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Sonntag, 29. Juni 2025

Ein "Rest" von 30 cm

Ist definitiv kein Rest, sondern ich habe mal wieder einen Fehler gemacht. 😐Ich habe mir mal wieder eine neue Tasche genäht, da meine alte schon ganz schön abgerapt ist. Wieder habe ich mir ein Taschennähset bei Smaragdtaschen bestellt (Werbung, auch wenn ich alles selbst bezahlt habe). Ich bin nicht der Taschennäher, aber mit diesen Sets gelingt es auch mir - halbwegs.

Das Nähen war mal wieder ein Nähen mit Hindernissen, seien es vertauschte Teile gewesen, ein falsch positionierter Magnetknopf, bzw. eines Teils davon, vergessene Nähte beim Absteppen des Reißverschlusses und gipfelte am Ende in einem "Rest" Gurtband, der eigentlich kein Rest war, sondern das Gurtband, welches auf die Taschenklappe aufzunähen war. 

Ja, ich habe dort ein Gurtband aufgenäht, welches ich ganz beherzt von dem langen Gurtband abgeschnitten habe. Im Ergebnis dessen ist m ein Gurtband leider zu kurz, so dass ich die Tasche nicht überkreuz tragen kann. Aber diesen Fehler kann ich beheben, ich werde mir einfach ein neues Gurtband kaufen. 😂

Naja, ich wäre nicht ich, wenn ich nicht solche Hindernisse in meine Nähaktionen einarbeiten würde. Glatt und einfach kann ja jeder!


Ich habe mich wieder für grauen Oilskin entschieden, ich finde, Oilskin ist ein schönes Material für Taschen. Dieses Mal war mein Material auch noch richtig ölig, ich musste immer wieder die Hände abwischen.

Die vordere Taschenklappe wird mit einem Magnetdruckknopf verschlossen. Allerdings habe ich das innere Teil viel zu hoch angenäht. Ja, ich konnte die Tasche damit verschließen, aber der obere Rand wäre dann um einige Zentimeter umgeknickt gewesen. Ich hatte die Tasche zunächst so verschlossen, aber das sah nicht wirklich schön aus und so habe ich geguckt, wo ich am einfachsten an den Knopf drankomme (schließlich war die Tasche zu diesem Zeitpunkt schon komplett fertig genäht).
Ich habe die vordere Taschenklappte an der Seite aufgetrennt und dann da reingegriffen und den Magnetknopf versetzt. Es war ein bisschen eine Fummelarbeit, aber am Ende hat sie sich gelohnt.

Man sieht, mein Teil saß an der völlig falschen Stelle. 😂Nachdem ich es versetzt hatte, hatte ich aber zwei Löcher im Stoff. Diese habe ich mit einem Label verdeckt. Zum Glück hatte ich eines, welches nicht breiter war als das Gurtband und das habe ich dann aufgenäht.
 
Auch wenn das mal wieder "Nähen mit Hindernissen" war, ist meine Tasche schön geworden und vielleicht habe ich Glück und bekomme morgen in Wernigerode farblich passendes Gurtband. Dann kann ich das Gurtband ändern und meine Tasche vernünftig tragen. Eigentlich hatte ich überlegt, sie mit nach Wien zu nehmen. Dorthin werde ich aber die alte Tasche mitnehmen, da diese geräumiger ist. Es soll ja doch ziemlich warm werden in der kommenden Woche und da ist es mir wichtig, Wasserflaschen in der Tasche verstauen zu können.

Überhaupt Wien: Ich habe heute noch einmal auf der Buchungsseite geguckt und dort so einige Angebote für den Urlaub vorgeschlagen bekommen und habe dann noch Tickets für die Lichtshow in der Votivkirche und für das Obere Blevedere gebucht. Dann werden wir am Dienstag vor Klimts Kuss stehen. Oh, darauf freue ich mich schon sehr. Überhaupt freue ich mich wie verrückt auf unsere Mädelsurlaub, das wird bestimmt toll. Und ja, ich bin im Urlaubsmodus: Ich habe gestern und heute - für meine Verhältnisse - richtig, richtig lange geschlafen, nämlich bis halb, dreiviertel sieben. Das ist ein richtig schönes Gefühl. 😍

