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Freitag, 3. Juli 2026

(M)eine Vernissage

Es ist geschafft! Vielen Dank für eure aufmunternden Worte, darüber habe ich mich sehr gefreut. Ich habe die Eröffnung geschafft und habe es auch geschafft, über mich zu sprechen. Ich gebe es zu, das fällt mir schwer, ganz im Gegensatz dazu, wenn ich über andere spreche. Ich war unheimlich aufgeregt, kennt man mich, hat man es gemerkt. Die anderen Besucher haben es sicher eher nicht gemerkt. 

Mein Papa und meine Tante waren mit zur Eröffnung, das hat mich sehr gefreut. Ich wusste ja gar nicht, wie so etwas abläuft, ob ich da Besucher mitbringen kann oder ob das Café voll ist... Wir saßen vor der Eröffnung am Tisch und Jonathan meinte, es würde wer reinkommen, ob ich die kenne. Ich habe ihm gesagt, dass ich hier keinen kenne. "Muttilein, es sieht aber so aus, als ob sie dich sucht!". Ähm ja, ich kannte sie wirklich. Es war eine ehemalige Kollegin, sie war aber nur die "Vorhut", sie hatte noch zwei weitere ehemalige Kolleginnen im Schlepptau. Ich habe mich so sehr darüber gefreut, dass die drei zu meiner Eröffnung gekommen sind, es war eine echte Überraschung. Vielen lieben Dank ihr drei dafür! 😍

Wir haben einen sehr schönen Nachmittag gemeinsam verbracht, viele der Cafébesucher haben sich die Quilts angesehen, einige haben mich dazu auch gefragt (ich bin ja nicht der Mensch, der anderen Leute von sich aus anspricht) und wir haben uns toll unterhalten. Eine der Besucherinnen kannte Lyonel Feininger und wir haben uns lange über ihn und seine Kunst unterhalten.

Letztendlich bin ich froh, das habe ich auch in meiner Rede gesagt, dass Detlef hinsichtlich der Ausstellung so hartnäckig war und immer wieder nachgefragt hat, so dass ich am Ende dann doch nachgegeben und gesagt habe, ich mache es. Sonst hätte ich diese Erfahrungen gestern nicht machen können. Vielen Dank dafür.

Wenn ihr die Ausstellung besuchen möchtet, worüber ich mich wahnsinnig freuen würde, könnt ihr das zu den Öffnungszeiten des Cafés Donnerstag bis Sonntag von 13 bis 18 Uhr. Es ist ratsam, vorher anzurufen und einen Tisch zu reservieren, da die Plätze begrenzt sind. Bei schönem Wetter, kann man auch draußen sitzen, das ist auch wunderschön: Unter einer großen Trauerweide kann man sitzen und gemütlich Kaffee trinken und den selbst gebackenen Kuchen essen.

Und wenn ihr dann meine Ausstellung besucht, schreibt mir doch bitte ein paar liebe Worte in mein Gästebuch, so dass ich mir dann am Ende in aller Ruhe die Meinungen der Beuscher durchlesen kann. Vielleicht findet sich auch der ein oder andere Hinweis, was ich vielleicht künftig noch anders, besser machen könnte.

Für das Buch habe ich extra noch einen Umschlag genäht. Vorn habe ich ein Hexagon aufgenäht (dazu muss ich noch einen eigenen Beitrag schreiben, ihr versierten Hexie-Näherinnen lacht euch kaputt über mich 😂). Das Buch ist in meiner Lieblingsfarbe rot eingeschlagen.

Und da ich mit dem Umschlag das Buch und mit dem Buch die Erinnerungen schütze, setzte ich ein Kreuz im Bingo von Anni bei "zum Schutz von".

Sonntag, 28. Juni 2026

Zweite Zeigewoche beim Bingo 2026

Ach herrje, nun ist schon der zweite vierteljährliche Zeigetag beim Bingo. Diese Daten habe ich irgendwie noch gar nicht auf dem Schirm. Ich muss jetzt erst einmal gucken, welche Bingofelder ich seit April ankreuzen konnte...

