„Nelke, Sternanis, Zimt, Pfeffer Soulfood“

(Werbung da Namennennung)

Der Duft von Bratäpfeln, Zimt, Orangen, Lebkuchen kann man nur eine kurze Zeit ertragen – mir geht es jedenfalls so –

Dieses Jahr hat sich der Winter zur richtigen Zeit eingestellt.

Meine Küche duftet, nach Zimt, Orangen, Nelke , obwohl ich nicht backe dieses Jahr.

Gö-Ga konnte nicht widerstehen und hatte herrliches Lamm/Rindhack – natürlich kg-weise – erstanden, riesige Granatäpfel lachten mich an….

Und jetzt ???

Außerdem wollte ich Heringe einlegen….. , eine deftige Schlachtplatte (Blut-Leberwurst, Kassler – Sauerkraut)

Glühwein – vorbereiten

Das Rinder/Lammhack paßte so gar nicht in meinen Plan.

So entstand mein Adventsrezept:

„Bulgur – Paprikaschote – knusprige , leicht scharfe Bällchen…“

Zunächst zum Bulgur.

Die Herstellung von Bulgur ist äußerst schonend. Da das gesamte Korn geschrotet wird, ist der Bulgur zudem sehr nährstoffreich. Der Weizengrieß enthält unter anderem verschiedene B-Vitamine sowie Vitamin E und die Mineralstoffe Kalzium, Magnesium und Phosphor. Da Bulgur wie alle anderen Weizenprodukte auch Gluten enthält, ist er für Personen, die an Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) leiden, nicht geeignet.

Tipp: Bulgur – wie Reis im Reiskocher dämpfen

Rezept:

Zutaten: für 4-6 Personen

für die Hackfleischmasse

  • 1 kg Hackfleisch Lamm/Rind
  • Paprikaschoten
  • Knoblauch
  • 2-3 Schalotten
  • Ingwer
  • Chilischote
  • 3-4 Eßlöffel Couscous – extra fein –
  • Petersilie, frische Minze (1-2 Blättchen), Koreander
  • Zitronenabrieb
  • 1 Schuß bestes Olivenöl
  • Gewürze
  • Zimtabrieb, Nelke, Kardamon -schwarz- Piment (im Mörser zerstoßen)
  • Bockshorn
  • ras el hanout
  • Salz aus der Mühle , schwarzer Pfeffer aus der Mühle

für die S0ße und Deko:

  • passierte Tomaten
  • 2 Eßlöffel Ajvar (Paprika-Auberginenpaste)
  • fein gehacker Koreander
  • Granatäpfelkerne

Zutaten für den Bulgur

150 gramm gut gewaschenen Bulgur, doppelte Menge Wasser

  • 2 Eßlöffel Olivenöl
  • Sternanis – ganz –
  • Nelken 2-3
  • Kardamon -grün- nur die kleinen schwarzen Körner
  • zwei Eßlöffel Tomatenmark (aufgelöst im Wasser, welches zum Kochen benötigt wird)

Zubereitung:

  • Hackfleischmasse

Wichtig: das Fleisch ca. eine 1/2 Stunde vorher aus der Kühlung nehmen und in eine große Schüssel geben und mit den Händen verteilen.

Schritt 1:

In der Zwischenzeit Schalotten, Knoblauch, Ingwer – ich nehme immer 3 Zehen Knoblauch, 3-4 Schalotten, 15 cm Ingwer) mehr oder weniger ist auch ok. – farblos in Olivenöl anschwitzen. Petersilie hacken , ruhig auch ein paar Stiele mitnehmen und ebenfalls mit anschwitzen

Schritt 2 :

Paprikaschoten aushöhlen, Kerne entfernen u. beiseite stellen

Schritt 3:

Die Hackfleischmasse würzen die Gewürze hinzugeben und die angeschwitzten Zutaten – sobald sie etwas abgekühlt ist – auf die Masse geben und mit den Händen gut vermischen, Zitronenabrieb hinzufügen. Auch Abrieb einer Orange ist hier zu empfehlen.

Die Gewürzen einarbeiten und die Paprikaschoten befüllen.

ca. 1/3 der Hackmasse mit frischem, gehackten Koreander vermischen und zu kleinen Bällchen formen u. beiseite stellen.

Schritt 4:

In eine hohe Pfanne oder auch geeigneten Topf geben wir 2 Eßlöffel Olivenöl und bei mittlerer Hitze braten wir die Paprikaschoten rundherum an.

dann löschen wir die Schoten mit den passierten Tomaten ab und geben ein kleinwenig Flüssigkeit hinzu (weniger ist mehr)

so lassen wir die Paprikaschoten in der Pfanne bei geschlossenem Deckel langsam schmoren.

immer mal kontrollieren – die Paprikaschoten sollten bißfestbleiben – nicht zu weich werden.

Schritt 5:

Die vorbereiteten Bällchen braten wir mit einem Stich guter Butter und etwas Olivenöl in der Pfanne knusprig .

So kann man mit einem Glas Rotwein beim köcheln schon mal testen….

Bulgurzubereitung:

Schritt 1:

Den Reiskocher auf die Kochstufe stellen und 1 Eßlöffel Olivenöl mit Tomatenmark anschwitzen. Dann den Bulgur hinzufügen , die Gewürze und das Wasser aufgießen (doppelte Menge – der Bulgurkörner = 300 ml Wasser)

Salzen und den Reiskocher arbeiten lassen.

Nach ca. 25 Minuten strahlen die Bulgurkörner Euch leicht gefärbt und glänzend an.

Etwas Koreander fein hacken .

Final:

  • die Paprikaschoten kurz herausnehmen
  • die Soße abschmecken und Ajvar zur Bindung hinzufügen
  • die Bällchen kurz in die Soße geben, damit sie warm bleiben
  • auf vorgewärmte Teller Bulgur, Soße, Paprikaschoten, Bällchen anrichten

Die orientalischen, weihnachtlichen Gewürze haben sich verbunden zu einem außergewöhnlichen, wunderbaren Geschmack – eine leichte Schärfe rundet das wunderbare, lockere Hack ab – die frischen Kräuter geben den besonderen Kick.

Dieses Gericht vereint die Gemüter und das Kerzenlicht verneigt sich würdevoll und läßt alle strahlen.

"Uff, Weihnachten vorbei "

Weihnachten ist vollbracht, die 9 kg Pute ist verspeist, die Knödel waren wunderbar, das Blaukraut mit Quitten war ein Traum, die Suppe mit Flußkrebsschwänzen eine Offenbarung, bei meiner winterlichen Mousse schmolzen die letzten – „Nein – nicht so viel – ….““ dahin.

Eigentlich habe ich vom 23.12-26.12.2014 gekocht, gekocht, gebacken, angerichtet, Tisch gedeckt und Berge von Geschirr
bewegt. Induktionsplatte, der Herd hatte keine Erholung.

Meine Tischdekorationen – eher schlicht – den die Männer mögen es nicht wenn so viel „Kram“ darumliegt, denn wo sollen den sonst die dampfenden Schüssel mit Knödel, Blaukraut die Riesenplatten mit Fleisch oder das Raclette hin.
Denn Weihnachten sitzen sie alle am Tisch und reden, reden, reden und warten auf die Vorspeise, den Hauptgang, die Nachspeise… das Schnapserl…

Dabei hatte ich dieses Jahr auf Weihnachten so gar keine Lust, kein Gefühl von Wärme, Sehnsucht nach roten Wangen, nach langem Spaziergang, keine Idee für Geschenke, die volle Stadt widerte mich regelrecht an.
Dieses künstliche „Liebe , Wärme “ erhaschen, einmal im Jahr… Die Hetze nach Geschenken, größer, wertvoller , mehr, mehr. Die „verkleideten“ illumnierten Innenstädte, keinen Tisch in einem halbweg passablen Lokal ist zu bekommen, wäre doch Weihnachten vorbei…

Da vergeht selbst der Weihnachtsfee persönlich die Lust an Weihnachten.
Am 23./24.12.2014 mußte sich mein lieber Gatte dem Kampf um das Messer stellen.
Denn einmal im Jahr verschenkt unser Lieblingsmetzger – wo die Riesenpute – vor Wochen bestellt -, das Filet, die Kalbsscheiben.. auf Ihre Abholung warteten, ein Messer, mal ein Taschenmesser, mal ein großes Messer, jedes Jahr
pilgern hunderte von Menschen an den zwei Tagen kurz vor Weihnachten, um ein paar Würstel, einen Leberkäs zu kaufen und das begehrte Weihnachtsgeschenk in Empfang zu nehmen. Dieses Jahr war ganz schlimm, einen Straßenzug , um die Ecke standen die Menschen in Zweiherreihen und warteten geduldig, bis sie dran waren.

Weihnachten findet da statt, wo sich Lachen, rote Wangen – ob vor Vorfreude – oder vom Kochstress miteinanderverbinden und der alljährliche Kampf mit dem Baum – immer wieder neu anders sich ergibt.
Zu lang, zu breit, nicht schön gewachsen – oh , je Heiligabend 13:15 Uhr, die Lichterkette funktioniert nicht mehr.
Wachskerzen – mein Kindheitstraum – zu gefährlich….
Kein Problem , es gibt ihn ja noch den Elektrohändler gleich ums Eck, viele treffen sich heute da, ein Birnchen fehlt,
eine Leselampe und zwei moderne , energiesparende Lichterketten gehen über die Ladentheke, es wird gelacht, gescherzt und „Frohe Weihnachten “ ruft man sich zu und verläßt fröhlich den Laden.
Ja und manchmal gibt es die zufälligen, leisen, gemütlichen Minuten oder gar 1/2 Stunde in meinem kleinen – großen – Bücherladen einen Steinwurf von meiner Wohnung entfernt.
Dort versank ich dann am Vormittag an Heiligabend in dem riesigen Biedermeiersofa, genoß den besten Capuccino des Viertels, schmökerte in Krimis, Kunstbänden, Neuerscheinungen, eleganter Prosa.. so ein Buch für Papa, ein Buch für Tochter und Sohn und eins für mich
eine nette CD mit bayrischen, witzigen Texten, frecher Musik für Inge.

Meine diesjährigen Rezepte will ich Euch nicht vorenthalten, sie folgen und sind eigentlich nur Ergänzungen, kleine Versuche Traditonen zu verändern, denn alle haben es sicher schon im Archiv gelesen, es gibt jedes Jahr das gleiche
Menü , dessen fester Bestandteil die fette Pute ist.

Bis später, gerade läuft meine „Spezialbrioche“ i. der Küchenmaschine, den Brotteig für die „Frühstücksbaguette“ (aus Roggen, Weizendunstgemisch mit frischem Roggenschrot)
geht schon an einem warmen Ort. Es ist 10:00 Uhr , meine Familie ruht in sich und ist sicher vor 12:00 Uhr nicht anzutreffen.

Allen wünsche ich einen entspannten, ruhigen , winterlichen Spätweihnachtstag mit Bratäpfeln, selbstgemachtem Glühwein
(Rezept s. Archiv) …
Schönen Sonntag !

Weihnachtsstress, Weihnachtsmärkte, Wintermorgen

Als kleines Mädchen, orientierte ich mich immer am Himmel und konnte fast schon wie ein alter „Bauer“ Wetter voraussagen. Den Winter liebte ich ganz besonders, wenn es das erstmal schneite war ich völlig aus dem Häuschen. Schlittenfahren, Gleitschuhfahren, selbstverständlich die steile Straße des Dorfes mußte es sein.

Aber der schönste Himmel war immer der Christkindhimmel, rot färbte sich das Firmament. Das Christkind ist am Backen…. So sah es in den letzten Tagen auch in München aus. Leider hat das Christkind für mich nicht gebacken, aber den Himmel, den hab ich gesehen….
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Irgendwie ist es doch schön, lang schlafen, dann Winterfrühstück Speck, Eier, frisches Obst, Tee, Kerzenlicht, kein schönes Wetter, was zum Laufen, Radeln, Schwimmen… zwingt.
Es ist die Ruhe des Winters, die einem so viel Freiheit zurückgibt.
Wer bekommt da nicht Lust auf Winterfrühstück P1040648P1040649P1040647
Heute ist Heiligabend und mein Mann ist schon um 5 Uhr aufgestanden und zum Metzger gegangen,
hat in einer langen Männerschlange angestanden, traditionell wurde er mit Weisswürsten aus dem Eimer, frisch, warm versorgt und kam mit der „Beute“ nach Hause.
Die Markknochen sind einfache Knochen, das Suppelfleisch hat keinen Fitzel Fett, die große Pute besteht aus 2 Puten , a 4 kg und hat natürlich nicht das Fleisch, wie ich es mir vorgestellt habe. Das Rinderfilet ist ein sogenanntes Bayrisches Filet – auch nicht nach meiner Vorstellung – . Nächstes Jahr, wird alles anders. Dann gehe ich wieder selbst zu den Freunden im weißen Kittel! Mich können Sie nicht mit einer Weisswurst täuschen und wenn das Fleisch mir nicht paßt schick ich ihn trotz Schlange und Hl. Abend in sein Schlachthaus zurück. Jetzt muß ich mich mit dem zufrieden geben, wenn man nicht alles selber macht.
Ach, natürlich fehlen mir ein paar wichtige Dinge , z.b. getrocknete Mangos…
Meine Männer konnten so spezielle Sachen nicht finden.
Gut so, jetzt breche ich zum Viktualienmarkt auf und wünsche allen meinen Lesern
Frohe Weichnacht, gutes Kochen, schöne Stunden, Spaß…..
Aber auch einwenig Muße für ein kleines Hauskonzert, ein schönes Gedicht ….i phone 002i phone 003