Samstag, 22. Februar 2025

Tasche voll Glück

Steffen muss ja am Montag wieder in's Krankenhaus (schön, dass er am Wochenende zu Hause war, da passiert im Krankenhaus eh nix). Er hatte sich auch eine Fernsehkarte gekauft, aber irgendwie funktionierte das nicht so richtig. Steffen guckt gern Fernseh und hat überlegt, wie er das besser machen kann. Ihn hat es geärgert, dass das Fernsehprogramm nicht gut lief. Also hat er sich überlegt, ein Tablet mitzunehmen. Dazu hat er mein altes bekommen, für das ich damals die Hülle mit Tastatur bekommen habe. Mein Tablet kann er gern haben, nicht aber meine Hülle. 😂

Also habe ich heute überlegt, dass ich ihm dafür eine Hülle nähe. Farbwunsch war rot und blau. Stoffe aussuchen hat er dann aber mir überlassen. Die, die ich ausgesucht hatte, habe ich dann aber doch von ihm absegnen lassen.

Die Hülle habe ich wieder so genäht, wie die anderen beiden vorher aus. Auch wenn ich die schon zweimal genäht habe, musste ich doch erst mal wieder im Netz suchen, wie der Reißverschluss eingenäht wird. Ich werde mir das jetzt mal aufschreiben (vielleicht wäre das eine Gelegenheit, noch so ein Spatzjournal zu nähen 😉 und da dann solche Dinge aufschreiben).

Ich finde, die Farben passen wirklich gut zusammen (erst war ich ein wenig skeptisch). Die kleine Tasche ist so groß, dass sogar das Handy mit reinpasst. Da kann Steffen dann den Stecker und das Ladekabel verstauen.
Auf der Rückseite habe ich in der Naht ein Label mit eingenäht, Tasche voll Glück fand ich irgendwie passend. Beim Quilten habe ich eine Botschaft eingequiltet, Katharina hat sie gelesen und wäre fast geplatzt, am liebsten hätte sie es Steffen sofort gesagt, aber er sollte es selber lesen. Ich glaube, das hat sie ganz schön Anstrengung gekostet, es nicht zu verraten. 😉 Sie ist wirklich richtig niedlich in ihrer Art. 

Steffen hat die Botschaft allerdings nicht entdeckt. Katharina hat ihm gesagt, dass das schön gequiltet ist. Seine Antwort war "Ja, ist schön gequiltet." "Oh Papa...". Wir haben ihm dann gesagt, dass da was steht und dann hat er es gelesen und sich doll darüber gefreut. Ziel erreicht! 😍
Ein kleines bisschen ärgert es mich, dass ich mein Teil - nach dem geraden Einnähen der Tasche - schief zurecht geschnitten habe. Enn man genau hinguckt, ist die Tasche schief. Aber ich habe jetzt beschlossen, mich darüber nicht mehr zu ärgern. Wichtig ist, dass Steffen die Tasche gefällt und er sich darüber gefreut hat.

Donnerstag, 15. August 2024

Oh diese Reißverschlüsse

Als wir im Urlaub waren, habe ich festgestellt, dass sich meine Tasche, die ich mir im Herbst 2022 genäht habe, so langsam auflöst. Darüber war ich schon ein wenig traurig, aber verständlich ist es allemal, denn ich habe ich Tasche täglich genutzt. Nunja und da darf sie sich irgendwann auflösen. Sie hat ihren Dienst getan.

Das ist doch jetzt mal ein Grund, mal wieder nach einem Taschennähset zu gucken. Dieses Mal habe ich mich für eine Tasche entschieden, die sowohl einen Riemen zum Umhängen, als auch Henke zum über der Schulter tragen hat. Meist trage ich die Taschen quer umgehängt, allerdings ist das ungünstig, wenn ich ein Kleid oder einen Rock trage, denn dann scheuert die Tasche immer am Rock und der "krabbelt" dann an der Tasche hoch.

Das Nähen mit den Nähsets geht richtig gut, es ist im Set alles enthalten und die Stoffe sind schon passend zugeschnitten. Da ich diese Art von Tasche bisher noch nicht genäht hatte, musste ich natürlich genau gucken. Ich bin die Anleitung Schritt für Schritt durchgegangen, das hat sich bezahlt gemacht. Das einzige, was mich fast an den Rand der Verzweiflung gebracht hat, war der Reißverschluss. Beim ersten Mal habe ich getrennt, da das Futter verrutscht ist.
Auch wenn es nur ein, zwei Millimeter sind, hat es mich doch gestört und ich habe alles wieder aufgetrennt. Dann habe ich den Reißverschluss an einigen Stellen ein wenig mit doppelseitigem Klebeband festgeklebt. Das ging dann auch ganz gut. Der Reißverschluss war nun gerade eingenäht und das Futter passte auch gut. Aber der zweite Reißverschlussteil passte nicht wirklich zum ersten:
Ich habe dann erst einmal die anderen Sachen genäht. Eigentlich hatte ich gehofft, die Tasche an einem Tag beenden zu können, aber dafür waren es einfach zu viele Schritte. Also bin ich am nächsten Morgen in's Wohnzimmer umgezogen und habe, als alle noch geschlafen haben, an meiner Tasche weiter genäht getrennt. Ja, den Reißverschluss habe ich ein weiteres Mal aufgetrennt und neu, dieses Mal passend eingenäht.
So sieht es doch viel besser aus und ich konnte absteppen. Dabei bin ich allerdings einmal vom Wege abgekommen und habe einen ziemlichen Bogen gesteppt. Ja, auch den habe ich noch einmal aufgetrennt, wenn ich schon trenne, dann eben richtig!
Manchmal stehe ich mir aber auch selber im Weg und muss über mich selber den Kopf schütteln. Naja, auch wenn ich nun x-mal trennen musste, am Ende hat es sich gelohnt und der Reißverschluss ist so, dass er mir gefällt.
Der Rest der Tasche war dann tatsächlich schnell genäht und seitdem ist die Tasche täglich im Einsatz. Ich wollte gern ein paar schöne Fotos machen und so haben wir - nachdem wir geguckt haben, wo Johannes künftig zur Berufsschule geht - im Kloster Drübeck angehalten und haben dort auf die Schnelle ein paar schöne Fotos gemacht.
Auf diesem Foto ist auch die Farbe der Tasche ganz gut wieder gegeben.

Die Tasche ist sehr schön groß und geräumig und hat viele kleine Taschen. Das finde ich, bei größeren Taschen, sehr gut, denn die sind bei mir immer wie ein schwarzes Loch, darin verschwindet alles...

Rückseitig hat die Tasche eine kleine Tasche, die mit einem Magnetknopf verschlossen wird.

Gut kann man die vier Innentaschen erkennen, eine für's Handy, für Handcreme, Kopfschmerztabletten, Schlüssel, meinen kleinen Engel... Alles, was ich brauche, hat nun einen festen Platz bzw. eine eigene Tasche und seitdem suche ich auch viel, viel seltener, nämlich bisher gar nicht, meinen Schlüssel. Wenn ich daran denke, wie oft ich meine Tasche schon komplett irgendwo ausgeräumt habe, weil ich meinen Schlüssel  nicht gefunden habe. Das hat nun offenbar ein Ende gefunden. Kurz: Ich bin happy mit meiner neuen Tasche und wenn sie auch wieder fast zwei Jahre hält, ist es doch perfekt.
Ich werde mir noch ein passendes Portemonnaie nähen, das Set liegt schon hier, aber das wird noch ein wenig dauern.

Mittwoch, 10. April 2024

Glück muss man haben

Ich hatte ja kürzlich berichtet, dass ich mir ein Tablet gekauft habe, damit ich die Lehrgangsunterlagen mit nach Leipzig nehmen kann. Bei der Bestellung wurde angezeigt, dass man eine Tablethülle bekommen würde, allerdings nur, solange der Vorrat reicht. Naja, da ich solchen Dingen doch eher skeptisch gegenüber stehe und nicht ohne Hülle sein wollte, habe ich mir sicherheitshalber gleich eine Hülle mit gekauft. Als das Tablet kam, wurde erneut der Hinweis auf die Hülle angezeigt und ich dachte mir, was kann mir schon passieren, also registriere ich mich dort mal. 

Gesagt, getan, vergessen. 

