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Samstag, 10. Januar 2026

2025 - ein Jahr zum Vergessen? - Teil 1

Ich habe lange nachgedacht, nachgedacht über das Jahr, welches hinter mit liegt. Es war mal wieder ein sehr spezielles Jahr, eines, welches ich manchmal nicht gebraucht hätte, aber es hat mich auch einiges gelehrt und ja, ich weiß, was ich kann und was alles möglich ist. Ich habe mir überlegt, dass ich zu jeden Monat ein oder zwei Fotos zeige und daraus meinen Jahresrückblick gestalte.

Ich finde, der Januar plätschert immer eher so dahin, meist passiert nichts Welt bewegendes, zumindest ist das bei uns oft so. Ich habe noch den Schwung vom Jahresende und bin unheimlich produktiv, was das Nähen angeht. Im Januar waren wir in Leipzig im Museum der bildenden Künste und haben usn die dortige Rembrandt-Ausstellung angesehen, Ende Januar waren Steffen und ich in der Quadratestadt Mannheim und haben uns dort die Ausstellung "Neue Sachlichkeit" angesehen. 

Tja, und dann kam der Februar. Ok, der kommt immer nach dem Januar, aber dieser Februar war schon sehr speziell. Steffen hatte den Kontrolltrermin beim CT und bekam, was sonst so nicht war, eine CD mit, der Urologe wollte ihn dringend spechen... ...der Rest ist Geschichte. Mein Spatzjournal, welches eigentlich für unsere Reise nach Wien sein sollte, habe ich umfunktioniert und dort meine Gedanken zu den kommenden Wochen eingetragen.

Im März hatte unsere Freundin ihren runden Geburtstag und das habe ich zum Anlass genommen, für sie einen Quilt zu nähen, ich habe den dritten großen Gelmerodaquilt begonnen, einen Onlinekurs gemacht. Steffen hat den ersten Chemozyklus bekommen und wir haben uns mit der ungewohnten Situation irgendwie arrangiert. Mitte März waren Steffen und ich in Magdeburg zum Konzert von Alphaville. Die Karten hatte ich ihm ihm Jahr zuvor zum Geburtstag geschenkt. Eigentlich wollte ich da gar nicht hinfahren, aber Steffen war optimistisch, dass es klappt und so war es auch. Der Abend tat uns beiden sehr gut. 

Gut, dass ich den Rückblick schreibe, denn so habe ich mich wieder daran erinnert, dass ich im April mit Katharina in Halberstadt im Dom war. Ich hatte in den Nachrichten gehört, dass die Flügelaltäre vor Oster alle zugeklappt waren und erst Ostersonntag, zum Ende der Fastenzeit wieder geöffnet werden. Das wollte ich mir gern ansehen. Eigentlich wollte ich mit Steffen dorthin fahren, aber das hat nicht geklappt. Ende April waren Steffen und ich dann in Quedlinburg zur Ausstellung Keep your eyes on the planet. Auch davon hatte ich im Fernsehen gesehen und beschlossen: Da muss ich hin. Auch hatten wir im April erfahren, dass Steffen keinen vierten Chemozyklaus brauchte. Das war die schönste Nachricht und diese hat mich dann bewogen, wieder einen Gelmerodaquilt zu nähen (ich konnte nach dem schwarzen Quilt keinen weiteren nähen, ich war wie blockiert).

Das liest sich alles so leicht und beschwingt, so war es mitnichten. Es war eine schwere und anstrengende Zeit, musste ich doch versuchen, irgendwie zu funktionieren. Auf Arbeit war es auch nicht gerade einfach, durch viel Arbeit und zu wenig Personal. Ich bin seit März wieder schwimmen gegangen und habe irgendwie versucht, mich nicht zu verlieren.

Im Mai war es dann soweit, dass ich germerkt habe, ich verliere mich, ich gehe unter. Alles hat mich zu Tränen gerührt, egal, ob im positiven oder negativen Sinn und so habe ich im Mai spontan ein paar Tage frei genommen. Die Zeit tat mir sehr gut. Rückblickend weiß ich aber, dass die paar Tage allenfalls an der Oberfläche ein wenig die tiefsten Schrammen kitten konnten. Um wirklich wieder fit zu werden, hätte es viel, viel mehr Zeit gebraucht, was ich aber zum damaligen Zeitpunkt noch nicht wusste. Ende Mai waren in Goslar die Patchworktage. Endlich war die Veranstaltung mal in meiner Nähe. Das habe ich ausgiebig genutzt und war Freitag und Sonnabend dort. Das war richtig schön, zumal wir auch bestes Wetter hatten. Im Mai habe dich auch den schwarzen Quilt gegen meinen Glücksquilt ausgetauscht. Die Zeit des schwarzen Quilts war ja schließlich vorbei. Wobei, einen lila Stein hat der schwarze Quilt noch bekommen, denn Steffens Reha fiel genau in die Zeit unseres Jahresurlaubs.

 

Juni - der Beginn vom Sommer, von Leichtigkeit, abends lange draußen sitzen, laue Sommerabende genießen... Wir haben unseren Balkon sommerlich hergerichtet, ich meine, das h aben Steffen und Katharina gemacht. Das war es dann aber auch schon. Der Balkon war in diesem Jahr irgendwie wie meine Seele: Wir haben was gemacht, ihn dann aber irgendwie ziemlich vernachlässigt und so sah er auch aus. Ich habe es gesehen und fand es auch nicht schön - dabei blieb es dann aber auch. Es war einfach viel zu viel für mich. Ich habe zwar versucht, immer wieder schöne Momente zu haben, einzufangen und festzuhalten. Aber das sind nur kurze Momente, der Alltag ist viel zu schnell wieder präsent. Zumal rückblickend betrachtet, einfach zu viel auf meinen Schultern lastete und auch noch immer lastet. Im Juni waren Steffen und ich in Herford und haben uns dort eine Ausstellung über Feininger angesehen, wir haben sogar eine Führung mitgemacht. Das war richtig schön. Von Herford aus sind wir nach Bückeburg gefahren, dort hat Steffen einige Jahre lang gewohnt, und haben dort noch einen schönen Nachmittag verlebt. Es war ein klein wenig eine Reise in die Vergangenheit (ich glaube, wir werden alt... 😉).
Ich werde meinen Jahresrückblick doch auf zwei Teile aufteilen, zum einen wird dieser Beitrag sonst zu lang und zu anderen merke ich, dass es mich ein wenig aufwühlt, das alles noch einmal zu durchdenken und zu erleben. Auch wenn die Erlebnisse schon eine Weile her sind, sind sie durch das darüber nachdenken, wieder sehr in meinen Fokus gerückt. Ich merke wieder, was wir doch für ein großes Glück gehabt haben, dass zum Beispiel bei Steffen schon nach drei Chemozyklen eine immense Besserung eingetreten ist und er keine weiteren Behandlungen brauchte. Das hätte auch alles ganz anders kommen können. Das zweite halbe Jahr war nicht leichter als das erste halbe Jahr, es gab wieder große Veränderungen und viele Dinge, auf die ich gut und gerne hätte verzichten können...
 
Meinen Rückblick verlinke ich zu Augensterns Welt, die eine Linkparty für Jahresrückblicke eröffent hat. 

Sonntag, 19. Mai 2024

Grassiquilt

Ich hadere irgendwie ein wenig mit den Blöcken für den Grassiquilt. Ich hatte ja schon einmal geschrieben, dass ich die Blöcke auch wieder nur halb so groß nähe, ich denke, darin sind auch meine Schwierigkeiten begründet. Naja und so lagen die Blöcke erst einmal eine ganze Weile, ehe ich die Spitzen applziert hatte. 

Die ersten zwei Blöcke hatte ich schon vor ein paar Tagen fertig gestellt. Ich hatte mir noch einmal einen anderen Stoff bestellt, weil ich dachte, der passt für die Highlight besser, aber letztendlich habe ich mich dann doch dagegen und für den ursprünglichen Stoff entschieden. Der Glitzerstoff würde zwar besser zum Grassi an sich passen, aber irgendwie störte er in meinen Augen das Gesamtbild der Blöcke und so bin ich bei apricot geblieben. 

Eigentlich dachte ich, dass ich bei meinem Janequilt applizieren gelernt habe, aber die Spitzen sind wieder nicht so wirklich schön gelungen. Ich habe dann die Mittelnaht ein Stück aufgetrennt und die Spitze in der Naht versteckt. So ist sie einigermaßen spitz geworden.

Die restlichen drei Blöcke habe ich heute früh appliziert, ich stelle aber immer wieder fest, dass ich immer erst wieder "reinkommen" muss. Schwierig waren auch die halben Blöcke, also weniger das Applzieren, sondern eher das Herstellen des Teils, welches zu applizieren ist, Zwei habe ich doch glatt verkehrt herum gemacht. Wenn ich immer erst zwei, drei Anläufe brauche, um die Teile zum Applizieren vorzubereiten, wird mein Stoff wohl knapp werden... 😂

Ich habe meine fertigen Blöcke dann noch einmal ganz fest gebügelt und die Fusseln an den Rändern abgeschnitten und so sehen sie ein wenig besser aus. Allerdings ist die untere Spitze immer noch sehr knubbelig, weil da eben so viel Stoff und so viele Nahtzugaben aufeinander treffen. Mal sehen, ob ich da irgendwas finde, wie ich das besser machen kann. Sind die Blöcke erst einmal fertig, sehen sie wirklich schön aus.
Gut, die applizierten Teile sind alle ein bisschen unterschiedlich, mal ein bisschen nach rechts, mal ein bisschen nach links gebogen. Aber so ist es nun einmal. Ich denke/hoffe, dass es im Quilt trotzdem schon aussehen wird.
Die neue Anleitung ist auch schon vor einer ganzen Weile erschienen, mal sehen, wann ich dazu komme, die Blöcke zu nähen. Eigentlich wäre heute das perfekte Wetter dazu, denn im Moment regnet es gerade Bindfäden bei uns. Da bin ich wirklich froh, dass ich im Wohnzimmer trocken und warm sitze. Wobei der Regen ja gar nicht schlecht ist, denn es ist in den letzten Tagen schon wieder sehr trocken gewesen und meine Stiefmütterchen in den Balkonkästen haben sich auch über den Regen gefreut:
Gepflanzt hatte ich die Stiefmütterchen bevor ich nach Leipzig zur Prüfungswoche gefahren bin. Dann kam noch einmal ein ziemlicher Kälteeinbruch und meine Blümchen sahen ein wenig traurig aus. Nachdem ich sie aber morgens immer regelmäßig gegossen habe, haben sie sich wieder erholt und sehen nun schön aus. Und ich finde nach einem Regen sehen Pflanzen immer so schön frisch und sauber aus.
Diese Blüte sieht besonders schön aus.










Samstag, 20. Mai 2023

Die Balkonsaison ist eröffnet

In diesem Jahr dauerte es sehr lange, bis es schön halbwegs warm wurde und wir endlich unseren Balkon nutzen konnten. Schon lange habe ich zu Steffen gesagt, das sich Pflanzen kaufen und die Kästen neu bepflanzen möchte. Er wollte aber gern noch warten, bis zumindest die Eisheiligen vorbei sind. Ob die in diesem Jahr nun wirklich an ihrem Datum waren, weiß ich nicht, denn es war vorher teilweise noch richtig, richtig kalt.

Aber vor einer Woche sind wir dann nun doch endlich losgefahren und haben Pflanzen gekauft. Ich musste Steffen sogar bremsen, er wollte noch mehr kaufen.

Mein kleines Auto war ziemlich voll, den Margaritenbusch mussten wir hinter die Sitze stellen. Da wartete eine Menge Arbeit auf uns.
Katharina hat beim Einpflanzen tatkräftig mitgeholfen und es hat ihr so viel Spaß gemacht und unser Balkon sieht wieder so schön aus.
Ich muss ja sagen, dass mir der Balkon im ersten Jahr am besten gefallen hat, da hatten wir irgendwie die schönste Bepflanzung. Ein klein wenig haben wir uns daran orientiert.
Nun hoffe ich nur, dass die Pflanzen alle gut anwachsen und gedeihen.
Wir haben das vergangene Wochenende auch schon ausgiebig auf dem Balkon gesessen, gegrillt, das Leben genossen und abends noch ganz lange draußen gesessen und Wein Sekt getrunken. Es war einfach nur schön.
Ich habe auch die beiden Grünlilien wieder rausgestellt. Mal schauen, ob sie gut wachsen.
Ich liebe unseren Balkon und freue mich schon drauf, wieder ganz oft draußen in der Sonne zu sitzen.

Samstag, 11. Juni 2022

Insektenfreundliche Pflanzen

Ich bin ja immer bestrebt, unseren Balkon - wenn möglich - mit insektenfreundlichen Pflanzen zu bepflanzen. Da ich nicht so sehr der große Pflanzenkenner bin, bin ich immer wieder auf die Schildchen im Gartencenter angewiesen. Lange habe ich überlegt, ob ich dieses Jahr den Balkon überhaupt bepflanzen möchte, aber Trübsal blasen und alles einstellen, nützt auch keinem was und so habe ich es wenigstens schön, wenn ich, oder irgendwann wieder wir, draußen sitzen.

Also habe ich vor einer Woche einen "Großeinkauf" im Gartencenter gestartet, allerdings habe ich da nicht mit bedacht, dass ich ja vorher schon einen Wocheneinkauf gemacht habe und mit meinem kleinen roten Auto unterwegs war. So sah es dann auch im Auto und im Kofferraum aus.

Der "Beifahrer" war wirklich klasse, hat nicht geredet, keine Vorschriften gemacht, wie ich zu fahren habe... Und er hat gut gerochen, denn das ist eine Vanillepflanze.
Meine ganzen Pflanzen hatte ich im Auto verteilt, die Erde kam in den Kofferraum und wenn ich die Körbe festgehalten habe, sind sie auch beim Öffnen und Schließen vom Kofferraum nicht rausgefallen.

Ok und über Jonathans Sprüche habe ich einfach hinweg gehört.

Mit dem Einpflanzen war ich dann den ganzen Nachmittag beschäftigt, aber ich finde, die Mühe hat sich doch gelohnt. So sieht unser Balkon nun wieder schön aus.


Allerdings bin ich mir nicht wirklich sicher, ob die Pflanzen nun bienenfreundlich sind oder nicht, denn bisher habe ich noch nicht ein einziges Insekt auf unserem Balkon gesehen. Ich hoffe, das kommt noch.

Was das für eine Pflanze mit den gelben Kullern ist, weiß ich nicht, aber die musste einfach mit.

Zwei Tomatenpflanzen habe ich auch mitgenommen, mal schauen, ob wir dieses Jahr auch wieder die ein oder andere Tomate vom Balkon essen können.