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Montag, 29. Juni 2026

Mein 12tel Blick im Juni 2026

Diese 12tel Blick-Fotos erstaunen mich immer wieder. Wie sehr sich etwas verändert... sehr interessant!
Das ist der aktuelle Blick auf unsere Wiese. 
 

Wir haben dieses Stück tatsächlich beim Mähen ausgelassen und es ist erstaunlich wie sehr alle Pflanzen, die dort zu Hause sind, gewachsen sind!
Unten gibt es eine dicke grüne Schicht, da drängt sich hauptsächlich der Weiß-Klee in den Blick , darüber schweben die Blüten von Margeriten und Rotklee:
 

Ich konnte Herrn B. tatsächlich überzeugen, dass wir auch an der Mauer einen guten Meter breit ungemäht stehen lassen. Das Mäuerchen wächst zu...
 

Auch hier sehen wir ganz viel Klee


Inzwischen sieht man der Wiese deutlich an wie durstig sie ist! Wir warten sehnsüchtig auf Regen, ich führe schon Regentänze auf... 
Als der Klee anfing zu wachsen, war mir noch überhaupt nicht bewusst, dass wir verschiedene Klee-Arten auf der Wiese haben. Und gleich gar nicht, wie unterschiedlich die sind! Ich dachte immer, der EINE Klee blüht eben entweder rot oder weiß... Deshalb zeige ich Euch das heute Mal im Vergleich, auch wenn Ihr alle KLEE kennt. Denn das ist spannend.

 
Rotklee und Weißklee
 
  
Rotklee trifolium pratense Weißklee trifolium repens
Familie
Hülsenfrüchte, 
Unterfamilie Schmetterlingsblütler 
Familie
Hülsenfrüchte
Unterfamilie Schmetterlingsblütler 
Blütezeit
Mai bis September 
Blütezeit
Mai bis September 
Höhe
wächst aufrecht, 10 bis 40 cm hoch
Wurzeln können bis 2 Meter tief in die Erde
reichen
(links im Vergleich der Weißklee)
 
 

 
Höhe
wächst kriechend, 5-20 cm hoch
bildet Wurzeln an den Stängelknoten, 
das ermöglicht ihm eine rasenartige
Ausbreitung, bildet "Teppiche"
widersteht dem häufigen Mähen besser 
 

 
Vorkommen
liebt mittlere bis schwere Böden, gern feucht,
dürreempfindlicher als Weißklee
Europa, Asien, Nordamerika 
Vorkommen
sehr anspruchslos, trittfest
Weiden, Wiesen, Rasenflächen 
Europa, Asien, Nordamerika 

Häufigkeit

weit verbreitet 

Häufigkeit
weit verbreitet, wird häufig landwirtschaftlich 
angebaut 
Blätter
Blattunterseite leicht behaart 
besitzt an der Basis des Blattstiels ausgeprägte,
spitz zulaufende Nebenblätter
oft mit heller Zeichnung im Blatt 
 
 
Blätter
Blattunterseite kahl
oft mit heller Zeichnung im Blatt 
 
seltene Mutation: vierblättrige Blätter 
 
 
auf nebenstehendem Bild sieht man sehr schön 
das eher spitze Blatt des Rotklees mit mehr 
Zeichnung und das runde Blatt des Weißklee 
eher ohne Zeichnung
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Blüten
rötlich-violett, von den obersten Blättern umhüllt
Nahrungsquelle für Insekten 
bildet über viele Monate immer neue Blüten
 
 
Blüten
weiß bis cremefarben
auf einem langen, blattlosen Stiel 
Nahrungsquelle für Insekten
bildet über viele Monate immer neue Blüten
 

  
Verwendung
Futterpflanze, Gründüngung 
enthält eine hohe Konzentration an Isoflavonen,  
einem Phytoöstrogen und wird gegen
Wechseljahres-Beschwerden eingesetzt 
 
essbar (Salat, Gelee, Tee...) 
 
Verwendung
Futterpflanze, Gründüngung, Bodendecker
 
 
 
essbar (milder, leicht nussiger Geschmack, 
Salat, Tee...) 
 

Das fand ich echt interessant. Wieder was gelernt....


Und natürlich machen wir auch dieses Mal Wiederholung:
Die Gemeine Braunelle ist ins Längenwachstum gegangen. Sie muss sich zwischen dem Klee strecken. Die ersten Blüten sind in Sicht:
 

Den Persischen Ehrenpreis konnte ich wieder nicht finden, auch der Efeuehrenpreis ist scheinbar den hohen Temperaturen zum Opfer gefallen.

Wäre da noch das Balkan-Windröschen
Das hat offenbar eingezogen? Ich kann es jedenfalls nirgendwo mehr finden. Vielleicht ist es einfach auch dem Rasenmäher zum Opfer gefallen.
 
Wiesen-Labkraut:
Da hatte ich nicht aufgepasst und vor 4 Wochen hatte es Herr B. kurz vor der Blüte umgemäht. Nun ist die Stelle zum "Schutzgebiet" erklärt worden, es hat neu ausgetrieben und die Blüten sind da:
 

Es ist viel kleiner als wenn es ungestört gewachsen wäre. Aber es sieht sehr hübsch aus. 

Diese Kräutlein kennen wir nun schon:
Rotklee und Weißklee 
 
Nun schauen wir noch auf die Jahresübersicht - wie grün!!!
Die Wiese: 
 

Und die Mauer:
 


Verlinkt wird bei:
Eva Fuchs in der Sammlung der Jahresblicke 
den Jahresprojekten der Zitronenfalterin 
 
Quellen:
Herrens Mark, abgerufen am 19.06.2026
wildkraeuterkuchl, abgerufen am 19.06.2026
Wikipedia, abgerufen 19.06.2026 
Aichele/Golte-Bechtle: Was blüht denn da, 56. Auflage 
 
PS: habt Ihr gesehen? Ich habe etwas Neues ausprobiert und eine Tabelle in den Post eingefügt. Hilfe dafür habe ich mir hier geholt. 

 

Donnerstag, 25. Juni 2026

Plausch am Gartenzaun: Wollt Ihr einen Hirschkäfer sehen?

Na, seht Ihr sie auch fliegen? Nicht? Dann kommt mal rein... Denn bei uns gibt es dieses Jahr besonders viele Hirschkäfer. Die Hirschkäfer fliegen im Juni und Juli. Da kann man sie tagsüber im Garten krabbeln sehen und wenn man Glück hat hört und sieht man die Männchen abends fliegen. Sie fliegen fast senkrecht, das sieht sehr ulkig aus. Sie klingen wie ein Hubschrauber! Ich schaffe es leider nicht, einen fliegenden Hirschkäfer zu filmen. Da ist meine Technik völlig unzureichend... Hier könnte Ihr einen kurzen Blick auf einen (los)fliegenden Käfer werfen. Die vom Hessischen Rundfunk können viel besser filmen, fliegende Käfer sind da zwar nicht dabei, aber schaut Euch das gern mal an wie die Käfer kämpfen
Ihr wisst sicher, dass man Männchen und Weibchen an ihrem Aussehen unterscheiden kann? Das ist hier ein Männchen mit den großen "Geweihen". Die nutzen sie tatsächlich, um miteinander zu kämpfen wie die Hirsche. 
 

Es sind wirklich stattliche Tiere! Sie können mitsamt ihrem Geweih bis zu 10 cm lang werden. Die Weibchen sind kleiner:
 
 
Sie haben deutlich kleinere Scheren. Dieses hier ist leider nicht mehr unter den Lebenden, aber ihr könnt die kleinen dicken Scheren am Kopf sehen.
 

Aber schaut Euch mal dieses Prachtexemplar an!
 

Ich habe jetzt gelesen, dass die Größe der Hirschkäfer von ihrer Nahrungsqualität als Raupe abhängt. Logisch irgendwie. Da kann es natürlich sein, dass die bei uns hier im Garten nicht so gut ist. Alte Eichen haben wir nämlich nicht. 
Die Hirschkäfer lieben besonders alte Eichen, nehmen aber auch Baumsäfte von anderen Bäumen auf. Diesen brauchen sie, um sich erfolgreich zu vermehren. Nach der Befruchtung gräbt sich das Weibchen einen halben Meter tief in die Erde ein. Sie verwendet viel Kraft und Energie, um einen geeigneten Eiablageort zu finden. Dort legt sie ihre Eier ab und zwar an die Wurzeln von alten Bäumen (wenn keine Eichen da sind nehmen sie auch andere Totholzbäume). Dort ernähren sich die Larven von morschem und verpilztem Holz. Bei uns im Garten sind es wohl die alten Pappel- und Birkenstümpfe, die ihnen als Nahrung dienen. Sie leben 6 bis 8 Jahre unter der Erde, dann verpuppen sie sich und nach 6 bis 8 Wochen schlüpfen die Käfer. Diese graben sich im Frühling an die Erdoberfläche. Hier können wir sie jetzt erleben - leider nicht lange, denn so ein Hirschkäferleben ist kurz! Die Hirschkäfer leben nur wenige Wochen oberhalb der Erde.
Auch wenn wir dieses Jahr immer wieder mal einen sehen können erleben wir das als ganz besonderes Geschenk! Und hoffen, dass uns diese Art erhalten bleibt. Das ist nicht selbstverständlich...
 
Verlinkt wird beim Plausch am Gartenzaun

Donnerstag, 18. Juni 2026

Plausch am Gartenzaun: Wollt Ihr mal unsere Tomaten sehen?

Na, Ihr da am Gartenzaun? Heute lade ich Euch ein, mal meine Tomaten mit mir anzuschauen. Kommt ruhig mal rein. Ich habe auch dieses Jahr wieder selbst ausgesät, lauter verschiedene Sorten, "die gerade noch da waren". Das war im April in der letzten Märzwoche. Sie mussten ziemlich lange in ihren Töpfen ausharren weil wir so lange nachts Temperaturen knapp an Null Grad hatten. Erst nach dem 15. Mai durften sie in ihre Töpfe.
Ich pflanze alle Tomaten in Kübel und stelle sie unter einen Dachvorsprung. Leider ist keiner der Standplätze so richtig perfekt, alle haben nur ein paar Stunden am Tag Sonne. 
Die im Holzschuppen an der Terrasse bekommen morgens Sonne:
 

Die sind schon ziemlich groß, es wird nicht lange dauern, dann erreichen sie das Dach und müssen gekappt werden.
Die daneben stehen Richtung Süden, werden aber ziemlich schnell vom Wacholder beschattet. Über die Monate werden sie auch ihre Stangen überragen. Die habe ich oben mit einem Querholz verbunden und am Dachkasten befestigt damit genug Stabilität da ist.
 

Vor dem Nähzimmerfenster gucken die Tomaten nach Westen:
 

Da ist noch viel Luft nach oben.... 
Und dann stehen noch welche an der Hauswand an der Wäschewiese. Das ist theoretisch Süden, aber es stehen Bäume davor. Hier gibt es mein neues "Tomatenhaus". Das hat zwar noch kein Dach, ist aber schön stabil. Wir haben ein altes Pavilliongerippe genutzt, das ist uns zugelaufen. Sehr schick, oder?
 

Die ersten Tomaten blühen inzwischen.
 

Ich bin sehr gespannt und natürlich ungeduldig. Wie werden sie dieses Jahr werden? Wie werden die neuen Sorten schmecken? Bis wir uns darüber unterhalten können wird allerdings noch allerhand Zeit vergehen. Bis dahin muss ich aufpassen wie ein Schießhund: die Seitentriebe schleichen sich manchmal so still und heimlich daher, dass man es gar nicht merkt.
 

Und was machen Eure Tomaten so? Wachsen sie schön? Holzstöcke oder Tomatenstäbe? Haus oder Freiland? Erzählt mal!
 
Verlinkt wird bei Frau Frieda beim Plausch am Gartenzaun.  
 
 

Donnerstag, 11. Juni 2026

Wollt Ihr mal über'n Gartenzaun gucken? Ich zeig' Euch meine "neue" Gießkanne

Ich weiß nicht wie es Euch geht - aber hier im Hause wird nach Möglichkeit ALLES repariert bevor es wegen irgendeinem Defekt weggeworfen wird. Und versteht das bitte nicht falsch: es geht nicht um's Geld! Es geht dabei um's Prinzip. Unsere Ressourcen sind endlich, deshalb sollten wir pfleglich damit umgehen. Also reparieren wir. 
Zum Beispiel diese Gießkanne. Sie hat einen langen Riss an der Oberseite der Tülle. Dort sprudelt beim Gießen immer reichlich Wasser raus und auch das ist ja endlich...
 

