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Sonntag, 19. April 2026

Geschafft!

Ja, mein Portrait ist fertig und hey, es gefällt mir gut. Sicher könnte ich das ein oder andere Detail besser oder anders gestaltet haben... Aber mein Quilt ist fertig und ich blicke mir entgegen. Ich habe mich an Reginas Rat gehalten und nur sehr sparsam gequiltet. Ob sich das als praktisch erweist, werde ich sehen.

Ich habe auf meinem Top die Details, die ich im Gesicht quilten wollte, aufgezeichnet. Dazu habe ichm ich an meinem Ausdruck orientiert. Anschließend habe ich mein Top mit Vlies und Rückseite gedoppelt, gut geheftet und sicherheitshalber noch einmal gebügelt. Ähm ja, mein Top war dann wirklich schön glatt, allerdings waren dann auch meine aufgezeichneten Linien weg, denn ich hatte mit einem Frixion-Stift vorgezeichnet. Blöd. 

Ganz schwach waren meine Linien noch zu sehen, so konnte ich die Linien noch einmal nachzeichnen, so dass ich mich daran beim quilten orientieren konnte.

Ich habe zunächst das Gesicht umrandet, um es auf den Haaren zu fixieren. Die Haare habe ich - im Gegensatz zum Gesicht - recht intensiv gequiltet, um damit die Locken darzustellen. Ich glaube, das ist mir ganz gut gelungen.

Die aufgezeichneten Falten habe ich dann gequiltet, um die Augen herum und die Grübchen am Mund. Irgendwie sah mein Quilt aber seltsam aus. Ich musste eine Weile darauf gucken und dann fiel es mir auf, dass das linke Auge nicht gut geworden ist. Das Auge selber ist von der Form her anders als das rechte (das ist auch in natura so) und hängt im Augenwinkel ein wenig nach unten. Beim Quilten habe ich dann aber noch einen "draufgesetzt" und das Auge blöd dargestellt:

Seht ihr es? Das Augte sitzt schief im Gesicht und so habe ich mühevoll die Quiltstiche wieder aufgetrennt und das Auge innen anders dargestellt. So gefällt es mir nun besser. 

Ja, so sah es besser aus. Blieben nur noch die "Falten" am rechten Brillenbügel. Die passen da so gar nicht hin. Auch die habe ich getrennt. Ein paar kleine Löcher sind noch zu sehen, aber es eiht besser aus. Da ich Ohrringe trage, habe ich dem Quilt tatsächlich einen Ohrring verpasst. So sieht es irgendwie realistischer aus. Das Portrait ist wohl nich nicht perfekt und je länger ich es ansehe, umso mehr fällt mir auf, was ich anders hätte machen können. Aber ich bin stolz auf mich, dass ich es überhaupt gewagt und nicht aufgegeben habe. Der Quilt gefällt mir und wird dann ab Juli in der Ausstellung hängen, denn dafür habe ich ihn gemacht.

Samstag, 18. April 2026

Sie hatte recht!

Hier hatte ich ja von meiner Idee berichtet, einen Portraitquilt von mir für die Ausstellung zu arbeiten. Ich hatte versucht, das Bild ziemlich genau an den Konturen nachzuzeichnen. Allerdings stellte mich das dann beim Ausschneiden der Schablonen und Stoffe vor gewisse Schwierigkeiten. So filigran kann ich nicht schneiden. Ich hatte mir dann Steam-a-seam bestellt, aber so richtig habe ich zu dem Projekt keinen Zugang gefunden.

Ich musste mein Bild ja spiegelverkehrt ausdrucken, damit es dann auf dem Stoff richtig herum appliziert werden kann. Und da hatte ich dann auch schon wieder mein erstes Problem: Seitdem wir den anderen Drucker haben, schaffe ich es irgendwie nicht, Bilder spiegelverkehrt herum auszudrucken. Ich meine, bei dem alten Drucker konnte ich das im Druckmenü einstellen. Für den neuen Drucker gibt es kein so richiges Druckmenü - oder ich habe es noch nicht gefunden. Heute beim Mittag war ich dann soweit, das Projekt ad acta zu legen.

