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Still und fast unbemerkt …

… wird der anstehende Erfurter Weihnachtsmarkt aufgebaut. Am Samstag zu meinem wöchentlichen Marktbesuch ist es mir nicht aufgefallen. Erst jetzt, bei der Sichtung der Bilder sehe ich die fertigen Buden vor dem Domplatz.

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Nun ja, es wird auch langsam Zeit mit dem Aufbauen. Denn immer am Dienstag nach dem Totensonntag ist die Eröffnung.

Öffnungszeiten

27.11. – 22.12.2018
Sonntag bis Mittwoch 10 – 20 Uhr
Donnerstag und am Eröffnungstag 10 – 21 Uhr
Freitag/Samstag 10 – 22 Uhr

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Jetzt haben wir den herbei geschwitzten Herbst

Der Sommer hat so lange Land und Mensch ausgedörrt wie noch nie. Mein Hitzespeicher ist übervoll und lechzt nach Abzukühlung. Und doch habe ich die Sommerzeit auch genossen.

Auf dem Domplatz tobt das Herbstfest und die ersten Kürbisse zeigen ihre herbstliche Farben. Der Rumtopf  wird reifer und reifer …

Herbst bringt jedoch auch Erntearbeit. Der erste Sturm wirbelte unsere Kräuter so sehr durcheinander, das ich diese verarbeiten musste und in die Kühltruhe versenkt habe.

Heute wandelte ich auf meinen jugendlichen Spuren im Eichsfeld. Dort wo mehrheitlich Katholiken wohnen, habe ich in den Jahren 1974 – 1976, im Kalibergbau den Beruf des „Instandhaltungsmechaniker“ gelernt. Die Gegend und der Beruf lag mir nicht. Nicht lange nach der Lehre hängte ich den Beruf an den sprichwörtlichen Nagel.

Leider wurden die Kalischächte im Osten nach der Wende von der Treuhand „abgewickelt“. Das war ein harter Schlag für die Region.

Dort wo ich heute übernachte, gibt es Hängebauchschweine und alte Reichsadler denen die Beute an den Fängen fehlt.

Als ich diese alte landwirtschaftliche Maschine besichtigte, kam mir sofort der vergessene Arbeiterdichter Arthur Schramm in den Sinn. Ihm wird folgender Spruch zugeordnet: „Im Wald, da steht ein Ofenrohr. Stellt euch mal die Hitze vor.

Also … wir haben Herbst. Die Gemüsemutti vom Domplatz hat sich schon abgemeldet, weil sie Vorbereitungen für den Weihnachtsmarkt machen muss. Bei ihr gibt es dann Raclette und Feuerzangenbowle. Auch gut gewärmten Rumtopf soll es wieder geben. Last uns aber erst den Altweibersommer genießen. So jung war die Mutti nun auch wieder nicht. 😉

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41. Kalenderwoche 2017

09.10.  bis 15.10.2017

Aufmerksame Beobachter werden das Fehlen der 39. und 40. KW bemerken. Die habe ich hier im Blog einfach geschwänzt.

Auch in der 41. KW war nicht so viel los. Keine Termine ausserhalb, nur Büro und Zahnarzt. Das muss auch mal sein. Das rasende Zeitgefühl versuchte ich mit Ruhe, Kochen und bewußte Langsamkeit zu beruhigen. Am Freitagabend dann ein tolles Konzert mit der Renft Combo.

Bei dem herrlichen Altweibersommer am Wochenende war schon der Domplatz am Samstagvormittag überfüllt. In diesem Gewühl fanden wir unseren Frühstücksstammtisch und selbst Töchterchen in guter Laune hatte einen herrlichen Appetit.  Vielleicht sehen wir sie ja öfters mal gut essen.

An jeden 2. Wochenende im Oktober tobt in Weimar der Zwiebelmarkt. Da ist echt immer der Teufel los, was da heißt, es wird verdammt eng. Deshalb fahren wir Sonntags gleich nach Frühstück dort hin. Gleich nach dem Frühstück ist bei uns gegen 11 Uhr, nur so zum Verständnis.

Zum Anfang war die Stadt noch überschaubar, dann jedenfalls füllte sich jeder Marktplatz dem Bersten nahe. Wir hatten unsere Filzlatschen bekommen, die wir bisher nur dort fanden, tranken einen Federweißen, doch den Zwiebelkuchen tauschten wir gegen ein Bratwurst aus.

