jäger spricht bei diesem Rehwild sogar vom “ Schwarzen Teufel“.
Dem Turmfalke mit seinen schafen Augen, scheit der Dunst nicht zu stören.
Im Rüttelflug beobachtet er alles, was sich auf dem Feldboden bewegt.
Die Graugans wundern sich wohl über die veränderten Verhältnisse, die sich auf ihrem Teich über Nacht gebildet haben.
Die Störche die den Winter in ihrem Brutgebiet geblieben sind, haben sich das mit dem Wetter sicherlich auch anderes vorgestellt.
Seit Jahren zieht es mich immer wieder zum Saaler Bodden. Es ist eines der besten Naturgebiete für die Kranichbeobachtung in Deutschland .
Oft kann man sie zu hunderten auf Wiesen und Äcker beobachten.
Gute Bedingungen für eine Bebochtung sind es , wenn ich das WoMo nah an einem Feld oder Wiesenrand abstelle und geduldigt warte. Natürlich darf ich das Auto fürs Fotografieren nicht verlassen. Bei geöffneten Fenster mit einem Sichtschutz aus Transtoff, durch das ich ein Kameraobjektiv stecken kann, stehe ich so stundenlang an solch einer Stelle. Die Kraniche gewöhnen sich mit der Zeit an das Fahrzeug. Sie nähern sich mit der Zeit immer mehr zum abgestellten Fahrzeug, ohne das ich für sie eine Gefahr darstellen könnte. Ärgerlich wird es für mich immer dann, wenn Mitmenschen die die nahen Vögel am Feldrand sehen, aus ihrem Auto springen um mit ihren Handy Fotos von den Kranichen zumachen. Mein langes Warten ist dann dahin und die Kraniche sind weg.
Hier hat sich das lange Warten allerdings gelohnt.
Oft bin ich aber auch mit den Rad unterweg und fahre solche Stellen an, von denen ich weiß das sich dort immer wieder Kraniche versammeln. Häufig suchen die Vögel immer wieder die gleichen Wiesen und Felder auf.
Gerne bin ich am Abend unterwegs, wenn ein Trupp nach dem Andern von der Futtersuche zu den Sammelplätzen fliegt. Von diesem Platz lassen gut Fotos machen, aber ganz besonder eine einmalige Stimmung erleben.
Es sind aber nicht nur Kraniche, die mir abendliche Motive bietete. Hier ist es ein großer Trupp Stare, der sich am schönen Abendhimmel zeigt.
Aber auch Gänse sind immer wieder am Abendhimmel zu beobachten.
Ich muß mich weit vor dem Eintreffen der Kraniche an der Sammelstelle einfinden und eine gute Deckung aufbauen. Ohne diese Vorkehrungen würde sich dort kein Vogel niederlassen.
Immer mehr Trupps treffen an solch einer Stelle ein.
Bis es dann zu den Schlafplätzen geht, haben sich oft tausende Kraniche versammelt. Es ist ein einmaliges Erlebniss, an einem sonst sehr stillen Abend den Kraniche zuzuhören. Man könnte glauben, dass sich die Vögel unterhalten , eine Geräuschkulisse die man nie mehr vergisst. Dann mit mal wie aus dem Nichts, als wenn eine Vogel das Kommando dafür geben würde, fliegen tausende von Kranichen auf. Jetzt bekommt man ein Gänsehautgefühl pur , wenn ein riesiger Kranichschwarm mit seinem typischen Ruf aufsteigt. Die Schlafplätze der Vögel liegen in den Flachwasserzonen des Bodden,dort stehen ein Vogel neben den anderen . Hier finden die Kraniche Schutz vor Füchsen und andere Raubtiere . Die Flachzonen stehen unter einem strengen Schutz, damit die Vögel hier in Ruhe schlafen können . Diese Zonen werden von Rangern ständig kontrolliert, ein fotografiern ist hier nicht möglich.
Mit einem letzten Foto von Kranichen, nehmen wir nun Abschied vom Saaler -Bodden. Unsere Reise geht weiter zum nächsten Ziel und das heißt Anklamer -Stadtbruch.
Wie immer könnt ihr die Fotos anklicken, damit sie sich vergrößern.
Zeigt das Foto eine ornithologischen Sensation ???
Weit gefehlt, es ist ein fotografischer Glücksschuss, der mir hier gelungen ist. Zwei genau hintereinander fliegenden Möwen, passen so ins Foto als wäre es eine. Also keine sibirische Vierflügelmöwe :-),die gibt es nur in meiner Phantasie oder am 1.April
Diese Fotos stellte ich unter dem Motto „Seltnes Eis“ . Der Grund liegt einfach darin. Wir haben in der Region in der ich wohne, selten Temperaturen über einen längeren Zeitraum, bei denen sich solche Eiszapfen bilden können. Zudem habe wir keine schnell fließenden Gewässer, wo sich Spritzwasser an Pflanzen anhaften kann. ( Bis auf eine Ausnahme)
Wir haben unweit von mir eine Fischtreppe. Nun mag sich der ein oder andere Leser fragen, was denn wohl eine Fischtreppe sein könne. Dort wo künstliche Barrieren in einem Fluß verbaut wurden,was Wehre oder Wasserkrafwerke sein können, wird dem Fisch das Auf und Absteigen in dem Fluß nicht ermöglicht . Das ist besonder wichtig für Fisch wie Aal oder Lachs. Diese Fische ziehen die Flüsse aufwärts bis zur geschlechtsreife dann wieder zurück in ihre Laichgebiete. Um dem Fisch das zu ermöglichen, baut man in den Fluß eine Umleitung ein,die um das Hindernis herum führt. Das sind dann in der Regel kleine schnelle künstlich angelegte Bachläufe, die man Fischtreppe nennt. Es gibt auch ander Bauarten, die aber die gleiche Funktion haben . Genau an solch einer Umleitung sind meine Foto an einem frostigen Tag entstanden
Fotos vom 12.1. 2017
Auch diese Foto kann man anklicken um sie zu vergrößern
In diesem Beitrag geht es nicht mehr um Landschaften und Häuser die wir auf dem Darß gesehen haben, sondern um Tiere die man im Nationalpark beobachten kann. Ich schreibe hier ausdrücklich kann, weil die Foto die ich in diesem Beitrag zeige, nicht bei einer einstündigen Rundfahrt mit dem Rad durch das Naturschutzgebiet gemacht worden sind . Es sind einige von den vielen Bilder, die ich in den letzten drei Jahren im Nationalpark gemacht habe . Oft habe ich stundenlang angesessen und geduldig gewartet, um nur ein Aufnahme zu machen. Wir haben dann nicht im weiter entfernten Saal auf dem Stellplatz gestanden, sondern auf dem Platz in Zingst der unweit des Nationalparks liegt. Das hat mir die Möglichkeit gegeben, immer mal wieder für ein paar Stunden in den Park zu fahren. Zu unterschiedlichen Zeiten, mal früh am Morgen dann wieder am Abend vor dem Sonnenuntergang, war ich dort um Fotos zu machen.
Das der Fuchs sich hier so nah an einer Wasserkante aufgehalten hat, von der aus ich eigentlich Kraniche an ihrem Schlafplatz beobachten wollte, hat mich doch erstaunt. Füchse mögen normalerweise das Wasser nicht sonderlich. Vögel wie Enten oder Gänse waren für ihn in einer unerreichbaren Entfernung.
Auf einem Wegweiser direkt an einem Radwanderweg, hatte ich die Begegnung mit einem Turmfalken, der hier wohl auf Beute gelauert hat.
Oft führte mein Weg durch das NSG über solche Holzwege, das hieß aber nicht das ich hier auf dem „Holzweg“ war. Ganz im Gegenteil, hier hieß es Augen auf Kopf nach oben gerichtet und aufmerksam den Himmel beobachten.
Dieses ist das Revier des „Roten Milan“ . Auf den freien weiten Flächen kreist er am Himmel und sucht sein Areal nach Beute ab. Oft konnte ich gleich mehrer zur gleichen Zeit beobachten.
Auf diesen weiten Flächen die an den Stränden des Bodden grenzen, taucht immer mal wieder Rotwild auf. Hierfür mußte ich aber sehr viel Geduld mitbringen. Oft genug habe ich dort an einer Aussichtsstelle verharren, mit dem Fernglas in der Hand ohne eine Sichtung.
Oft waren es dann die Weißwangengänse, die mir einige Fotomotive geboten haben.
In früheren Jahren waren sie hier nur als Wintergast zu beobachten . Eigentlich ist sie in den sibirischen Tunderen beheimatet und hat dort auch ihre Brutgebiete. In den letzten Jahren hat sich die Gans hier ganzjährig angesiedelt.
Dabei sind die Zahlen der heimischen Graugans rückläufig.
Teichrohrsänger
Rohrammer
Großflächige Schilfrohrgebiete mit Wasserflächen, sind die Heimat von Schlifvögel , Enten und viele andere Wasservögel.
Diese Süsswasserflächen mit dem dichten Schilf, zieht aber auch ander Vögel an. Es ist die Rohrweihe die hier auf Beutezug geht.
Es ist auch immer wieder der Seeadler, der über diesen Wasserflächen seine Bahnen zieht. Zu seiner Beute zählen die vielen Wasserhühner die auf den Teichen zu beobachten sind. Wenn diese plötzlich in Unruhe geraten sind , war es für mich das Zeichen den Himmel zu beobachten.
Nach tagelangem Ansitzen an den unterschiedlichsten Stellen und der Begleitung eines einheimischen Fotografen, ist es mir dann doch noch gelungen, den König des Darß vor die Linse zu bekommen. Ich habe schon nicht mehr daran geglaubt, dass mir solch eine Foto aus einer guten Nähe gelingen könnte.
Auch bei diesem Beitrag, könnt ihr die Fotos anklicken damit sie sich vergrößeren.
Liebe Leser, ich bin zur Zeit beim Aufräumen und Einpflegen meiner Fotos in die entsprechenden Dateien. Dabei sind mir soviele Foto aufgefallen, für die es sich nicht lohn ganze Beiträge zu schreiben. Dennoch möchte ich euch diese Fotos gerne zeigen. Ich werde zwischen meinen Reisebeiträge, immer mal wieder unter dem Motto „in between“ solche Fotos posten. Es gibt dazu nicht viel Text, sondern nur einige Info zu den Fotos.
Bei einer Wanderung durch den Kellerwald, hatten wir eine Begegnung mit einem Waschbär. Fotografiert bei dem Ort Kleinern in der Nähe des Edersee.
Ich mußte schon mal sehr tief im Archiv forschen, um ein Foto mit diesem Datum zu finden. Aber wie heißt es so schön, wer suchet der findet.
Nutria auf Eis : Lippeauen bei Hamm am 05.01.2017. Solche Verhältnisse haben wir nicht so häufig, dass Blänken zufrieren. Da mußte ich doch mit der Kamera raus.
Unsere Tagestour habe ich hier einmal mit zwei Karten aufgezeigt. Der erste Abschnitt ging von Wostrow nach Zingst. Das soll dann auch die erste Etappe für diesen Beitrag über Fischland sein.
Im zweiten Teil geht es dann zurück zum Stellplatz, mit einem Rundkurs durch das Naturgebiet. Die gesamte Tour war etwa 65km lang
Als erstes führte unser Radweg dirkt durch den sehr lebhaften Badeort Wustrow. Das hieß gleich zum Anfang unserer Tour, dass wir unsere Räder durch die vollen Strassen des Ortes schieben mußten.
Der Badestrand von Wustrow
Rechts und links der Strasse konnten wir die ersten schönen Häuser, die man überall auf den Darß bestaunen kann sehen . Deren Ursprug stammt wohl aus der Zeit, als auf der Halbinsel sehr viele Seefahrer gelebt haben. Es waren besonders die Haustüren, mit Symbolen aus der Schifffahrt die den Stand des Bewohners anzeigen sollte.
Bei diesem Haus sind die Symbole mit dem Anker gut zu erkennen. Es handelt sich hier um ein altes Kapitänshaus.
Das wohl bekannteste Haus in Wustrow „Die Schiffswiege“ebenfalls ein altes Kapitänshaus.
Noch eins von den wunderschönen Häusern auf dem Darß, auch hier wieder die kunstvoll gefertigten Haustüren zusehen. Ich könnte einen eigenen Beitrag über die schönen Häuser auf Fischland schreiben. (vielleicht später einmal)
Nach Wustrow führte uns der Radwanderweg duch wunderschöne Land-schaften. Immer wieder haben wir angehalten um Fotos zu machen.
Den erste Ort den wir nach Wustrow erreicht haben war Ahrenhoop. Hier ein Blick über die Dünen und die Ostsee.
Wir haben die Halbinsel einmal überquert um zum Hafen von Born zu kommen.
Auch dieses Haus in Born, zeigt uns wieder eine kunstvoll gearbeitet Eingangstür. Man findet es auch im Gartentor und im Vogelhäuschen wieder.
Immer wieder gab es traumhaften Aussichten auf den Bodden oder der Ostsee.
Es war langsam der Zeitpunkt gekommen um eine Pause einzulege. Wo sollte die wohl anders ausfallen, als bei einem Fischer. Schon aus einiger Entfernung haben wir den Geruch von Räucherware in der Nase.
Wo sollte ein Fisch wohl besser schmecken als dirkt von einem Fischer, der ihn vor Ort fängt und auch frisch räuchert.
Gut gestärkt ging es weiter. Es waren sehr schön geführte Radwanderwege bis zu unserem Zwischenziel Wieck. Auch da wieder ein sehr schöne Ausblicke den uns Fischland geboten hat. Direkt an unserem Radweg lag der Strand von Wieck.
Und wieder haben wir angehalten, weil sich mir ein schönes Fotomotiv angeboten hat.
Das war nun die erste Etappe unsere Fahrradtour über Fischland. Weiter geht es dann, mit der Rundtour durchs Naturschutzgebiet und unser Rückfahrt nach Saal Neuhaus.
Unsere Route von Wismar nach Sall-Neuendorf zum nächsten Stellplatz
Wir sind anfangs etwas von unserer geplaten Routen abgewichen. Für uns ging es erst mal direkt an der Ostsee entlang,vorbei an der Insel Poel, Kühlungsborn bis nach Nienhagen. Auf unserem Tourenplan stand noch eine Fahrrradtour, durch den Gespensterwald bei Nienhagen . Wir waren zwar schon einige Mal in dieser Region, aber nie ist es zu dieser Radtour gekommen.
Mal führte uns der Radweg an der Steilküste, mit einem schönen Blick auf die Ostsee entlang. Dann ging es wieder durch Waldgebiete, mit den eigentümlich gewachsenen Bäumen. Man mochte kaum in der Nähe einer Abbruchkannte stehen. War da doch immer dieses Gefühl, dass im nächsten Moment ein Stück Land abbrechen könnte und ein weiterer Baum in die Tiefe stürzt. Häufig konnten wir am Strand solche abgestürtzen Bäume sehen.
Der Hafen von Neuendorf
Nach dieser Fahrradtour ging es nun weiter zum Wohnmobilstellplatz Saal-Neuendorf direkt am Saaler Bodden. Ein Stellplatz den wir schon seit längem kennen, er liegt nah bei den Rastgebieten der Kraniche. Hier waren wir schon sehr häufig, um Kraniche zu beobachten. Direkt vom Platz, kann man den Einflug der Vögel zu ihren Schlafplätzen beobachten. Schon sehr früh am Morgen, fliegen die Kraniche zu hunderten mit ihrem lauten trompen im Tiefflug über unser Wohnmobil auf die nahe liegenden Felder.
Ganz in der Nähe von Neuendorf liegen die Orte Hermannsheide bzw Hermannsdorf, wo die NABU Infomations und Beobachtungsstellen eingerichtet hat.Der Stellplatz ist allerdings im Sommer immer recht voll und auch sehr laut. Hier trifft sich häufig die Kitesurferszene und feiert am Abend ihre Partys. Für mich ist daher dieser Platz nur im Frühjahr und Herbst von Interesse, dann hat man häufig die Möglichkeit mit dem WoMO an der Wasserkante zu stehen, mit einem dirkt Blick auf den Bodden . Oft gibt es hier richtig tolle Sonnenuntergänge zu sehen.
Der Stellplatz hat eine V+E Strom WC und Dusche. In der Saison kommt mehrmals in der Woche ein Bäcker und Lebensmittelauto auf den Platz. Ein Kios bietet Getränke und kleine Speisegerichte. Mit einem Fährschiff kann man samt Fahrrad über den Bodden nach Fischland ( Wustrov) übersetzen . Nach der Pandemie hat der Platz, wie fast alle Plätze an der Ostsee, preislich heftig zugeschlagen. Mit 24 Euro ist dieser Stellplatz, mit der doch recht einfachen Ausstattung meiner Meinung nach deutlich zu teuer.
Eine Überfahrt mit der Fähre und dem Fahrrad, ist ein super Route zum Fischland,das kann ich nur jedem Besucher der Region empfehlen.
Das Foto zeigt den Bootshafen von Wustrov, gleich von hier starte man mit dem Rad zu einer sehr schöne Radtouren . Ob zurück über Ribnitz oder Zingst zum Ausgangspunkt, ist eine lohnenswerte Tagestouren. Wer hat sollte sich unbedingt ein Fernglas mitnehmen , denn auf der gesamten Strecke sind immer wieder Kraniche zu beobachten. Besonders interessant wird die Tour über den Darß in Richtung Zingst. Mit etwas Glück kann man hier Hirsche beobachten.
In meinem nächsten Beitag berichte ich von unserer Radtour um den Bodden.
Auch diese Fotos lassen sich durch anklicken vergrößern
Große Reisen von längerer Dauer im Frühjahr (Sardinien) und Sommer (Polen), danach ein längerer Aufenthalt auf Texel, haben bei mir zu einer langen Schreibpause geführt. In den Reisepausen waren dann unfangreiche Gartenumgestaltungen angesagt. Wir haben uns von einem großen Teil unserer Rasenfläche getrennt und nach vielen Anläufen ist entlich unsere Outdoorküche fertig geworden. Dort wo sonst intensive Rasenpflege angesagt war , ist jetzt ein bienenfreundliches und pflegeleichtes Staudenbeet entstanden. Wir haben dort eine Vielzahl verschiedene Stauden angepflanzt, die möglichst zu unterschiedlichen Zeiten blühen sollen . (Aber dazu in einem späteren Beitrag mehr.) Als ich dann entlich Zeit zum Schreiben gefunden habe, funktionierte mit mal mein WordPress nicht mehr. Erst jetzt über die Weihnachtsfeiertage, habe ich mit der Hilfe meines Sohnes es wieder ans Laufen gebracht. Wobei ich über den Reader, immer noch keine Beiträge kommentieren und liken kann.
So wie geht es nun weiter beim Vogelknipser ? Ich werde meine angefangene Serie zuende schreiben. Der letzte Beitrag endete ja beim „Alten Schwedern“in Wismar. Danach führte uns die Reisetour zu den Kranichen an den Saaler Bodden.
Kranichfamilie am Bodden
Damit die Dinge die wir auf unseren neuen Reisen gesehen und erlebt haben nicht so weit nach hinten rücken, werde ich zwischendurch immer wieder darüber berichten. Eine alter Serie die ich im Verlauf meiner Unfallfolgen angefangen habe, werde ich wieder aufleben lassen .(Die Gartensafari) . Inzwischen hat sich so viel im Garten entwickelt und es sind viele neue Bewohner eingezogen, dass ich gerne darüber schreiben möchte.
Vieles ist neu in unserem Garten
Aber bevor ich davon berichten werde, steht das Bearbeiten tausender von Fotos im Fordergrund, die ich auf unseren Reisen gemacht habe. Denn ohne Fotos keine Beiträge. Unterwegs ist es für mich einfach mal kurz nur ein Foto ohne großen Text zu posten, das mache ich dann über Instergram. Wer also aktuelle Fotos vom mir sehen möchte, kann das gerne über den Name „Vogelknipser“ bei Instergram machen. Es sind schon einige Leser meines Blogs, die mir auf diesem Weg folgen.
Wie immer lassen sich meine Fotos beim Anklicken vergrößern.
Wir verlassen auf unserer Reise die Nordsee und es geht nun weiter an die Ostsee. Unser erstes Ziel sollte die alte Hansestadt Wismar sein, dafür legen wir dieses mal etwa 180km und ca 2 1/2 Stunden zurück.
Ich möchte euch in diesem Beitrag zu einem Spaziergang durch die alte Hansestadt einladen. Wie viele Städte an der Ostseeküste besteht Wismar zum größten Teil aus sehr schönen alten Ziegelhäuseren. Eines der ältesten ist der „Alte Schwede.“
„Alter Schwede“ist das älteste Bürgerhaus der Stadt Wismar und stammt aus dem Jahr 1380.
Über dem Türportal befindet sich ein alter schwedischer Schwellkopf , das alte Haus ( heute Restaurant)steht ganz im Zeichen von Schweden.
Was hat aber die alte Hansestadt mit Schweden zutun. Im 30.jährigen Krieg wurde Wismar von den Schweden erobert und im westfälischen Friedensspruch dem schwedischen Königreich zugesprochen. Erst 1903 ging durch den Verzicht eines Pfandgeld, die Stadt wieder an das Land Mecklenbrurg Vorpommern zurück.
Vieles aus der Zeit zwischen 1623 und 1808 erinnert heute noch daran, dass Wismar unter dem Königreich Schweden stand. So auch das alte Baumhaus welches an der Hafeneinfahrt steht und eine Art Wachhaus war.
Der schweriner Hafen wurde zu eimem mächtigen Kriegshafen der Schweden umgebaut. Um sich bei Nacht vor feindlichen Schiffen zu schützen, wurde eine mächtige Kette, ähnlich eines Grenzpfahl vor die Hafeneinfahrt gespannt. Die beiden Schwellköpfe standen einst rechts und links der Hafeneifahrt.
Wie der „Alte Schwede“ befindet sich auf dem Markplatz der Hansestadt die „Wasserkunst“ das Wahrzeichen von Schwerin.
Als der alte Holzbrunnen vor der Stadt nicht mehr dem Anspruch der Stadt gerecht wurden, beschlossen die Stadtväter eine zentrale Wasserversorgung in die Stadt zu verlegen. Es vergingen aber fast 23 Jahre, von Planugsbeginn 1579 bis zur Fertigstellung im Jahr 1602.
„Das rote Haus“ wohin man in Wismar läuft, man stößt immer wieder auf alte Gebäume die mehrer 100 Jahre alt sind . Ich habe in diesem Beitrag nur einige davon aufgelistet .
Immer wieder wie hier die alte Brennerei und Brauerei, Häuser in der Bracksteingotik.
Turm der alten Marienkirche. Im Zentrum von Wismar stand einst die stattliche Marienkirche ,sie wurde im 2.Weltkrieg beschädigt. Obwohl keine Gefahr von dem beschädigten Gebäude ausging, wurde unter Protest vieler DDR- Bürger der Abriss befohlen . Heute erinner Mauerreste den einstigen Grundriss der Kirche, der Turm blieb als Seezeichen erhalten.
Immer wieder stoßen wir bei unserem Spaziergang auf wunscherschöne Backsteinbauten.
Das Stadttor aus Sicht des Hafen.
Kunstvoll gestalltete Häuser aus Backsteinen errichtet.
Schmale Gassen führen uns durch die Altstadt.
Ein letzter Blick auf den Hafen dann geht es zurück zum Stellplatz.
Weiter geht unsere Reise, unser nächstes Etappenziel soll das „Alte Land“ und die Hansestadt Stade sein. Wir waren zwar schon häufiger im Alten Land aber nie zur Apfelblüte. Da wir schon mal im Norden sind, fahren wir gerne die 120 km um Deutschlands Apfelgarten zu besuchen.
Da wir Glück mit dem Wetter hatten, haben wir den Wohnmobilstellplatz am Elbdeich in Stade ausgewählt. Von hier hatten wir es nicht weit, bis zum Einstieg des Elbradwanderweg.
Das gute Wetter hat uns eingeladen, einige Kilometer auf diesen schönen Radweg zu fahren. Der Weg führte entlang des Flusses, der uns immer wieder an diese schönen alten Fachwerkhäuser vorbei führte, die für das Alte Land so charakteristisch sind.
Wir haben das „Alte Land “ schon so oft besucht, es aber nie geschafft zur Apfelblüte in dieser Region zu sein.
Es ist ein märchenhaftes Bild, wenn all diese vielen Apfelbäume in der Blüte stehen.
Was uns außer den vielen Apfelplantagen am alten Land so sehr gefällt, sind die prachtvollen Fachwerkhäuser. Ob es die alten Kapitänshäuser mit ihren kunstvoll gestalteten Haustüren sind .
Oder die vielen prachtvollen Bauerhöfe, die in der ganzen Region zu bestauenen sind.
Besonders schön sind die kunstvollen Backsteinmauerwerke zwischen dem Fachwerk.
Und überall zeigten sich zu dieser Zeit, die blühenden Bäume und Sträuchen in den Gärten der Gutshöfe.
Ein Ziel auf unseren Radtouren war die alte Hansestadt Stade. Vor vielen Jahren fuhren die alten Hanseschiffe noch bis in den Stadthafen . Heute sind es viele Cafes, die um den alten Lastenkran zum Verweilen einladen.
Begrüßt wird man auf dem alten Markplatz von der Fischersfrau ,die einen stattlichen Fisch zu Verkauf anbietet.
Entlang des Kanals stehen die alten Kaufmannshäuser aus der Zeit der Hanse . Zeitzeugen aus dieser Epoche, sind die alten Umlenkrollen die an den Giebeln angebracht sind. Anhand von Seilzügen wurden Handelsgüter so in die Speicher der Häuser verbracht. Im laufe der Jahre ist der Hafen immer mehr versandet und so nur noch für Sportboote befahrbar.
Stade ist eine Stadt die man immer wieder gerne besucht . Der Wohnmobilist hat in der Stadt gleich drei Stellplätze zur Auswahl. Wir haben wegen der Nähe zum Elbradwanderweg den Stellplatz am Elbedeich genutzt.
Vögel suchen sich beim Einbruch der Dunkleheit einen Schalfplatzt. Dabei geht es oft um sogenannte Traditionplätz, die immer wieder von den Vögel angeflogen werden. Sehr schön kann man das bei Rabenvögel beobachten, die für die Nacht einen bestimmten Baum anfliegen. Aus allen Himmels-richtungen kommen hunderte Vögel um nicht nur einen bestimmten Baum , sonder auch einen ganz bestimmten Ast für die Nacht aufzusuchen . Es gibt sehr oft heftige Streitereien um diesen bestimmten Platz, wenn er schon von einem anderen Vogel belegt ist. Solch einen Schlafplatz habe ich schon vor Jahren in Feddeerwadersiel entdeckt. Ich wollte auf dieser Tour sehen ob dieser Platz immer noch so besucht wird, wie ich es vor Jahren schon einmal beobachtet habe.
Bei diesem Schlafplatz handelt es sich um eine Buhne, die normalerweise dem Küstenschutz dient. Diese Buhnenköpfe sind für Vögel nicht nur ein guter Schlafplatz, sie bietet auch sehr viel Nahrung. Zwischen den Steinen suchen sie nach Meeresbewohnern, die ihren Hunger stillen. Eigentlich nicht besonderes, sieht man immer wieder wenn man an der Nordseeküste ist. Auf dieser Buhne ist es etwas anders. Oft ist es sonst so, dass sich zwei drei verschiedene Vogelarten ( Möwen) auf solch einem Schlafplatz versammeln. Auf dem oberen Foto sind es erst wenige Vögel, die von der Buhne besucht werden. Hier ist schon jetzt schon zu erkennen, dass sich gleich in den Anfängen sechs vierschiedene Arten versammelt haben. Ich konnte bei meinen Beobachtungen, auf dieser Buhne 26 verschiedene Vogelarten zäheln.
Aus allen Himmelsrichtungen kommen am späten Nachmittag Vögel, um sich einen Schlaftplatz für die Nacht zu sichern. Auf dem oberen Foto ist es ein Schwarm Regenbrachvögel deren Ziel die Buhne ist
Um so mehr sich der Himmel verfinstert ,wird es allmählich immer voller auf der Buhne. Aber noch ist ausreichend Platz, was sicht aber bald ändern wird. Auch die Artenvielfalt wird mit wachsender Dunklheit größer, es ist später zu erkennen, dass es eine klare Abgernzung zwischen den Arten gibt.
Auf dem oberen Foto ist schon die Abgrenzung zwischen den Arten zu erkennen. Hinter den Austerfischern sitzen die Flussregenpfeifer,ganz vorne auf der Spitze auf diesem Foto nicht zu sehen, haben sich Kormorane nieder- gelassen .
Hier auf dem Foto die Kormorane, die die erste Reihe belegen. Die verteidigen sie sehr laut und mit drohend vergestreckten Hals, fauchen sie jeden Vogel an der ihnen zu nah kommt.
Jetzt ist es schon recht voll und Neuankömmlinge müssen nach Plätzen suchen.
Oft sind es dann nur noch Plätze am Rand der Buhne die belget werden.
Jetzt ist es schon recht voll auf der Buhne und zu erkennen wie viele Arten hier zusammen kommen.
Es wird nach freien Lücken gesucht, die Schlafplätze werden immer wieder überflogen, um noch ein Platz zu finden . Das ist natürlich immer mit Unruhe und Streiterei verbunden, keiner läßt sie hier von seinem Platz verdrängen.
Die abendliche Stimmung, die jetzt auf der Buhne zu beobachten war läßt sich mit Worte nicht beschreiben, die muß man einfach erlebt haben. Es ist nie Ruhe auf dem Schlafplatz. Die Vögel geben auch im Schlaf Geräusche von sich und jede Art auf ihre Weise, die ich mal als Nachtgesang der Meeresvögel bezeichnet habe. Ein unglaublich Erlebnis das man nie vergessen wird.
Für die nächsten Fotos habe ich mir extra einen Wecker gestellt . Ich wolte unbedingt das Ausfliegen der vielen Arten mit erleben. Vögel sind Früh-aufsteher, die schon früh am Morgen ihre Futterstellen anfliegen. Ein irres Bild wenn wie aus dem Nichts hunderte von Vögel aufsteigen.
Ich kommentiere die nächsten Fotos nicht, sie sprechen für sich.
So das wars es von Fedderwadersiel, unserer Reise geht weiter. Als nächstes besuchen wir einen Ort, der die seltestende Vogelart Deutschland beheimatet.
Wir verlassen nun die Niederlande aber nicht die Küste, denn unser Reiseweg soll uns ja von der Nordsee zur Ostsee führen. Das nächste Reiseziel liegt am Nationalpark deutsches Wattenmeer. Wir steuern den kleiner Fischerhafen Fedderwadersiel an .
Fedderwadersiel haben wir nach etwa zwei Stunden und 150km erreicht. Der Wohnmobilstellpatz liegt nur wenige Schritten vom Museum deutsches Wattenmeer entfernt.
Links im Foto der Wohnmobilstellplatz davor der Campingplatz und rechts der Hafen. Von dort sind es nur wenige Meter bis zum Wattenmeer.
Die Krabbenkutter die hier noch im Wasser schwimmen, liegen bei Ebbe völlig auf dem Trockenen. Die Fischer können den Hafen nur bei hohem Wasser verlassen und müssen ihre Fangzeit so einrichten, dass sie bei hohem Wasser wieder einlaufen.