Aber, es kam eine gehörige Portion Motivation von Katharina:

Danach konnte ich ja nun gar nicht aufhören. Also habe ich als erstes mein Bild noch einmal nachgezeichnet, dieses Mal habe ich die Ränder ein wenig vereinfacht. 

Diese Zeichnung hatte ich dann eingescannt, mit einem Bildprogramm gespiegelt und dann wieder ausgedruckt. Warum auch immer, aber der Drucker hat das Bild vergrößert. Ich weiß nicht warum das so passiert ist, aber in der Größe hat mir das Bild irgendwie nicht mehr gefallen. Gefühlt war es riesig. Ich habe es dann noch ein paar Mal versucht, aber es wurde immer wieder zu groß. Ich habe dann überlegt, ob ich das Vlies vielleicht auch auf der anderen Seite bedrucken konnte, dann muss ich das Bild nicht erst spiegel. Das ging auch, allerdings war dann kaum noch was zu sehen. Diesen Ausdruck habe ich dann aber doch als Grundlage genommen. Zuerst habe ich die schwachen Linien versucht auszuschneiden, dann habe ich den Ausdruck auf meinen Leuchtkasten gelegt und die Linien dann noch einmal nachgezeichnet.
 
Das war dann eine gute Grundlage mit der ich arbeiten konnte. Zunächst habe ich das Gesicht aus dem mittelgrauen Stoff gearbeitet, darauf habe ich dann zunächst die größeren Teile aufgelegt. Gut war der Hinweis von Regina, dass ich die Teile erst dann aufbügeln soll, wenn alle perfekt liegen, da das Vlies auch ein wenig haftet. Dieser Hinweis war gut, denn so konnte ich ein wenig probieren, bis alles stimmig aussah. Erstaunlich finde ich, dass selbst mit ein paar Teilen schon das Gesicht gut zu erkennen war.
Erkenne nur ich mich oder sehen andere das vielleicht auch schon? Etwas schwierig war die Brille, denn die ist eigentlich schon sehr schmal. So schmal konnte ich die nicht arbeiten, daher habe ich die Brille ein wenig dicker gearbeitet.
 
Nachdem ich dann soweit alles ausgeschnitten und arrangiert hatte, habe ich aus dunklem Stoff die Haare und den Arm garbeitet und am Ende alles festgebügelt. Auf dem Foto fehlen noch die hellen Ecken in den Augen, so sieht das Bild noch ein wenig trüb aus. 
Tja und was soll ich sagen? Da hänge ich nun am Schrank... 😉Ich bin ein wenig stolz darauf, dass ich es wirklich geschafft habe und ja, Katharina hatte recht! Ich schaffe das!
 
Ich werde beim Quilte dann noch ein paar kleine Feinheiten einarbeiten, insbesondere die Pupillen, denn die fehlen hier noch. Ich hätte nicht gedacht, dass ich das wirklich schaffe, ich war zwischendurch schon ganz schön verzweifelt und wollte eigentlich aufgeben. Hier kann ich guten Gewissens ein Kreuz im Bingo bei "Von ach du Schreck zu wow" setzen, denn das beschreibt es zu einhundert Prozent! Von ach du Schreck zu wow! Und so verlinke ich meinen Beitrag bei Antetanni beim Bingo.
Ich zeige noch einmal alle drei Bilder nebeneinander:
 

Donnerstag, 9. April 2026

Ich und meine Ideen

Habt zunächst einmal vielen Dank für eure Kommentare zu meinem neuen Bom. Vielleicht kann ich schon heute daran weiternähen, denn mein neues Projekt habe ich erst einmal pausiert.

