Tempus Fugit #727

Heute ist der letzte Tag in Wimbledon, und so sehr ich es genieße, zwischen den Ballwechseln zu lesen, die erhöhte Konzentration macht mich auch müde, wie ich in den letzten Tagen feststellen musste (als ich mich während des zweiten Herren-Halbfinals kaum wachhalten konnte ;-)). Das Gute am Tenniseffekt war, dass ich in dieser Woche zwei Geo-Ausgaben und ein Büchermagazin gelesen habe und noch mit einer Geo Epoche anfangen konnte. :-)

Diese Woche ausgelesen: 2

  • Peter Ackroyd: Forgotten London: Exploring the Hidden Life of the City
  • Ulli Lust: Die Frau als Mensch – Schamaninnen

Hab für beide Bücher vier Sterne vergeben, aber hatte irgendwie nicht die Muße, eine Kurzmeinung zu verfassen, versuche, das noch nachzuholen.

Abgebrochen: 0

Ich lese gerade:

  • Dr. Devon Price: Unmasking Autism: The Power of Embracing Our Hidden Neurodiversity. Lese ich sowohl aus purem Interesse als auch aus dem Grund, dass ich mich zwar nicht zum Spektrum zähle, aber anderweitig neurodivergent bin und mich in zahlreichen Merkmalen und Coping-Strategien wiedererkenne. Hat mich gestern Abend dann tatsächlich auch übelst getriggert, was wiederum dazu geführt hab, dass ich bei meiner Therapeutin vielleicht Dinge ansprechen werde, von denen ich noch keinen Therapeut*innen oder Neurolog*innen erzählt habe.
  • Geo Epoche Nr. 113: Karthago und die Welt der Phönizier

Neuzugänge: 0

Diese Woche ausgehört: 2

  • John Irving: A Prayer for Owen Meany. Großes Highlight. Siehe Rezension.
  • Miriam Davoudvandi: Das können wir uns nicht leisten: Was es bedeutet, in Deutschland arm zu sein. Auch hier hatte ich irgendwie keine Kurzmeinung parat, 4 Sterne.

Ich höre gerade:

  • Amy Liptrot: The Outrun. Gefällt mir sehr bisher. Und weckt größte Sehnsucht nach Schottland. Bei entsprechender Realisierbarkeit wären die Orkney-Inseln bei mir in der Liste der Wunschwohnorte ziemlich weit oben.

Hörbuchneuzugänge: 1

  • Amy Liptrot: The Outrun

Geguckte Serien/Filme:

  • Wimbledon ;-)

Gerichte der Woche:

Aufgrund der Hitze bin ich weiterhin extrem kochfaul. Für die kommende Woche ist wieder Gazpacho geplant. Ich habe mir selten kühlen Regen so sehr herbeigewünscht…

Auf die Wunschliste gewandert:

  • Jonas Mekas: I Had Nowhere to Go
  • Norman Ohler: Der Zauberberg, die ganze Geschichte
  • Ian Mortimer: Medieval Horizons: Why the Middle Ages Matter
  • Gisela Graichen, Matthias Wemhoff: Gründerzeit 1200: Wie das Mittelalter unsere Städte erfand
  • Nicole Henneberg: Gabriele Tergit. Zur Freundschaft begabt
  • Robert Alter: Amos Oz: Writer, Activist, Icon
  • Christine Eichel: Clara: Künstlerin, Karrierefrau, Working Mom: Clara Schumanns kämpferisches Leben
  • Neige Sinno: Trauriger Tiger
  • Robertson Davies: Fifth Business
  • Yuval Noah Harari, Ricard Zaplana Ruiz: Unstoppable Us, Volume 1: How Humans Took Over the World
  • Yuval Noah Harari, Ricard Zaplana Ruiz: Unstoppable Us, Volume 2: Why the World Isn’t Fair
  • Christine Wunnicke: Fortescues Fabrik. Auch herzlichen Glückwunsch zum Gewinn des Büchner-Preises!
  • Bärbel Morstadt: Die Phönizier
  • Eveline Hasler: Die Wachsflügelfrau

Uff, und das in einer Woche, in der ich kaum Booktube geschaut habe…

Jetzt muss ich mich ein wenig sputen, denn ich bin spät dran, meine Schwester kommt bald und um 17 Uhr startet das Wimbledon-Finale. Ich wünsche euch eine schattige Woche!

