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Manchmal …

habe ich die Gelegenheit schöne und alte Dinge anzusehen …

Und manchmal sehe ich skurile Sachen die mich zum Nachdenken anregen.

Nach dem „Bürgerschießen“ von Bad Dürrenberg kommt die Entspannung.

In Erfurt und in Halle.

Wo auch immer ich bin, sehe ich Dinge, Sachen und Verhaltensweisen, die mich erstaunen oder mir gut tun.

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Bunkererlebnis Teil II

Nach dem Essen sollte die „Grundausbildung“ beginnen. Der „Flötenfranz“ der damit beauftragt wurde, hatte gerade mal 3 Jahre im Wachregiment gedient, kannte also die Kampftruppe nur vom „Hörensagen“.  Nun ja, er konnte wenigsten die Schutzmaske anlegen und Sprüche klopfen. Das alles geschah im Bunker bei 5-8 Grad und 95% Luftfeuchtigkeit.

Dann übernahm ein anderer Verantwortlicher und führte uns durch alle Räume des Bunkers und erklärte die Wirkungsweise der Belüftung, Energieversorgung, vom Nachrichtennetz und auch die Ver- und Entsorgung mit lebenswichtigen Mitteln. Sehr interessant, umfangreich und vor allen verständlich und logisch vorgetragen. Ich war angenehm überrascht, denn den Rest der „Verantwortlichen“ konnte man getrost in der Pfeife rauchen.

Das zog sich bis 23 Uhr hin. Danach ging es zum gemütlichen Teil über. Olli wollte ins Bett und trollte sich. Die meisten „Gebunkerten“ verzogen sich bis 1 Uhr, 4 Mann darunter auch ich blieben bis 3:15 Uhr draußen. Grund: es war noch genug Bier da und an der frischen Luft war es einfach wärmer. Außerdem hatten wir auch genug Stoff um zu schwatzen.

Als wir in den Schlafbunker gingen, nölte  Jemand aus dem Dunkeln: es ist 3 Uhr 19.

Das war eine nicht genehmigte Feststellung. Es war nicht so einfach in das Bett da oben zu kommen, doch irgendwie schaffte ich es. Einmummeln und schlafen in dem gefühlten Schließfach. Die Bude hatte sich jetzt auf gut 5 Grad abgekühlt und klamm war es auch. War der Rücken warm, froren die Füße und umgekehrt. Irgendwann musste ich auch mal pinkeln, was ich eigentlich vermeiden wollte.

Die Blase entschied anders. Also von oben runter klettern, versuchen die anderen nicht zu wecken und dann auf die Suche nach den „sanitären Anlagen“. Raus kamen wir nicht, denn die Schleusen waren von außen geschlossen. Mit einer kleinen mitgebrachten Taschenlampe schaffte ich auch diese Aufgabe.

Wieder in der Koje bemerkte ich ein Schnarch Konzert vom Feinsten. Wieder  einschlafen war kaum möglich. Auch weil einer völlig genervt von den Schnarchern war und seiner Laune Luft machte. „Pille hör auf zu schnarchen oder schmeiß Dich raus!“ Die boshafte Gereiztheit in der Stimme ließ aufhorchen. Ich musste trotzdem so sehr lachen, wobei das Bett in Bewegung kam. In diesen grotesken Situationen begreift man, dass der Mensch kein Rudeltier ist.

Gegen 7:30 Uhr … im schönsten Schlummerschlaf … ertönte eine handgetriebene Sirene, die trotz geschlossener Tür bis ins Mark erschütterte. Vor der Tür blökte eine piepsige Stimme „Aufstehen! In 10 Minuten raustreten zum Frühsport.“

Bei so einigen Mitbunkerer machte sich ein wenig Erleichterung bemerkbar. Der Mann im Bett unter mir, bemerkte so nebenbei, überhaupt nicht in den Schlaf gefunden zu haben. Für ihn war wohl der Sirenenton eine Erlösung. Wir trotteten so langsam an das Tageslicht und suchten die wärmende Sonne. Vor dem Bunker stand eine Gestalt, die einem Geist ähnelte. Mir kam sofort der Vergleich mit einer Nachtkatze in den Kopf. Ein Schelm wer Böses dabei denkt.

Dieses Männlein dort im Walde stellte die Frage in die Runde, ob jemand Lust auf Frühsport hätte. Blöde Frage … natürlich ging die Lust darauf auf null. Nachdem das geklärt war piepste der komische Kautz, er hätte auch keine Lust zum Frühsport, wir müssten noch die Betten abziehen, unsere Sachen aus dem Bunker holen und so einige rumstehende Gegenstände aufräumen.

Also ging ich los um mein Bett abzuziehen, denn wenn dort nur ein paar Leute sind, kann man locker die paar Handgriffe machen. Und flugs hatte alle diese Idee. Es wurde eng im Schlafgemach. Wir standen alle in einer Reihe (anders wäre es auch nicht gegangen) zogen so gut es eben ging die Bettwäsche von den Pritschen und gaben die Wäsche wie mit einem Fließband nach vorn. Dort stand der Mann von vorhin und sammelte den Kram ein. Im Anschluss trotteten wir formationslos zum Hotel, wo die Chefin schon auf uns wartete. Nach einer kurzen Auswertung der Ereignisse, ging es wieder in den Keller wo alles begann.

Die Felddienstuniformen wurden abgelegt und von der piepsigen Stimme eingesammelt. Wir bekamen die Schlüssel zur Sauna, die schön angeheizt auf uns wie das Schlaraffenland wirkte. Wir konnten endlich duschen und uns entkeimen. Ein letztes Déjà-vu ging mir durch den Kopf. In den 1980er Jahren war ich mit meiner Einheit oft auf dem Truppenübungsplatz Nochten in der Oberlausitz. Unsere Gefechtsübungen nahe der polnischen Grenze dauerten meist 3 Wochen. Einmal in der Woche fuhren wir in das Braunkohlekraftwerk Boxberg, um in großen Duschräumen den Dreck der Woche abzuspülen. Diese Bilder und auch das gute Gefühl der Reinigung kamen aus dem geistigen Schubkasten, den ich eigentlich nicht mehr öffnen wollte. Die Sauna konnte ich natürlich nicht mit den Duschräumen von Boxberg vergleichen.

Oben im Hotel war das Frühstück für uns vorbereitet, woran wir bemerkten, das wir wieder im Jahr 2018 angekommen sind.

Fazit: Diese Bunkeranlage sollte man sich rein ziehen und eine gut geführte Besichtigung buchen. Übernachten darin, ist nicht unbedingt empfehlenswert.

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Das zweifelhafte „Bunkererlebnis“

Die Ankündigung schrieb ich ja schon im letzten Eintrag. Nun also beginnt die Erzählung der Durchführung in mehreren Teilen, denn es wäre zu ermüdend den Ereignissen zu folgen. Habt bitte Verständnis dafür.

Die Anreise war bis 17:30 Uhr geplant. Ich war so gegen 16 Uhr im zugehörigen Hotel auf der Terrasse und zog mir ein kühles Bier rein. Der Kellner wusste Bescheid und gab mir Zeichen, wenn die ersten Bunkerübernachter kommen. Sie kamen aus der Rhön, waren 5 Leute, 2 Pärchen und ein Single. Das haben sie sich zum 40. Geburtstag „gegönnt“. Ich fand es ja sehr mutig, dass auch die Frauen mitgingen. Eine lustige Truppe, der ich mich mit dem 2. Bier anschloss. Nach kurzer Vorstellung und ersten Gespräch wurde ich kurzerhand von der Truppe adoptiert.

Die 2. Gruppe ließ auf sich warten. Sie kamen erst gegen 18 Uhr. 4 Mann aus der Ecke von Suhl/Zella-Mehlis, die zu Fuß unterwegs waren. Sie hatten den 50. Geburtstag als Anlass genommen.

Kurze Einweisung von der Hotelcheffin und Ausgabe der Einstrich-Keinstrich Felddienstuniformen mit Hosenträger, Koppel und Schutzmaskentasche, im Keller. Das war schon ein Spaß! Man konnte sofort sehen, wer das schon mal gemacht hatte. Die Uniform wurde über die zivilen Sachen gezogen und bald stellte sich heraus, wie gut die Verkleidung uns gegen den Schmutz schütze.

