Sonntag, 30. November 2025

1. Advent - Einladung

 Auch in diesem Jahr lade ich euch wieder zu meinem virtuellen Adventskalender ein. Kommt zu mir und "öffnet" jeden Morgen mit mir ein Türchen. Auch in diesem Jahr tausche ich wieder einen AMC-Adventskalender. Meiner war schon gaaaanz zeitig im Jahr bei mir und ich war eisern und habe ihm ganz weit in die Ecke gestellt, damit ich so gar nicht in die Versuchung komme, mal zu luchsen... Aber nun geht es endlich los.

Lied im Advent                   Matthias Claudius

Immer ein Lichtlein mehr
im Kranz, den wir gewunden,
dass er leuchte uns sehr
durch die dunklen Stunden.

Zwei und drei und dann vier!
Rund um den Kranz welch ein Schimmer,
und so leuchten auch wir,
und so leuchtet auch das Zimmer.

Und so leuchtet die Welt
langsam der Weihnacht entgegen.
Und der in Händen sie hält,
weiß um den Segen!

Samstag, 29. November 2025

Hörnchenbeutel in Viola-Farben

Vor ein paar Tagen war ich mal wieder auf Stoffsuche und habe einen schönen Stoff in Beere mit Bäumen gesehen. Zuerst dachte ich, dass der Stoff für den Quilt aus dem Stoffbrief der Patchworkgilde passen könnte. Aber dafür war er nicht geeignet. Ich habe mir nicht nur diesen Stoff, sondern noch einen anderen mit bestellt, von dem ich dachte, den habe ich mir schon einmal bestellt und so habe ich mich auf die Suche nach dem Stoff gemacht. Den Stoff selber habe ich nicht gefunden (ich muss aber auch sagen, dass ich nicht so wirklich intensiv gesucht habe), aber eine Kiste mit... ...Stoffen. Die Stoffe waren kunterbunt und noch so zusammengelegt, wie sie vom Shop verschickt worden sind. 😮 Das könnte jetzt darauf hindeuten, dass ich eventuell zu viele Stoffe habe. Pssst... 

In dieser Kiste war auch ein Stoff, der perfekt zu meinem Baumstoff passte und so habe ich mir überlegt, mal einen Beutel zu nähen. 

Im neuen Büro ist es so, dass eine Kollegin manchmal Hörnchen mitbringt. Das war schon so, bevor ich das Notariat gewechselt habe. 😉Irgendwie ist es auch schön, dass sich eben manche Dinge nicht ändern. Ich bestelle für uns auch immer Hörnchen und fast immer habe ich keinen Beutel dabei, in den ich die Hörnchen legen kann. Naja, wenn ich Glück habe, habe ich einen Einkaufsbeutel in der Tasche, wenn ich kein Glück habe, dann habe ich keinen Einkaufsbeutel in der Tasche. Dann kommen die Hörnchen in meinen Lunchbeutel, der riecht dann aber am nächsten Tag auch noch nach Hörnchen und das mag ich nicht.

Na, wenn das mal kein Grund ist, aus dem schönen Stoff einen Hörnchenbeutel zu nähen. Ich hatte 25 cm bestellt, wenn ich die 25 cm als Höhe annehme, wär derdBeutel aber zu klein geworden und so habe ich aus dem anderen schönen Stoff unten eine Stück angenäht. So hat der Beutel einen schöne Höhe. Eigentlich wollte ich den schönen Baumstoff auch für innen nehmen, aber dann habe ich mich dagegen entschieden. So konnte ich zwei Beutel nähen. Für innen habe ich ein Panel zerschnitten, welches ich mal gekauft hatte, weil ich für jemanden einen Quilt nähen sollte. Dazu kam es aber nicht mehr, da sich der "Besteller" nicht mehr gemeldet hatte. Egal, so haben meine Beutel nun ein schönes Innenleben.

Ich liebe meine neuen Beutel und freue mich sehr darüber. Damit sie auch so richtig schön aussehen, habe ich die Nähte auch noch abgesteppt. Es fällt zwar nicht so auf, besonders nicht am oberen Ende, aber ich weiß es und das ist das Einzige, was zählt.

Beide Beutel habe ich noch mit Webetiketten verziert.

Leider hatte ich kein hundertprozentig passende Kordel zu Hause, aber ich denke, mit der dunkelblauen Kordel sieht es auch gut aus. So haben die Beutel einen kleinen Farbtupfer.