Hörbuch: John Irving: A Prayer for Owen Meany

Coverabbildung
(c) Audible Studios

Sprecher: Joe Barrett

Laufzeit: 27 h 19 min

Deutscher Titel: Owen Meany

Dies wird keine ausführliche Rezension, „A Prayer for Owen Meany“ ist nämlich eines dieser Bücher, über das man im Vorfeld eher wenig wissen sollte, da man sonst zu leicht gespoilert wird. Gleichzeitig erfährt man manche Dinge gleich am Anfang, etwa, dass Owen Meany der Grund ist, warum der Ich-Erzähler John heute ein gläubiger Mensch ist. Von anderen Ereignissen erfährt man im Laufe des Buches, das an seinem Ende trotzdem aber einen kleinen Twist bereithält, der überrascht. Owen Meany ist Johns bester Freund. Er ist stets zu klein für sein Alter, winzig gar. Außerdem hat er eine unvergleichliche, quäkend hohe Stimme, die in der Printversion des Buchs dadurch wiedergegeben wird, dass seine direkte Rede ausschließlich in Großbuchstaben wiedergegeben wird. Für die Produktion dieses Hörbuchs hat John Irving den Sprecher Joe Barrett persönlich ausgewählt, um Owens Stimme so klingen zu lassen, wie er das im Sinn hatte. Auch abgesehen von diesem Aspekt ist Barretts Leistung hervorragend. Überrascht hat mich, wie britisch die Neuengländer bei ihm stellenweise klingen.

Neben Owen Meanys Schicksal ist die Identität von Johns Vater das zweite große Rätsel des Buchs. Es ist unglaublich lustig, lässt die Lesenden bzw. Hörenden laut lachen, aber auch auf Tränen müssen sie sich einstellen. Die Handlung des Romans ist nicht streng linear, sie wechselt zwischen dem erwachsenen John, der mittlerweile in Kanada lebt, und der Kindheit und Jugend der beiden Jungen. Insbesondere in der Erwachsenen-Zeitlinie wird das Buch auch politisch und USA-kritisch, der Vietnam-Krieg spielt eine wichtige Rolle. Ich habe mich ein paar Mal gefragt: „Was, wenn John Irving damals schon gewusst hätte, dass es einmal einen noch viel schlimmeren Präsidenten geben würde als Richard Nixon oder Ronald Reagan und dass die Demokratie in den USA so gefährdet sein würde, wie das aktuell der Fall ist?“ Ich muss mal recherchieren, ob und wie sich John Irving zu der aktuellen Lage äußert. „A Prayer for Owen Meany“ war ein großes Lesehighlight für mich. Ich war vor der Lektüre ein wenig skeptisch, weil Religion so viel Raum einnimmt in dem Buch, aber auch, wer wie ich nicht gläubig ist, sollte keine Schwierigkeiten mit dem Umgang mit dem Thema haben. Ich freue mich auf weitere (Hör-)Bücher von John Irving, auch wenn ich mir kaum vorstellen kann, dass eines davon mich noch mehr begeistern wird als dieses.

 

5-Jahres-Rückschau Juni 2021 und Rache des SuB

Im Juni habe ich nur „A Closed and Common Orbit“ von Becky Chambers von der Liste heruntergelesen, aber das war auch ein voller Erfolg, das hat mir so gut gefallen, dass ich mir demnächst den nächsten Teil der Wayfarer-Reihe besorgen will.

Die aktuelle Liste:

  • Laura Purcell: The Silent Companions
  • Jasper Fforde: First Among Sequels (Thursday Next #5)
  • Chinua Achebe: Things Fall Apart
  • Robert Harris: Fatherland
  • C. S. Lewis: Prince Caspian
  • W. Micheal Gear und Kathleen O’Neal Gear: People of the Wolf
  • Pat Barker: Regeneration
  • Louise Erdrich: The Round House
  • John Vornholt: Dominion War 1. Behind Enemy Lines
  • Winston Graham: The Four Swans
  • Raymond Chandler: The Big Sleep
  • Philip Pullman: The Book of Dust – The Secret Commonwealth
  • Rebecca Gablé: Die Hüter der Rose
  • Eve Harris: The Marrying of Chani Kaufman
  • Jane Harris: Sugar Money
  • Mary Beard: SPQR
  • Yves Grevet: Die Insel (Méto #2)
  • Gabriele Tergit: Effingers
  • Alexander Solschenizyn: Der Archipel Gulag
  • Alexander Solschenizyn: Der erste Kreis der Hölle
  • Werner Keller: Die Etrusker – Denn sie entzündeten das Licht
  • Alexander Solschenizyn: Der Archipel Gulag (Band 1)
  • Peter Wohlleben: Das geheime Band zwischen Mensch und Natur
  • Madeline Miller: The Song of Achilles
  • Roger Willemsen: Deutschlandreise
  • René Anour: Im Schatten des Turmes
  • Denis Scheck: Denis Schecks Kanon
  • Ijoma Mangold: Das deutsche Krokodil
  • Natalie Haynes: A Thousand Ships
  • David D. Levine: Arabella of Mars
  • Katherine Webb: Das Versprechen der Wüste
  • Umberto Eco: Das Foucaultsche Pendel
  • Graham Norton: Holding
  • Nicholas Hobbes: England – 1000 Things You Need to Know
  • Zoë Beck: Paradise City
  • Heinrich Böll: Man möchte manchmal wimmern wie ein Kind. Bölls Kriegstagebücher von 1943-45
  • Monika Helfer: Die Bagage
  • Thomas Böhm und Carsten Pfeiffer (Hrsg.): Die Wunderkammer der deutschen Sprache

Im Juni 2021 gelesen: 3

  • Daniel Defoe: Kurze Geschichte der pfälzischen Flüchtlinge
  • Geo Epoche: Der Vietnamkrieg
  • George Orwell: The Road to Wigan Pier

Oha, ich muss gestehen, dass ich mich weder an den Klassiker von Daniel Defoe noch an den von George Orwell sehr genau erinnern kann. Vor allem Ersteres hat sich einigermaßen erfolgreich aus meinem Gedächtnis gelöscht… Wenn ich an The Road to Wigan Pier denke, erinnere ich mich vor allem an Tripe Shops (igitt!), wahrscheinlich, weil ich das so eklig fand (tripe = Kutteln) ;-). Das Heft über den Vietnamkrieg war eines derjenigen, das mich überrascht hat, weil mich das Thema eigentlich gar nicht sonderlich interessiert, ich das Heft aber wirklich interessant fand. Vor allem der Artikel über die Tet-Offensive ist mir im Gedächtnis geblieben.

Im Juni 2021 (aus-)gehört: 1

  • Christopher Clark: Wilhelm II – Die Herrschaft des letzten deutschen Kaisers

Ah ja, das ist aus irgendwelchen Gründen ein Hörbuch, von dem ich mich erinnere, es in der Badewanne gehört zu haben ;-) Vor allem an das schwierige Verhältnis von Wilhelm zu seinen im Gegensatz zu ihm fortschrittlichen Eltern kann ich mich erinnern. Das (was folgt) kommt davon, wenn ein einzelnes großes und trotziges Kind zu viel Macht hat…

Neuzugänge im Juni 2021: 3

  • Ray Bradbury: Dandelion Wine
  • Patrik Svensson: Das Evangelium der Aale
  • Mascha Kaléko: Bewölkt, mit leichten Niederschlägen – Gesammelte Gedichte

Oha. Davon hab ich nur Dandelion Wine gelesen. Die andern beiden Bücher sind Büchergilde-Titel. Die kommen damit zur Liste hinzu. Auf „Das Evangelium der Aale“ freue ich mich. Den Gedichtband muss ich parallel zu was anderem lesen, ich hab nicht allzu viel Geduld für Lyrik.

Im Juli werde ich sicher nicht mehr schaffen als den nächsten Band der Waringham-Reihe. Geht das bis zu den Rosenkriegen? Wenn ja, kann es passieren, dass mich die Darstellung von Richard III. so aufregt, dass ich das Buch wütend abbreche ;-) Aber ich vermute, das kommt erst im dritten Teil.

Tempus Fugit #726

Ich bin derzeit im Wimbledon-Fieber, was sich eigentlich nicht auf das Lesen auswirkt, da ich es liebe, zwischen den Ballwechseln immer schnell ein Stück zu lesen ;-)

Diese Woche ausgelesen: 0

Ich lese gerade zwei Bücher parallel und bin in beiden relativ weit.