Im Anschluss antreten, Vergabe der Nummern, Übergabe an den Chef und Marsch zum Bunker. Einrücken, Klamotten verstauen und Bett beziehen. Das war der Anfang im Kurztelegramm-Stil. Die „Bunkerräume“ sind rechteckig wie Schläuche. Temperaturen so zwischen 5 – 10 Grad, die Wände waren feucht. Die Ausmaße etwa 2,3 Meter hoch und breit und ca. 15 – 18 Meter lang. Wenn man rein kommt stehen Regale auf der linken Seite, ca. 60 cm tief und auf der rechten Seite stehen 3-stöckige Betten mit einer Breite von 80 cm.

Die unteren Betten wurden nicht belegt, schon weil die Auflagen direkt auf dem Boden aufgesetzt waren. Das ist kalt, hart und ganz schlecht rein zu kommen. Die mitgebrachten Sachen konnten locker in die Regale links eingeräumt werden. Nun wurden die „Betten“ bezogen. Karowäsche und weißes Laken. Nicht ganz so einfach, wenn das mittlere und obere Bett gleichzeitig bezogen werden muss. Zumal ja die Bettwäsche für normale Betten vorgesehen ist. Im Anschluss erfolgte die Abnahme durch einen wichtigtuenden Mann.

Als alles fertig war, wieder raus (wobei wir Tische und Bänke … also Bierzeltgarnituren nach draußen brachten), antreten und Arbeitsverteilung. Auf die Frage wer denn kochen könne, meldete sich niemand. Kein Problem. Der Kerl da vorn zeigte auf 4 Mann – du, du, du und du. Ich war auch dabei.  Der Rest wird zur Wache eingeteilt.

Dann brachten sie Kisten mit Geschirr, Gemüse, Obst, Zwiebeln, Kräuter, Pellkartoffeln und Bratwurst und Grillsteaks ans Tageslicht. Ein Mann bekam den Rost in seine Verantwortung, wir drei machten Kartoffelsalat und grünen Salat. Ich übernahm das Pellen der Kartoffeln. Alles kein Thema, die arbeiten waren gut verteilt und gingen auch flott von der Hand. Einer mäkelte rum, von wegen so trocken in Wald, die Kehle klebt schon usw., womit er auch Erfolg hatte, denn die „Verantwortlichen“ hatten wohl auch Durst. Mit der Zeit bekam die Wache davon „Lunte“ und wollte meutern.

Olli, der die Kartoffeln schnippelte und den Salat würzte, hetzte die ganze Zeit den Chef auf, die Wache zu bestrafen. So mit Liegestütze oder Kniebeuge und meinte damit seine Frau. Das hatte er wohl ein wenig übertrieben. Die Bestechung mit einem Obstler wurde gern angenommen, hatte aber keine Auswirkung. Der Chef ließ antreten und fragte wer sich denn als Oberst in die Liste geschrieben hat. Olli meldete sich. Daraufhin musste seine Frau vortreten und wurde zum General befördert. Olli, der Kerl war mit einmal stinksauer und nörgelte nur rum. Nun sagte seine Frau auch noch, dass er jetzt Wache stehen solle, wenn wir essen. Olli trollte sich zum Erstaunen der Umstehenden und wollte auf keinen Fall mit essen. Aus unserem Erstaunen wurde Heiterkeit und weil Frau das Verhalten schon kannte, fiel es ihr nicht so schwer den Beleidigten an den Tisch zu holen. Dinger gibt’s, die gibt’s gar nicht.

Fortsetzung folgt.

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Ein zweifelhaftes Erlebnis …

… hat man mir als Geburtstagsgeschenk beschert. Weil ich Aufmerksamkeiten zu Geburtstagen überhaupt nicht mag (das ist aus meiner Sicht ein ganz persönlicher Tag) antwortete ich auf Fragen meiner Kollegen wie immer trotzig. Und weil die Kollegen nun gar keine Ahnung hatten, was sie mir „Gutes“ tuen könnten, besorgten sie einen Gutschein für eine Übernachtung im Bunker der Staatssicherheit. „Das reality Erlebnis“

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Darauf habe ich heute gar keine Lust, drücken kann ich mich jetzt aber nicht mehr. Anderseits schützt mich der Gutschein vor einer Geburtstagsfeier in der lieben Verwandschaft, denn ich bin ja aktenkundig verhindert. Wie so oft hat jede Medaille ein Vorder- und Rückseite.

Ach ja … und ein Gutschein für ein Bierseminar als Wiedergutmachung, haben die Kollegen noch dazu gelegt.