Die Sonne war für den Oktober erbarmunglos, denn die interessanten Stände waren ungeschützt auf den großen Plätzen. Gegen 14 Uhr war das Maß voll, wir fuhren wieder nach Erfurt. Dort wollten wir wie meist am Sonntagnachmittag noch ein Glas Wein am Wenigenmarkt oder dort in den Nähe trinken.

Keine Chance. Mensch und Maus waren aus ihren Löchern gekrochen und aalten sich an der Sonne. Im „Füchsen“, einer kleinen, jungen Gaststätte fanden wir noch Platz. So klang der Sonntag noch zufrieden aus.

Un djetzt noch ein kleiner Vorgeschmack auf die nächste Woche:

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5. Kalenderwoche 2017

Wir sind im Februar. Das Gefühl der Zeitflucht lässt nicht nach. Das liegt wohl an mir selbst. Jetzt und hier genießen, vergesse ich zu oft. Immer denke ich alles im Griff haben zu müssen, das ist ein Antrieb der aus der Tiefe kommt. Nicht aufzuhalten.

Gestern war noch 2016. Weihnachten, Jahreswechsel, das Jahr vor der „60“ hat angeklopft. Gestern war ich noch der Lausbub um die Ecke.  Ist irgend etwas anders geworden? Nicht das ich wüßte.

Zur Zeit sitze ich im Büro und mache die Planung für das laufende Jahr. Ich habe meinen Spaß daran, wie jedes Jahr, die Kontrolle lässt grüßen. Denn ist der Plan auch gut gelungen, wir ändern auch die Änderungen.

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Am Morgen grüßt schon die Sonne am Horizont und jetzt da Lichtmess schon vorbei ist, kommt das Licht von Tag zu Tag früher und länger zu uns.

„Das Tageslicht soll gegenüber dem Zeitpunkt der Wintersonnwende, also der längsten Nacht, „an Weihnachten um einen Hahnentritt, an Neujahr um einen Männerschritt, an Dreikönig um einen Hirschensprung und an Lichtmess um eine ganze Stund’“ länger sein.“

Jedenfalls traut sich der Eiermann wieder an das Licht auf dem Markt und die Zeit der „kleinen Eier“ ist nun zu Ende.

Ich bemerke bei meine Tipselei, das es zur Zeit nichts Bemerkenswertes zu schreiben gibt. Und wenn ich so im Archiv des Februar 2016 stöbere, dann finde ich dort auch keine gewichtigen Einträge. Wenn man mal von den Schnürsenkeln oder einem neuen RC-Car absieht.

Diese beiden Bilder zeigen die ehemalige Blumenthal-Kaserne in Erfurt, frisch herausgeputzt für die Thüringer Landesfinanzdirektion, an der mein sonntäglicher Morgenspaziergang vorbei ging. Der Exerzierplatz ist jetzt mit einer gepflegten Rasennabe belegt.

Am Sonntag war es wieder mal soweit. Der Besuch meiner Mutter brachte uns in ehemalige Wohnorte meiner Kindheit. Leutenberg war angesagt. Ein wunderschöner, eingeschlafener Ort an der Grenze der ehemaligen Ostzone Deutschlands.  Noch kein Grenzgebiet.

Dort wohnten wir von 1967 bis 1969. Dort ging ich in die 4 und 5. Klasse. Und weil wir dahin wenigstens einmal im Jahr hin fahren, auch weil wir dort 1979 unsere Flitterwochen verbrachten, kenne ich mich in Leutenberg einigermaßen gut aus. Das ist so wie eine Puppenstube. Eine kleine Landstadt, wo Jeder Jeden kennt. Mich natürlich nicht mehr. Es verändert sich in dem Ort kaum etwas. Alles wird älter und so einige Häuser stehen dem Verfall anheim.

Wir haben in der Garküche  zu Mittag gegessen. Dort bekommt man gute Thüringer Klöße, in altguter und schmackhafter Qualität. Regionales Gemüse und Lammkeule die auf der Zunge zergeht.  Die Menschen kennen sich dort und reden mit dem Koch über die anzurichtenden Gerichte. Das hat mir gut gefallen. Wenn ich dort aufgewachsen wäre, würde ich mich auch wohl fühlen.

Eine Reise in die Vergangenheit.