Abgebrochen: 0

Ich lese gerade:

  • Peter Ackroyd: Forgotten London: Exploring the Hidden Life of the City
  • Ulli Lust: Die Frau als Mensch – Schamaninnen. Ist zwar eine Graphic Novel, liest sich aber wegen der zahlreichen Endnoten in Winzschrift gar nicht so schnell. Ist aber auch die Art Buch, durch die man gar nicht durchrauschen möchte (gilt auch für das London-Buch)

Neuzugänge: 0

Diese Woche ausgehört: 0

Ich höre gerade:

  • John Irving: A Prayer for Owen Meany. Ist halt ziemlich lang. Aber ich liebe es!

Hörbuchneuzugänge: 0

Geguckte Serien/Filme:

  • Äh, ich weiß gar nicht mehr, ob ich an dem Hitzesonntag noch eine Folge von His Dark Materials geguckt habe. Wird sich rausstellen, wenn ich weitergucke :-)

Gerichte der Woche:

Auberginen-Kartoffel-Curry auf Basmatireis

Auf die Wunschliste gewandert:

  • Lili Körber: Die Ehe der Ruth Gompertz
  • Ernst Schubert: Alltag im Mittelalter
  • Eveline Hasler: Anna Göldin. Letzte Hexe.
  • Catherine Ostler: The Renoir Girls: A Hidden History of Art, War & Betrayal
  • W. Somerset Maugham: Liza of Lambeth
  • Rachel Eliza Griffiths: Promise
  • Ivy Compton-Burnett: A House and its Head
  • Edward Gorey: Amphigorey
  • Bernhard Hampp: Deutschland für Buchverliebte

Ich weiß noch nicht, ob ich heute Abend His Dark Materials weitergucke oder lese, hängt davon ab, wie lange das Tennis geht. Ansonsten wünsche ich euch eine schöne Woche und hoffe sehr, dass der neue Heat Dome uns nicht zu nahe kommen wird…

Monatsrückblick Juni 2026

Lesetechnisch war der Hitze-Juni ein guter Lesemonat, wenn auch nicht so toll wie der Mai. Das lag natürlich auch an meinem Kurzurlaub, im Urlaub schaffe ich ja meistens viel weniger.

(Aus-)gelesen: 5

  • J. M. Coetzee: Elizabeth Costello
  • Geo Epoche: Skandinavien
  • Gabriel Yoran: Die Verkrempelung der Welt
  • Becky Chambers: A Closed and Common Orbit
  • Wolfgang Beck: Die Merseburger Zaubersprüche – Eine Einführung

Abgebrochen: 0

Neuzugänge: 4

  • Harald Meller, Michael Schefzik, Anja Stadelbacher: Die Schamanin
  • Wolfgang Beck, Markus Cottin: Die Merseburger Zaubersprüche – eine Einführung
  • Gabriel Yoran: Die Verkrempelung der Welt (Bibliothek)
  • Peter Ackroyd: Forgotten London: Exploring the Hidden Life of the City

(Aus-)gehört: 3

  • Hendrik Lambertus: Der Zorn der Flut
  • Florence Knapp: The Names
  • Sabine Ebert: Meister der Täuschung

Das scheint wenig nach 8 Hörbüchern im Mai, aber es waren auch alles längere Hörbücher (ich bin auch gerade an einem wirklich langen Hörbuch) und wie gesagt, im Urlaub komme ich kaum zum Hören.

Hörbuchneuzugänge: 2

  • Florence Knapp: The Names
  • Sabine Ebert: Meister der Täuschung

SuB:

Gesamt: 271

SuB-Abbau: 0

Gelesene Seiten: 2584

Seiten pro Tag: 86

Der Urlaub schlägt sich auch bei den gelesenen Seiten nieder, das ist nun wirklich sehr viel weniger als im Mai, aber immer noch ein ordentlicher Schnitt. Mein Ziel von 100 Seiten pro Tag werde ich wahrscheinlich auch im Juli verfehlen, aber ich gebe mein Bestes ;-)

Ich wünsche euch einen vor großer Hitze verschonten Lesemonat Juli!

Tempus Fugit #725 – Backofen-Edition

Ich hasse gerade (fast) alles, daher fasse ich mich kurz.

Diese Woche ausgelesen: 2

  • Becky Chambers: A Closed and Common Orbit. Hat mir wieder sehr gefallen!
  • Wolfgang Beck: Die Merseburger Zaubersprüche – Eine Einführung. 5 Sterne plus! Alles, was ich wollte, und mehr. Hat Spaß gemacht, auch, mich selbst am Übersetzen weiterer althochdeutscher Sprüche zu versuchen 😊

Abgebrochen: 0

Ich lese gerade:

  • Peter Ackroyd: Forgotten London: Exploring the Hidden Life of the City

Neuzugänge: 0

Diese Woche ausgehört: 1

  • Sabine Ebert: Meister der Täuschung. Unterhaltsamer Historienschmöker, in dem man auch viel Politisches über die Zeit erfährt.

Ich höre gerade:

  • John Irving: A Prayer for Owen Meany. Gefällt mir sehr bisher.

Hörbuchneuzugänge: 0

Geguckte Serien/Filme:

  • His Dark Materials, Staffel 3, Folge 3

Gerichte der Woche:

Gazpacho, was sonst?

Auf die Wunschliste gewandert:

  • Sabine Ebert: Der junge Falke
  • Mario Giametti: Genesis: 1967 to 1975 – The Peter Gabriel Years
  • Sting: Broken Music: A Memoir
  • Jürgen Lodemann: Siegfried und Krimhild. Die Nibelungen.
  • Nils Wiesner: Das Raunen der Runen
  • Michael Römling: Weihrauch und Schwert

So, ich geh jetzt kalt duschen. Nächste Woche telefoniere ich mit der Hausverwaltung bezüglich des Einbaus von Klimaanlagen. Ich hoffe, dass das technisch bei mir überhaupt ohne Riesenaufwand möglich ist. Ich hätte doch auf die Shetland-Inseln auswandern sollen. Oder damals während des Studiums einfach in Edinburgh bleiben sollen. Ich wünsche uns allen einen gemäßigten Restsommer.

Tempus Fugit #724

An alle Klimawandelleugner*innen: F… you!!!

Diese Woche ausgelesen: 1

  • Gabriel Yoran: Die Verkrempelung der Welt

Abgebrochen: 0

Ich lese gerade:

  • Becky Chambers: A Closed and Common Orbit. Dank eines Wayfarer-Wikis bin ich reibungsloser als erwartet in diese Welt zurückgekehrt und es macht Spaß!

Neuzugänge: 1

  • Peter Ackroyd: Forgotten London: Exploring the Hidden Life of the City. Für einen Buddyread mit meiner lieben Freundin Steffi ab nächsten Samstag :-)

Diese Woche ausgehört: 0

Ich höre gerade:

  • Sabine Ebert: Meister der Täuschung. Bin ca. bei 80 Prozent und ich mag es ziemlich gern.

Hörbuchneuzugänge: 0

Geguckte Serien/Filme:

  • His Dark Materials, Staffel 3, Folge 1 (und 2?). Weiß gar nicht mehr, wie viele ich letzte Woche gesehen habe. Bin sooo gespannt auf die Mulefas! :-)

Auf die Wunschliste gewandert:

  • Roland Orzabal: Welcome to Your Life: Love, Death & Tears For Fears – An Iconic Musician’s Journey Through Grief, Addiction, and Recovery. Quiiiek! Soll wohl einen leicht esoterischen Touch haben, aber egal, Orzabal und Curt Smith sind für mich musikalische Genies, die, wenn überhaupt, nur von Peter Gabriel und Kate Bush übertroffen werden.
  • Wendy Holden: The Queen’s Painter
  • Muriel Spark: The Snobs
  • Luise Berg-Ehlers: Extravagante Engländerinnen: Adelige Landpartie zwischen Herrenhaus, Gartenidylle und Dinnerparty
  • Mara Gold: Ancient Myths and Legends Without Men
  • Alan Mikhail: Newcomers: The Story of Anthony and Grietje and the Founding of New York

So, alles Weitere heute im Lesesonntags-Post. Ich wünsche euch Abkühlung! (auch wenn es diesbezüglich eher schlecht aussieht kommende Woche)