Bis ich vor zwei Tagen eine E-Mail bekam, dass mein Status in der Prämienbestellung auf akzeptiert und ausgeliefert geändert worden ist. Damit hätte ich ja nun gar nicht gerechnet, zumal auf der Seite stand, dass es, wenn ich es richtig im Kopf habe, nur 10.000 Cover gab. Und heute kam dann das Paket, ich war mächtig neugierig, um welches Cover es sich handelt und als Katharina meinte, das wäre eines mit Tastatur, konnte ich es gar nicht glauben. Aber ja, sie hatte Recht:

Tja, nun habe ich für mein Tablet auch noch eine Hülle mit Tastatur. Ich freue mich riesig darüber und was glaubt ihr wohl, auf welchem Gerät ich gerade diesen Blogbeitrag schreibe? Ja, genau, auf dem kleinen Tablet. Gut, die Tastatur ist sehr klein, aber das ist beim Tablet nun mal so. Ich denke, daran werde ich mich gewöhnen und ich will es ja nicht nur noch benutzen, aber so kann ich vielleicht auch mal von unterwegs etwas im Blog schreiben, das Handy ist dafür doch eher ungeeignet.

Es gab nur ein winzig kleines Problem: Mit dem neuen Cover passte das Tablet nicht mehr in die Hülle, die ich vor ein paar Wochen genäht hatte. Also habe ich heute, ich habe ja schon Urlaub (vor den Prüfungen), eine neue Tasche genäht. Ich habe sie ein bisschen größer genäht und auch den Reißverschluss ein wenig anders genäht. Sonst ist die Tasche genau wie die andere.
Stoffmäßig habe ich mich wieder für einen Reprostoff entschieden, die Akzente setzt ein Oakshot, den ich probehalber für den Vesta-Quilt bestellt hatte. Ich habe mich dafür ja nun doch für andere Stoffe entschieden, aber so kommen die, doch recht teuren Stoffe, gut zum Einsatz.

Am oberen Reißverschluss habe ich zwei kleine Blenden angenäht, so geht der Reißverschluss nicht bis in die Seitennaht und ich finde, so sieht es ein wenig schöner aus.
So, jetzt habe ich meine Freude mit euch geteilt und nun gucke ich mal noch ein wenig in die Unterlagen, parat liegen sie ja schon und ein klein wenig habe ich auch schon gelernt.


Sonntag, 24. März 2024

Taschennäher - ja oder nein

Ich behaupte ja immer, dass ich kein Taschennäher bin, allein die vielen unterschiedlichen Dinge, die man für eine schöne Tasche braucht und dann die kleinen Teile und Reißverschlüsse einnähen und da ein Knopf und dort noch was und dieses Vlies und jene Einlage. Nein, das ist nichts für mich. Es gibt Taschen, die finde ich so schön und am liebsten hätte ich sie, aber wenn ich an die Probleme denke, die sich dann für mich immer ergeben, lasse ich lieber die Finger davon. Eine solche Tasche war die A Place for Everything, die ich im Januar 2021 genäht habe. Meine Güte, was hat die mich an Nerven gekostet. Wobei ich aber sagen muss, dass mich diese Tasche schon oft begleitet hat und die mag ich gern. 

Als ich jetzt die alten Beiträge gesucht habe, habe ich gelesen, dass ich auch den Schnitt für die Tasche Catch al Caddy gekauft habe. Ob ich den noch finde? Naja, nach den Prüfungen möchte ich ja meine Nähsachen sortieren, das scheint tatsächlich dringend notwendig zu sein. Ich bin gespannt, was ich da für Schätze finde. 😂

Prüfungen ist das Stichwort, nur noch drei Wochen, dann bin ich wieder in Leipzig, einerseits freue ich mich, auf die Stadt, darauf, meine Ruhe zu haben, andererseits bin ich auch etwas angespannt. Habe ich ausreichend Wissen in meinem Kopf, um das zu schaffen, müsste ich vielleicht noch mehr lernen?

Wir haben ja in dem Fernstudium vier Semester und für jedes Semester haben wir einen Ordner mit den Unterlagen bekommen, diese Ordner sind bei mir inzwischen auf fünf oder sechs - glaube ich - angewachsen. Ich hätte die Unterlagen schon gern in Leipzig dabei. Ob ich abends nach der Prüfung tatsächlich noch in die Unterlagen gucke, weiß ich nicht, aber einfach zu meiner Beruhigung und Sicherheit, aber wenn ich die ganzen Unterlagen mitnehme und dann auch noch Sachen für eine Woche, muss ich ja mit zwei Koffern anreisen.