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So langsam stelle ich mich seelisch und moralisch auf einen Ausflug in die Vergangenheit ein. Ich werde ganz sicher hier berichten wie es gewesen ist.

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Ein paar Utensilien aus der Zeit in der ich noch als „Krieger“ durch die Welt ging, habe ich noch.

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in Halberstadt

Ich sitze gerade in einem Biergarten. Halberstadt, alte Zuckerfabrik, Casablanca nennt sich das Lokal. Ein Würzfleisch zum Abendessen und ein Bier sind schon in mir verschwunden. Eigentlich wollte ich den Eintrag für den Sommerurlaub schreiben.

Nun sitze ich hier und kann keinen klaren Gedanken fassen. Am Nebentisch hat eine Horde Familienmenschen Platz genommen, die mir jeden Gedanken an den Urlaub austreiben. 8 Erwachsene und 5 zum Teil pubertierende Kinder. Schon die Bestellung des Essens und der Getränke war eine Messe. Es müssen 4 Familien sein, denn sie bestellen nach Familie 1-4. Die Kinder wurden am Ende des Tisches platziert, wo ein Knabe den Großen Rechenaufgaben stellt. Die Großen sind nicht in der Lage 11*11 usw. zu rechnen. Auf die Frage in welchen Bundesland sie leben, sagten zwei pubertierende Tussis „Deutschland“.

Als  pubertierende Tussi 1 nach einem Taschentuch fragte, gab Vater zur Antwort: „hast Du keine Tampons mit“?

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Der Kleine sieht aus wie der Junge „Oskar“ aus der „Blechtrommel“. Gleich könnte er anfangen zu schreien.

Mutti 4 fragte mich gerade, ob ich genügend Ruhe zum Schreiben habe. Jetzt höre ich auf mit Schreiben. Ich habe genug Theater heute. Der Sommerurlaub muss noch warten.

saisch – ist ein Wort aus dem Harz. Das kannte ich noch nicht.

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Kleiner Aufkleber – große Verwirrung

Gestern wurde ich bei der Fahrt in die Lutherstadt Wittenberg, völlig verblüfft. Von Halle entlang der Bundesstraße 100 kommend führte der Weg in die Ortschaft „Eutzsch“ der Stadt Kemberg.

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Am Ortsende, bei dem flüchtigen Blick zur Ortsausgangstafel, glaubte ich der Sehkraft meiner Augen nicht mehr. Ich „musste“ anhalten und genauer hin schauen.

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Ein kleiner Aufkleber auf den „E“ bewirkt ein ganz anderes Wort. Statt Eutzsch liest man jetzt Futzsch.

Ein gut geschulter Sachse bringt das Futzsch mit der Eigenschaft „kaputt“ auf einen Nenner.

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1. Kalenderwoche 2017

Der Jahreswechsel ist geschafft, die erste Arbeitswoche ist Geschichte, den ersten Schnee haben wir überstanden. Alles im Jahr ist ein wenig jungfräulich und doch so vertraut.

Und dann dieses gebetsmäßige „gsundes neues Jahr!“ oder so, ist völlig abartig! Vor Weihnachten „frohes Fest“, nach Weihnachten „guten Rutsch“ und Neujahr bis zum Februar diese 3 Worte. Es ist nicht zu fassen! Und alle machen da mit!

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Hat man dann auch noch einen Sack voll „artige Kolleginnen“ ist das Glück völlig perfekt. Das ganze Jahr über nerven sie gehörig, doch manchmal merken sie es selbst. Die weibliche Ironie kennt keine Grenzen.

Das neue Jahr fängt so an wie das alte Jahr geendet hat. Die geöffnete Sektflasche von „damals“ passte am ersten Tag des Jahres perfekt zum Frühstück. Das könnte als Programm für 2017 herhalten. Wenn … ja wenn ich nicht ab und an mal „doofen“ Ideen aufsitzen würde.

Die  erste Woche verlief unspektakulär. Jeden Tag ins Büro und jeden Abend zu Hause auf dem Sofa. So oder ähnlich muss sich das Rentnerdasein anfühlen. Gruselig!

Selbst der samstägliche Gang zum Markt hatte etwas gespenstisches an sich. Der Domplatz fast verwaist, weil sich bei dieser Kälte nicht mal der Eiermann hinter der Ofenbank vor wagte. *Weichei“!