Lesesonntag im Juni 2026 – Hitze-Edition

Tach. Es ist heiß *grummel* Trotzdem melde ich mich mal zum diesmonatigen Lesesonntag mit Konstanze. Ich sitze mit Ventilator in einer komplett verrammelten Wohnung. Noch kann ich die Temperatur unter 26 Grad halten, diese Grenze wird aber heute sicher fallen. Gleich muss ich erst mal noch den Trinkbrunnen, den die Katzen bisher fleißig ignorieren, saubermachen, dabei mein Hörbuch weiterhören, dann mach ich nix mehr für heute. Ich höre gerade den Historienschmöker „Meister der Täuschung“ von Sabine Ebert, den ersten Teil der Reihe um Friedrich Barbarossa, wobei er in diesem ersten Teil noch gar nicht so viel vorkommt. Ich stelle mal wieder fest, dass man einfach viel mehr Geschichte aufnehmen und speichern kann, wenn das Ganze unterhaltsam verpackt wird (Grüße an Marcel Reich-Ranicki im Jenseits). Impliziert einiges an indirektem Infodumping, aber ich mags, auch die vielen Charaktere, darin bin ich wohl eine untypische Leserin.

Nach der Katzenbrunnenreinigung werde ich Booktube anwerfen, um den Livestream meiner Lieblingsbooktuberin von gestern Abend anzuschauen, den ich wegen eines Geburtstags verpasst habe. Mal sehen, ob ich nebenbei nur Civ spiele oder auch ahnenforsche. Später bekomme ich schwesterlichen Besuch, habe mir aber schon vorbehalten, mich keinesfalls auf den Balkon zu begeben. Melde mich zum (Eis-)Tee erneut.

Eine weißgetigerte Katze liegt mit einem Ärmchen ausgestreckt auf einem Sofa.
Current Mood

Update 14:30 Uhr

Ich halte mich eher kurz, tatsächlich fühle ich mich nicht gut, mein Kreislauf ist überhaupt nicht mit der Wetterlage einverstanden, auch wenn wir in der Wohnung soeben erst die 26-Grad-Grenze erreicht haben. Schwindel und leichte Übelkeit machen sich bemerkbar. Ich habe wie geplant den Katzenbrunnen saubergemacht, Elizabeths Video zur Hälfte geschaut und etwas Civ gespielt, dann Tee getrunken. Gleich geht es unter die Dusche dann kommt meine Schwester. Habe vor, ein wenig Crémant zu trinken, der dann hoffentlich anregend wirkt. Vielleicht hätte ich die Blutdrucktablette heute Morgen weglassen sollen. Bis später!

Ach ja, Neyasha hat mich auf Katzen-Schlafpositionen angesprochen. Bei Willow ist das immer besonders verblüffend:

Letztes Update 20: 15 Uhr

Ein bisschen komisch ist mir immer noch, aber nach einer ordentlichen Mahlzeit mit Kirschpfannkuchen von meiner Schwester und Gemüsebrühe geht es mir ein bisschen besser. Wir hatten einen schönen Nachmittag, während alle Gewitter erfolgreich haarscharf an uns vorbeigezogen sind. Ich werde jetzt wohl noch eine Folge His Dark Materials schauen, habe den Katzen aber versprochen, dass wir dann noch auf den Balkon gehen. ich hoffe, es ist dann ein bisschen kühler. Ein gewisser Kater hat außerdem den horizontal über dem Schlafzimmerfenster angebrachten Kippfensterschutz runtergerissen (wie auch immer…), weswegen ich gerade noch auf dem Tritt stehen und ihn mit Klebeband wieder befestigen durfte.

Ich wünsche euch noch einen möglichst angenehmen Abend!

5-Jahres-Rückschau Mai 2021 und Rache des SuB

Im Mai habe ich es tatsächlich geschafft, zwei Titel der Liste zu lesen, nämlich „Awayland“ von Ramona Ausubel und „Elizabeth Costello“ von J. M. Coetzee. Beide Bücher haben mir eher mittel gefallen, ich hoffe, die nächsten Rachetitel sind ein wenig erfolgreicher.

Die aktuelle Liste:

  • Becky Chambers: A Closed And Common Orbit
  • Laura Purcell: The Silent Companions
  • Jasper Fforde: First Among Sequels (Thursday Next #5)
  • Chinua Achebe: Things Fall Apart
  • Robert Harris: Fatherland
  • C. S. Lewis: Prince Caspian
  • W. Micheal Gear und Kathleen O’Neal Gear: People of the Wolf
  • Pat Barker: Regeneration
  • Louise Erdrich: The Round House
  • John Vornholt: Dominion War 1. Behind Enemy Lines
  • Winston Graham: The Four Swans
  • Raymond Chandler: The Big Sleep
  • Philip Pullman: The Book of Dust – The Secret Commonwealth
  • Rebecca Gablé: Die Hüter der Rose
  • Eve Harris: The Marrying of Chani Kaufman
  • Jane Harris: Sugar Money
  • Mary Beard: SPQR
  • Yves Grevet: Die Insel (Méto #2)
  • Gabriele Tergit: Effingers
  • Alexander Solschenizyn: Der Archipel Gulag
  • Alexander Solschenizyn: Der erste Kreis der Hölle
  • Werner Keller: Die Etrusker – Denn sie entzündeten das Licht
  • Alexander Solschenizyn: Der Archipel Gulag (Band 1)
  • Peter Wohlleben: Das geheime Band zwischen Mensch und Natur
  • Madeline Miller: The Song of Achilles
  • Roger Willemsen: Deutschlandreise
  • René Anour: Im Schatten des Turmes
  • Denis Scheck: Denis Schecks Kanon
  • Ijoma Mangold: Das deutsche Krokodil
  • Natalie Haynes: A Thousand Ships
  • David D. Levine: Arabella of Mars
  • Katherine Webb: Das Versprechen der Wüste
  • Umberto Eco: Das Foucaultsche Pendel
  • Graham Norton: Holding
  • Nicholas Hobbes: England – 1000 Things You Need to Know
  • Zoë Beck: Paradise City
  • Heinrich Böll: Man möchte manchmal wimmern wie ein Kind. Bölls Kriegstagebücher von 1943-45
  • Monika Helfer: Die Bagage
  • Thomas Böhm und Carsten Pfeiffer (Hrsg.): Die Wunderkammer der deutschen Sprache

Im Mai 2021 gelesen: 4

  • James Rebanks: The Shepherd’s Life – A Tale of the Lake District
  • Helen Keller: The Story of My Life
  • Steffen Kopetzky: Monschau
  • Sy Montgomery: The Soul of an Octopus

„The Shepherd’s Life“ hat mir damals sehr gut gefallen, allerdings komme ich nicht so gut damit zurecht, dass Rebanks nun einmal ein Fleischproduzent ist, auch wenn die Tiere es bei ihm sicher besser haben als in der Massentierhaltung. Ich kann seine und die Einstellung seiner Frau nachvollziehen, teile sie jedoch nicht. An „The Story of My Life“ kann ich mich leider weniger erinnern, als ich sollte. Ich kann mich aber noch erinnern, wie sie gelernt hat zu kommunizieren, und das war ungeheuer beeindruckend. „Monschau“ hat mir von den Büchern von Steffen Kopeztky, die ich bisher gelesen habe, am wenigsten gefallen, war aber immer noch ein 3-Sterne-Buch. 5 Jahre ist das her?! Es wird Zeit, endlich mal „Damenopfer“ zu lesen! „The Soul of an Octopus“, ganz wunderbar, hat mir die Augen geöffnet über Oktopoden, unglaubliche, tolle Tiere!

Im Mai 2021 (aus-)gehört: 1

  • Diane Setterfield: Once Upon a River

Lol, wie viel weniger ich damals noch gehört habe… Dieses Hörbuch hat mir zunächst nicht sehr gefallen, wurde aber im Verlauf immer besser und war letzten Endes ein gutes 4-Sterne-Buch.

Neuzugänge im Mai 2021: 2

  • Steffen Kopetzky: Monschau
  • George Orwell: The Road to Wigan Pier

Ha, wieder Glück gehabt! Hab ich beides gelesen! Also auch in diesem Monat keine Neuzugänge auf der Liste. Mit „A Closed and Common Orbit“ sollte ich noch heute Abend anfangen können, sobald ich meine Geo-Ausgabe beendet habe. Als nächster deutscher Titel steht „Der Hüter der Rose“ von Rebecca Gablé an. Schluck, das hat glaube ich über 1000 Seiten… Ich weiß auch noch nicht, wie ich damit zurechtkomme, denn meine Schwester hat mir schon berichtet, dass Richard III. bei Gablé sehr schlecht wegkommt, was mich eventuell maßlos ärgern wird… aber ich wollte die Reihe ja eigentlich weiterlesen. Ich lasse es mal auf mich zukommen. Außerdem sehe ich, wie in der Liste Alexander Solschenizyn nach vorne rückt, und ich weiß wirklich nicht, ob ich die Geduld und die Muße haben werde, mich auf dessen Bücher einzulassen. Aber erst einmal der Historienschmöker. :-)

Hörbuch: Florence Knapp: The Names

Coverabbildung
(c) Phoenix Books

Gesprochen von: Dervla Kirwan

Dauer: 9 h 41 min

Deutscher Titel: Die Namen

Cora ist mit ihrer neunjährigen Tochter Maia auf dem Weg ins Standesamt, um die Geburt ihres Sohnes registrieren zu lassen. Ihr Ehemann Gordon hat bestimmt, dass er gemäß seiner Familientradition auch „Gordon“ heißen muss. Und nun spaltet die Geschichte sich auf: In einem Erzählstrang nennt sie den Jungen auf Anregung ihrer Tochter spontan „Bear“, im nächsten gibt sie dem Jungen den Namen, den sie selbst gewählt hat, „Julian“, in einem weiteren folgt sie der Anweisung ihres Mannes und nennt den Jungen „Gordon“ . In Sprüngen von sieben Lebensjahren des Jungen erfahren wir nun nacheinander, wie sein Leben und das seiner Familie im Falle jeder Entscheidung verläuft.

Es ist eines dieser Bücher, das schwierig zu rezensieren ist, ohne zu spoilern. Ich werde in dieser Rezension nicht direkt spoilern, meine Schilderung der Aussage des Buches kann jedoch beim Lesen des Buches eventuell ahnen lassen, was grob noch kommen könnte. Triggerwarnungen für die, die sie wünschen, stehen mit etwas Abstand am Ende der Rezension. Damit, dass es um häusliche Gewalt geht, verrate ich nicht zu viel, denn dies wird schon auf den ersten Seiten deutlich. Die geschilderten Lebenswege unterscheiden sich krass voneinander. Das Buch ist sehr gut lesbar, jedoch stellenweise harter Tobak, ich habe auch schon die Kritik gehört, dass es ein bisschen viel sei. Das stimmt durchaus, dennoch handelt es sich hier nicht um Torture Porn, denn die beschriebenen Erfahrungen sind wichtig für die positive Aussage des Buches, die ich meine zu erkennen: dass weder eine gute Lebensentscheidung eine Garantie für ein schönes, erfolgreiches Leben ist, noch falsche oder vermeintliche falsche Entscheidungen immer bedeuten, dass sich nicht alles noch zum Guten wenden kann bzw. nicht noch schöne Lebensphasen folgen können. Da ich jemand bin, der mehrere Lebensentscheidungen sehr bereut und mit manchen Erfahrungen keinen Frieden machen kann (bei manchen Themen habe ich nach wie vor Tränen in den Augen, sobald sie zur Sprache kommen), hatte dieses Buch daher für mich etwas ungemein Tröstliches, das ich der Autorin sehr hoch anrechne. Außerdem zeigt das Buch viel Verständnis für die Opfer häuslicher Gewalt, auch wenn es die Lesenden stellenweise zur Verzweiflung bringen kann.

Einige Passagen waren für meinen Geschmack hart vorbei an der Kitschgrenze und es wird manchmal auf eine Methode verwiesen, die etwas zweifelhaft ist, deshalb habe ich nur 4,5 statt 5 Sternen vergeben. In jedem Fall ein beeindruckendes Debüt und unbedingt lesenswert. Die Sprecherin Dervla Kirwan macht ihre Sache sehr gut, an den leichten irischen Akzent habe ich mich sehr schnell gewöhnt.

P. S. Ist das Cover nicht klasse?

 

 

Triggerwarnungen: häusliche Gewalt, Femizid, Mord/Totschlag, Tod von Charakteren