Mir fiel dann ein, dass jemand aus dem Kurs für sich die Unterlagen eingescannt hatte, das war doch eine passable Idee. Meine erste Idee war, die Dokumente auf dem Handy zu speichern, aber das ist dann doch ein wenig klein und so habe ich nach einem günstigen Tablet Ausschau gehalten und auch eines gefunden. Freitag habe ich dann nach dem Feierabend die Unterlagen eingescannt und zu Hause bearbeitet. So kann ich nun immer auf dem Tablet schnell mal eine halbe, dreiviertel Stunde in den Unterlagen lesen.

Da ich für das Tablet noch keine Speicherkarte habe (und wenn ich sie dann habe, weiß ich auch noch nicht, wie die die Dateien vom Stick auf das Tablet bekommen soll), muss der Stick beim Arbeiten immer im Tablet sein. Damit der mir nicht verloregen geht, habe ich überlegt, dass eine Tasche für das  Tablet sinnvoll wäre. Also habe ich gestern nach einen Schnitt gesucht und auch einen gefunden, der mir gefiel. Wichtig war mir, dass ich die Tasche mit einem Reißverschluss schließen kann. Von meiner Taschennäherei 2021 hatte ich noch Schaumstoffvlies, damit habe ich die Seitenteile gedoppelt, damit das Tablet gut geschützt ist.

Vielleicht wäre beim Nähen nicht ganz so viel schief gegangen, wenn ich gesund wäre, aber seit Freitag bin ich nun so richtig erkältet, eigentlich hätte ich wohl gestern und vielleicht auch heute in's Bett gehört, aber das kann ich nur, wenn ich so fertig bin, dass gar nichts mehr geht. Es fällt mir schwer, abzuschalten und zur Ruhe zu kommen.
Solch einen Reißverschluss habe ich zum ersten Mal genäht, leider habe ich in der Anleitung nicht gefunden, wie breit die Aussparung für den Reißverschluss sein muss und so habe ich meine ein wenig zu breit genäht. Man gut, dass ich meine Plan da noch einmal geändert habe, dann ich wollte die Aussparung ursprünglich noch breiter nähen. 

Ich hätte gern einen Reißverschluss mit einem hängenden Teil am Schieber gehabt, so einen habe ich auch gefunden und eingenäht und wieder rausgetrennt. Der hatte Metallzähnchen und war schon richtig alt. Ich denke, dass das Alter der Grund war, warum er nicht mehr richtig funktionierte. Ich hatte vor vielen, vielen Jahren mal ein Konvolut Reißverschlüsse auf ebay gekauft. Ob alle nicht mehr richtig funktionierten oder nur der eine, weiß ich nicht, ich habe sie alle entsorgt. Anschließend habe ich einen Endlosreißverschluss genommen. Das ging besser. Weil meine Öffnung sehr groß war, war es schwierig, den RV mit Stecknadeln festzustecken. Ich habe dann Klebeband genommen, das ging richtig gut. 

Auch für oben habe ich den roten Endlos-RV genommen. Da habe ich zum Glück schon nach dem Einnähen gesehen, dass auch der kaputt ist und immer wieder aufgeht.

Also musste ich auch da wieder trennen, aber das ging relativ schnell. Den RV musste ich noch ein weiteres Mal abtrennen und neu annähen, da die Seitenteile sich verschoben hatten und nicht ganz übereinstimmten:

Ja, es war ein steiniger Weg. Die Seitenstreifen hätte ich zum Beispiel gar nicht gebraucht, wenn ich mich nicht vermessen bzw. auf dem Lineal verguckt hätte. Damit fing es ja schon an. Aber hey, meine Tasche ist fertig geworden und ich finde sie gar nicht so schlecht:

Es passt alles rein, was ich dabei haben muss: Tablet (sowieso), Kabel, Netzstecker, Stick und Adapter.
Für die Seiten und das Innen- und das Taschenfutter habe ich die Oakshotstoffe verwendet, die ich zunächst für den Grassiquilt bestellt hatte. Ein bisschen dekadent ist das aber schon, solch teuren Stoffe für ein Futter zu verwenden, oder?
Als ich meine Dinge in der kleinen RV-Tasche verstaut habe, habe ich gemerkt, dass auch der RV kaputt ist. Immer wieder geht er in der Mitte auf. So ein Mist. Ich habe lange überlegt, ob ich den raustrenne oder nicht, zumal die große Katharina schrieb, dass ich alles auftrennen muss, um den wieder einzunähen. Ja, sie hatte Recht, ich musste tatsächlich ganz viel auftrennen (ja, ich habe getrennt).
Und dann habe ich festgestellt, dass der kleine RV nun zur anderen Seite aufgeht, als der obere. So sollte das eigentlich nicht sein, vorher gingen beide in die gleiche Richtung auf. 😡Nein, das trenne ich jetzt nicht mehr auf, ich habe mir verordnet, das jetzt so zu lassen und damit zu leben (ich gebe zu, dass es mir ein wenig schwer fällt). Letztendlich freue ich mich aber doch sehr, dass ich es geschafft habe, eine Tasche zu nähen und dass ich nun weiß, wie sochle RV genäht werden. Das hat wirklich Spaß gemacht. Ob man vielleicht eine Tasche zum Wechseln bräuchte? 😂
Ein bisschen was würde ich ändern, wenn ich noch einmal eine Tablettasche nähe, ich würde sie ein klein wenig größer machen und dann die Reißverschlüsse nicht ganz bis zum Taschenende nähen, sondern diese mit ein wenig Stoff einfassen, so dass am Ende der Tasche Stoff und kein RV ist. Ich finde das optisch schöner, dafür müsste die Tasche aber größer werden, da der RV dann ja nicht ganz aufgeht und ich dann mehr Platz bräuchte, um das Tablet reinzupacken.
Aber so ist es erst einmal gut geschützt und ich kann alle wichtigen Unterlagen mit nach Leipzig nehmen und habe sie in der Prüfungswoche dabei und könnte, wenn ich es wollte, doch noch einmal nachlesen. Das war mir wichtig!

Samstag, 9. März 2024

Drei Jahre sind eine lange Zeit

Und manches muss eben nach langer Zeit geändert werden, besonders dann, wenn es nicht mehr schön ist. Ja, genauso war es mit meinem Portemonnaie, welches ich mir vor fast genau drei Jahren zum Beginn meiner neuen Arbeit genäht habe. Ich habe mir gerade noch einmal meinen alten Beitrag angesehen, insebsondere über den Schlusssatz musste ich schmunzeln: " Und irgendwie scheine ich mir treu zu bleiben: Neuer Start in den Berufsalltag = neues Portemonnaie... 😂". Naja, keine Regel ohne Ausnahme, denn ich habe nicht wirklich vor, mich schon wieder beruflich zuu verändern, denn ich bin glücklich auf meiner - nun schon nicht  mehr neuen - Arbeit. Aber das Portemonnaie musste wirklich ein neues werden:

Und außerdem brauchte ich ein wenig Abwechslung von meiner Beschäftigung heute früh:

Also habe ich meine Schulsachen schnell beiseite geräumt und das Nähset hervor geholt, welches schon seit einer ganzen Weile im Schrank stand. Das Set muss schon so lange im Schrank stehen, dass ich völlig vergessen habe, welche Stoffe es waren. Ich hatte ein braunes Portemonnaie erwartet, passend zu meiner Tasche (die auch schon in die Jahre gekommen ist, schließlich nutze ich die auch jeden Tag). Als ich die Federstoffe und den grauen Innenstoff gesehen habe, war ich schon ziemlich irritiert. Aber eigentlich ist es ja egal, welche Stoffe es nun sind.

Wie immer in den Nähsets sind die Stoffe schon fertig zugeschnitten und die Nähmaterialien abschnittsweise zusammengelegt. Inzwischen bin ich mit den Sets schon gut vertraut, habe ich doch schon das ein oder andere davon genäht. Mit meinem Portemonnaie bin ich auch heute fertig geworden und es passt zu meiner Bauchtasche (es kann gut sein, dass ich beide Sets zusammen bestellt habe).
Ein kleiner Fehler ist mir offenbar beim Annähen des Kartenfachs passiert, denn das müsste noch ein kleines Stück weiter unten sitzen, denn dann ist es einfacher, in das dahinter liegende Fach zu greifen.
Aber gut, nun ist es eben so, das kann ich nicht mehr ändern. Aber es stört nur ein ganz klein wenig und sicher gewöhne ich mich daran. Das Portemonnaie passt toll zu meiner Bauchtasche, es sieht richtig gut zusammen aus. Beides werde ich heute abend ausführen, wenn wir zum Fußball fahren.