Also habe ich sie repariert. Als Mittel der Wahl habe ich mich für das robuste Gaffaband entschieden. Das klebt ja sensationell alles und wird auch hier an so einer Wassersprudelnden Stelle halten, das ist bereits erprobte Sache. 
 


Verlinkt wird im Reparatur-Café, da kann man ja gute Ideen ruhig ein bisschen verbreiten und am Gartenzaun bei Frau Frieda werde ich auch davon erzählen... ;-) 

Samstag, 30. Mai 2026

Mein 12tel Blick im Mai 2026

Aua...aua... kaum begonnen war der Mai auch schon vorbei! Es ist schon wieder Zeit für unseren 12tel Blick und bei mir auch die Ausschau nach einem unbekannten Kräutlein. Es hat im Mai schrecklich viele kalte Tage gegeben und feuchte noch dazu. Ich fand das ja nicht so toll, die nachgesäte Wiese aber schon.
 

Inzwischen ist das neue Gras ganz schön gewachsen. Beim Vertikutieren reißt man ja das Moos raus, die Wurzeln der anderen Kräuter aber nicht. So blühen jetzt hier lustig die Gänseblümchen und auch so manches andere Grün hat sich auf den Weg gemacht.
 

Inzwischen habe ich an vielen Stellen zum ersten Mal gemäht. Aber überall stehen jetzt Inseln mit Margeriten, die bald blühen werden:
 

An der Mauer steht das Gras richtig hoch:
 

Daneben sieht man Blätter von Löwenzahn, Wegerich und diversen anderen Kräutlein. Das wird nicht so bleiben, irgendwann muss ich hier auch mähen. Wir werden sehen....
Vorerst geben sich aber die Margeriten mit kleinen Eichen und Weißdorn ein Stelldichein
 

Doch mit diesen altebekannten Pflänzchen wollen wir uns hier nicht befassen, sondern mit den eher unbekannten... 
Die noch nicht überall gemähte Wiese dankt es uns mit Kräutlein, die man sonst so nicht sieht. Heute schauen wir uns mal dieses an:
 

Es ist das  
Wiesen-Labkraut
 
 

Wiesen-Labkraut, auch: Klein-Wiesen-Labkraut, Weißes Waldstroh, Grasstern oder Gemeines Labkraut, Galium mollugo
Familie: Rötegewächse
Blütezeit: Mai bis September
Höhe: 30 bis 100 cm
Vorkommen: nährstoffreicher, frischer Lehmboden, Waldsaum, Lichtungen, Wegraine (bei uns unter einer Birke)
Häufigkeit: seltener als das Weiße Labkraut
Blätter: Stängel unten vierkantig, die 2-3 mm schmalen, plötzlich zugespitzten Blättchen sind in Quirlen angeordnet (Unterscheidung zum häufigeren Weißen Labkraut: Wiesen-Labkraut hat meist 8 Blättchen im Quirl (auf obigem Foto sehr schön zu erkennen), das Weiße Labkraut 4-10)
Blüten: rispenartige Scheindolden mit winzigen kleinen weißen Blüten (2-3 mm), 4-blättrig 
Verwendung: in Smoothies, Wildkräutersalaten verwendbar, die Blüten auch zur Zierde, Samen könnten im Spätsommer gesammelt und zur Anzucht von Sprossen verwendet werden. Aber wie so oft gehen die Meinungen auseinander: Was blüht denn da ist der Meinung, es sei leicht giftig...
kann zur Käseherstellung verwendet werden (pflanzliches Enzym bringt Milcheiweiß zur Gerinnung) - daher der Name 
Wurzeln beinhalten einen roten Farbstoff, der früher zur Färbung von Wolle verwendet wurde 
keine heilkundliche Wirkung
Wissenswertes: ist verwandt mit dem Waldmeister und dem Kletten-Labkraut 
 
Hier Anfang Mai, etwa 40 cm hoch:

Hier sieht man schon deutlich die werdenden Blütenstände:
 

Und hier ist es schon fast einen halben Meter hoch:
 

Blüten können wir aktuell leider keine sehen, Herr B. hat nämlich die Wiese just an dieser Stelle gemäht. Eieiei, ich habe nicht aufgepasst!... Aber ich halte Ausschau, ob ich es noch an anderer Stelle entdecke. Es ist ein ausdauerndes Kraut und könnte theoretisch auch hier wiederkommen... 
 