Ich bin in meine beiden Beutel richtiggehend verliebt. Einen davon werde ich mir dann immer in die Tasche packen, wenn ich Hörnchen bestellt habe. Den anderne werde ich wohl in die Geschenkebeutelkiste legen. Vielleicht möchte mir ja doch jemand aus meiner Familie mal etwas schenken und sucht nach einem passenden Beutel für mich. 😂

Ich muss es nochmal sagen: Ich finde meine Beutel ganz

Und jetzt werdet ihr bestimmt schmunzeln: Weil ich den Stoff so schön fand, habe ich ihn gleich noch einmal bestellt, denn daraus könnte ich mir auch einen Gelmerodaquilt ganz wunderbar vorstellen. 😍😂

Dienstag, 25. November 2025

für die Statistik

Im November sind noch drei weitere Gelmerodaquilts entstanden. Endlich ist nun auch der Düsseldorf-Kirchenfensterquilt fertig geworden. Das Top hatte ich ja schon Anfang September genäht, als ich den neuen Gelmerodaschnitt getestet habe. Seitdem lag das fertige Top, mal auf dem Zuschneidetisch, mal auf dem Bett, mal auf dem Hocker. Irgendwann hatte ich es so unterge"müllt", dass ich gar nicht mehr wusste, wo es war. Also habe ich das Top auch endlich mal zum Quilt verarbeitet.

Der Quilt ist völlig unspektakulär gequiltet, einfach nur in der Naht. Es sollte nichts von den Farben ablenken. Dieses Fenster war Vorlage für den Quilt:

Die außergewöhnlichen Farben kann man gut in dem Ausschnitt erkennen. Diese außergewöhnlichen Fenster haben wir in Düsseldorf in der Basilika St. Lambertus gesehen. An unserem ersten Tag in Düsseldorf hatten wir eine Schnipseljagd in der Innenstadt gemacht und sind dabei auch an der Kirche vorbeigekommen. Am zweiten Tag hatten wir zwischen dem Rheinturm und dem Museum noch ein wenig Zeit und sind dann wieder an der Kirche vorbeigegangen und haben sie dann besucht. Das war, wie man sieht, eine gute Idee.

Ein weiterer Quilt war eine spontan Überlegung. Bei einem ehemaligen Trainer habe ich im Whatsapp-Status ein wunderbares Foto der Stabkirche von Hahnenklee gesehen. Vor dem Altar hing ein ein textiles Werkstück in Farben, die geradezu nach einen Gelmerodaquilt schrieen. Dem konnte ich mich doch nicht verschließen.

Man sieht, das Foto ist nicht von mir, sondern von Marian Pohle-Hindermann, ich habe ihn gefragt, und ja, ich darf es hier in meinem Blog zigen. Ich habe für diesen Quilt extra Stoffe bestellt (in letzter Zeit bin ich häufiger von meinem Vorsatz, nur handgefärbte Stoffe zu verwenden, abgewichen). Ich hatte so wunderschöne Webstoffe angezeigt bekommen, die schienen mir perfekt für diesen Quilt. Kombiniert habe ich diese mit Oakshots und japanischen Webstoffen. Dass ich eben genau diese Stoffe schon einmal gekauft und das beim Wegräumen der neuen Stoffe festgestellt habe, behalte ich jetzt mal für mich. 😂


Wie immer habe ich beim Nähen die Stoffauswahl ein wenig angepasst, eben so, wie es für den Quilt am besten ist. Beim Nähen hat sich das oft noch einmal verändert. Gleich an dem Tag, an dem das Paket mit den Stoffen kam, MUSSTE ich einfach mit dem Nähen anfangen, denn ich wollte doch sehen, ob meine Idee funktioniert. Ich habe genäht wie im Rausch und habe tatsächlich das Top an dem Abend fertig bekommen.


Zum Aufräumen hatte ich dann abends um halb elf keine Lust mehr, das konnte dann also getrost bei zum nächsten Tag warten. Meinen Quilt habe ich unterschiedlich gequiltet, mal mehr mal weniger. 
Eine Weile habe ich überlegt, ob ich den Streifen aus dem Webstoff, bei dem die Übergänge zwar perfekt passen, nicht aber die geweben Streifen, aus dem Top heraustrenne. Ich habe mich dann aber dagegen entschieden, denn so hat das Teil ein wenig mehr Spannung. Durch das intensive Quilten an dieser Stelle sieht es nun sogar richtig gut aus.
 
Und noch ein weiterer Quilt ist in den letzten Tagen entstanden. Die Idee dazu kam mir, als wir in Jena in einer Ausstellung über DDR-Kunst waren, die im Depot des Museums gelagert wird. "Soviel Silber im Grau" war eine sehr interessante Ausstellung und ich freue mich, dass ich sie mir ansehen konnte. Dort war unter anderem ein Bild ausgestellt, welches in zarten Farben gemalt war und mich sofort angesprochen hat.
Mauretanische Küste von Einhard Hopfe
Diesen Quilt habe ich ebenfalls aus Oakshot genäht, um wieder zu den Anfängen zurückzukehren, habe ich diese mit handgefärbten Stoffen gemischt. Das Foto hätte besser sein können, aber es gibt so wunderbar die Farben diesesm Gemäldes wieder.

 
Diesen Quilt habe ich ein wenig symbolhaft gequiltet. Als wir die Ausstellung besucht hatten, ging es mir nicht gut und die Zeit ist wie in weiche Watte getaucht, die Erinnerungen daran sind nur bruchstückhaft. Das ist ein seltsames, unheimliches Gefühl. Aber irgendwie hatte ich zu diesem Zeitpunkt schon die Zuversicht, dass es irgendwann wieder besser werden wird. Und so ist es gekommen. Ich bin wohl immer noch gefährdet, wieder in alte Muster zu verfallen. Gerade in den letzten Wochen kam wieder das alte Gefühl auf. Ich habe dann versucht, einen Gang zurückzuschalten und die Dinge, die mich stressen, nicht zu machen. Das ist zwar für andere manchmal nicht so schön, aber ich muss auf mich aufpassen und gucken, dass ich nicht wieder krank werde.
 
So habe ich in meinen Quilt das Wort "Zuversicht" gequiltet. Klar, ich hätte es ein wenig schöner und zur anderen Seite lesbar quilten können, aber das war eine spontane Idee. Im Himmelbereich steigen luftige, geschwungene Linen auf. Für mich stehen sie für Leichtigkeit und Zuversicht. Ich mag meinen Quilt sehr, erinnert er mich doch an eine nicht so schöne Zeit, in der ich aber schöne Momente hatte und liebe Menschen an meiner Seite. 😍
Mit diesen Quilts, die ich in den letzten Tagen hier gezeigt habe, ist meine Sammlung auf sage und schreibe 46 (!) angewachsen. ein paar Ideen habe ich ja noch, als da wären der Monatsquilt für Dezember (47), ein Quilt für die Besuche in Babelsberg im KarLi (48), ein schwarz-weißer Quilt, schließlich hat Regina mit ihren Quilts den Anlass dazu gegeben (49), ein Mohnblumenquilt (50)... 
 
Ich habe mir überlegt, aus den Quilts einen Kalender für mich zu machen. Zwölf Monate und ein Deckblatt könnte ich gestalten, wenn ich den Kalender im Querformat mache, sieht es bestimmt richtig gut aus, wenn jeden Monat vier Quilts auf dem Kalenderblatt sind. 13 mal 4 ergibt ungefähr 52, also kann ich noch zwei weitere Gelmerodaquilts nähen... 😍

Sonntag, 23. November 2025

Gelmeroda genähmalt

Hier habe ich schon einmal ein Foto meines neuen Gelmerodaquilts gezeigt, ohne näher darauf einzugehen. Anfang November war ich in Soltau zu einem Nähkurs zum Thema "Nähmalen". Mir kam dann die Idee, einen großen Gelmerodaquilt zu nähmalen. Bevor ich mich aber an einen großen Quilt von 80 x 100 cm wage, wollte ich erst einmal testen, ob meine Idee überhaupt funktionieren könnte und so habe ich einen meiner Gelemrodaquilts genähmalt.

Da ich meiner Idee selber nicht so recht getraut habe, habe ich eine einfachen Baumwollstoff als Hintergrund genommen. Von einem fertigen Gelmerodaquilt habe ich auf wasserlöslichem Vlies die Konturen abgezeichnet und dieses Vlies dann auf meinen Hintergrundstoff gesteckt und außen festgeheftet. Da ich nur einen kleinen runden Stickrahmen hatte, habe ich einfach einen von meiner Stickmaschine genommen und damit gearbeitet. 

  
Da mein Hintergrundstoff ein dunkles grau war, habe ich mich entschieden, den Quilt ausschließlich in Grau-Tönen zu arbeiten. Als Garn habe ich Stickgarn verwendet und dann habe ich einfach angefangen.

Ich musste erst ein wenig in die Arbeit reinkommen, je länger ich genähmalt hatte, umso leichter fiel es mir. Ich habe mich Stück für Stück voran gearbeitet und immer auch versucht, die Stichrichtung zu ändern, um damit auch Struktur in meine Arbeit zu bekommen. Oftmals habe ich dann auch versucht, diese kleinen Kreise zu arbeiten, die wir im Kurs gelernt haben. Das war eine wirkliche Mammutaufgabe und gar nicht so einfach. 

Auf diesem Bild kann man es gut erkennen: Das helle Grau sind die kleinen Kreise, rechts und links daneben und auch darüber haben die Stiche eine entsprechende Richtung. Diese kleinen Kreise waren sehr zeitaufwändig, aber ich finde, sie sehen gut aus. 
Dieses Bild ist ein Ausschnitt vom fertigen Quilt, dort kann man gut erkennen, wie ich die verschiedenen Richtugnen gearbeitet habe. Ich habe immer mal weider ein bisschen an meinem Quilt gearbeitet, einmal auch morgens vor der Arbeit, da ich da mal wieder zeitig wach war.
Nach einer Woche intensiver Arbeit war dann mein Top fertig.

Ich hatte mich dazu entschlossen, nur das Gebäude selbst zu nähmalen, den Hintergrund habe ich komplett frei gelassen und diesen dann am Ende gequiltet. Das Gebäude erscheint auf dem Quilt ein klein wenig erhaben, denn meinen Stoff hatte ich vor Beginn der Arbeit mit Vlieseline hinterlegt und diese aufgebügelt, damit mein Stoff Stabilität hat. Bevor ich angefangen habe zu nähmalen, habe ich jedes Mal ausreißbares Stickvlies hinterlegt, so ist die Stickerei schon ziemlich fest geworden.


Ich finde meinen Quilt sehr schön und es war eine lohnenswerte Erfahrung und so weiß ich nun, wie ich - irgendwann - an den großen genähmalten Quilt herangehen muss. Bevor ich mit diesem Projekt aber anfangen werde, wird aber noch eine ganze Weile dauern. Das ist etwas, wo ich für bereit sein muss. 😉

Donnerstag, 20. November 2025

Show and tell

Show and tell, so heißt das neue Pattern von Elizabeth Hartmann. Auch wenn ich ihre Quilts mag, so war ich bisher, bis auf den Koalaquilt, standhaft. Bei dieser Anleitung aber, war es recht schnell um mich geschehen. Ich weiß gar nicht so genau, warum. Naja, im Grund genommen ist mein Blog ja auch ein Show and tell - ich zeige und erzähle. Und so habe ich mich spontan (!) entschieden, mir die Anleitung zu kaufen. Es gab auch passende Kits dazu, aber ich wollte gern Stoffe aus meinem Bestand nehmen, die müssen ja irgendwann mal ein bisschen weniger werden. Zuerst wollte ich hellen Hintergrundstoff nehmen, habe mich dann aber, nachdem ich Werbung für einen rosa Stoff mit zartem Muster angezeigt bekommen habe 😂, dagegen entschieden.

Auf dem Quilt sind vier verschiedene Tierarten (Hase, Bär, Fuchs und Rentier), die jeweils verschiedene, klassische Quilts zeigen. Im Originalquilt sind alle Tiere einer Art aus dem gleichen Stoff genäht. Das wollte ich aber nicht, mein Quilt wird bunt und lebendig.

Heute war mir mal danach und so habe ich mit dem ersten Block angefangen. Zunächst wollte ich nur das Tier nähen, dann flutsche es aber nur so und ich habe den Quilt auch noch genäht. Ich habe mich zunächst für den Log Cabin-Quilt entschieden, den der Bär voller Stolz zeigt.

Die Stoffwahl ist, sagen wir es mal, ein wenig abenteuerlich, aber trotzdem finde ich den Quilt, den der Bär genäht hat, wunderschön. So ein klassicher Quilt hat eben immer wieder seinen Reiz. Nicht umsonst gibt es manche Muster schon viele, viele Jahrzehnte. Ich habe gerade mal nachgesehen, eigentlich sind die dunklen Stoffe auf einer und die hellen Stoffe demzufolge auf der anderen Seite. So finde ich es aber irgendwie schöner.

Der Block ist relativ groß, auch wenn ich das gelesen hatte, hat mich die Größe dann doch irgendwie überrascht.   

Ich mag es, wie der Bär stolz über seinen Quilt guckt, wenn ich den Block ansehe, muss ich zwangsläufig schmunzeln.

Sonntag, 9. November 2025

Die Sehnsuchtsjane wird zum SBS

Ich bin ja manchmal ein klein wenig verrückt und habe seltsame Ideen. So hatte ich zum Beispiel vor drei Jahren die Idee, einen weiteren Janequilt zu nähen. Nein, angefangen habe ich damit noch nicht und ja, die Idee, einen weiteren Janequilt zu nähen, habe ich noch nicht verworfen. Aber hey, Pläne kann man machen und natürlich wieder ändern. Und im Pläne ändern und über den Haufen werden, bin ich inzwischen zur Meisterin aufgestiegen. Spontan könnte mein zweiter Vorname sein. Überhaupt hätte ich zu gern mehrere Vornamen gehabt. Ja, ich liebe meinen Namen, den gibt es nicht so häufig und als Kind war ich innerlich irgendwie froh, einen besonderen Namen zu haben, aber vielleicht noch ein oder zwei Namen dazu, das hätte ich - schon als Kind - toll gefunden. Naja, dafür habe ich mcih dann bei meinen Kindern ausgetobt. 😂

Also: SBS. SBS??? Fragezeichen überall?! SBS = Sylvia's Bridal Sampler. Ja, auch dieser Samplerquilt ist mir nicht neu und angefangen hatte ich anfangen wollte ich damit schon vor über 12 (😱) Jahren. Damals hatten Katharina und Kirsten die Idee, diesen Quilt zu nähen und wagemutig wollte ich mitnähen. Ob ich überhaupt einen Block genäht habe, kann ich nach der langen Zeit nun nicht mehr sagen. Ich weiß aber noch, dass ich mich damit überhaupt arg schwer getan habe.

Als ich mich im Sommer für den KI-Onlinekurs angemeldet habe, habe ich auf der Gildeseite gesehen, dass es eine neue Onlinegruppe gibt, die eben jenen SBS-Quilt näht. Ohne groß nachzudenken - siehe oben: spontan - habe ich mich dafür angemeldet. Schließlich war zu der Zeit gerade Sommer, ich hattte Urlaub und die Zeit war leicht, frei, unbeschwert und irgendwie auch schön. 

Für das Projekt wollte ich die Stoffe der Sehnsuchtsjane verwenden, schließlich habe ich da schon 10 Meter Hintergrundstoff und einige Stoffe in blau und grün liegen. Diese Stoffwahl ist für mich völlig ungewohnt, angelehnt  habe ich die an den Quilt, den ich mal auf Kleinanzeigen gesehen habe und mir kaufen wollte... ...und dann war er weg. Ja, diesem Quilt trauere ich heute noch hinterher. 

Leider sieht mein Hintergrundstoff auf dem Foto sowas un unspektakulär aus, in Wahrheit ist es ein frischer Stoff in einem zarten hellen Grün.

Der Beginn des Projekts war im Oktober, jeden Monat sollen sieben Blöcke genäht werden. Wer mag, kann seinen Quilt 2028 auf den Patchworktagen ausstellen. Zu Beginn des neuen Monats werden die neuen Blöcke in einem Zoom-Meeting vorgestellt, ein Austausch kann über Facebook und Instagram erfolgen. Vor ein paar Tagen kam schon die Mail mit den neuen Blöcken für Novomber. Aber hey, ich hatte noch nicht einmal angefangen.

Damit ich nicht gleich zu Beginn in Rückstand gerate, habe ich gestern Abend dann angefangen und die ersten Blöcke genäht. Zum Beginn des Projekts wurden erst einmal einfachere Blöcke ausgewählt und so kann ich nun stolz die ersten Blöcke vorzeigen. 

Auch hier kommt das Limettengrün nicht wirklich schön zur Geltung, es sieht eher nach gelb aus. Die Blöcke sind 6,5 Inch groß und ich muss ehrlich sagen, ich muss in das traditionelle Patchwork erst einmal wieder reinkommen. Da ich einen "falschen" Block genäht habe, fehlen mir noch drei Blöcke, um die Oktoberaufgabe erledigt zu haben. Damit werde ich mich heute mal beschäftigen. Ich muss noch überlegen, ob mir die Stoffkombi gefällt. Es ist für mich so ungewohnt, dieses Farben. Eigentlich mag ich ja viel lieber warme Farben und rot, orange... Wenn da nicht dieser Quilt auf Kleinanzeigen gewesen wäre... Aber vielleicht ist ein Farb-/Richtungswechsel gar nicht verkehrt. 😉

Montag, 3. November 2025

Neuer Monat, neuer Quilt, verrückte Idee

Der vorletzte Monat meines Feiningerkalenders ist nun sozusagen angebrochen, ich bin auch schon wieder einen ganzen Monat in meinem neuen Büro - die Zeit rennt nur so, aber wohin? Das vorletzte Kalenderblatt bedeutet eben auch, dass ich den vorletzten Monatsgelmerodaquilt genäht habe. Für diesen und auch den kommenden Kalenderquilt habe ich ja versucht, passende Stoffe zu färben. Die Farben sind mir auch ganz gut gelungen, allerdings habe ich beim Vernähen festgestellt, dass der Ausgangsstoff nicht ganz so schön gewesen ist, das der Glanz fehlt.

Wie immer, habe ich erst einmal eine Stoffauswahl getroffen und anhand des Kalenderblatts geguckt, ob sie passend sind.

So sieht es schon ganz gut aus, allerdings fand ich, dass der Himmel zu dunkel geworden ist, da fehlt mir ein wenig türkis. Ich habe mir dann im Bastelladen Stempelfarbe und Stoffmalfarbe in türkis gekauft und den Himmel noch ein wenig bearbeitet. Die Farben gefallen mir gut, allerdings fehlt mir, wie oben schon geschrieben, der Glanz der Stoffe. Gequiltet habe ich dann, angelehnt an die Zeichnung auf dem Kalenderblatt, mit braunem Garn.
Auch wenn der Quilt, bedingt durch den Stoff, nicht so strahlend und glänzend ist, gefällt er mir inzwischen doch gut und wenn er neben dem Kalenderblatt hängt, noch besser.  
Das ist nun der vorletzte Kalenderblattquilt, schwingt da gerade ein wenig Wehmut mit, während ich diesen Text schreibe? Ja, ein wenig wohl, schließlich war das wieder ein sehr spannendes Projekt, welches ich mir für dieses Jahr überlegt habe.
 
Mein Gelmerodaprojekt begleitet mich nun schon zwei Jahre, hat mich durch Höhe und Tiefen begleitet und gehört irgendwie zu mir dazu - finde ich. Ganz viel Halt gab mir im Frühjahr mein schwarzer Quilt und für Freude ist mein Glücksquilt da. Und überhaupt: Ich liebe dieses Projekt und irgendwann kam mir die Idee, dass ich das Projekt noch näher bei mir haben möchte und so habe ich einen Tätowierer kontaktiert und abgeklärt, ob meine Idee machbar ist. Heute hatte ich nun den Termin. Ich war in der Nacht ganz schön aufgeregt, ob er meine Vorstellung verstehen und umsetzen konnte. Als ich dann die Vorlage beim ihm gesehen habe, ist mir das Herz aufgegangen, so toll war die Vorlage. Naja, und so trage ich nun mein Motiv immer bei mir:
Das Motiv ist gerade frisch gestochen, noch ziept es ein wenig, aber ich finde es sowas von schön und bin so, so, so glücklich damit. 😍😍😍 

Sonntag, 2. November 2025

Ein Kurs und eine wahnwitzige Idee

Ich hatte mich im Sommer ja für einen Onlinekurs "Nähmalen" angemeldet und das hat mir so richtig Spaß gemacht und so habe ich mich spontan entschieden, mir den letzten freien Platz im Kurs "Fadenmalen" in Soltau zu sichern. Über Dagmar, die Kursleiterin, bin ich zufällig bei Insta "gestolpert". Wir hatten uns auf den Patchworktagen in Goslar bei der Ausstellung der Rubinquilts unterhalten und sie hatte mir ihren ersten Quilt, den sie nicht einreichen konnte, da er nicht nur rot enthielt, und den eingereichten gezeigt und so kamen wir in's Gespräch. Als ich dann gesehen hatte, dass sie einen Kurs im Fadenmalen gibt, habe ich mich angemeldet und so bin ich dann gestern nach Soltau gefahren.

Ich habe mich für das begleitenden Fahren ab 51 entschieden. 😂Nein, ganz im Ernst, ich war sehr froh und dankbar, dass Johannes sich bereit erklärt hat, mich zu begleiten. Es war doch eine etwas längere Strecke und ich bin eine ganze Weile lange Strecken nicht mehr allein gefahren und fühlte mich ein wenig unsicher.

Der Kurs war in einem Hotel in Soltau, ich glaube, das war ein regelrechtes Tagungshotel, so viele Tagungsräume, wie es dort gab. Der Raum, in dem wir waren, war schön groß und geräumig und wir hatten Fenster und Türen zum Außenbereich, die wir dann öffnen konnten.

Die ersten Übungen betrafen wieder die richtige Fadenspannung. Erstaunlicherweise ist die bei meiner Maschine bei jedem Quiltfuß unterschiedlich. Nachdem diese dann richtig eingestellt war, ging es an die ersten Übungen zum Kennenlernen der Arbeitsweise.

  
Wer wollte, konnte dann schon mit richtigen Arbeiten beginnen. Ich hatte mir gestern früh, ganz spontan, noch ein, zwei Fotos von der Kirche in Gelmeroda ausgedruckt und schnell noch ein paar passende Garne dazu eingepackt. Naja und so habe ich dann eben mit meiner kleinen Kirche angefangen. Zunächst habe ich die Umrisse auf den Stoff gezeichnet, diesen dann in einen (viel zu kleinen) Stickrahmen gespannt und zunächst die Konturen genäht.
Da ich nur einen kleinen Stickrahmen hatte (den habe ich mir noch im Bastelladen gekauft, ich sage jetzt nicht, dass ich beim Aufräumen kürzlich drei oder vier Stickrahmen entsorgt habe 😏), musste ich meine Arbeit immer mal wieder umspannen und dummerweise habe ich dann vergessen, das Stickvlies unterzulegen. Dadurch hat sich meine Arbeit ziemlich zusammengezogen.
Ich bekam von Dagmar den Hinweis, dass ich auch den Hintergrund quilten soll, dann fällt das Zusammengezogene an der Stickerei nicht mehr so arg auf. Das werde ich dann demnächst machen. Zum Abschluss habe ich mich dann noch an einem Kürbis versucht. Ok, das Blatt ist nicht ganz so passend, aber ich denke, man kann erkennen, was es darstellen soll.
 
Den Kürbis habe ich mit drei, vier verschiedenen Orange und Brauntönen garbeitet, so sieht er ein wenig lebendiger aus. Die Zwischenräume zwischen den einzelnen Nähten habe ich dann noch mit Buntstift ausgemalt. Wobei, wenn ich mir den Kürbis so ansehe, wäre es besser gewesen, ihn flächiger zu gestalten: In einem Bereich mit einer Farbe arbeiten und dann mit einer zweiten Farbe nur ein paar Akzente setzen. Das werde ich veilleicht noch einmal versuchen.
 
Es war ein sehr schöner Kurs und hat mir viel Spaß gemacht. Auch wenn ich die Dinge aus den Onlinekurs vom Sommer her schon kannte, ist es doch in Präsenz noch einmal etwas anderes. Man kann sich austauschen, sieht, was und wie die anderen arbeiten. Wenn ich allerdings daran denke, wie viel ich vorher bedenken und einpacken musste, ist ein Onlinekurs doch einfacher. Es hat beides seine Vor- und Nachteile.
 
Als ich gestern früh so meine Sachen eingepackt und noch die Fotos ausgedruckt habe, kam mir die Idee, mal einen Gelmerodaquilt zu nähmalen. Diese Idee hat sich nun schon etwas fester in meinem Kopf festgesetzt und ich habe schon einmal nach einem passenden Hintergrundstoff und nach Stickgarnen geguckt. Und wer kommt denn auf die Idee, dass ich am liebsten gleich anfangen würde, nein, nein, nein... 😂
 
Meine Wahl fiel auf Gelmeroda XI. Ich finde, das Bild hat sehr viel Potential zum Nähmalen. Mal schauen, ob mir das auch so gelingt, wie ich es mir vorstelle...