Oft schleppen sie ihre Krabbennetze direkt in Küstennähe, sodass wir sie beim Fang beobachten konnten.
Wir wollten hier an diesem Ort aber nicht nur den Fischern bei der Arbeit zusehen sonder Vögel beobachten. Nur wenige Meter vom Fischerreihafen entfern liegt ein spezieller Naturpark . Hier können Besucher über einen Weg der aus Stegen angelegt ist, durch einen Teilbereich des Watt wandern und das geht auch bei hohem Wasser. Es ist ein Naturerlebnispfad, der über Schilder das Leben im Watt erklärt. Für mich war der Steg insofern von Interesse , dass ich Vögel bei Ebbe aus nächster Nähe bei der Futtersuche beobachten konnte.
Wo sonst der Meeresboden mit Wasser überflutet war, tat sich bei Ebbe ein reichlich gedeckter Tisch auf. Hier bohrt der Regenbrachvogel mit seinem langen Schnabel im Schlick nach Wattenwürmer.
Es finden sich viele verschiedene Vogelarten ein um ihren Hunger zu stillen. Auf dem oberen Foto ist es der Grünschenkel und ein Flußuferläufer die hier nach Nahrung suchen.
Es ist für alle etwas da und das macht der Watternmeer so einzigartig.
Mit einem besonderer Schlafplatz für Vögel ,wird sich mein nächster Beitrag beschäftigen.
Unsere Reiseroute führt uns nun an den Dollart. Ich habe über diese Region schon einmal in einem Beitrag „Entlang an der niederländischen Nordseeküste“ berichtet. In der Nähe des kleinen Dorf Fiemel, hat man die Möglichkeit Seehunde zu beobachten .
Ganz rechts unten auf der Karte, könnt ihr sehen wo die Seehundbänke liegen. (Zeehondenkijkwand)
Bei meinem letzten Besuche war nur eine kleine Anzahl Seehunde dort, dieses mal gab es viel mehr Tiere zu sehen . Das hatte auch einen besonderen Grund, zu dieser Zeit bringen Seehundweibchen dort auf der Sandbank ihre Jungen auf die Welt
Von einer Beobachtungswand ist es möglich, die Tiere gut zu sehen. Ich kenne diese Stelle noch ohne diese Wand und die weiträumige Absperrung durch Zäune. Diese Maßnahme ist leider zwingend notwendig geworden, weil es immer wieder Mitmenschen gab die den Tieren zu nah kommen wollten. Diese IDIOTEN haben versucht mit dem Handy Fotos zu machen und wollten dafür so nah wie möglich an die Tieren kommen. Das hatte zur Folge, dass die Mütter geflüchtet sind und ihre Seehundbabys zurück blieben und verweisten. Ist das nicht früh genung bemerkt worden, sind diese Heuler verhungert.
Von der Wand kann man die Tiere immer noch sehr gut beobachten
Durch ein Schlitz fotografiert man immer nur einen Teil der Bucht, es ist so nicht möglich alle Seehunde auf ein Bild zu bekommen. Aber auch so ist schon gut zu erkennen, wieviele Tiere diese Bucht am Dollart aufsuchen. Ich habe dort schon mehr als hundert Strandbesucher gezählt.
Den meisten Tieren scheint es hier auf der Sandbank und dann noch bei strahlender Sonne richtig gut zu gehen.
So dösen sie vor sich hin und werden braun 🙂
oder sie beschäftigen sich mit der Körpderpflege ,was für die Tiere sehr wichtig ist.
Hier bringen aber auch die Seehundmütter ihre Baby`s zur Welt. Áuf dem Foto oben ein junger Heuler, der erst wenige Stunden alt ist.
Alle zwei Stunden kommen die Jungen in etwa zum Säugen. So läßt die fett-freiche Milch der Mutter sie schnell an Gewicht gewinnen.
Es gibt aber auch immer wieder Heuler die ihre Mutter verloren haben, wie der kleine Seehund mit der blauen Markierung.
Die Leute von der Seehundstation beobachten die Bucht bei Fiemel sehr genau. Wobald sie ein Seehundbaby entdecken wird, was seine Mutter verloren hat wird dieses Tier markiert und beobachtet. Der Heuler wird alle zwei Stunden mit der Flasche versorgt und danach gewogen. Erreicht er sein Normalgewicht nicht wie gewünscht , wird er zur Seehundstation verbracht und dort weiter versorgt.
Die Seehundmütter achten sehr genau auf ihre Nachkommen ,
damit sie bald schnell selbstständig werden und für sich selbst sorgen können.
He Kleiner hast du ein Vogel. 🙂
So wir verlassen nun diese Region und sagen „tschüss“ Seehunde.