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Dienstag, 23. Juni 2026

Reste vernähen: eine blau-grüne Elektra

Von den blau-grünen selbstgefärbten Stoffen war immer noch allerhand Reste da nachdem das Kissen fertig war.
 

Besonders hübsch sind die Teile mit Batik-Effekt. Mit ein bisschen Hin- und Hergeschiebe habe ich mich entschieden, einen neuen Taschenschnitt auszuprobieren: die Elektra von SewSimple. Hab' ich noch nie genäht. Aber die bietet sich an durch den geteilten Schnitt und ich wollte schon länger eine Tasche mit Cord nähen.
Als erstes habe ich meine Reste so zusammen genäht, geschnipselt, weiter zusammen genäht, dass es auf den Schnitt passte. 
Als Vlies habe ich einen kaschierten Schaumstoff benutzt, der ist schön stabil und sollte der Tasche Stand geben. Ich habe mir Mühe gegeben, schöne Muster zu quilten. 
 
 
Ich bin ja am konsequenten Verarbeiten von Resten. Also habe ich gesucht, was sich als Taschenfutter eignen könnte. Da fanden sich ziemlich schmale Streifen mit einem ziemlich großen Muster, die ich vor vielen Jahren mal geschenkt bekam. Die schiebe ich immer mal im Nähzimmer hin und her weil mir nichts eingefallen ist, was man damit machen könnte. Jetzt waren sie fällig!
 

Zwei zusammen ergeben gerade so die benötigte Höhe und aus dem gebogenen Rest beim Zuschnitt der seltsam geformten Taschenteile konnte ich eine Innentasche zuschneiden. Die habe ich unten gleich mal ein bisschen länger gelassen als der Schnitt es vorsah - der Bogen war ja nicht umsonst da! ;-)
 

Sieht doch hübsch aus, oder?
 

Für den Seitenstreifen habe ich den Cord auf den Gewebeschaumstoff gesteppt, schön in den Rippen entlang.  
 

Das Zusammensetzen der Tasche war ein bisschen tricky, weil die Teile doch ziemlich steif sind. Aber es ging.
Und dann war das gute Stück fertig! 
 

Auch die andere Seite ist hübsch geworden:
 

Damit der Boden schön stabil bleibt habe ich nach bewährter Methode eine bezogene Pappe eingelegt.
 

Fazit: 
Ein schöner Schnitt! Mit der Asymmetrie kann man schön spielen. Sie ist schön tief und es passt ordentlich was rein.
So im Nachhinein ärgere ich mich ein bisschen, dass ich nicht eine Außentasche eingearbeitet habe. Das wäre in den gepatchten Teilen oder auch mit einem Reißverschluss im Cord-Teil möglich gewesen. Beim nächsten Mal...
 
 
Schnitt: Elektra von SewSimple Gr. M
Größe: 45x35x11cm
Gewicht: 268 Gramm
Außenstoff: Reste vom Wasser-Wind-und-Wellen-Quilt und Cord aus dem Bestand
Futter: Reststreifen aus dem Bestand
Vlies: Gewebeschaumstoff 5mm
 
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DvD bei Elfi 
 

Dienstag, 19. Mai 2026

Mohnblumentasche

Heute startet die letzte Woche der Aktion Klar-Schiff-im-Nähzimmer von Ingrid und Marita. Hilfe! Ich bin noch nicht fertig! Im Nähzimmer sieht es aus wie ein Bombenschlag.... Alles voll Jeans! 
Außerdem lag da schon wieder ein "Beinahe-UFO". Also etwas vor kurzer Zeit begonnenes, das schon wieder Gefahr lief, verschüttet zu werden von neuen Projekten. Ich hatte nämlich Mohnblumen genäht.
 
Ideengeber war dieses Buch von Bernadette Mayr:
 

Eine der Mohnblumen hat es nun im Zuge der Klar-Schiff-im-Nähzimmer-Aktion zu einer Tasche gebracht. Es gibt nämlich nicht nur blaue Jeans hier, sondern auch einen ganzen Karton farbige/schwarze.
Das war die Ausgangslage:
 

Ich musste trennen, damit ich alle benötigten Teile aus der halben Hose heraus bekommen konnte.
 

So entstand - ohne Schnitt - eine fast quadratische Tasche. 
 

Auf der Rückseite hat sie eine Reißverschluss- und eine offene Einstecktasche:
 

 
Die Tasche hat - aus gutem Grund - einen Kunstlederboden, der ein kleines Stück hochgezogen ist, und ein Wachstuchfutter.
 

Genäht habe ich sie zu einem ganz bestimmten Zweck. Sie wird neben einer Wasserflasche meine Tanzschuhe für das Linedancetraining beherrbergen. Der Raum, in dem das stattfindet, ist stockdreckig, ehrlich. Die Schuhe sind immer gelb-staubig, sehr seltsam und nicht schön. Da ist eine wachstuchgefütterte Tasche eine gute Lösung.
 

Standard bei meinen Taschen ist ja ein Einlegeboden, der mit Pappe verstärkt ist. Auch der ist hier mit Wachstuch bezogen:
 

Ich freue mich sehr, dass Klar-Schiff-im-Nähzimmer hier einen Tritt in den Allerwertesten verpasst hat! - *lach* - es sind zwar nun noch zwei weitere Mohnblumen vorhanden, aber die tragen nicht auf.... 
Dafür ist die schwarze Jeans jetzt weg. Jippieh! 
 
Schnitt: Ohne
Größe: 34x32x10,5 cm
Gewicht: 389 Gramm 
 
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Bingo 2026! bei Anni gibt's ein Kreuz im Feld "Aus dem Buchregal" 
DvD bei Elfi 

Donnerstag, 14. Mai 2026

Crossovertasche Keely Gr. S

Wir sind immer noch mitten in der Aktion Klar-Schiff-im-Nähzimmer von Ingrid und Marita. Ich bin ja mit meinen Jeanskisten befasst und verbinde das mal mit einem Forschungsprojekt zum Thema Crossovertasche. Hab ich noch nie genäht und wollte das gern mal ausprobieren. Gesagt - getan!
 

Für das Vorderteil habe ich verschiedene Streifen aus meinen Jeans-Resten zusammen genäht und gleich auf  Thermolam gesteppt. Die Option einer Reißverschlussblende habe ich weggelassen. Das gefällt mir so besser.
 

Für die Rückseite bin ich strickt der Anleitung gefolgt und habe dort eine Reißverschlusstasche eingearbeitet, durch deren Futter das Projekt am Ende gewendet wird. Spannende Sache, sage ich Euch!
 

Den Jeans habe ich auf der Rückseite erst mal mit S230 verstärkt und dann den Schlitz für die RV-Tasche eingenäht. Vor dem Festnähen des RV habe ich zusätzlich Thermolam zwischen Oberstoff und Futter gelegt, bei dem ich den Schlitz ausgeschnitten hatte. Das hat gut funktioniert und war dadurch am RV nicht so sperrig. 
Es ist eine Innentasche vorgesehen, die ich auch genäht habe, aber ob die sinnvoll ist bei der Benutzung ist mir noch nicht klar.
 

Entgegen der Anleitung, die 2,5 cm vorsieht, habe ich ein 3 cm breites Gurtband verwendet. Ich hatte kein schmales. Das ist tatsächlich ein bisschen breit für den vorgesehenen Gurtdurchlass an der Seite der Tasche. Ging aber.
 

Das Ganze ist beim Nähen zwar ein bisschen fitzelig, ziemlich dick unter der Nadel, aber lässt sich insgesamt recht gut nähen. Das Ergebnis ist eine relativ kleine Crossovertasche, die sich fast besser als Bauchtasche eignet.
 

Aber für den ersten Versuch bin ich zufrieden.
 

Das Täschchen ist relativ flach und trägt nicht auf.
 

Dem Mengen-Abbau aus meinen Jeans-Kisten bringt diese Tasche allerdings nicht so viel entgegen, aber das Nähen hat Spaß gemacht!  
 
Schnitt: Keely Gr. S von Pattydoo
Größe: 30x14x7 cm
Gewicht: 161 Gramm
Oberstoff: Jeansreste
Futter: verschiedene Reste aus dem Bestand 
Vlies: Vorderteil Thermolam, Rückseite S230+Thermolam, Seitenteile: Rest H640, Einstecktasche S180 
Gurtband: 3 cm 
 
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Klar-Schiff-im-Nähzimmer bei Marita und Ingrid 
Taschen und Täschchen bei marita bw 

Montag, 23. März 2026

Eine Gretelies mit Streifen

Beim Sortieren meiner Stoffe war mir eine unvollständige Jelly roll begegnet, aus der ich schon Stoffe für die Dear Jane Blöcke entnommen hatte. Ich mag ja diese Kleinkarierten und wollte deshalb etwas für mich nähen. Eine Gretelies! Die liebe ich. 
Könnt Ihr Euch noch an die Gretelies erinnern? Ein freier Schnitt, der zu einem herrlich bauchigen Einkaufsbeutel führt.
Die Jelly roll-Reste hatte ich mit nach Lauenbrück genommen. Dort konnte ich gerade so viele ausreichend lange Streifen gewinnen wie ich brauchte - 20 Stück. Für den Bund und das Innenfutter fand sich im Fundus passender Stoff. Allerdings war die Gretelies beim Nähtreffen nicht fertig geworden. Und wie das so ist: die Teile lagen dann noch allerhand Tage im Nähzimmer herum. Aber nun habe ich fertig!
 

Die Gretelies ist eine Wendetasche. Und ich mag die zweite Seite auch. 
 

Leider kommen die Farben der Stoffe hier nicht gut rüber. Sie sind nicht so matt wie es hier aussieht.
Von der Jelly roll sind noch Teile da, da werde ich mir noch etwas einfallen lassen. 
 
Schnitt: Freebook Gretelies
Größe: 48 x 40 cm
Gewicht: 138 Gramm
Oberstoff und Futter: aus dem Bestand 
 
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Donnerstag, 12. März 2026

Großer Beutel für ein Sitzkissen No.2

Ich hatte neulich schon auf Wunsch einen großen Beutel für ein orthopädisches Sitzkissen genäht. Der war offenbar genau richtig, denn ich sollte gleich noch einen nähen. Leicht, gedeckt, einfach.
Wieder habe ich in die Bettwäschekiste gegriffen und einen blau-braunen Stoff heraus gefischt. 
Genäht habe ich in Lauenbrück und das ging dieses Mal richtig schnell, den ich hatte ja die Maße und schon einen Plan: 
 

Wieder habe ich die Seitennähte mit einer Kappnaht versäubert. Auf dem Bild sieht man den oben zum Fotografieren umgeschlagenen Rand und die Naht innen und außen:
 
 
Am Boden habe ich eine französische Naht verwendet und Bodenecken abgesteppt weil das Kissen 7 cm tief ist.
 

Oben habe ich einen extra Streifen innen angesetzt und die Träger dazwischen gefasst. Das gefällt mir besser als ein Umschlag mit aufgesetzten Trägern. 
 
Die Empfängerin war sehr zufrieden und das ist bei solchen Dingen ja immer die Hauptsache. 
 
Schnitt: ohne
Größe: 44x36x7 cm
Gewicht: 67 Gramm
Stoff: aus dem Bestand
 
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Dienstag, 3. März 2026

Ein großer Beutel für ein Sitzkissen

Manchmal werden spezielle Wünsche an einen heran getragen. So wie dieser: Kannst Du mir einen großen, leichten Beutel für mein orthopädisches Sitzkissen nähen? Die Maße wurden gleich mitgeliefert.
Ja, ich kann. 
Gewüscht waren gedeckte Farben, ohne Schnickschnack, schön leicht.
Da der Beutel viel Stoff brauchen würde ging mein Weg in die Kiste mit der Aufschrift "Bettwäsche". Eigentlich hatte ich eine gebrauchte blaugemusterte im Sinn, aber dann fiel mein Blick auf die schrillen Streifen des Möbelschweden. Daraus habe ich vor ungefähr einem Jahrzehnt viele Taschenfutter genäht. Dann war sie in Vergessenheit geraten. Beim Herausnehmen wurde auch klar, warum - nur noch RESTE!
 

Ich frage mich, wer hier warum dermaßen blöd zugeschnitten hat???
 

Es gelang also nicht, die beiden benötigten Teile auszuschneiden, ich musste stückeln. Das wiederum gelang gut. Die Vorderseite:
 

Die Rückseite bekam das einzige durchgängige Stück
 

Die Bettwäsche hat irgendeinen Synthetikanteil und ist ganz fransig und flutschig. Also war es unbedingt nötig, dass außen und innen ordentlich versäubert ist. Ich habe sowas wie eine Kappnaht gemacht. Sieht auf beiden Seiten super aus, was man auf den Fotos interessanterweise kaum erkennen kann. Weil es so gut ist... ;-)
 
 
Die Bodenecken habe ich abgesteppt, weil das Kissen 7 cm tief ist.
 
Dass der Stoff ein Rest war sieht man dem Endergebnis nicht an. Aber nun sind immer noch lauter kleine Stücke da, die kommen jetzt auf meinen Restestapel und nicht wieder zurück in die Kiste. 
 
Schnitt: Maßgeschneidert für ein Sitzkissen
Größe: 45x47x7cm
Gewicht: 89 Gramm
Oberstoff: Möbelschwede 
 
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Montag, 9. Februar 2026

Back to the roots - Woche 4 - die Highlights: eine Joker-Tasche mit blauen Häusern

Als ich diese Tasche bei  Marita gesehen habe war es um mich geschehen! Ich war hin und weg! Natürlich war die Jeanshosentaschen-Aktion bei der Patchworkgilde im November an mir vorüber gegangen. Aber das ist ja auch völlig wurscht - JETZT ist bei Ingrid im Nähkäschtle der 11. Blog-Geburtstag zum Thema "Back to the roots" und deshalb wollte ich JETZT eine Joker-Tasche nähen!


Und das ist mein ganz persönliches Highlight in der ganzen Back-to-the-roots-Aktion von Ingrid!
Dieser Schnitt von der Taschenspieler-CD 1 ist mein absoluter Favorit für eine große Tasche. Geräumig-praktisch-gut. Ich habe sie schon in sehr verschiedenen Versionen genäht. Eine erste grün-orange im Jahr 2013, eine aus Jeans im Jahr 2014, die petrolfarbene aus dem Jahr 2017 benutze ich immer noch gern und eine grüne mit bunten Resten im Jahr 2019.
2015 - das Jahr in das ich jetzt zu Ingrid's 11. Bloggeburtstag zurück schaue - habe ich gleich zwei Joker genäht: eine aus pinkfarbenen Schnipseln und eine aus beige-bunten Resten:

  
   
Witzig finde ich, dass bis auf die erste alle irgendwie aus Resten entstanden sind. Ist das eine Berufung? ;-)
Nun also blaue Häuser. Das Projekt fängt an mit dem Abtrennen der Hosentaschen von gut abgelagerten Jeans im Nähzimmer. Eine fusselige und fitzelige Angelegenheit, deren Anstrengung für Finger und Handgelenke nicht zu unterschätzen ist. Ich habe die Taschen auch wirklich abgetrennt und nicht rausgeschnitten wie die Patchworkgilde es vorschlägt.
Dann kommt der schöne Teil: ich habe aus zwei Jeansstücken einen Hintergrund zusammen genäht und darauf "Häuser" gepuzzlet. Wenn klar ist, was wo hinkommt, kann man mit Vliesofix Fenster und Türen aufbügeln. Aufgenäht habe ich sie mit engem Zickzackstich und einer uralten gelben Knopflochseide, die sehr überrascht war, hier so zu Ehren zu kommen! Wenn ich solche alten Röllchen im Oberfaden vernähen will spule ich sie oft um auf ein Unterfadenspulchen. Das setze ich dann oben auf den zweiten Garnrollenhalter. Die alten zerknautschten Röllchen laufen sonst oft nicht ab.


Die fertigen Häuser habe ich mit orangem Jeansgarn von oben nach unten in den alten Nähten wieder aufgesteppt und dabei gleich ein untergelegtes dünnes Vlies mit festgesteppt. Dabei habe ich alles, was nicht gebraucht wurde, weggeschnitten und am Taschenrand auch die Hosentaschen aufgetrennt. Hier kommen nämlich schnell viele dicke Jeanslagen zusammen!


Die Laterne ist ebenfalls mit der Maschine appliziert. Sie ist wunderbar schief und krumm weil ich schwarz auf dunkelblau einfach nicht sehen kann... Der Laternenpfahl ist ein Stück Band aus meiner wundervoll frisch sortierten Bänderkiste. Zum ersten Mal hatte ich dieses Glücksgefühl, in dem Karton sofort dieses eine Band zu finden. *breitesGrinsenimGesicht*


Die Rückseite ist auch lustig zusammengesetzt. Im unteren Teil habe ich alle kurzen Streifen zusammengenäht, die mir in meinem Vorrat der Jeans-Teile in die Finger fielen. Oben liegt quer ein anderes Reststück, mit Bedacht eins ohne Elasthan. Da muss man aufpassen! Dort fand eine kleine Jeanshosentasche ihren Platz und vermittelt so zwischen Vorder- und Rückseite. Die sitzt ein bisschen weit oben als Häuschen, aber das ist nun wie es ist.


Hier hinten ist eine große Reißverschlusstasche eingenäht, in der man auch ein großes Portemonnaie bequem unterbringen könnte. Das Taschenfutter ist ein ausgedientes Oberhemd. Mischgewebe. Das kann man sonst ja zu nix gebrauchen.


Die Tasche reicht bis zum Boden runter, so dass man gut auch schwere Dinge in die Außentasche tun kann.
Für das Futter habe ich ein seltsam geformtes Reststück eines blauen Blümchenstoffes verwendet, wo ich schon ganz schön puzzlen und beim Futter der Innentasche auch schon stückeln musste. 


Die Innenseite hat nämlich eine zweite große Reißverschlusstasche.


Vom Futterstoff sind nun nur noch kleine Teile übrig, die in meine Restesammlung gewandert sind.
Ich gebe der Joker gern einen schmutzabweisenden Boden. Blaues Kunstleder war da.
Die Henkel sind ein gewendeter Schlauch aus Jeans, in den ich ein breites Ripsband eingezogen habe. Das Wenden war ein bisschen Fluch, aber das Ergebnis ist nett. 


Als allerletztes bekommen solche Taschen bei mir noch einen festen Einlegeboden. 


Dazu nähe ich einen passenden Schlauch - hier aus dünnem Jeans - und darein schiebe ich zwei Lagen Wellpappe, mit den Rippen in unterschiedliche Richtungen. Das hat sich in vielen Jahren sehr bewährt. Nach zwei-drei Jahren tausche ich die Pappen mal aus. Aber diese Methode führt dazu, dass der Taschenboden bei gefüllter Tasche nicht durchhängt, das mag ich nämlich nicht.


Eine echte Wiederholungstäter-Tasche! *lach* Und das innere Kind durfte mal richtig schön mit kleinen Häuschen spielen. Und nun lacht nicht - diese Tasche wird nicht bei mir bleiben. Sie wandert jetzt in die Basarkisten. Ihre Zeit wird kommen und dann wird sie hoffentlich einen guten Erlös für den Förderverein unseres Pflegeheims einbringen.
Aber ich werde schon mal neue Hosentaschen von alten Jeans abtrennen, wer weiß...

Schnitt: Joker von der Farbenmix Taschenspieler CD 1
Gewicht: 550 Gramm
Größe: 41x10x35 cm
Oberstoff: Jeans aus meiner reichhaltigen Sammlung
Vlies: dünnes Putztuch vom Discounter
Futter: aus dem Bestand

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Dienstag, 27. Januar 2026

UFO No. 2/2026: der Koseki-Beutel

Bei Ingrid ist Geburtstagsparty zum Thema "Back to the roots". Ich will ja überwiegend in das Jahr 2015 zurück schauen und hätte große Lust, eine der Taschen von damals noch mal zu nähen. Aber hier hat erst mal die Vernunft gesiegt, denn es gibt mehr als ein Taschen-UFO....  Und das Jahr 2025 ist ja nicht Gesetz...
Hach, als ich zum Jahresanfang dieses UFO ausgegraben hatte wusste ich nicht mehr, wie das Ding hieß. Ich musste suchen. Aber ich wurde fündig! 2017 hatte ich nämlich schon mal so einen Beutel genäht. Schaut mal:

05.02.2017

Gesehen hatte ich so eine Art von Beutel auf dem Blog von Nahtzugabe. Der Post ist von 2011! Das Modell stammt aus einem japanischen Buch, daher auch der seltsame Name. Vermutlich ist dieses UFO (siehe unten) der erste Versuch gewesen. Da ich einen fertigen Einkaufsbeutel verwendet hatte war das Aufnähen der Quadrate im unteren Teil recht tricky und war vermutlich nicht gut gelungen. Anders kann ich mir nicht erklären warum ich die unteren vier Quadrate wieder abgetrennt hatte. Die sind nur noch irgendwie ein bisschen angeklebt und man sieht die Trennstellen. Das 2017 genähte Modell hatte dann eine aufgesetzte Stofffläche, auf der die Quadrate aufgenäht sind. Das ließ sich vermutlich besser machen. Aber ich kann mich nicht mehr erinnern und deshalb ist das alles blanke Theorie....
Das war jetzt jedenfalls die Ausgangslage:


Als erstes habe ich mich entschieden, die Seitennähte aufzutrennen. Sonst wird das ja nix. Ein bisschen Sorge hatte ich zwar, dass ich die französischen Nähte nicht wieder ordentlich zu bekomme, aber das erwies sich am Ende als unbegründet. Auch den oberen Umschlag habe ich aufgetrennt.


Dann ging es los. Die unteren Quadrate aufzackeln, die schwarzen Zwischennähte steppen. Die machen an den Enden so süße Knubbel.


Innen habe ich ein Stück Stoff eingesetzt und auch oben in den Umschlag am Rand mit eingebunden. So ist die gesamte Applikation geschützt und im Beutel sieht es schön ordentlich aus.


Insgesamt muss ich allerdings sagen, dass es nicht sinnvoll ist, aus einem fertigen Einkaufsbeutel so ein Projekt zu machen. Das Auftrennen und wieder zusammennähen ist viel zu aufwändig. Das muss ich mir merken.
Aber dieses war ja schon da und deshalb ist es gut wie es ist.


Damit ist UFO No. 2/2026 gelandet! Und jetzt kann ich mich ohne schlechtes Gewissen den Projekten von 2015 zuwenden.... *lach*

Außenstoff: fertiger Baumwollbeutel ohne Aufdruck und Reste in Violett
Gewicht: 92 Gramm
Innenfutter: Reststück, geschenkt bekommen von Renate. Danke!
Im Bingo 2026! gönne ich mir für diesen Einkaufsbeutel ein Kreuzchen im Feld "Plastik? Nein. danke"

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