Und natürlich machen wir auch dieses Mal Wiederholung:
Die Gemeine Braunelle verhält sich still. Sie wirkt nicht mehr so rotblättrig wie Anfang des Jahres, Blüten sind noch nicht in Sicht:
 

Den Persischen Ehrenpreis konnte ich wieder nicht finden, aber der Efeu-Ehrenpreis wächst sogar dort, wo eigentlich nix wachsen soll:
 

Apropos Ehrenpreis! Da hätte ich noch einen ganzen Roman zu erzählen, der passt aber nicht mehr hier hin. Das vertelle ich Euch dann mal am Gartenzaun...
Wäre da noch das Balkan-Windröschen: 
Dessen beste Zeiten scheinen vorbei, sie sind verblüht. Dort, wo bereits gemäht ist, findet man sie nicht mehr. Aber hier am Rand ist noch eins:
 

Diese Kräutlein kennen wir nun schon:
 
Nun schauen wir noch auf die Jahresübersicht - wie grün!!!
Die Wiese: 
 

 
Und die Mauer:
 

Verlinkt wird bei:
Eva Fuchs in der Sammlung der Jahresblicke 
den Jahresprojekten der Zitronenfalterin 
 
Quellen:
Pflanzenvielfalt.net, abgerufen am 21.05.2026
wikipedia, abgerufen am 21.05.2026 
Aichele/Golte-Bechtle: Was blüht denn da, 56. Auflage 
 

Freitag, 22. Mai 2026

Plausch am Gartenzaun: Wollt Ihr mal unsere Orchideen sehen?

Bei Frau Frieda gibt es eine neue Linkparty, die ja eigentlich wie gemacht ist für mich, die ich gerade gefühlt so wenig ins Nähzimmer komme, in den Garten aber immer!
 

Im Moment schießt alles ins Grün und in die Höhe und mein 12tel-Blick mit den Kräutlein reicht hinten und vorne nicht für alle Entdeckungen. Vielleicht lässt sich aber am Gartenzaun ein bisschen drüber schwatzen?
Wenn Ihr da gerade so am Zaun steht - wollt Ihr mal reinkommen? Dann zeige ich Euch unsere Orchideen. Ehrlich, kein Quatsch. Bei uns im Garten wachsen an verschiedenen Stellen verschiedene Orchideen. Wir leben am Rande des Kyffhäusers und haben offenbar noch genug vom kalkhaltigen Boden, in dem sich Orchideen wohlfühlen. Sie wachsen bei uns ohne unser Zutun. Und dieses Jahr kam eine neue hinzu. 
Aber mal der Reihe nach:
Schon seit ein paar Jahren gibt es das gefleckte Knabenkraut. Eins kam dieses Jahr nicht wieder, aber zwei andere blühen an ihrem gewohnten Platz. 
 

Eine wächst direkt vor unserem Küchenfenster mitten auf der Wiese gleich neben dem Vogelhaus. Angeschleppt haben es aber vermutlich nicht die Vögel. Die staubfeinen Samen fliegen über 10 Kilometer weit!
 

Letztes Jahr hatten wir erstmals ein Zweiblatt im Garten. Es wuchs plötzlich auf der Wiese an einem kleinen Mäuerchen wo keiner rumtrampelt und fällt durch seine großen runden Blätter auf. 
 

Der Blütenstand ist eher unscheinbar. Auch hier breiten sich die Samen als Windstreuer und Körnchenflieger aus.
 

Wir stecken immer Silvesterraketenstäbe an die sensiblen Pflanzen. Das sieht vielleicht bisschen komisch aus, hat sich aber bewährt! 
Dieses Jahr war dann plötzlich schon ein zweites da. Es blüht noch nicht, aber das wird wohl erst nächstes Jahr werden.
 

Und stellt Euch vor - dieser Tage kam Herr B. ganz freudestrahlend: er hatte noch eine dritte Orchideenart entdeckt - im steilen Staudenbeet - ein Weißes Waldvöglein. Schon der Name ist doch Klasse, oder?
 

Man kann es vor lauter Grün schlecht sehen, es steht mitten im Bild und hat hellgrüne, eng am Stiel anliegende Blütenknospen. 
Das hatten wir vor Jahren schon mal auf der Wiese, dort war es wie gekommen, so zerronnen... 
Die Blüten sind noch nicht richtig geöffnet, das zeige ich Euch später dann noch mal in voller Pracht.
 
Geh aus mein Herz und suche Freud!....
Verlinkt wird bei Frau Frieda 
 

Donnerstag, 30. April 2026

Mein 12tel-Blick im April 2026

Der Frühling hat mit Macht Grün über den Garten gebracht, die Bäume und Hecken schlagen aus und die Kräutlein wachsen. Was nicht wächst ist das Gras auf unserer Wiese.... ;-)
Jetzt ist der Monat um und Eva Fuchs sammelt unsere 12tel Blicke.
Auf der Wiese sieht es gerade so aus:
 

Ich hatte ja im März genau in meinen Blick rein vertikutiert. Viel Regen gab es nicht, das neue Gras ist sehr spärlich und auch sonst wächst hier noch nicht viel. Wir müssen uns noch ein bisschen gedulden bis hier Gras oder Kräutlein wachsen. Aber es gibt ja noch genug andere Wiese, um zu schauen, was wächst. Und damit meine ich nicht die Träubelchen, Löwenzahn, Veilchen und Gänseblümchen, die wir ja alle kennen:
 

Die machen gerade unsere Wiese bunt. Nein, die meine ich nicht. Ich will ja die unbekannten Kräutlein lernen. So wie dieses:
 

Das wächst in den eher schattigen Bereichen, dort wo noch nicht gemäht ist. Wenn die blass lila-blauen Strahlenblüten sich öffnen sind die Blüten der Knaller auf der Wiese! 
 

Ein ganz filigranes Blatt:
 

Es handelt sich um das

 
Balkan-Windröschen
 

Balkan-Windröschen, auch: Reizendes Windröschen, Strahlen-Anemone, Anemone blanda
Familie: Hahnenfußgewächse
Blütezeit: März bis April
Höhe: 7 bis 25 cm
Vorkommen: stammt vom Balkan, Zypern, Syrien, Türkei, Kaukasus und ist bei uns ausgewildert. Hier in der Gegend kommt es an verschiedenen Stellen vor, an den Hängen des Kyffhäusers und auch in Belgien haben wir es in diesem Monat gesehen 
Häufigkeit: wenn man sich die Verbreitungskarte auf Wikipedia anschaut ist es wohl eher selten
Beschreibung: 
ausdauernde Pflanze mit knolligem Rhizom
Blätter: grundständige Blätter und 3-teilige Hochblätter, die als Quirl um den Stiel sitzen, gefiedert, die Unterseite der Blattspreite ist kahl oder fast kahl.  
Blüten: Blütenstiel ist lang und behaart, 12 bis 20 sternförmig angeordnete Blütenblätter, blaßblau, malvenfarbig, weiß oder rosa (wir haben hier nur die eine Farbe), 2-4 cm im Durchmesser
Wissenswertes: 
Nutzung: 
 
Über das Balkan-Windröschen lässt sich gar nicht so viel finden. In meinem Was-blüht-denn-da-Pflanzenbuch ist es gar nicht enthalten. Spannend. Denn hier ist diese Pflanze ein vielerorts anzutreffendes Gewächs wenn man danach schaut.
 
Jetzt gehen wir aber mal noch zur Mauer. Dort schiebt sich das neue Gras in den Blick, das nicht gemäht und nicht geschnitten ist: 


Ich bin gespannt, was uns der Mai hier bringt!
 
Wir machen Wiederholung: 
Die Gemeine Braunelle hat ihr Gesicht noch nicht sehr verändert. Aber an manchen Stellen ist sie aktuell Alleinherrscherin auf unserer Wiese:
 

Den persischen Ehrenpreis konnte ich heute nicht finden. Dafür gibt es überall und jede Menge vom Efeu-Ehrenpreis! Der ist eine kleine Plage auf allen Beeten.... Hier schleicht er sich klammheimlich in den Rucola hinein. Zum Glück kann man ihn essen!
 

Und diese Kräutlein kennen wir nun schon:
Balkan-Windröschen 

In der Monatsübersicht sieht unsere Wiese nun so aus
 

An der Mauer:
 

Verlinkt wird bei:
Eva Fuchs in der Sammlung der Jahresblicke 
den Jahresprojekten der Zitronenfalterin 
 
Quellen: 
Wikipedia, abgerufen am 26.04.2026
Mein schöner Garten, abgerufen am 26.04.2026