die linse strickt (me, knitting)

Book addict, photography addict, photo podcaster and (again) - after years of abstinence - knitter.

von einer die liest, fotografiert, podcastet, kocht und nun auch noch strickt.

Where to find me / wo man mich sonst noch so findet:

on ravelry,
on monikaandrae.com (Photography, German only),
on monis motivklingel (Photography Podcast, German only),
on Kruste & Krümel (Cooking & Baking, German only),


An meine deutschen Leser und Leserinnen. Ich werde hier mehr und mehr in Englisch posten, zum Üben und weil ich selbst viel auf englischen & amerikanischen Blogs lese. Kommentare sind aber auch in Deutsch jederzeit willkommen. :-)


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    Fiberthermometer 09 - Schafschur mit Musik

    Über Wochenendtouren und neue Häuslichkeit. Ein Schafschur-Fest und den Podcasterworkshop. Und Stricken. Und Spinnen. Und die Tour de Fleece.

    Transformation

    Struggeling through the long draw

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    “Life begins at the end of your comfort zone.”
    Neale Donald Walsch

    If this is true then spinning for me begins when doing the long draw. I have been trying this a few times now, but within a few yards I’d always stopped experimenting because it just didn’t work out at all. Patience is not one of my strengths and being a perfectionist didn’t make it any better.

    When I got some rolags for my birthday I sat down behind my wheel and tried again. “If you can’t do it with rolags, you won’t be able to do it anytime soon”

    I still struggled with the wheel settings (just enough pull to let  the wheel do the drafting but the right speed to get enough twist) but finally it worked. Most of the times. There was still a lot cursing involved as I had quite some issues to get a consistent diameter in the singles.

    It is a start.

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    Fiber crime

    I have to admit, I am guilty of committing a fiber crime. Although you always see lofty 2ply yarns spun from batts like this one (50% Angora, 25% Merino, 25% Silk) …

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    … I chain plied it.

    My first attempt to spin this fiber, was to spin it woollen and from the fold. That didn’t work out. I was not able to achieve anything consistent. In my urge to quickly get the stuff removed from the bobbin, I did a quick chain ply always thinking: “that is a sacrilege .. this is really bad for your fiber karma”. But, what should I say - the resulting string was tweedy, squishy and oh so soft.

    So I decided to spin this batt in short backward draw and stay with the chain ply. 

    Out came an aran weight yarn, which wants to be cuddled all the time. With its 55.5 meters (50 grams) it’s not even enough for a hat although it wants to be one. So it will be the brim of one. The brim of an apart from that black ribbed slouchy hat. ;-)

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    Before and after

    I’ve got a lot of spinning done during the last week. The first skein I’ve finished comes from a top I’d purchased from Kreativ mit Wolle at the Wollefest Leipzig last year.

    The merino/bamboo (70/30) top in the colorway “perfekter Augenblick” (perfect moment) was a pleasure to spin. 

    The resulting yarn: 100g  navajo plied yarn in a light worsted to dk weight (11-12 wpi). Yardage is 135m.

    Before:

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    and after: 

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    Irgendjemand hätte mich ja mal vorwarnen können

    Es gibt so ein paar Eigenschaften an mir, die gehen mir und den mir nahestehenden Pesronen gründlich auf die Nerven. Ganz schlimm ist meine Angewohnheit, Dinge die ich schaffe  - seien es Fotos oder Wolliges - erst einmal abzulehnen und für nicht gut genug zu befinden.

    Meist bin  ich dann so angefressen, dass das sich in irgendeiner Form in eines meiner Blogs ergießt. Und früher oder später relativiert sich das dann. Meist dadurch, das mir jemand den Kopf zurecht rückt.

    Schade ist es immer dann, wenn durch meine Unzufriedenheit mit mir selbst andere den Eindruck gewinnen, meine Unzufriedenheit bezöge sich auf irgendjemand anderen als mich selbst. Kommt vor sowas.

    Im Fall meines letzten Spinnergebnisses hat es  Susa getroffen. Ich war irgendwie unglücklich darüber, wie ich die Farben im Kammzuge beim Verzwirnen übereinander gebracht habe. Ich habe es einfach noch nicht raus, vorher zu planen wie ich die Farben meiner Einkaufsbeute optimal zur Geltung bringe. Ich mache es durch “Versuch macht kluch” und schaue was rauskommt. Dieses Mal waren Stellen dabei, die ich klasse fand (blau in türkis, türkis in hellgrau) und andere, die mir zwar gefallen, aber nicht oft genug wechseln. Also nicht die Farben an sich haben mich gestört, sondern die Mischung und die Anzahl der Farbwechsel, die ich herbei gezwirnt hatte. 

    Was dazukommt: konnte mir überhaupt nicht vorstellen, wie die Farben meines Garns gestrickt aussehen.

    Und jetzt? Ich habe eine Socke angeschlagen und bin vollständig platt.

    Hätte mir nicht mal jemand sagen können WIE klasse es sich anfühlt, das eigene selbstgesponnene Garn zu verstricken? Wie unendlich kuschelweich so ein BFL Kammzug als Garn rauskommt? Und wie sanft die Farbverläufe ineinander übergehen? (Der Gezeitenstrom strömt tatsächlich) So gar  nicht bunt. Hätte ich das gewußt, ich hätte ja glatt hier und da einen Zopf  in die Socke gestrickt.

    Ich sollte viel häufiger daran denken, aus eigentlich für Socken geplanten Käufen doch Wolle für Tücher oder Schals zu machen. Wenn Farbe so unbunt daher kommt, taugt sie mir auch oberhalb der Füße. :-)

    P.S. Susa hat ihre Augen und Ohren überall und meldet sich sofort, wenn sie den Eindruck hat ihr Kunde ist nicht zufrieden. Ich fand das sehr nett und einen prima Kundenservice. Ich werde sicher wieder bei ihr zuschlagen - wenn sie mich noch lässt. ;-)

    P.P.S. Jetzt weg hier. Weiter stricken.

    Wenigstens etwas

    In der letzten Zeit habe ich viel gearbeitet (ich tue es noch) und leider einige Zeit davon mit einer Infektion im Leib. Vor lauter Stress habe ich gar nicht gemerkt WIE kaputt ich eigentlich war, bis ich in der letzten Woche dann doch noch einmal zum Arzt gepilgert bin. Das Ergebnis: mehr Medikamente und die Mahnung doch bitte demnächst sofort wieder zu erscheinen, wenn ein Infekt nicht wie geplant auskuriert werden kann und dann wieder anklopft.

    In den diversen Wochenenden zwischen den Arbeitstagen, durch die ich mich kränkelnd gewurschtelt habe, war ich nicht zu allzuviel in der Lage. Die Stricknadeln haben frei … nur das Spinnen, das geht irgendwie immer.

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    Ich habe 200g BFL-Kammzug (Gezeitenstrom) von Susa zu einem sportweight Sockengarn versponnen. Leider waren doch immer wieder mal verfilzte Stellen dazwischen, so dass ich recht oft zupfen musste, um die Knubbel aus meinem Single  zu fischen.

    Beim Zwirnen habe ich streckenweise zu wenig Twist “gegeben”, hier muss ich noch besser werden. Da hilft nur ran als Rad un üüüüüüüben!

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    Ich habe mich bewusst gegen Navajo-Zwirnung entschieden,  um die Farben zu mixen. Und natürlich bin ich mit manchen Ecken nicht glücklich. Mir fällt es noch super schwer abzuschätzen, wie ein Kammzug als Garn aussehen wird. (Zu meinem letzten Desaster mit dem Merino-Seide-Leinen-Kammzug von hedgehog fiber habe ich noch gar nichts gebloggt, das kommt später). So richtig mögen tu ich meine Ergebnisse noch nicht.

    Vielleicht sollte ich aber auch nur aufhören, mein Garn micromanagen zu wollen. :-P

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    “Gestern hab ich bei Hallblacks (www.hallblacks.co.nz) meine vor 4 Wochen abgegebene Bestellung abgeholt. 500 g fast-schwarzes Fleece vom Lincoln Schaf "Danny Boy”.

    Als ich dann noch ein Foto von Danny Boy ergattern wollte hat er sich aber natürlich aus dem Staub gemacht. Sowieso sieht er so frisch geschoren nicht halb so lustig aus.

    Jetzt werd ich mich wie von Mary empfohlen daran machen, mit einem nylonbestrumpften Staubsauger die Luft aus dem Sack zu ziehen. So wird dein Mitbringsel auf Handgepäckgröße schrumpfen und mir übermorgen auf dem Weg nach Shanghai als Kopfkissen dienen.

    Natuerlich kommt noch mehr, aber das wird noch nicht verraten. “

    Manche Kommentare verdienen einen Extra-Blogpost. Das hier ist so einer.
    (ich musste letzte Nacht, als ich - schlaflos - hierüber in meinem Blog gestolpert bin, gleich alles über Lincolns nachlesen) 

    Hach ich bin so aufgeregt! 500g Longwool-Fleece, nur für mich. Ooooooooh … ich glaube, ich muss schon mal die Kämme wetzen.

    Reste

    Seit dem letzten Wochenende hüte ich mit  Hals-, Ohren- und Kopfschmerzen das Haus (Sch***kokken) und es gibt nicht besonders viele Sachen, die mir im Moment Spaß machen. Auch die Sache mit der Konzentration ist schwierig. Weil ich mich aber irgendwie ablenken muss (auch und nicht zuletzt, um den Schmerzmittelkonsum erträglich zu halten), setze ich mich ab und zu mit ein bis zwei Podcasts und einer Handvoll Fasern bewaffnet ans Spinnrad. Dann spinne ich eine halbe Stunde, bevor ich mich wieder auf dem Sofa ausruhen will.

    Trotz der ziemlich kurzen produktiven Phasen, komme ich dadurch ein bisschen in meinem Punk-Kammzug voran. Heute wurde die erste von zwei Spulen fertig - d.h. 62 Gramm sind noch übrig und ich musste, um Platz zu schaffen, wenigstens eine Spule mit übrig gebliebenen Singles von meinem Erstlingsgarn abwickeln. Ich habe beim Haspeln nicht mitgezählt, aber mit den 34 Gramm dürften ca. 200m laceweight Single übrig sein. Keine Ahnung, was man mit so einer Winzmenge anfängt. Wenn ich nicht irgendwann Spitzengardinen für ein Puppenhaus häkle, wird der kleine Strang wahrscheinlich ewig als Erinnerungsstück in meinem Stash herumliegen.

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    Derweil brüte ich auch noch über ein passendes kleines Projekt für das neue Merino/Seide/Leinen-Mix-Garn nach. Ich ziele im Moment auf mindestens 400m Lauflänge (noch bin ich optimistisch). Wenn es hinhaut wird vielleicht ein Magrathea-Tuch daraus. Der große Anteil kraus rechts dürfte sich gut mit den Farbwechseln vertragen, und verhindern, dass das Strickbild allzu bunt erscheint. Andererseits, noch hab’ ich ja Zeit. Vielleicht kommt noch ein anderes Projekt vorbei und schreit nach Aufmerksamkeit.

    Ein bisschen Punk

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    Ich arbeite mich gerade entlang eines einzelnen Zopfstrangs vertikal durch einen Merino/Seide/Flachs Kammzug (80% Merino, 10% Seide, 10% ungebleichtes Flachs/Leinen). D.h. jedes Stück Strang teile ich in drei Teile und ziehe den vorab sanft auseinander. Ich versuche, besonders die Flachsstränge dünner zu machen und einigermaßen gleichmäßig auf die Fasern zu verteilen.

    Trotzdem verhält sich die Faser anders als der Rest der Mischung  und bringt deutlich Textur in den Faden. Ab und zu stehen auch schonmal ein paar Flachs-Fasern vorwitzig aus dem Single heraus. Wie kleine Stacheln aus einer Punkfrisur. ;-)

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    Christine von Dornröschenwolle schreibt in ihrem Blog, dass das Leinen spätestens nach der ersten Wäsche seinen harten Griff verliert. Ich bin gespannt, wie es am Ende herauskommt. Geplant ist ein 2-ply in dünner Sockenwoll-Stärke, Mal sehen, ob ich das hinbekomme.

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