Sonntag, 29. März 2026

Der Baum bekommt neue Blätter

Ja, manche Projekte fange ich voller Euphorie an - und dann landen sie erst einmal in der Kiste. So war es auch mit meinem Überraschungsbaum. Warum der in der Kiste landete, weiß ich gar nicht mehr so richtig, sicher lag es auch mit an meiner gesundheitlichen Situation. Warum er mir nun gestern wieder in den Sinn kam, weiß ich auch nicht wirklich, zumal ich eigentlich an einem ganz anderen Projekt gearbeitet habe. Aber egal, ich habe meinen Baum mal wieder an's Tageslicht geholt. Das war der Stand gestern:

Man sieht, wirklich was passiert ist daran seit meinem letzten Beitrag dazu nicht mehr. Weder habe ich weitere Blätter appliziert, noch einen Vogel genähmalt. Dass auf dem Baum ein genähmalter Vogel sitzen sollte, wusste ich, ehrlich gesagt, schon gar nicht mehr. Und ob ich den Vogel so jetzt noch möchte, weiß ich auch gar nicht. Gut, soweit bin ich aber noch lange nicht.

Zunächst habe ich noch zwei weitere Stickquadrate appliziert, dann habe ich begonnen, weitere Blöcke des Baumes zusammenzunähen. Das war notwendig, da ich manche Motive über zwei Blöcke applizieren möchte. Gestern habe ich wirklich viel appliziert und habe nun schon den untern Teil des Baumes gut bestückt.

Noch sieht der Baum in der Gesamtheit sehr licht aus, es fehlt noch ganz viele Blätter und ich möchte auch noch weitere Motive applizieren, der Anfang aber ist gemacht.

Sonntag, 22. März 2026

endlich

Habt vielen lieben Dank für eure Kommentare zu meinem letzten Beitrag. Nein, aus den Stoffen nähe ich nichts zum Anziehen, das werden - Achtung: Mal was ganz anderes! - neue Gelmerodaquilts. Ich habe ja den organgenen aus Shweshwestoffen genäht und ich fand, die würden als kleine Serie auch gut aussehen. Und so habe ich mal ein wenig im Netz gebummelt und geshoppt. Wenn ich die Quilts genäht habe, schwebt mir dann noch einer in grün, leuchtend grün vor. 😊

Ja, eigentlich hatte ich mal überlegt, nach 50 Quilts aufzuhören, aber ich habe noch sie viele Ideen und es macht mir noch immer Spaß, die kleinen Quilts zu nähen. Und zwischendurch hatte ich ja überlegt, mir daraus irgendwann einen Kalender zu machen, bei dem auf jedem Blatt und dem Titelbild 4 Quilts abgebildet sein könnten, dann brauche ich ja allein schon 52 Quilts. Ok, der Kalender ist nun kein wirkliches Argument mehr, denn dafür bräuchte ich eigentlich nur noch einen Quilt... 😂Es macht einfach immer noch zu viel Spaß, immer wieder. 😍

Als ich letztes Jahr im Oktober  meine neue Arbeit angefangen habe, habe ich mir alles, was mir wichtig erschien, aufgeschrieben. Das mache ich auch heute noch. Von meiner Kollegin bekam ich seinerzeit eine blaue Mappe, in der ich alle meine Notizgen gesammelt habe. Diese Mappe wurde immer voller und irgendwann, Ende letzten Jahres, fragte mich meine Kollegin, ob sie mir mal einen Ordner geben sollte. Das habe ich damals noch dankend abgelehnt. Inzwischen war die Mappe aber so voll, dass das Suchen darin schon eine ganze Weile in Anspruch genommen hat. Ich habe meine Mappe also am Wochenende mit nach Hause genommen und sortiert.

Ich hatte mir extra einen Ordner und Trennblätter zur Unterteilung gekauft. Um in den einzelnen Bereichen noch mehr zu unterteilen, habe ich mir auch noch Klebchen gekauft. Und so habe ich dann gestern angefangen zu sortieren und zu ordnen. Meine Trennblätter, zehn an der Zahl, habe ich ordentlich beschriftet und dem Alphabet nach sortiert. Um dann festzustellen, dass mir mindestens noch fünf, sechs Blätter fehlen. Also habe ich die Trennblätter wieder aus dem Ordner rausgenommen und durch einfache Blätter in Klarsichthüllen ersetzt. So geht es auch und ich habe ausreichend. Wer hätte denn auch ahnen können, dass ich mehr als  zehn Themen im Büro habe. 😂Ich habe mir extra einen roten Ordner gekauft, damit er zu den Ordner passt, die ich für mein Fernstudium hatte.

Und dann habe ich mir überlegt: Hey, ich könnte ja auch eine Ordnerhülle nähen und vorn kommt eine kleine Version meines Gelmerodaquilts drauf. So habe ich es gemacht. Den Schnitt habe ich auf 30 cm Höhe angepasst und dann ausgedruckt. Witzig, wenn plötzlich alle Teile auf einem Blatt sind und nichts zusammen geklebt werden muss.

Für das Motiv habe ich Reste in orange verwendet, so ist meine Kirche recht lebhaft und farbenfroh geworden, was bei den sehr kleinen Teilen nicht unbedingt von Vorteil ist. Meine Hülle sollte rot werden, ich musste ganz schön suchen, um einen passenden roten Stoff in ausreichender Menge zu finden. Aber zum Glück hatte ich ganz weit hinten noch eine Kiste stehen, in der ein passender Stoff drin war.

Meinen Gelmerodablock habe ich also mit dem roten Stoff eingefasst. Natürlich brauchte meine Hülle auf dem Rücken auch ein Griffloch. Zunächst hatte ich den Stoff, mit dem ich das Griffloch verstürzen wollte, nur auf die eigentliche Hütte genäht. Ich hatte nicht daran gedacht, dass ich ja auch durch die Innenhülle schneiden muss. Also habe ich Hülle und Innenhülle miteinander verstürzt und das Griffloch noch einmal genäht. Das Verstürzen war ein bisschen fummelig, hat am Ende aber doch ganz gut geklappt. Und man sieht ein wenig von dem Stoff in orange, den ich zum Verstürzen genommen habe.

Unter das Griffloch habe ich noch ein Label aufgebügelt und dann war ich mit meiner Hülle zufrieden. 

Nun hoffe ich, dass ich ab morgen auf Arbeit meine Notizen schneller griffbereit habe. Allerdings werde ich mich erst einmal an die neue Sortierung gewöhnen müssen. Der Mensch ist nun einmal ein Gewöhnungstier.
Da ich meine Unterlagen nun so schön sortiert habe, kreuze ich im Bingo von antetanni das Feld "Ordnung" ab. So nach und nach füllt sich meine Bingokarte doch und vielleicht schaffe ich ja doch irgendwann ein Bingo. Noch bin ich davon weit entfernt. 😂

Freitag, 20. März 2026

Internationaler Tag des Glücks

Ich habe gerade vorhin in den Nachrichten gehört, dass heute der internationale Tag des Glücks ist. Na, wenn das nach keinem Blogbeitrag schreit, weiß ich es auch nicht. 😂Ich habe nach dem Tag gegoogelt und gelesen, dass er 2012 von von der Generalversammlung der Vereinten Nationen ins Leben gerufen wurde und seit 2013 an jedem 20. März begangen wird.

Naja und wenn heute nun der internationale Tag des Glücks ist, zeige ich mal mein Glück. Denn das ist einfach nur traumhaft schön:

Schön, oder? Und ja, das ist Glück. Glück ist, dass ich mir diese und andere Stoffe leisten kann, dass ich nähen kann, dass ich Zeit zum nähen habe, dass ich Lust zum nähen habe, dass beim Nähen halbwegs schöne Sachen entstehen, dass ich Platz zum Nähen habe... All das ist Glück für mich. Und diese Stoffe... ...hach. Ich schmelze dahin. Die bunten Stoffe sind Shweshwe-Stoffe aus Südafrika, die uni Stoff ist Dupionseide. Und ja, ich weiß auch schon, was ich aus den Stoffen nähen werde. 😍

Die Shweshwestoffe waren ziemlich fest, die habe ich, entgegen meiner sonstigen Art, vorgewaschen. Ich finde, wenn die Stoffe nass sind, leuchten die Farben noch viel mehr.

Und wisst ihr, was noch größeres Glück ist? Dass ich morgen aus den pinken Stoffen schon etwas nähen werde. Darauf freue ich mich schon sehr.

Bei Regina habe ich gesehen, dass auf dem Bingofeld von Anni auch "Glück" zu finden ist. Und da mein Beitrag ja vor Glück nur so strotzt, verlinke ich meinen Beitrag beia antetanni, schließlich habe ich "Glück".

Donnerstag, 19. März 2026

leuchtend orange

Von meiner Kiste, mit den Stoffkombinationen für weitere Gelmerodaquilts habe ich ja bestimmt schon einmal geschrieben. Manche Stoffe kaufe ich ja direkt für diese kleinen Quilts, manche sehe ich in den Kisten und denke, ja, das könnte ein Gelmerodaquilt werden. Und damit ich die Stoff bei Bedarf dann eben gleich parat habe, kommen die in die Kisten mit dem Schild "Stoffkombinationen für weitere Gelmerodaquilts".

Also vor ein paar Wochen ging der Deckel der Kiste schon nicht mehr richtig zu. Ich kann eben einfach nicht aus meiner Haut. Ich glaube, dafür ist mir das Projekt schon zu sehr an's Herz gewachsen. Im letzten Jahr habe ich in Goslar auf den Patchworktagen schöne Stoffe gesehen und ein paar Zentimeter gekauft. Bis dahin hatte ich von Shweshwe-Stoffen noch nichts gehört. Aber sie sind wirklich schön, strahlend, leuchtend. Die hatte ich damals schon für einen Gelmerodaquilt gekauft.

Naja und weil irgendwann der Deckel vom Karton nicht mehr zuging und mir nach Gelmeroda war, habe ich aus den orangenen Stoffen einen Quilt genäht. Auch für den Hintergrund habe ich einen orangenen Stoff gewählt, es ist ein Quilt ganz in orange geworden. Und ich glaube, das ist mir momentan der allerliebste Quilt.

Als der Quilt, so ganz in orange, beim Heften vor mir lag, musste ich einfach alles die gleichen Stecknadeln nehmen. Das ging einfach nicht anders. Gut, ich hatte keine Stecknadeln in orange, aber rot ging auch. 

Ich habe nicht viel gequiltet, sondern nur in der Naht die Umrisse des Motivs. Von hinten ist das gut zu erkennen.

Der Quilt strahlt so schön, der gefällt mir richtig gut.

Der Quilt hängt seitdem er fertig ist, im Wohnzimmer neben dem Feiningerkalender. Aber hey, das geht ja mal gar nicht:

 

Das passt farblich ja überhaupt nicht zusammen. Aber zum Glück habe ich ja noch einen Kalender aus dem Jahr 2000 und da ist das Bild von Possendorf abgebildet, welches perfekt zu meinem Quilt passt. 😍

Perfekt! Und diese Ansicht haben wir am vergangenen Wochenende genauso gesehen:

Schön, oder?! Der Quilt ist Nummer 51 in meiner Sammlung (sofern nich mich nicht verzählt habe...).

Dienstag, 17. März 2026

Kuschelkissen

Als die Freundin den Quilt für Nele abgeholt hat, hat sie gefragt, ob ich vielleicht ein Kissen nähen könnte, welches zur Taufe verschenkt werden soll. Vor etlichen Jahren hatte ich für ihre Tochter schon einmal ein Kissen genäht, welches geliebt wurde und irgendwann so kaputt war, dass es nur noch entsorgt werden konnte. Ich habe gesagt, dass ich das Kissen zur Tauf nähen würde, aber für ihre Tochter auch eines (wenn sie das vorherige doch so geliebt hat).

Allerdings kann ich mich an das genähte Kissen überhaupt nicht mehr erinnern. Ich vermute einfach mal, dass es so ein ähnliches Kissen wie das vom Foto war:

Ich habe eine Weile im Netz nach der Datei gesucht und bin dann fündig geworden. Ob ich sie noch auf dem Rechner gehabt habe, weiß ich nicht. Da war Neukaufen jetzt die einfachere und wohl auch günstiger Altenative, wenn ich überlege, wie lange ich hätte suchen müssen. Naja, auf jeden Fall habe ich in den letzten Tagen die Dateien gestickt, immer gleich im Doppelpack.

Heute habe ich dann den letzten Block gestickt und die Blöcke zusammengenäht. Allerdings habe ich bei einem Block glatt eine Sticksequenz komplett vergessen. Um den Schriftzug gehört eigentlich noch ein Rand, wie auf dem unteren Foto. Da war ich wohl in Gedanken...

Ich hätte auch noch ein bisschen intensiver in die Anleitung gucken sollen, dann hätte ich auch gesehen, dass der Strich bei dem Schriftzugblock, der nach unten geht, die Aufhängung vom Vogelkäfig ist, der eigentlich in einer dunklen Farbe gestickt wird (gemeinsam mit dem dunklen Fleck im Auge des Vogels). Na super, so musste ich dann dort auch noch einmal die Maschine anhalten und die Farbe wechseln. Der dunkle Vogelkäfig hängt nun an einem rosa Seil. Egal. 
Die Blöcke für die Kissen sind fertig geworden und so habe ich heute auch gleich die Kissen noch genäht.

Auch wenn es ein wenig holprig lief mit den Blöcken, so sind die Kissen doch schön geworden. Verwendet habe ich alles Stoffe und Vlies und Rückseite aus meinem Bestand, einzig die Datei habe ich noch einmal gekauft.
Und weil mir hier der ein oder andere Fehler unterlaufen ist, kreuze ich ein Feld im Bingo von Anni ab, nämlich "Mein Freund der Fehler".

Sonntag, 15. März 2026

Das erste Vierteljahr in monatlichen Quilts

Von meinem Protestquilt, an dem ich mit Magneten Wechselquilts anbringen kann, habe ich ja hier geschrieben. Für einen Wechselquilt brauche ich natürlich auch kleine Wechselquilts. 😊 Anfang des Jahres bin ich auf Stickdateien von Fru Blomgren aufmerksam geworden. Jeden Monat gibt es einen neuen Vogel mit einer passenden Blume als Stickdatei. Die haben mir so gut gefallen, dass ich mich entschieden habe, diese Dateien jeden Monat zu sticken. Als dann mein Protestquilt fertig war, habe ich überlegt, die kleinen Quilts für den Protestquilt zu nähen.

Als erstes hatte ich den Quilt für Februar genäht, der hing im Februar auch schon ein paar Tage bei uns im Wohnzimmer.

Die Datei für Januar war auch schon lange fertig gestickt, aber ich habe es nicht geschafft, einen Quilt daraus zu machen. Obwohl das ja nun nicht mehr so viel Arbeit ist. Heute habe ich den Quilt dann aber doch auch fertig genäht. 

Während ich den Januar zum Quilt fertig gestellt habe, hat hinter mir meine Stickmaschine die Datei für März gestickt. Ich habe im letzten Jahr einen Layer Cake mit falschen Unistoffen geschenkt bekommen. Diese Stoffe nehme ich für die Stickdatei und ergänze sie herum mit Stoffen, die farblich passen, um auf die Größe von 12 Inch zu kommen.

Für den Quilt für März musste ich schon eine Weile suchen, um passenden Stoff zu finden. Ich habe mich dann für einen Stoff von Lynette Anderson mit kleinen Motiven entschieden. Ich habe sogar darauf geachtet, dass die Motive nicht auf dem Kopf stehen - naja, fast jedenfalls. Oben habe ich leider nicht darauf geachtet:

 

Ja, ich habe es getrennt, auch wenn es vielleicht gar nicht weiter aufgefallen wäre, aber ich konnte es einfach nicht so lassen. 😂

Es war gut, dass ich getrennt habe, ich hätte es sonst immer gesehen, dass der obere Streifen auf dem Kopf steht. Meine drei kleinen Quilt sehen richtig schön aus und ich bin schon sehr gespannt, welche Datei für April kommt.

Samstag, 14. März 2026

13 Jahre bei Wind und Wetter

Vor 13 (!) Jahren hatte ich für unseren Fußballverein mal neue Eckfahren genäht. Auch wenn die Fahnen weggeräumt werden, wenn kein Spiel stattfindet, haben Sonne, Wind und die Zeit ihre Spuren hinterlassen, die Eckfahren waren einfach unansehnlich.

Die Jungs hatten gefragt, ob ich die Fahnen  neu nähen kann. Zum Glück hatte ich mir damals die Maße aufgeschrieben und von den Stoffen hatte ich auch noch was über. Leider hat der Stoff nicht mehr für die damaligen Maße gereicht, so dass bei den neuen Fahnen das blaue Stück kleiner ist als das gelbe. Aber da es dafür ja keine Vorschriften gibt, ist das sowas von egal. 

Wenn die ich neuen neben die alten Fahnen lege, ist der Unterschied noch extremer zu erkennen:
 
Steffen und Johannes haben gestern Abend dann gleich noch probiert, ob die Fahnen über die Stangen passen, sonst hätte ich das noch einmal ändern müssen. Zum Glück passte alles.
Die Fahnen für die Mittellinie sind recht klein geworden, da waren eben nur noch kleinere Reste über. Die Fahnen waren heute schon im Einsatz und was soll ich sagen: Die Jungs haben gewonnen. Ihr erstes Spiel in dieser Saison! Vielleicht hätte die Fahnen schon früher ersetzen sollen?! 😂
 
Und ich habe noch Fotos bei Tageslicht bekommen, herzlichen Dank an Huy

Montag, 9. März 2026

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt

Und planen nutzt sowieso nichts, bei mir schon gar nicht, das habe ich leider schon ganz oft gemerkt. Aber hey, so ist das Leben und ich hoffe einfach mal auf eine Neuauflage... Aber von Anfang an: Im Januar erreichte mich von Britt eine Nachricht, dass im März, am Vortag des Fauentags, ein offenes Nähen in Weimar stattfindet. Spontan habe ich mich angemeldet. Da ich eine Fahrt von knapp zwei Stunden habe, habe ich überlegt, dass ich in Weimar übernachte. Irgendwann im Februar hat Steffen dann entschieden, dass er mich begleiten würde. Und so haben wir es dann auch gemacht. Die Erkältung, die mich eine Woche vorher erwischt hat, würde dann wohl wieder vorbei sein, daran hatte ich so gar keinen Zweifel. Donnerstag bin ich dann eher von der Arbeit nach Hause gegangen, Freitag habe ich spontan frei genommen, um mich zu erholen. Ich wollte Weimar einfach nicht absagen, schließlich brauche ich auch mal was für die Seele.

Nachdem wir in Weimar angekommen sind, sind wir abends noch erst einmal nach  Gelmeroda gefahren. Ob die Kirche wohl noch immer bei Einbruch der Dunkelheit angeleuchtet wird? Ja, wird sie! Und es sieht immer noch so toll aus, wie vor ein paar Jahren, als wir schon einmal dort waren.

Am Sonnabend war ich dann eigentlich zum Nähen verabredet. Britts Nähgruppe hat zum zweiten Mal ein offenes Nähtreffen veranstaltet. Tja, eigentlich, denn ich musste leider absagen. Mir ging es Sonnabend so ungut, dass mir so gar nicht nach Nähen war. Ich war kurz dort, habe was abgegeben und kurz ein Pläuschchen gemacht. Steffen und ich haben dann das schöne Wetter genossen und die Seele baumeln lassen. Spontan waren wir in der Anna-Amalia-Bibliothek. Dazu fällt mir nur ein Wort ein: BEEINDRUCKEND. Und wir haben wirklich Glück gehabt, dass wir noch Tickets bekommen haben.


Um den schönen Tag noch schöner zu machen, sind wir dann (mit dem Auto) die Stationen des Feininger-Radweges abgefahren. Das ist schon irgendwie ein schönes Gefühl, vor den Gebäuden zu stehen, die Feininger gemalt hat.
Zuerst haben wir die Orte mit Aufsteller abgefahren, dann haben wir noch weitere Orte besucht. Und Steffen meinte, das wäre für ihn die ideale Urlaubsgestaltung: Mit dem Auto hinfahren, ich mache Fotos und er muss nicht mal aussteigen. Und so haben wir dann für Sonntag eine weitere Rundreise zu den Feininger-Malorten geplant. Das lasse ich mir doch nicht zweimal sagen und so habe ich einen Plan gemacht:
Gestartet haben wir unsere Rundfahrt in Kleinschwabhausen, geendet hat sie in Oberreißen. Bis auf einen Ort haben wir wirklich alle, die ich rausgesucht hatte, besucht. Ja, ich kann Feiningers Faszination für die kleinen Thüringer Dörfer nachvollziehen und verstehen. Sie haben eine ganz eigene Geschichte und Faszination. Die Kirchen sehen alle unterschiedlich aus, keine gleicht der anderen. Und es ist interessant zu sehen, wie unterschiedlich die Kirchen alle sind. Und was das schöne war, wir sind immer dem Kirchturm gefolgt, der war immer zu sehen, wenn wir in einen Ort reingefahren sind. Einzig in Kromsdorf brauchten wir Hilfe, um die Kirche dann doch wieder zu finden. 
 
Interessant war auch die Kirche in Niederzimmern. So etwas hatte ich bisher noch nicht gesehen:
Wurde die Kirche um den Turm herum gebaut? In Troistedt war der Bereich um die Kirche mein absolutes Highlight an diesem Wochenende: Eine ganze Wiese voll mit Schneeglöckchen und - jetzt kommt's - Märzenbechern. Ich habe ja schon Ewigkeiten keine Märzenbecher mehr gesehen. Das ist eine Blume aus meiner Kindheit, die es irgendwie kaum noch gibt.
 
Ich habe mir überlegt, ich könnte ja mal einen Quilt nähen. Ha, ha, ha, einen Quilt nähen. Als ob ich das noch nicht gemacht hätte. Nein, einen Feiningerquilt. Ich habe überlegt, in die Mitte Weimar zu setzen und drumherum die Kirchen anzuordnen, die Feininger gemalt hat. Zuerst hatte ich überlegt, die Kirchen so zu gestaltet, wie sie in natura sind. Heute früh habe ich überlegt, vielleicht einen Mix von den Kirchen in natura und in Stil von Feininger zu machen. Ob mir das gelingt, weiß ich natürlich nicht. Kann auch gut sein, dass ich mich mal wieder überschätze. Naja, gedanklich plane ich schon einmal.
 
In Oberreißen haben wir dann unseren Wochenendausflug (auf Feiningers Spuren) beendet. Hin und wieder haben wir den Plan ein wenig "korrigiert", so wie es eben passend war. 😂
Oberreißen habe ich farblich mal genäht. Dieser Quilt war nach der Krebsdiagnose im letzten Jahr und dem schwarzen Quilt der erste bunte, den ich dann wieder genäht habe. Irgendwie ist es doch ein schöner Zufall, dass wir gerade dort unsere Rundreise beendet habe. Geplant war das nicht, ich habe die Orte in Maps so ausgesucht, wie sie irgendwie in der Nähe sind. Steffen ist zwar der Meinung, dass mir das nicht gelungen ist, aber man muss ja als Ehepaar nicht immer einer Meinung sein. 😂
 
Und weil es (trotzdem) so ein schönes sonniges Frühlingswochenende war und ich Märzenbecher gesehen habe, setzte ich im Bingo von Anni bei "Der Lenz ist da" ein Kreuz.