Aus meinem Weihnachtskleid habe ich einen Gelmerodaquilt genäht und damit das Feld "Raus aus der Komfortzone" angekreuzt. Ja, damit musste ichmeine Komfortzone verlassen, insbesondere wegen des Bindings.

Für meine Ausstellung, die am Donnerstag eröffnet wird und für die ich noch ganz viel vorbereiten muss, habe ich mir Flyer bestellt und damit die öffnen kann, habe ich naütrlich "mich kann man öffnen" angekreuzt. 

Im April habe ich meinen Überraschungsbaum fertiggestellt und darauf finden sich ganz viele unterschiedliche Tiere, es geht ganz schön "tierisch" zu auf dem Baum. Der wird übrigens auch in der Ausstellung zu sehen sein.  

"Von ach du Schreck zu wow" beschreibt eindrucksvoll die Entstehungsgeschichte meines Portraitquilts - auch für die Ausstellung (so eitel bin ich dann normal doch nicht, dass ich ohne Grund einen Quilt mit einem Portrait von mir nähe und auch noch aufhänge... 😂😂😂). 

Für meinen Blätterquilt musste ich ganze dreimal Stoff nachbestellen. Irgendwann konnte ich ihn dann aber das Top fertigstellen und weil die Blöcke auf Papier genäht sind, habe ich das Kreuz bei "Papier" gesetzt.

Den Quilt und die Farbkombination hatte ich ja im Internet gesehen, ich habe die Idee von rot und orange aufgegriffen und so habe ich ein Kreuz bei "bei anderen gesehen" gesetzt. 

Zu Ostern habe ich noch einmal Tulpenutensilos genäht, damit der Osterhase alle Nester gut verpacken konnte, so habe ich dann ein Kreuz bei Ostern setzen können. 

Das erste Kreuz im neuen Quartal konnte ich wegen meines Überraschungsbaums setzen, denn es ist doch ein wirklich buntes Treiben auf dem Baum. 

So sind im zweiten Quartal acht weitere Kreuze zu meinem Bingofeld hinzugekommen, ein Bingo habe ich noch nicht, aber in manchen Zeilen bin ich doch auf einem guten Weg. Mal schauen, ob und wenn ja, wann ich das erste Mal "Bingo" rufen kann.

Samstag, 9. Mai 2026

Eine Hommage an's Weihnachtskleid

In meinem letzten Beitrag hatte ich ja schon angedeutet, dass der pinke Gelmerodaquilt schon nicht mehr der Neueste ist. Mein neuer Gelmerodaquilt ist eine Hommage an mein Weihnachtskleid von 2023, naja, eigentlich ist der Quilt das Weihnachtskleid. Lange Geschichte. 2023 hatte ich mir ein Kleid gekauft, welches ich unheimlich schön fand. Heiligabend habe ich es getragen, allerdings gibt es von mir kein wirkliches Foto in dem Kleid, man kann es immer nur erahnen. Und die Fotos, die es gibt, sind entweder Selfies oder welche, die wir mit Selbstauslöser gemacht haben und da gucke ich... ...seltsam.

Ja, von meiner restlichen Familie gibt es schön Fotos von Weihnachten, denn die mache ich ja. 😂Nur mich fotografiert immer keiner. Aber egal, ich schweife ab. Als wir am letzten Wochenende in Berlin im Friedrichstadtpalast waren, stand ich mal wieder überlegend vor meinem Kleiderschrank und hatte unter anderem das Weihnachtskleid in der engeren Auswahl. Aber irgendwie fand ich, dass ich in dem Kleid wie eine schwangere Weihnachtsbaumkugel aussah und so habe ich kurzerhand entschieden, dieses Kleid kommt weg. Ich habe mich darin nicht mehr wohlgefühlt. Das Kleid hatte eine Naht ziemlich weit oben und da ich doch ein wenig zugelegt habe, sah das nun eben unvorteilhaft aus. Also: WEG! Naja, nicht so ganz weg, denn das Kleid hat mich an die Fenster in der Peterskirche in Leipzig erinnert, speziell natürlich an die Fenster und die Farbe, die mich damals so sehr fasziniert hat: 

Es geht um den Hintergrund hinter den beiden Personen in der mittleren Reihe. Ich kann diese Farbe gar nicht wirklich beschreiben, ist es petrol, ein tiefes dunkelblaugrün? Aber ich kann sie fühlen, immer noch nach der langen Zeit in meinem Herzen. Sie löst eine Faszination in mir aus, so etwas hatte ich bisher noch nicht erlebt. Sehen und hin und weg sein war damals eins.
 
Zu meinem Kleid habe ich dann weitere passende Stoffe rausgesucht. Allein schon diese Auswahl hat mich irgendwie glücklich gemacht. 
 
  
Also habe ich aus meinem Kleid, sowohl dem Oberkleid als auch dem Futterstoff und noch einigen anderen petrolfarbigen Stoffen einen Gelmerodaquilt genäht. Das ist wieder einer der Quilts, bei dem ich viel experimentiert habe. So habe ich das Dach mit Gaze genäht, darunter habe ich einen normalen Baumwollstoff gelegt, sonst wäre es zu dünn geworden. Der Kirchturm ist das Futter des Kleides, ein etwas dickerer, dehnbarer Stoff.
 
Für den Uhrenkasten habe ich mich für einen bronzefarbigen, in alle Richtungen dehnbaren Stoff entschieden. Auch der ist etwas dicker, ich kann gar nicht genau sagen, was das für ein Stoff ist, er fasst sich an der Oberfläche fast ein wenig gummiartig an. Aber die Farbe passte fast genau zu den Tupfen im Himmelbereich. 
 
Ich habe verschiedene Stoffe miteinander kombiniert, Beim Zusammennähen von Ober- und Unterteil habe ich ein Stück eines "Kreativstoffs" mitgefasst, so dass die Fransen noch zu sehen sind. Den Rest auf der Rückseite habe ich zurückgeschnitten.
 
Gequiltet habe ich diesen Quilt nur sehr sparsam, da die Stoffe für sich sprechen und das Quilting nicht ablenken sollte. Um den Ganzen dann noch die Krone aufzusetzen, habe ich den sehr dehnbaren, bronzefarbigen Stoff für das Binding verwendet. Das war eine echte Herausforderung (dehnbar, seeeehr dehnbar). Ich nähe einen langen Streifen und fasse damit den Quilt fast komplett ein. Anfang und Ende des Bindings lege ich dann übereinander, messe die Breite des Bindings ab und nähe von links oben nach rechts unten zusammen und schneide den Rest weg. Dann kann ich das Binding fertig an den Quilt annähen und habe einen perfekten Abschluss. Obwohl ich beim Zusammennähen schon immer ein wenig schmaler messe und schneide, als die Bindingstreifen wirklich sind, hatte ich bei diesem Quilt so viel Binding über, dass sich am Ende eine Falte ergeben hat.
Zunächst habe ich das Binding komplett angenäht, um dann am nächsten Tag zu entscheiden, dass das so nicht bleiben kann. Ich musste immerzu auf diese Falte gucken. Also habe ich mein Binding teilweise wieder abgetrennt und den Streifen noch weiter zusammengenäht.
 
Auf dem zweiten Foto kann man gut das Zuviel an Binding erkennen und das, obwohl der Streifen schon weniger war das die Strecke, die noch ein Binding bekommen musste. Naja, der Stoff war eben wirklich extrem dehnbar. Nachdem ich mein Binding dann wieder angenäht hatte, sah es viel, viel besser aus. Eine winzig kleine Falte ist noch da, aber mit der kann ich gut leben.
Dieser Quilt ist die Nummer 53 in meiner Sammlung und irgendwie etwas ganz Besonderes. Momentan mag ich diesen Quilt am allermeisten (wobei das ein Empfinden ist, welches manchmal täglich wechselt. 😉).
 
Da ich bei diesem Quilt mit dem dehnbaren Was-auch-immer-Stoff schon eine Herausforderung zu meistern hatte, die mich schon ein wenig meinen Grenzen nahe gebracht hat, setze ich im Bingo von Anni ein Kreuz bei "Raus aus der Komfortzone". 

Donnerstag, 7. Mai 2026

Ein Karton ich

Habt vielen lieben Dank für eure Kommentare zu meinem neuesten letzten Gelmerodaquilt (der Neueste ist es schon nicht mehr 😉). Ja, die Farben sind etwas Besonderes und ich sehe mir den Quilt sehr gern an. Eigentlich wollte ich auch von meinem - nun wirklich - neuesten Quilt berichten, aber da kam mir heute die Post dazwischen.

Ich habe ja immer schon mal angedeutet, dass ich eine Ausstellung machen soll/kann/darf. So langsam aber sicher rückt der Termin näher; auf der Seite des Cafés wurde die Ausstellung schon angekündigt:

Auch wenn ich mich lange dagegen gesträubt habe, so langsam finde ich Gefallen an dem Gedanken und plane nun auch schon. Kürzlich war ich im Café und habe mir die Räumlichkeiten angesehen. Wieder zu Hause habe ich erst einmal alle Wandquilts hervorgeholt und auf einen Haufen gelegt; einige Quilts hängen ja auch noch an der Wand. Nun muss ich auswählen, welche ich Quilts ich zeigen möchte.

Wenn ich denn diese Auswahl getroffen habe, muss ich noch gucken, welche Quilts ich wo aufhängen möchte. Da ich das ja, wegen der gerade laufenden Ausstellung, schlecht vor Ort testen kann, werde ich mir demnächst im Wohnzimmer Platz schaffen und mir eine imaginäre Bilderleiste in der Größe der Leisten im Café denken und dann die Quilts sortieren und platzieren. Die ungefähren Maße hatte ich mir beim Besuch im Café notiert. Allerdings weiß ich derzeit gerade nicht, wo ich den Zettel deponiert habe... 😕 Na gut, der findet sich hoffentlich wieder an.

Aber zurück zum Ich im Karton: Wenn ich in Ausstellungen bin, nehme ich mir gern was mit, um zu Hause noch einmal etwas anzuschauen oder durchzulesen. Und so habe ich mir gedacht, wenn ich schon eine Ausstellung mache, dann  möchte ich dafür auch einen Flyer haben. Das mag jetzt vielleicht ein wenig hochtrabend klingen, aber egal. Also habe ich mich mal im Netz auf die Suche gemacht, wie man überhaupt einen Flyer erstellt und habe ein wenig probiert. Gefühlt habe ich eine halbe Ewigkeit gesessen, ehe ich einen passablen Entwurf hatte.

Den ersten Entwurf habe ich dann noch einmal überarbeitet, es ist gar nicht so einfach, etwa Schönes, nicht zu Überladenes zu machen, was die Leute interessiert und was sie zu Hause noch einmal gern in die Hand nehmen. Mein Gedanke ich, dass die Flyer im Café ausliegen und die Besucher sie dann mitnehmen können.

Bevor ich meine Flyer bestellt habe, habe ich sie natürlich erst einmal zu Hause gedruckt, beide Seiten zusammengeklebt und gefaltet und ja, das sah schon toll aus:

  

Nachdem ich zufrieden war und Steffen mir gut zugeredet hatte, habe ich sie dann bestellt. Der Druck und die Lieferung gingen wirklich schnell. Am Wochenende hatte ich bestellt und schon heute kam das Paket bei mir an. Ui, das ist irgendwie ein tolles Gefühl:

Beim Fotografieren musste ich schmunzeln, denn mein Handy hat immer gleich den QR-Code gescannt und den Link zu meinem Blog empfohlen. Ich finde die Flyer richtig schön geworden und freue mich darüber. 😊Ich habe mich beim meinen Flyern für einen Falzflyer mit Wickelfalz entschieden (ja, das habe ich gelernt) und weil man den Flyer öffnen kann, setze ich beim Bingo von Anni ein Kreuz bei "mich kann man öffnen".

Samstag, 25. April 2026

Mein Überraschungsbaum

Mein Baum ist schon seit Anfang April fertig und wenn ich noch länger damit warte, ihn im Blog zu zeigen, ist das Laub schon wieder abgefallen. 😂 Ich habe die Osterfeiertage genutzt und an meinem Quilt gearbeitet.

Hier hatte ich das fast fertige Top ja schon gezeigt und auch geschrieben, dass ich die Übergänge, die nicht so gut passen, noch kaschieren werde.  Ich hatte ja noch einige der Stickquadrate über, die habe ich noch applziert, es waren auch noch zu viele freie Stellen im Quilt. Schon zu Beginn des Projekts hatte ich mir Stempel mit verschiedenen Blattmotiven bei Judisein gekauft. Damit habe ich dann mein Quilttop noch bestempelt. Und im unteren Bereich habe ich dann noch die Schnecke und den Salamander appliziert und dann fand ich den Baum irgendwie perfekt:

Ich habe zunächst den Baum und die Zweige gequiltet und hatte überlegt, es dabei zu belassen. Ich hatte aber Sorge, dass der Quilt eventuell nicht glatt hängt und so habe ich mich entschieden, den gesamten hellen Hintergrund im Stippling zu quilten. Das war eine reine Fleißarbeit. Die sich aber gelohnt hat, denn es sah einfach schöner aus, als wenn nur der Baum gequiltet war.

Ich habe wirklich jeden hellen Zwischenraum gestippelt, auch die zwischen den einzelnen Blättern. Die Tiere und Blätter selbst habe ich nicht gequiltet. Das hat, bis auf die Eule an der rechten Seite auch gut geklappt. Die Eule ist ein wenig schief, das ist offenbar beim Applizieren schon passiert.
 
Ichh abe mich für ein cremefarbiges Binding entschieden, das war eine gute Wahl und seit Ostersamstag hängt mein Überraschungsbaum nun beim uns im Wohnzimmer.
In meinem Baum lebt die Vielfalt, es ist ein Gewusel in dem Quit und es gibt vieles zu entdecken. Ich freue mich, dass mein gedanklicher Plan so gut aufgegangen ist. Irgendwann fiel mir auf, dass in dem Baum die Eule aus Plauen noch fehlt. Die musst natürlich auch noch auf ihren Platz. Da es immer ein wenig schwierig ist, die Quilts über der Couch zu wechseln, habe ich das auf eher unkonventionelle Art und Weise erledigt:
 
Wenn ich den Quilt abnehme, werde ich die Eule noch richtig befestigen, aber erst einmal muss es so reichen. 😉 Ich plane, auch diesen Quilt mit in die Ausstellung zu nehmen. Am Mittwoch habe ich ein Treffen dort, um zu sehen, wie viel Platz es wirklich ist und dann kann ich in die tatsächliche Planung einsteigen.
 
Jetzt habe ich noch ein paar Fotos (Achtung viele) von meinem Quilt:






Seitdem der Quilt nun bei uns im Wohnzimmer hängt, fällt mir auf, dass der Stoff der Stickquadrate durch den hellen Hintergrund durchscheint. Die hätte ich ein wenig zurückschneiden müssen. Da ich es nun sowieso nicht mehr ändern kann, ist es auch egal und ich versucht, da nicht immer drauf zu gucken (klappt mehr oder weniger gut.). Da sich auf meinem Quilt ganz viele Tiere tummeln, verlinke ich den Beitrag zum Bingo von antetanni und kreuze das Feld "tierisch" ab.

Samstag, 18. April 2026

Sie hatte recht!

Hier hatte ich ja von meiner Idee berichtet, einen Portraitquilt von mir für die Ausstellung zu arbeiten. Ich hatte versucht, das Bild ziemlich genau an den Konturen nachzuzeichnen. Allerdings stellte mich das dann beim Ausschneiden der Schablonen und Stoffe vor gewisse Schwierigkeiten. So filigran kann ich nicht schneiden. Ich hatte mir dann Steam-a-seam bestellt, aber so richtig habe ich zu dem Projekt keinen Zugang gefunden.

Ich musste mein Bild ja spiegelverkehrt ausdrucken, damit es dann auf dem Stoff richtig herum appliziert werden kann. Und da hatte ich dann auch schon wieder mein erstes Problem: Seitdem wir den anderen Drucker haben, schaffe ich es irgendwie nicht, Bilder spiegelverkehrt herum auszudrucken. Ich meine, bei dem alten Drucker konnte ich das im Druckmenü einstellen. Für den neuen Drucker gibt es kein so richiges Druckmenü - oder ich habe es noch nicht gefunden. Heute beim Mittag war ich dann soweit, das Projekt ad acta zu legen.

Aber, es kam eine gehörige Portion Motivation von Katharina:

Danach konnte ich ja nun gar nicht aufhören. Also habe ich als erstes mein Bild noch einmal nachgezeichnet, dieses Mal habe ich die Ränder ein wenig vereinfacht. 

Diese Zeichnung hatte ich dann eingescannt, mit einem Bildprogramm gespiegelt und dann wieder ausgedruckt. Warum auch immer, aber der Drucker hat das Bild vergrößert. Ich weiß nicht warum das so passiert ist, aber in der Größe hat mir das Bild irgendwie nicht mehr gefallen. Gefühlt war es riesig. Ich habe es dann noch ein paar Mal versucht, aber es wurde immer wieder zu groß. Ich habe dann überlegt, ob ich das Vlies vielleicht auch auf der anderen Seite bedrucken konnte, dann muss ich das Bild nicht erst spiegel. Das ging auch, allerdings war dann kaum noch was zu sehen. Diesen Ausdruck habe ich dann aber doch als Grundlage genommen. Zuerst habe ich die schwachen Linien versucht auszuschneiden, dann habe ich den Ausdruck auf meinen Leuchtkasten gelegt und die Linien dann noch einmal nachgezeichnet.
 
Das war dann eine gute Grundlage mit der ich arbeiten konnte. Zunächst habe ich das Gesicht aus dem mittelgrauen Stoff gearbeitet, darauf habe ich dann zunächst die größeren Teile aufgelegt. Gut war der Hinweis von Regina, dass ich die Teile erst dann aufbügeln soll, wenn alle perfekt liegen, da das Vlies auch ein wenig haftet. Dieser Hinweis war gut, denn so konnte ich ein wenig probieren, bis alles stimmig aussah. Erstaunlich finde ich, dass selbst mit ein paar Teilen schon das Gesicht gut zu erkennen war.
Erkenne nur ich mich oder sehen andere das vielleicht auch schon? Etwas schwierig war die Brille, denn die ist eigentlich schon sehr schmal. So schmal konnte ich die nicht arbeiten, daher habe ich die Brille ein wenig dicker gearbeitet.
 
Nachdem ich dann soweit alles ausgeschnitten und arrangiert hatte, habe ich aus dunklem Stoff die Haare und den Arm garbeitet und am Ende alles festgebügelt. Auf dem Foto fehlen noch die hellen Ecken in den Augen, so sieht das Bild noch ein wenig trüb aus. 
Tja und was soll ich sagen? Da hänge ich nun am Schrank... 😉Ich bin ein wenig stolz darauf, dass ich es wirklich geschafft habe und ja, Katharina hatte recht! Ich schaffe das!
 
Ich werde beim Quilte dann noch ein paar kleine Feinheiten einarbeiten, insbesondere die Pupillen, denn die fehlen hier noch. Ich hätte nicht gedacht, dass ich das wirklich schaffe, ich war zwischendurch schon ganz schön verzweifelt und wollte eigentlich aufgeben. Hier kann ich guten Gewissens ein Kreuz im Bingo bei "Von ach du Schreck zu wow" setzen, denn das beschreibt es zu einhundert Prozent! Von ach du Schreck zu wow! Und so verlinke ich meinen Beitrag bei Antetanni beim Bingo.
Ich zeige noch einmal alle drei Bilder nebeneinander: