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Mal wieder im Burgtheater Dessau-Roßlau

Zunächst kann ich behaupten das mir der Ruhestand richtig gut tut. Das Gefühl nicht mehr zu müssen, nur noch zu können, ist beruhigend. Deshalb habe ich auch gern ein Projekt übernommen, indem ich alle Freiheiten habe. Das ist irgendwie ein Hobby für mich und Abwechslung zugleich.

Von Mitte Juni bis Mitte November durch das Bundesland Sachsen-Anhalt fahren und mit vielen Bekannten zu verhandeln, ist für mich fast ein Heimspiel. Und so komme ich auch wieder nach Dessau und kann mich freuen, mal mit meiner treuen Begleiterin die gute Unterhaltung zu genießen.

In diesem Sommer wurde das Schauspiel „Pension Schöller“ gegeben. Es ist schon eine gute Tradition im Sommertheater im Burgtheater Roßlau ein unterhaltsames Schauspiel zu besuchen. Und damit wir ganz entspannt Spaß haben konnten, hat mich meine charmante Begleiterin mit dem Auto von Hotel abgeholt. Kulinarisch aufgebrezelt haben wir uns im Restaurant Kornhaus zu Dessau, direkt am Elbufer. Die Kulisse am ruhig dahin ziehenden Fluss, gepaart mit gutem Essen und einem Glas Wein brachte uns in die richtige Stimmung.

Das Schauspiel war kurzweilig und witzig. Und natürlich kam ich zum Schluss wieder ins frieren. Am Tag mehr als 30 Grad Wärme, dann am Abend gerade mal 18 Grad, das ist doch ein Grund zum frösteln.

Vielleicht ergibt sich ja auch im nächsten Jahr eine Gelegenheit für einen neuen Besuch im Burgtheater.

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Mobbing

Am Mittwoch musste ich schon um 6 Uhr zu einem Termin im Norden von Thüringen fahren. Ich stellte also meinen Wecker auf 5:30 Uhr, dann duschen, Kaffee in eine Thermostasse und los.

So früh auf der Strasse sein zu müssen, ist nicht meins. Es wurde trotzdem ein guter Tag, auch wenn ich die gesamte Tageslichtzeit mit 2 Weibsen im Auto auskommen musste.

Heute am sehr frühen Morgen klingelte mein Wecker und ich stand wie immer auf. Erst ins Bad, dann in die Küche, den Kaffee für Frau aufbrühen. Ein Blick zur Uhr verrät, es ist erst 5:40 Uhr. Normal stehe ich 6 Uhr auf. Ach … wegen 20 Minuten muss ich mich nicht ins Hemd machen, so meine Gedanken. Und so döste ich vor mir hin, um dann wieder ins Bett zu gehen.

Dazu kam ich aber nicht. Denn … meine Frau kam in die Küche, um mir lauthals mitzuteilen, das es noch nicht  6 Uhr ist.

Ich bekam den Schreck meines Lebens! Ich wurde bestialisch aus meiner Döserei gerissen, es hätte auch ein Herzinfarkt werden können! Und DASS … wegen 20 Minuten zu früh aufstehen! Ich fasse es nicht! Toleranz ist männlich!

Langsam wird mir klar, warum Männer früher sterben.

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Auslüften

Der Kopf ist die Zentrale des Menschen. Das ist auch bei Frauen so?

Ich musste mal raus!

Schellroda liegt ungefähr 200 Meter höher wie meine Behausung. Das Daberstedter Feld in Erfurt, dort wo ich wohne liegt auf 200 Meter Höhe zu NN. Man konnte also vermuten, dass auf ca. 400 Meter über NN schon die eine oder andere Schneeflocke herum liegt.

Aber es kam ganz anders. Kein Schnee, nur scharfer Wind, der an freien Stellen mir den Hut vom Kopf wehte. Dafür gab es Pilze wie zu besten Herbstzeiten.

Das feucht kühle Wetter war gerade richtig für mich, denn es hält die Sommerfrischler davon ab, die Ruhe im Wald zu stöhren.

Von Haus aus kenne ich gefühlt ca. 20-30 Pilzarten. Die meisten davon kann man essen. Doch die gefundenen Pilze kenne ich nicht und stufe sie für mich als ungenießbar ein.

Sicherlich werden meine geringen Pilzkenntnisse, meinen Gaumen so einige Genüsse verwehren. Sicher ist eben sicher!

Im Wald findet man auch Holz, denn dort wird fleißig am Nadelholz gerodet. Ganze Schneißen wurden geschlagen. Das Reißig bleibt liegen, das kann man zum Abdecken der Pflanzen nutzen.

Frisch ausgelüftet knurrten mich grimmige Rinder an. Sie müssen wohl noch etwas länger auf den Alm-Abtrieb warten.

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Männergespräch

Heute war ich wieder mal beim Zahnarzt. Er musste mir nicht weh tun, also konnte ich leichten Fußes dort hin gehen. Dann erstaunte mich der Zahndoktor. Er war von dem leuchtend blauen Hemd, welches ich heute an habe beeindruckt. Er sagte „das ist ein sehr schönes und modisches Hemd“. Verblüfft erwiderte ich „mich erstaunt ihre Beobachtungsgabe. Männer konzentrieren sich doch eher auf die bevorstehende Aufgabe und nicht was ein anderer Mann an hat.“

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Dann outete er sich als Hemdenliebhaber und Träger, so wie ich auch einer bin. Nun kam schnell die Rede auf das unleidige Hemden bügeln. Aus meiner einjährigen Erfahrung als Wunschsingl nach mehr als 30 Ehejahren, berichtete ich, wie schwer mir das Bügeln gefallen ist. Als ich dann eine Reinigung fand, die für 1,90€ ein Hemd gewaschen und gebügelt hat, gab ich immer Pakete zu 10 Stück dort ab und konnte Tag und Nacht die Hemden dort abholen. Sie hatten einen Automaten, der mit einer Chipkarte (man bekommt sie bei der Abgabe und gleichzeitigen Bezahlung) die Aushändigung der Hemden vorzüglich vollbrachte.

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Das interessierte ihn sehr. Denn Herr Doktor muss seine Hemden selber bügeln. Immer sonntagnachmittags, 10 Hemden am Stück. Pro Hemd braucht er 20 Minuten, also ist der Nachmittag futsch. Er hat vor mehr als 3 Jahren mit seiner Frau gewettet und diese verloren. Er war sich so sicher diese Wette zu gewinnen und hat als Wetteinsatz das Hemden bügeln eingebracht. Seither bügelt er. Doch wenn er die Hemden zusammen legt, ist das nie so korrekt wie es seine Frau machte.

Ich würde ja mal mit Frau reden. Denn jetzt ist die blöde Wette schon so lange her und im Schrank sieht es seither „Schei…“ aus, sagte ich ihm. Oder doch die Reinigung in Anspruch nehmen. Wir unterhielten uns dann noch darüber, wo Mann am besten Klamotten einkaufen kann und welche Stoffe wir bevorzugen. Es gibt ganz selten Männer, mit denen man über solche Themen reden kann.

Die ganze Zeit stand seine Sprechstundenmutti mit großen Augen daneben und musste wohl aufpassen nicht gleich loszuprusten. Dann meldete sie sich zur Toilette ab. Frauen verstehen eben keine Männergespräche, woher auch!

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Frauen!!!

Ich wollte einfach mal höflich sein und nicht gleich wieder „WEIBER“ schreiben.

Gestern in der Mittagspause konnte ich nicht wie immer zu Hause Mittag essen. Denn … meine Frau hatte schon Urlaub und war zu Hause. Deshalb fuhr ich zum Globus-Markt um einen kleinen Döner zu essen. Dabei kam ich auf den Gedanken mein Bargeld aufzufüllen. Also rein in den Markt und Richtung EC-Automat gehen. Von der anderen Seite kam eine Frau so zwischen 45-50 Jahre mit Einkaufswagen in den Markt, stellt sich vor dem Auszugsdrucker und den Wagen vor den EC-Automat. Als ich am Automat angekommen war, schob ich den Wagen weg. Die Frau, immer noch mit dem Ausdrucken der Kontoauszüge beschäftigt, fauchte mich an, sie wolle gleich an den EC-Automat. Das hat mich nicht gestört Geld abzuheben. Sie musste dann eben eine Minute warten.

Oder… vor Wochen passiert: Lutherstadt Wittenberg an der HEM-Tankstelle. Ich tankte dort und kaufte eine Autowäsche. Danach fuhr ich mit dem Auto um die Tanke und wollte waschen lassen. Die Waschstraße war gerade frei. Als ich um die Ecke kam, fuhr eine Frau mit ihren Wagen vor die Waschstraße, stellte das Auto davor ab und ging gemütlich in die Tanke. Ich hatte verständlicherweise einen dicken Hals! Ihr Auto stand so vor dem Automaten, dass ich gerade noch umfahren konnte und etwas schief zwar, aber in der Waschstraße stand. Als ich den Automaten betätigte, kam sie wieder aus der Tanke und erstarrte zur Salzsäule. Die Gesichtsmuskel verkrampften sich zur Faust. Zu mir sagte sie nichts, doch sie hätte mich gern gebissen oder so. Ab dann hatte ich einen schönen Tag! 😉

WEIBER!!!!

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Ein ganz normaler Nachsonntag

Alles fing schon am Freitag zuvor an. Die telefonische Absprache für das Treffen am Montag endete mit 10:00 Uhr am Markt der Kleinen Stadt, oder nein wir können uns auch an der Käsescheune treffen. Ende der Worte. Alles klar, am Montag 10:00 Uhr an der Käsescheune der kleinen Stadt.

Montag … Ich hatte Zeit. Brauchte man doch maximal 1 Stunde von Erfurt zur kleinen Stadt. Autobahn war nicht nötig, entlang der Bundesstraßen fährt man viel gemütlicher. Vor Weimar war die Bundesstraße komplett gesperrt. Jetzt musste ich auf Landes- und Kreisstraßen zurückgreifen. Alles kein Problem. Dann der nächste Rückschlag. Die B 85 in Buttelstedt ist ebenfalls komplett gesperrt. Eine großzügige Umleitung über Apolda war ausgeschildert. Mein Navi meldete die Ankunft in der kleinen Stadt gegen 9:35 Uhr. Zuerst fuhr ich auf den Markt, weil er der zentrale Platz der Stadt ist. Dann erinnerte ich mich an die Absprache am Freitag und fuhr zum Platz an der Käsescheune.

In aller Ruhe bereitete ich mich und das Fahrzeug auf den Arbeitstag vor. Die Messgeräte funktionierten fehlerfrei, alle Akkus waren komplett geladen. Zufrieden steckte ich mir eine Zigarette an und musterte das umliegende Treiben. Kurz vor 10 Uhr wurde ich schon ein wenig unruhig, weil sie sonst immer pünktlich zur Stelle war. Ungewöhnlich für eine Frau.

Kurz nach 10 Uhr klingelte das Telefon:

Sie: „Wir sind am Markt!“

Ich: „An der Käsescheune war ausgemacht.“

Sie: „Mist! Was machen wir jetzt?“

Ich: „Ich komme zum Markt.“

Bei unserem Termin um 11 Uhr in einer Behörde spielte sich dann folgendes ab:

Auf den Weg zum Chef dort, traf ich ihn auf der Treppe. Er schaute mich ungläubig an und sagte dann etwas verdattert: „Herr R. haben wir heute einen Termin?!“

Ich: „Am Freitag baten sie mich noch den Termin von 10 Uhr auf 11 Uhr zu verlegen.“

Er: Suchte im Terminkalender und erschrak. 9 Uhr hatte er einen Termin außerhalb der Behörde, weswegen mein Termin um eine Stunde verschoben worden ist. Das hatte er auch schon vermasselt. Und weil meine Kollegin immer mal sticheln musste, um ihn zu ärgern, gab ich dem Herrn mir gegenüber die Geschichte unserer Abstimmung für das Treffen preis. Dann war Ruhe an der weiblichen Front.

Für den Abend hatte ich eher Ruhe angedacht, schon weil es ihr offensichtlich nicht so gut ging. Jedenfalls tagsüber. Ich hatte wieder im Hotel nahe des Zentrums der großen Stadt gebucht. Die Kollegin wohnt ca.10 Minuten davon entfernt, was wir schon öfters für einen kulturellen Abend oder zum Plaudern bei einem Gläschen Wein nutzten. Ich genieße  diese  Abwechslung  und Aufmerksamkeit gern. Ruhige Abende  im Hotel oder allein im Biergarten habe ich zuhauf.

Sie wollte am Fluss spazieren gehen und etwas Leichtes essen. Ein Süppchen beim Vietnamesen zum Beispiel. Sie kennt aber meine Abneigung zu asiatischen Lokalen. Deshalb wirbt sie schon einige Jahre für einen Besuch beim Vietnamesen. Jetzt hatte sie mich soweit.  Als ich im Hotel war, rief sie an, sie gehe jetzt zu Hause los. Also ging ich auch los.

Wir treffen uns wie immer am Kreisverkehr, Richtung Altstadt. Hatte ich gedacht. Erst essen gehen, damit die Speisen noch verdaut werden können und dann die Bewegung am Fluss entlang. Doch sie kam nicht. Meine Platzierung ermöglichte es alle 5 Straßen einzusehen. Nach einer Weile rief ich sie doch an. Es war wie es kommen musste. Sie wartet am Hotel, das ich endlich raus komme und ich war am Kreisverkehr, der ca. 600 Meter davon entfernt ist.

Weil die Denke einer Frau völlig von meiner abweicht. Erst spazieren am Fluss um die Sonne noch zu nutzen, dann essen gehen. Das Hotel liegt näher am Fluss, deshalb ist sie dorthin gegangen. Wenn sie es eindeutig  kommuniziert hätte, in welcher Reihenfolge was passieren solle, hätte meine Logik wegen dem späten Abendessen gestochen. Verstehe einer die Frauen!

Das Ende vom Lied: Wir sind am Fluss spazieren gewesen, weil ich auf das Abendessen verzichtete. (Vietnamese  muss nun wirklich nicht sein) Das Wetter zwang sie jedoch einen kurzen Spaziergang zu machen und so landeten wir in einer Kneipenstraße, wo sie etwas gegessen hat und ich den Wein probierte.

Ein ganz normaler Nachsonntag, also!