Deshalb musste Frau mit kleinen Eiern backen.  So fängt das Jahr gut an!

Wo wir gerade beim Backen sind … am Freitag bekam ich dann doch noch ein nachträgliches Weihnachtspacket mit herrlichen Plätzchen. Die besten Plätzchen überhaupt! Herzlichen Dank für diese Überraschung!

Und so sehen kleine Eier und leckere Plätzchen aus:

Zurück zu den „doofen Ideen“. Weil mein Körper nun schon erheblich mehr als ein halbes Jahrhundert immer gute Dienste geleistet hat, will ich  ihm etwas gönnen. Nicht ohne ein mulmiges Gefühl in der Magengegend, werde ich am Freitag ins Kloster gehen. Das ist kein wirkliches Kloster mehr, war jedoch bis zur Reformation ein Zisterzienkloster.

Mitten in der Walachei, hinter einem vorgelagerten Wäldchen am Rande des Thüringer Beckens, werde ich meinem Freund und Wegbegleiter eine Woche Fasten gönnen. Wohl wissend dass er kein Problem damit hat.

Aber ich! Denn nichts ist schlimmer als Hunger! Hunger macht böse!

Und doch werde ich ihm diese Auszeit gönnen. Daran können auch die besten Plätzchen und die kleinsten Eier nichts ändern.

Jetzt wird mir gerade schlecht.

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Blaumannspruch

„Kannst Du für eine halbe Stunde so tun, als wärst Du beschäftig?“

„Ich gehe jetzt mit den anderen essen und dann komme ich zu Dir.“

Das habe ich mitgehört, als zwei Arbeiter im Blaumann, telefonierend an mir vorbei gingen.

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Sie sind schon unter uns …

… komische Gestalten mit rätselhaften Kisten, die sich verdächtig benehmen, sind schon direkt unter uns.
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Sie tarnen sich mit seltsamen Gewändern und verhüllen ihre Konturen mit Nebel, der aus komischen Töpfen kommt, die dort rausragen wo wir unsere Nasen haben. Es gibt jedoch Hoffnung! Denn eine als Frau getarnte Kreatur der NSA ist ihnen schon auf den Fersen.
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Mit altmodischer Kamera vollführt sie einen Kriegstanz um die fremden Wesen. Diese Abschreckungstaktik hat zwar im Vietnamkrieg nicht gewirkt, aber bei den hier entdeckten Primitivlingen könnte das ausreichen. 

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Nächtliche Ruhestörung

Heute morgen vor 6 Uhr.
Ich befinde mich im warmen Bett und beginne langsam mit der Aufwachphase.
Dann hämmert es wie ein Maschinengewehr.
Pause.
Und wieder dieses helle Hämmern.
Schon bin ich hellwach, der nervige Ton treibt mich aus dem Bett.  
Rein in den Morgenmantel und Kontrolle auf dem Balkon. Das Hämmern ist sehr klar zu hören.
Meine Augen verengen sich zum Jägerblick und erfassen den Störenfried.
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Es ist ein Specht!   
Der Kerl hängt an der Fassade des Nebengebäudes und hämmert lustig auf die Styropur-Dämmung.
Ich kann es kaum glauben und versuche ihn mit der Kamera einzufangen.
Die Bilder werden nicht gut. Schon gar keine Nahaufnahmen.
Dann lässt der Kerl die Fassade in Ruhe und sucht sich hoffentlich einen der vielen großen und alten Bäume.
Ich musste mal wieder erkennen, das nicht nur die Weibsen nervig sein können. 

„Warum tun die Spechte das?

Offenbar erwecken die Fassaden bei den Tieren den Eindruck eines Baumes: Die raue Struktur des Verputzes gleicht der Baumrinde. Das Dämmmaterial hat in etwa die gleiche Konsistens wie weiches, vermodertes Holz. Und beim Trommel auf Styropor hört es sich ähnlich an wie beim Trommeln auf hohlem Holz. Findet der Specht dort auch noch Insekten, fühlt er sich gleich heimisch und untersucht auch die tieferen Schichten unter der „Rinde“. Wird eine frisch verputzte Wand durch einen Specht aufgehackt, ist dies natürlich sehr ärgerlich.“
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