Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku


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Schwimmendes Ungetüm

Als wir am Sonntag gerade unsere kleine Wanderrunde hinter uns gebracht hatten, piepste mein Handy: „Falls ihr auf Ruissalo seid – das Kreuzfahrtschiff läuft heute 18:15 Uhr zur Probefahrt aus.“

(Die Werft hält sich mit genauen Angaben üblicherweise bedeckt, aber der deutsche Buschfunk hat hervorragend funktioniert. Danke an alle Beteiligten! ♥)

Wir warfen daraufhin alle unsere Pläne für den Rest des Nachmittags über den Haufen, verzichteten auf das obligatorische Ausflugseis und fuhren stattdessen schnurstracks zurück nach Turku. Ich warf die gerade fertig gewordene Wäsche über die Leine, wir suchten schnell Besteck und Ausflugsteller zusammen und packten sie in die KühlWarmhaltetasche, dann fuhren wir mit Umweg über den Lieblingschinesen, um ein längst überfälliges Mittagessen einzusammeln, auf die hinterste Spitze der Hausinsel.

Während wir auf einem sonnigen Felsen picknickten, sahen wir auf der MarineTraffic-App, wie sich vier Schlepper rund um das Riesenschiff positionierten und wie es sich langsam in Bewegung setzte. Und dann dauerte es gar nicht mehr lange, bis das Ungetüm hinter dem Wald auf der gegenüberliegenden Seite der Bucht auftauchte.

Ich sag mal so: man kann dieses neueste grösste Kreuzfahrtschiff der Welt – es ist inzwischen das dritte seiner Art – ziemlich hässlich finden. Man kann die Vorstellung, seinen Urlaub gemeinsam mit 8000 anderen Leuten in einem schwimmenden Vergnügungspark zu verbringen, für völlig absurd halten. Man kann Kreuzfahrten angesichts der Klimakrise generell missbilligen.

Aber faszinierend ist es schon. Vor allem, wenn man bei seinem Bau quasi dabeigewesen ist.


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viisisataakaksikymmentäyksi

Gestern wurde in Finnland ein Rekord gebrochen: zum ersten Mal seit Beginn der Wetteraufzeichnungen – und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es vorher schon mal irgendwann passiert sein soll – wurden in Finnland 14 Tage am Stück Temperaturen über 30°C gemessen.

Mal davon abgesehen, dass das natürlich klimawandelmässig höchst alarmierend ist, bin ich gerade sehr glücklich.

Während wir auf Reisen waren, guckte ich alle paar Tage besorgt auf den Wetterbericht aus Turku und gruselte mich ernsthaft vor einer Rückkehr in 15°C weniger und täglichen Regen. Aber dann kamen wir zu Hause an, und der Sommer brach auch hier endlich aus. (Das haben wir dieses Jahr gut hingekriegt mit dem Urlaubstiming!)

Seitdem leben wir auf unserer Terrasse und hüpfen jeden Tag mindestens einmal kurz irgendwo in ein Gewässer.

Wir haben eine neue Sauna an einem See entdeckt. Wir waren schon mehrmals am Sprungturmstrand. Letzten Samstag waren wir mit dem Leihkind und seiner Mama am Strand ganz weit draussen, und, weil’s so schön war, am Sonntag gleich nochmal mit dem Leihkind allein am Lieblingsstrand. Wir haben die neue Sauna am Wibit-Strand ausprobiert und auch die nächstgelegene öffentliche Sauna besucht. Als wir am Dienstagabend kurzentschlossen noch zur Lieblingssauna am See fuhren, kam uns eine 521 entgegen, ein graues Pakettiauto.

Wenn es aber ganz schnell gehen soll und wir nur mal kurz ins Wasser hüpfen wollen, dann fahren wir eine Viertelstunde in den Nachbarort und gehen bei Meyers im Vorgarten schwimmen.

Die Star of the Seas haben wir dabei gerade noch so gesehen – zwei Tage später wurde sie ausgeliefert. Aber das nächste Monstrum grösste Kreuzfahrtschiff der Welt ist schon in Arbeit, so dass es weiterhin immer was zu gucken gibt.

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Urbaner Wanderweg

Am Wochenende war das Wetter viel besser als eigentlich vorhergesagt. Deshalb mussten wir dann doch noch schnell und ganz ungeplant zu einer kleinen Wanderung im herbstlichen Nachmittagssonnenschein aufbrechen.

Die Wahl fiel auf einen kleinen Rundweg im Nachbarort.

Der kleine Herr Maus beschwerte sich dreieinhalb Kilometer lang darüber, dass der Weg ja gar nicht richtig durch den Wald führt, sondern man immer wieder an Häusern vorbeikommt.

Ich sehe es genau andersrum: wie toll, dass man hier überall so schnell im Wald ist, selbst wenn man in der Stadt wohnt!

Ausserdem ist es ein Wanderweg, auf dem man mal wieder sehr schön sehen kann, welche Ausmasse die postglaziale Landhebung hier annimmt: da, wo sich vor knapp 7000 Jahren – und ich finde das tatsächlich einen irgendwie überschaubaren Zeitraum, wenn es um so Sachen wie deutliche Landschaftsveränderung geht – das Ufer einer winzigkleinen Insel befand, ragt jetzt ein ziemlich hoher Berg über Felder und Wälder, und das Meer ist nur als schmaler Streifen hinter der auf der Werft gerade nach vorne nachgerückten „Star of the Seas“ zu ahnen.

Man kann da ruhig mal gegangen sein.


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Ehrentag, doppelter

Am Sonntag feierten wir einen 16. Geburtstag.
Das war toll, weil ausnahmsweise mal nicht zu nachtschlafender Zeit Kerzen angezündet und Kinder aufgeweckt werden mussten.

Wir verpacken übrigens seit einigen Jahren Geschenke zu allen Anlässen hauptsächlich in wiederverwendbare Stoffbeutel – was vor allem den Aufräumaufwand und den Müllberg zu Heiligabend deutlich reduziert – aber die hübscheste umweltfreundliche Verpackung hatte diesmal der kleine Herr Maus gebastelt. (Tageszeitungen enthalten hier jeden Tag auch eine halbe Seite Comics.)

Muttertag fand auch statt.

Ich habe übrigens nichts gegen den Muttertag. Aber ich habe generell ein Problem damit, wenn man Feste nicht so feiert, wie man es gerne möchte, sondern so, wie es von einem erwartet wird.

Die beiden Herren Maus zog es am Nachmittag in die sonst immer sehr volle, aber zur Feier des Tages wunderbar leere Schwimmhalle. Der Ähämann, das Fräulein Maus und ich fuhren zur neuentdeckten Sauna gegenüber der Werft, wo wir ebenfalls lange Zeit die einzigen Gäste waren. Wir guckten, während wir wohlig im heissen Dampf sassen, dabei zu, wie riesige Kreuzfahrtschiffe – na gut, ein kleines und das nächste größte Kreuzfahrtschiff der Welt – gebaut werden. Auch zum Sonntag wurden die gigantischen Kräne hin und her gefahren, riesige Bauteile hochgehoben, gehämmert und getutet.

Rechts „Mein Schiff 7“, links die „Star of the Seas“.

Das war genau mein Muttertag. Ich Glückspilzin.


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November statt April

Es wird nicht besser. Es ist grau und kalt, grau und nass, grau und stürmisch, circa einmal in der Woche unterbrochen von zwei, drei Stunden diesigem Sonnenschein.

Am Wochenende war November vom Feinsten.

Wir machten das Beste daraus und liefen zunächst eine Runde im Citymoor, bevor der angekündigte Regen nahezu auf die Minute pünktlich einsetzte.

Nach einem Mittagessen bei Ikea warfen wir die Kinder an der Schwimmhalle aus dem Auto, und der Ähämann und ich fuhren zu unserem neuen Lieblingsstrand, wo es dankenswerterweise neuerdings eine Sauna gibt.

Beim Saunieren guckt man direkt auf „Mein Schiff 7“ und die Star of the Seas, an denen auch am Wochenende gebaut wird.

Die Saunabetreiber haben eine Treppe neben die Sauna gebaut, von der aus man ins im Winter leere Becken des Bootshafens steigen kann, aber wir gingen lieber vom normalen Steg aus ins Wasser, denn neben so einem Koloss zu schwimmen, ist schon sehr toll.

Auf dem Rückweg sammelten wir die Kinder an der Schwimmhalle wieder ein.
Alle glücklich.


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Strandtest

(24) Raisio, Playa del Raisio

Wir finden immer noch neue Strände.

Bei diesem liegt es allerdings daran, dass er erst letzten Sommer angelegt wurde. Leider entdeckten wir ihn erst im Herbst. Es war dann aber gleich der erste Strand, an den wir diese Woche gefahren sind, als es endlich warm genug war für Strand ohne Sauna.

Lesestoff und andere Beschäftigungen kann man getrost zu Hause lassen, denn der Strand befindet sich neben dem grossen Bootshafen, da, von wo aus man beste Sicht auf die Werft hat. Dort wird gerade mal wieder das grösste Kreuzfahrtschiff der Welt gebaut und ist zumindest diese Woche noch zu sehen, bevor es zur ersten Seeerprobung ausläuft: sämtliche Kräne der Werft sind in Bewegung, winzigkleine Männlein huschen über die verschiedenen Decks, ein Teil einer Wasserrutsche auf dem Oberdeck wird angeschraubt, ein Kran hebt einen Hubsteiger in eine bessere Position, und ab und zu scheppert es laut, was kein Wunder ist bei dem vielen Stahl, der da verbaut wird.

Der Strand ist, wie hier die meisten Strände, nur aufgeschüttet, weswegen man zwar sehr schön im heissen Sand liegen kann, aber unter Wasser abwechselnd in Sand, Steine und Schlick tritt. Was aber nichts macht, da es einen Steg gibt, von dessen Leiter man bequem ins Wasser steigen und losschwimmen kann. Ausserdem gibt es einen Pontonsteg zum Hinschwimmen und Springen. Umkleidehäuschen, Dixieklo, Beachvolleyballfeld, Strandbar und Grillstelle – die man aber nur benutzen darf, wenn keine Waldbrandgefahr ist, also im Sommer eher nicht – machen den Strand komplett.

Das ist es jetzt vermutlich erstmal für eine ganze Weile unser neuer Lieblingsstrand. Zumal er einer der nahegelegensten ist.

Links „Mein Schiff 7“, rechts die „Icon of the Seas“.

[Strandtest (1), (2), (3), (4), (5), (6), (7), (8), (9), (10), (11), (12), (13), (14), (15), (16), (17), (18), (19), (20), (21), (22), (23)]


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Drei Wochen bis Sommerferien

Letzte Woche, als wir noch Daunenjacken, Mützen und Handschuhe trugen, war es schwer vorstellbar, dass in vier Wochen schon die Sommerferien anfangen sollten. Diese Woche ist es endlich warm geworden, und man kann dem Grün beim Explodieren zusehen.

Schule ist nur noch die lästige Beschäftigung, wegen der man sich früh aus dem Bett quälen muss, obwohl man abends erst halb elf ins Bett gegangen ist, weil man eher auch wirklich nicht ins Bett gehen kann, wenn die Sonne bis um zehn scheint und das Licht mit jeder Minute schöner wird.

Der Maiwahnsinn hat wieder präpandemische Ausmasse angenommen. (Mit dem Unterschied, dass die Kinder inzwischen weder überall hingebracht noch alle drei immer mitgeschleppt werden müssen.)

Zusätzlich hatten wir diese Woche eine Gastschülerin aus Deutschland. (Nicht die, bei der das Fräulein Maus vor drei Wochen war. Die kommt erst im August. Jetzt kam eine Musikklasse aus Freiburg zu Besuch.) Das war sehr nett – aber die Tage waren auch sehr voll, die Abende lang, und die Wecker klingelten ungewohnt zeitig, da die Gastschülerin offiziell mit der achten Klasse zur Schule ging, deren Unterricht um acht beginnt, während man als Gymnasiast*in in Turku eine halbe Stunde länger schlafen darf.

***

Am Freitag feierten wir einen 15. Geburtstag. (Gerade erst wurde er drei!) Den Geburtstagsblumenstrauss konnten wir im Garten pflücken.

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Freitagabend um acht wurde auf unserer Strasse der letzte Schlusspunkt hinter den Winter gesetzt.

Erst kam der Wasserwerfer, dann die Riesenbürste, die die Splittschichten der vergangenen sieben Monate in die Mitte der Strasse bürstete, und dann der Splittsauger, der wie ein Staubsauger in grossen Schwüngen auf der Strasse hin und zurück ruckelte und zwischendurch dreimal zum auf der nächsten Strasse bereitstehenden LKW fuhr, um den eingesaugten Splitt auszukippen.

Dann kehrte wieder Ruhe ein, die Vögel sangen, die Abendsonne liess die hellgrünen Birkenblättchen leuchten, und der Sommer war da.

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Während sich gestern der Rest der Familie mit den Freiburger Gastschüler*innen und deren Turkuer Gastfamilien auf der Hausinsel zum Grillen, Schwimmen, Saunieren und gemeinsamen Abhängen traf, lief der grosse Herr Maus mit seinen Pfadfinderkumpels mit acht Kilo auf dem Rücken vierzig Kilometer vom Pfadfinderheim zu ihrem Mökki im nordwestlich von Turku gelegenen Nirgendwo – es ist so abgelegen dort, dass sie auf ihrem Marsch einem Wolf begegneten – um sich ein spezielles Pfadfinderabzeichen zu verdienen.

Nachdem wir auf dem Rückweg von der Hausinsel das Fräulein Maus und die Gastschülerin im Stadtzentrum, wo sie am Fluss zusammen mit den anderen ihren letzten gemeinsamen Abend verbringen wollten, aus dem Auto geworfen hatten, besorgten der Ähämann, der kleine Herr Maus und ich uns das obligatorische Sommerausflugseis und verspeisten es am neulich entdeckten Strand mit Aussicht. Dort wird gerade schon wieder das grösste Kreuzfahrtschiff der Welt gebaut.

(Es wird ein schwimmender Vergnügungspark für 8000 Leute, und man weiss nicht, ob man lachen oder weinen soll.)


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Sonntagsausflug

Herbst und Holzhäuser.

Wenn die Herbstblätter am schönsten leuchten, machen wir gern einen Ausflug nach Rauma. Am Samstag aber hing eine dicke Regenwolke über Rauma, und am Sonntag reichte die Zeit nicht, um in die immerhin doch 90 km entfernte Stadt und zurück zu fahren.

Aber Naantali hat ja auch eine kleine Altstadt. (Und ist dann jetzt auch wieder touristenfrei.)

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Strand mit Aussicht.

Auf dem Rückweg hielten wir am Bootshafen gegenüber der Werft nochmal an, denn bei Meyers stehen schon wieder zwei riesige, fast fertige Kreuzfahrtschiffe herum.

Seit diesem Jahr gibt es dort nicht nur einen Rundweg mit Werftblick, sondern auch einen Strand mit Werftblick. Leider hat er keine Sauna, so dass die Saison für dieses Jahr vorbei ist, aber nächsten Sommer will ich da unbedingt hin!

Bei den Preisen würde ich auch lieber vom Motorboot aufs Fahrrad umsteigen…

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Gleis 17.

Zuletzt holten wir noch das Fräulein Maus vom Bahnhof ab. Sie hatte das Wochenende bei der mittelfinnischen Freundin verbracht und kam auf Gleis 17 an.

Gleis 17 zeichnet sich dadurch aus, dass es sich einen halben Kilometer vom Bahnhofsgebäude entfernt auf der anderen Seite der Gleisanlagen befindet, zugänglich nur über eine überteuerte, fehlgeplante Brücke – was besonders schön ist, wenn man zum Beispiel wie der Ähämann früh von Gleis 7 abfährt und abends auf Gleis 17 ankommt und dann erstmal fünf Minuten zu seinem Fahrrad latschen muss. Die autofahrende Bevölkerung hat es allerdings auch nicht leichter: jeder Quadratmeter Strasse Privatgelände in der Nähe von Gleis 17 ist 24/7 kostenpflichtig, es gibt keinen einzigen kostenlosen Kurzzeitparkplatz, und die Ladestation für Elektroautos ist auch keine Lösung, denn zu den völlig absurden Ladepreisen dort soll man zusätzlich (!) auch noch Parkgebühren bezahlen. (Wir haben dankend verzichtet und abwechselnd das Auto nicht verlassen.)

Gibt es in Anlehnung an Kuoppatori und Jumikulaari eigentlich schon eine treffende Umschreibung für diese neueste Turkuer Errungenschaft?!


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Krankenbesuch

Es geht ihr den Umständen entsprechend gut: ein aufgeschürfter Bauch und ein paar Schäden in einem Schaltraum, in den Wasser eingedrungen ist. „Nichts, was wir hier noch nicht gesehen hätten“, so der Kommentar der Reparaturwerft.

Klein sah sie aus, im riesigen Trockendock. Am Kiel wurde geschweisst und gehämmert. Auf Höhe von Deck 6 hing eine Plattform von einem Kran herab, auf der zwei Werftarbeiter standen und Farbe abschliffen, denn die eigentlich für Januar geplanten Wartungsarbeiten werden jetzt auch gleich mit erledigt. Ein Gabelstaplerfahrer, der gigantische Stahlplatten balancierte, hupte und winkte uns fröhlich zu.


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Industrietourismus

Grosse Schiffe gucken war irgendwie das Thema der Woche.

Das Wochenende war regnerisch und finster. Aber irgendwann muss man ja auch mal rausgehen – erst recht, wenn man Besuch hat – und so führten wir bei einbrechender Dämmerung und Nieselregen Oma und Opa auf den kleinen Rundweg mit den spektakulären Ausblicken zur Werft.

In einem Jahr passiert dort erstaunlich viel: es gibt jetzt schon das nächste so gut wie fertige und halbfertige Kreuzfahrtschiff zu bestaunen.

Ich könnte mir keinen unattraktiveren Urlaub vorstellen, als mit sechseinhalbtausend anderen Leuten übers Mittelmeer zu schippern. (Überhaupt mag ich Schifffahren nur als Mittel zum Zweck.)

Aber beeindruckend sind diese Riesenschiffe schon.

Am anderen Ende des Rundweges kann man übrigens Finnlands älteste Erdölraffinerie bestaunen.