Ja, ich habe schon wieder ein neues Projekt, ich bin erstens zu spontan und zweitens manchmal ein wenig zu zuversichtlich. Irgendwann hatte ich ja schon einmal erwähnt, dass ich die Möglichkeit habe, eine kleine Ausstellung zu machen, das wird nun real, ab 1.7. werde ich einige meiner Quilts zeigen. Nein, eine Auswahl dazu habe ich noch nicht getroffen, aber ich habe mir einen Plan gemacht, was im Vorfeld zu erledigen ist.
Ob das so letztendlich alles notwendig ist, weiß ich nicht, aber ich möchte vorbereitet sein. Und wenn ich von mir ausgehe, ist es so, dass ich in einer Ausstellung gern ein wenig Hintergrundwissen erfahre. So habe ich schon einmal Fotos rausgesucht, welche ich gern auf die Karte/Flyer machen möchte. Irgendwo muss ich ja anfangen.

Nunja und in meinem Kopf schwirrte seit meiner Liste der Portraitquilt rum. So habe ich in den letzten Tagen ein wenig gesucht und die ein oder andere Anleitung gefunden. Gestern hat dann Katharina mal ein Foto von mir gemacht. Dieses Bild habe ich in schwarz-weiß umgewandelt, ein wenig zugeschnitten und dann auf einer Seite wie in ein Posterdruck umwandeln lassen.
 

Dieses umgewandelte Foto habe ich dann auf zwei Seiten ausgedruckt, so dass es eine ansprechende Größe hat. Anschließend habe ich den Ausdruck auf meinen Leuchtkasten gelegt und die Konturen durch Transparentpapier nachgezeichnet.
Ein wenig gruselig sieht die Nachzeichnung schon aus, aber ich finde auch, dass es nicht nach irgendwem, sondern mir aussieht:

Ich möchte das Gesicht gern in Grautönen arbeiten, dazu habe ich mich für Stoffe aus dem Konastoffabo der Quiltzauberei entschieden.
 
Dann wusste ich erst einmal nicht weiter und habe eine Weile überlegt, wie ich weiter vorgehen kann. Zunächst habe ich die Kontur des Gesichts aus dem mittelgrauen Stoff ausgeschnitten und auf meinen Hintergrundstoff gesteckt. Meine Überlegung ist, die weiteren Teile dann dort aufzubringen. Zunächst wollte ich ohne Vliesofix arbeiten, weil ich damit immer so meine Probleme habe. Ich finde das Trägermaterial so weich und oftmals geht es schon vor der Verwendung vom Papier ab. Schwierig finde ich auch immer das seitenverkehrte Aufzeichnen.
Hier ist der Stoff auf meine Vorlage schon aufgelegt, noch ist alles durch den Leuchtkasten gut zu sehen und ich könnte die weiteren Teile arrangieren. Allerdings habe ich dann gestern Abend erst einmal aufgehört, zum einen war es schon spät und zu anderen wusste ich nicht weiter... 😕 Nehme ich doch Vliesofix, versuche ich es mit Sprühkleber, Stecknadeln oder vereinfache ich die Konturen doch, so dass ich gerade Kanten und nicht das Gegruckel habe... Ohne eine wirkliche Lösung und dem Aufgeben nahe, habe ich erst einmal alles zusammengeräumt.

Da ich heute früh wieder zeitig wach war (sonst könnte ich um 6.40 Uhr auch noch keinen Blogbeitrag schreiben), habe ich ein wenig gegoogelt und bin auf Steam-a-seam aufmerksam geworden. Dieses Vlies soll sogar mit dem Drucker bedruckt werden können. Lange habe ich einen Shop gesucht, der das Vlies vorrätig und keine so langen Lieferzeiten hat. Bei Grit bin ich dann fündig geworden. Die Bestellungen kommen ja immer richtig schnell und so habe ich ein wenig die Hoffnung, dass es vielleicht schon in der kommenden Woche bei mir ankommt und ich dann mit dem Portraitquilt weitermachen kann.