Hier hatte ich ja von meiner Idee berichtet, einen Portraitquilt von mir für die Ausstellung zu arbeiten. Ich hatte versucht, das Bild ziemlich genau an den Konturen nachzuzeichnen. Allerdings stellte mich das dann beim Ausschneiden der Schablonen und Stoffe vor gewisse Schwierigkeiten. So filigran kann ich nicht schneiden. Ich hatte mir dann Steam-a-seam bestellt, aber so richtig habe ich zu dem Projekt keinen Zugang gefunden.
Ich musste mein Bild ja spiegelverkehrt ausdrucken, damit es dann auf dem Stoff richtig herum appliziert werden kann. Und da hatte ich dann auch schon wieder mein erstes Problem: Seitdem wir den anderen Drucker haben, schaffe ich es irgendwie nicht, Bilder spiegelverkehrt herum auszudrucken. Ich meine, bei dem alten Drucker konnte ich das im Druckmenü einstellen. Für den neuen Drucker gibt es kein so richiges Druckmenü - oder ich habe es noch nicht gefunden. Heute beim Mittag war ich dann soweit, das Projekt ad acta zu legen.
Aber, es kam eine gehörige Portion Motivation von Katharina:
Danach konnte ich ja nun gar nicht aufhören. Also habe ich als erstes mein Bild noch einmal nachgezeichnet, dieses Mal habe ich die Ränder ein wenig vereinfacht.
Diese Zeichnung hatte ich dann eingescannt, mit einem Bildprogramm gespiegelt und dann wieder ausgedruckt. Warum auch immer, aber der Drucker hat das Bild vergrößert. Ich weiß nicht warum das so passiert ist, aber in der Größe hat mir das Bild irgendwie nicht mehr gefallen. Gefühlt war es riesig. Ich habe es dann noch ein paar Mal versucht, aber es wurde immer wieder zu groß. Ich habe dann überlegt, ob ich das Vlies vielleicht auch auf der anderen Seite bedrucken konnte, dann muss ich das Bild nicht erst spiegel. Das ging auch, allerdings war dann kaum noch was zu sehen. Diesen Ausdruck habe ich dann aber doch als Grundlage genommen. Zuerst habe ich die schwachen Linien versucht auszuschneiden, dann habe ich den Ausdruck auf meinen Leuchtkasten gelegt und die Linien dann noch einmal nachgezeichnet.
Das war dann eine gute Grundlage mit der ich arbeiten konnte. Zunächst habe ich das Gesicht aus dem mittelgrauen Stoff gearbeitet, darauf habe ich dann zunächst die größeren Teile aufgelegt. Gut war der Hinweis von
Regina, dass ich die Teile erst dann aufbügeln soll, wenn alle perfekt liegen, da das Vlies auch ein wenig haftet. Dieser Hinweis war gut, denn so konnte ich ein wenig probieren, bis alles stimmig aussah. Erstaunlich finde ich, dass selbst mit ein paar Teilen schon das Gesicht gut zu erkennen war.
Erkenne nur ich mich oder sehen andere das vielleicht auch schon? Etwas schwierig war die Brille, denn die ist eigentlich schon sehr schmal. So schmal konnte ich die nicht arbeiten, daher habe ich die Brille ein wenig dicker gearbeitet.
Nachdem ich dann soweit alles ausgeschnitten und arrangiert hatte, habe ich aus dunklem Stoff die Haare und den Arm garbeitet und am Ende alles festgebügelt. Auf dem Foto fehlen noch die hellen Ecken in den Augen, so sieht das Bild noch ein wenig trüb aus.
Tja und was soll ich sagen? Da hänge ich nun am Schrank... 😉Ich bin ein wenig stolz darauf, dass ich es wirklich geschafft habe und ja, Katharina hatte recht! Ich schaffe das!
Ich werde beim Quilte dann noch ein paar kleine Feinheiten einarbeiten, insbesondere die Pupillen, denn die fehlen hier noch. Ich hätte nicht gedacht, dass ich das wirklich schaffe, ich war zwischendurch schon ganz schön verzweifelt und wollte eigentlich aufgeben. Hier kann ich guten Gewissens ein Kreuz im Bingo bei "Von ach du Schreck zu wow" setzen, denn das beschreibt es zu einhundert Prozent! Von ach du Schreck zu wow! Und so verlinke ich meinen Beitrag bei Antetanni beim
Bingo.
Ich zeige noch einmal alle drei Bilder nebeneinander: