Donnerstag, 28. August 2025

Weihnachten kommt schneller als man denkt

Sorry, wenn ich euch mit meiner Überschrift jetzt vielleicht ein klein wenig in Panik versetzt habe. Aber es ist ja so, kaum ist der Sommer im Abklingen, stehen in den Geschäften die ersten Lebkuchen herum (ich frage mich immer wieder, wer kauft Lebkuchen und dann noch Ende August) und schwupps ist schon wieder Weihnachten. 

Beim Stöbern im Netz bin ich auf die Seite von FruBlomgren gestoßen, sie hat wundervolle, handgezeichnete Stickdateien und klar, da habe ich ein klein wenig eingekauft. Irgendwann gab es den Adventskalender vom letzten Jahr im Angebot und den habe ich mir gekauft und damit ist Familie Nisse bei mir eingezogen. Ich habe mir überlegt, aus die gestickten Dateien zu einem Weihnachtsquilt zu verarbeiten. Wie genau der aussehen wird, weiß ich noch nicht, ich sticke erst einmal und überlege dann, wie ich die einzelnen Blöcke zusammensetze.

Die Motive habe ich auf altem Leinen gestickt, ich finde, das passt zur Art der Blöcke besonders gut. Wie sich das am Ende verarbeiten lässt, weiß ich jedoch noch nicht. 

 

 
Bei manchen Blöcken werden auch Teile appliziert. Da habe ich mich für Wollfilz entschieden, auch das, finde ich, passt gut zur Art der Blöcke. Noch habe ich einige zu sticken und dann kann ich überlegen, wie der Quilt aussehen soll.

Montag, 25. August 2025

Zuwachs in meiner Sammlung

Habt vielen Dank für eure lieben Kommentare und Mails, über die ich mich wieder sehr gefreut habe. Das ist auch der Grund, warum ich meinen Blog so sehr liebe: Der Austausch mit Gleichgesinnten, liebe Worte, wenn es nötig ist, persönliche Begegnungen, Freude bereiten, Freude bekommen... Es scheint, als komme ich so langsam wieder in's Gleichgewicht, ich weine nicht mehr bei jeder, sondern nur noch bei jeder zweiten oder dritten Möglichkeit. Das ist ja schon einmal ein Fortschritt und so langsam gewöhne ich mich gedanklich an die neue Situation. Und dann sind 35 Stunden in der Woche ja auch sehr schön.

Vorgestern hatte ich überlegt, ich könnte ja mal einen Gelmerodaquilt nähen. Zuerst hatte ich überlegt, den Semtemberquilt zu nähen, diese Überlegung habe ich dann aber wieder verworfen. Nein, ich werde das Projekt mit den passenden Quilts zu den Kalenderblättern nicht beenden, aber nach einem Quilt für mein Büro war  mir einfach nicht. Aber in meinem Herzen drin war ein roter Quilt, rot fehlt noch in meiner Sammlung und ich möchte ja eigentlich auch immer noch einen Mohn-/Kornblumen-Gelmerodaquilt in rot und blau nähen. Aber erst einmal der 💕Quilt.

Rote Stoffe sollten nicht das Problem sein, denn im Hinblick auf den Mohn-/Kornblumenquilt hatte ich schon einen Schwung rot gefärbt. Ich konnte also aus dem Vollen schöpfen.

Und doch fand ich, dass ich zu wenige, passende rote Stoffe hatte. Für den Turm habe ich mich für drei verschiedene Rottöne, die ein wenig in anderen Farbrichtungen gehen entschieden. Zuerst hatte ich Sorge, dass das eventuell nicht gut aussehen könnte. Aber die Sorge war unbegründet, es sieht gut aus.

Ich bin am Sonnabend mit meinem Top nicht fertig geworden und habe alles so liegengelassen, wie es war, da ich ja Sonntag dann daran weiternähen wollte. Irgendwie habe ich dann "rot gesehen"... 😂
 
Rot ist schon eine dominante Farbe, die alle Blicke auf sich zieht. Ich habe es mir beim Nähen mal wieder selber sehr schwer gemacht, denn ich habe mit zwei unterschiedlichen Stoffqualitäten gearbeitet. Als ich angefangen habe, Stoffe zu färben, war ich auf der Suche nach passendem Baumwollsatin in der richtigen Stärke und habe verschiedene Stoffe bestellt. Unter anderen war ein Stoff dabei, der ein recht geringes Gewicht hat, der ist natürlich entsprechend dünn und lässt sich mit den festeren Stoffen zusammen schlechter verarbeiten, da er sich mehr dehnt als die festen Stoffe.
 
Meinen Quilt habe ich im oberen Bereich mit unzähligen kleinen roten Perlen bestickt und wenn man ganz genau hinsieht, kann man sogar ein Sternbild (das Einzige, welches ich kenne) erkennen. 😉🌟

Rot ist jedoch auch immer ein wenig schwierig zu fotografieren. Mein Quilt sieht auf dem Foto fast ein wenig leblos aus, ist er aber nicht, ganz im Gegenteil. Als das Top fertig war, fand ich es gar nicht schön, aber jetzt, als fertiger Quilt gefällt er mir richtig, richtig gut. 😍
  
Einen Platz hat mein Quilt auch schon. Noch hängt er ein wenig einsam dort, aber bald kommen ja noch Quilts hinzu.
 

Freitag, 22. August 2025

Zwiegespalten?!

Vor ein paar Tagen hatte ich ja schon mein halbfertiges Top aus dem Kurs Picasso trifft Algorithmus gezeigt und hatte geschrieben, dass meine Dame zwiegespalten ist. Nachdem ich ihr dann das Unterteil angesetzt habe (😂), sah sie schon vollständiger aus. Aber noch immer fragend, skeptisch, zwiegespalten. Stumm.

Dank moderner Technik war es mir möglich, aus dem Bild den Mund zu entfernen (da ich nicht daran gedacht habe, das fertige Top ohne Mund zu fotografieren) und so kann man gut sehen, was ich meine.

Den Mund habe ich aus dunklem Stoff gefertigt, er soll der Hingucker in meinem Quilt werden und davon ausgehend soll dann das restliche Bild erkundet werden. Die Mundwinkel zeigen leicht nach oben, meine Dame lächelt leise vor sich hin. "Leise vor sich hin lächeln" ist auch so ein schöner Ausdruck. Wie kann man denn laut oder leise lächeln, aber irgendwie weiß man sofort, was gemeint ist. Überhaupt finde ich, gibt es in unserer Sprache so viele schöne Worte und man kann so viel sagen...

Sieht sie nicht schön aus? So wunderbar sanft und lieblich und sie lächelt so schön. 

Ich habe in meinem Bild mit einen Bildbearbeitungsprogramm die Klipse vom Bügel entfernt und die Farben ein wenig verstärkt. Ich bin richtig in meine Dame verliebt. Nun muss sie nur noch zum Quilt werden.
 
Ich versuche, mich wieder aufzurappeln, manchmal geht es mir gut und manchmal geht es mir nicht so gut. Ich bin inzwischen aber zuversichtlich, dass es aufwärts geht. Sicher, ich werde noch eine gewisse Zeit brauchen und die nehme ich mir auch und dann hoffe ich, dass es wieder geht. Gestern habe ich meinen neuen alten Kolleginnen erzählt, dass wir ab Oktober wieder das gemeinsame Vergnügen haben. Beide haben sich sehr darüber gefreut und das erleichtert mir die ganze Sache doch sehr. Es ist nun einmal so gekommen, wie es gekommen ist. Auch wenn ich es wusste, hat es mir doch den Boden unter den Füßen weggezogen und den zimmere ich mir nun ganz langsam wieder zusammen. 

Samstag, 16. August 2025

Picasso trifft Algorithmus

Vor einer Weile bin ich im Netz über einen tollen Quilt "gestolpert", der hatte es mir angetan und ich habe gesucht, ob es dafür eine Anleitung gibt. Eine Anleitung gibt es nicht, aber seitdem folge ich der Künstlerin auf Instagram, dort habe ich dann auch die Ankündigung für den Onlinekurs "Picasso trifft Algorithmus" gesehen. Dieser Kurs fand/findet im Rahmen des Gildes-Sommers der Patchworkgilde statt. Ich habe bisher noch nie an einem Onlinekurs der PW-Gilde teilgenommen, habe aber schon oft gelesen, dass die Kurse sehr schnell ausgebucht sind. 

Also habe ich mir den Termin im Kalender eingetragen und auch gleich die Anmeldedaten der Gildeseite dazu (die vergesse ich grundsätzlich und habe schon mehrfach ein neues Passwort anfordern müssen). Als es dann soweit war, dass die Kurse freigeschaltet waren, fand ich den Kurs zuerst nicht (es war sehr schwer, auf der Gildeseite die Kurse zu finden), nachdem ich ihn dann gefunden hatte, konnte ich ihn nicht buchen, es gab irgendwelche Probleme... Aber nach einem kurzen Moment ging es dann und ich hatte MEINEN Kurs gebucht. Mann, was war ich aufgeregt. In diesem Zuge habe ich mich dann auch gleich noch für die neue Onlinegruppe angemeldet, die - als Nachfolgeprojekt zu Marias Quilt - den Sylvia's Bridal Sampler aus den Elm Creek-Büchern näht. 

Am vergangenen Sonntag fand nun mein Kurs von 10 bis 14 Uhr statt. Zu Anfang hat Carmen viel über KI erzählt. KI wird immer präsenter und ist Segen und Fluch zugleich. Die Möglichkeiten, die die KI im Rahmen von Quilts bietet, finde ich allerdings unheimlich spannend und sicher werde ich das ausprobieren.

Stofflich habe ich mich ziemlich an Original (auch, weil mich die Farben an die Picasso-Bilder in der Albertina erinnert haben) orientiert und mich für Grunge-Stoffe entschieden. Diese sind zwar einfarbig, haben aber durch die Art und Weise doch Struktur und Lebendigkeit. Das finde ich schön.

Carmen arbeitet mit Freezer-Papier. Die Vorlagen mussten auf dem Papier ausgedruckt oder aufgezeichnet werden. Das Abzeichnen und Ausschneiden der Vorlagen hat Katharina für mich übernommen, weil ich es zeitlich überhaupt nicht geschafft hätte. Sie hat mir damit unheimlich geholfen. Ich habe es nicht einmal geschafft, mir die Vorlagen vor dem Kurs anzusehen, ich habe nicht einmal gucken können, wie Katharina die ausgeschnittenen Vorlagen am Ende sortiert hat. So habe ich im Kurs natürlich immer das passende Stück suchen müssen. Zunächst fiel es mir auch schwer, die Rundungen zu nähen. Am Endes des Kurses hatte ich das obere Stück zusammengenäht und das war es dann erst einmal. Die Arbeit lag bis gestern.

Gestern habe ich mich dann wieder an das Projekt gewagt (ich war ein wenig hin- und hergerissen: Im Kurs erschien mir das Nähen so arg schwierig, die Rundungen, dass es passen muss...). Gestern aber ging es besser. Sicher, die ein oder andere Naht habe ich ein wenig auftrennen müssen, damit die Übergänge richtig passen, aber im Großen und Ganzen flutschte es gestern. Nun fehlt nur noch der ganz untere Teil des Bildes.
Ich glaube, die Dame ist zwiespältig, Freude und Nichtfreude über etwas finden sich in ihrem Gesicht, so geht es mir momentan auch. Ab Oktober stehen Veränderungen an, Veränderungen, auf die ich so gar keine Lust habe. Wieder eine neue Situation, wieder neu lernen, neue Menschen, aber auch altbekannte, neue Arbeitsweisen, ein altes neues Computerprogramm... Eine Tür schließt sich, sofort tat sich eine neue Tür auf. Das ist schön und beruhigend und irgendwann wird die Freude darüber auch mein Herz erreichen. Stolz macht es mich, dass ich in den letzten Tagen so viel Wertschätzung erfahren habe. Und ja, ich habe mir eingestanden, dass meine Kraft endlich ist und war bei meiner Hausärztin. Wie schön es doch ist, eine ganze Nacht, wenn auch nur bis zum Morgengrauen, durchzuschlafen und keine Gedanken an irgendetwas in den Kopf zu bekommen... Und der Rest kommt dann auch irgendwann.

Mittwoch, 13. August 2025

Sekt oder Selters

Hier hatte ich ja schon einmal geschrieben, dass ich beim meinem Chagall-Quilt nach dem Motto "Sekt oder Selters" gehandelt hatte. In dem Kurs über das Nähmalen erzählte die Kursleiterin, wie sie so kleine Stippern auf die Motive aufbringt. Diese Idee gefiel mir und die wollte ich gern für den Chagallquilt aufgreifen, denn ich wollte im Himmel gern kleine leuchtende Pünktchen haben. Dafür nimmt man Kleber in Pulverform, ich hatte den von Prym, und streut das Pulver auf den Stoff und bügelt dann die Heißklebefolie auf.

Bei meinem Chagall-Quilt wollte ich im Himmelbereich gern solche Pünktchen haben. Ich hatte Johannes gebeten, im Bastelladen nach dem Kleber und der Folie zu gucken. Und welche Freude: Es gab die Sachen. Gut, die Folie war nicht genau die, die ich zu Hause hatte (ich wollte gern Silber, hatte aber nur gold), aber die Verkäuferin meinte, "das ist das Gleiche, das können Sie nehmen". Mmh, bei diesen Aussagen bin ich immer ein wenig skeptisch, aber nicht viel. Und so habe ich dann natürlich  nach dem Motto "Sekt oder Selters" gehandelt und gleich meinen Quilt verziert:

Kleber aufgestreut, Folie aufgelegt und gebügelt. Und: SCHEIßE!
Es war natürlich nicht das Gleiche und mein Quilt war versaut. Da es nun schon versaut war, habe ich auf der anderen Seite probiert, ob es mit der anderen Folie besser klappt. Und ja, das klappte natürlich viel besser.
Oh, ich habe mich geärgert und dann kam noch der Hinweis von Jonathan, dass ich ja auch erst einmal hätte irgendwo testen können, aber "nein, du hast noch großspurig gesagt Sekt oder Selters...". Ja, danke Jonathan, genau das habe ich gesagt. Ich habe dann den Himmelbereich abgetrennt und neu genäht. Leider hatte ich von dem helleren blauen Stoff nichts mehr, so dass der Himmelbereich dann recht dunkel geworden ist. Ändern konnte ich es nun nicht mehr.
 
Ich habe dann die richtigen Folien online bestellt. Damit es sich lohnt, habe ich nicht nur silber, sondern gleich verschiedene Farben bestellt, unter anderem auch irisierende Folie. Die Lieferung ging recht schnell und so konnte ich ein paar Tage später schon meinen Quilt beenden.
 
Und mit der richtigen Folie hat es dann auch geklappt und mein Quilt hat im Himmelbereich die Pünktchen, die ich haben wollte. 
 

 
  
Rechts sind die Pünktchen feiner geworden, das gefällt mir besser. Es ist nicht ganz so einfach mit der Folie und ich muss ein wenig üben, aber so bin ich nun zufrieden. Vielleicht sollte ich manchmal bestimmte Dinge doch erst testen, das würde mir Arbeit ersparen, aber das wäre auch nicht ich. 😂

Dienstag, 12. August 2025

Ein Ausflug nach Potsdam

Ende Juli wollte Johannes gern nach Babelsberg zum ersten Saisonspiel seines Herzensvereins fahren. Da mir Johannes leid tat, weil er allein fahren musste, wollte ich Jonathan davon überzeugen, Johannes zu begleiten. Aber das ging gar nicht, nein, Babelsberg guckt er sich nicht an, schließlich ist er Auefan. Naja, weil ich eine gute Mutter bin (denke ich zumindest), habe ich angeboten, Johannes zu begleiten. Das konnte ich dann auch gleich mit einem Besuch im Barberini verbinden. Gesagt, getan. Blöd war nur, dass mir Johannes am Abend vorher gesagt hat, dass die Ultras dazu aufgerufen haben, zum ersten Heimspiel im weißen Trikot/Shirt zu kommen. Weiß??? Weiß war endweder in der Wäsche oder nicht vorhanden. Es hatte auch kein anderer ein weißes Shirt, welches ich hätte anziehen können. 

Johannes meinte, es wäre nicht so schlimm, aber mich hat das schon gewurmt und das konnte ich nicht auf mir sitzen lassen. Zum Glück habe ich Stoff und kann nähen. Und so habe ich mir am Abend, am späten Abend, noch ein Shirt genäht. Es ist nicht reinweiß, sondern eher cremefarben, aber der Wille allein zählt.

  

Auf den Ärmel habe ich ein Bügelbild aufgebügelt und in der Seitennaht eine Etikette mit eingenäht, so ist das Shirt nicht nur weiß. Ich fand den Spruch des Aufdrucks auch passend.

 

Der Tag in Potsdam war richtig schön, erst waren wir im Museum, gut, das hat einem nur bedingt gefallen und das war nicht ich, dann waren im was essen und haben uns dann auf dem Weg zum Stadion gemaccht. Es ist, finde ich, ein ganz besonderes Gefühl, mit einer Menge denselben Weg zu haben, das gleiche Ziel. Als wir dann aus dem Bus ausgestiegen und mit der Menge zum Stadion gegangen sind, kamen mir schon wieder die Tränen. Ich kann nichts dagegen machen, in bestimmten Situationen muss ich einfach tränen. Wir hatten Stehplatzkarten, hatten uns noch was zu trinken geholt und sind dann, tatsächlich zufällig, im Ultrablock und auch bein den Ultras gelandet. Von den fünf Toren habe ich nur gut 1 1/2 gesehen, sonst wehten die Fahnen vor mir, war ich mit Singen und Klatschen beschäftigt. In diesen Block wollten wir nicht wirklich, aber es hat einfach nur Spaß gemacht. Ich bewundere ja die Vorsänger, die wirklich ununterbrochen 90 Minuten lang Stimmung machen. Diese Ausdauer muss man erst einmal haben. Das Spiel ging für Babelsberg nicht wirklich gut aus, aber ich fand, das tat der Stimmung keinen Abbruch und trotz der recht hohen Niederlage blieb alles friedlich. Ich muss sagen, so langsam kann ich die Begeisterung für die Ultrablöcke verstehen, dass ist noch einmal ein ganz anderes Erlebnis, als wenn man normal zum Fußball geht. Ich habe zu Johannes gesagt, dass wir beim nächsten Mal Plätze nehmen, wo man auch was sieht, aber vielleicht gehen wir doch wieder in den Ultrablock.

Gern wäre ich ja am 9. August wieder nach Babelsberg gefahren, aber Johannes hatte Nachtschicht und für Steffen war es einfach noch zu anstregend. Aber hey, die Saison ist noch jung und sicher ergibt es sich nochmal, dass wir wieder hinfahren können (vielleicht habe ich "meinen" Verein ja nun doch gefunden, auf jeden Fall habe ich mir eine Jacke gekauft, diese allerdings, weil mir die Farben so gut gefallen haben 😂).

Sonntag, 10. August 2025

Meine Galerie

Vor einiger Zeit hatte ich mal wieder arge Platzprobleme - wobei, die habe ich noch immer - und wollte gern etwas verändern. Ich glaube,  manchmal muss ich einfach irgendwas räumen oder verändern. Ich rufe dann die Familie, die da ist, in's Schlafzimmer und trage meine Ideen vor oder klage mein Leid. Je nachdem, in welcher Phase ich mich gerade befinde. Was meine Familie zu meinen Ideen sagt, muss ich wohl nicht weiter ausführen. 😏😐Irgendwann war es mal wieder soweit. Und ja, ich habe was verändert. Ich habe eine größere Tischplatte gekauft, so dass ich um die Stickmaschine herum mehr Platz habe (ob das damals das Problem war, weiß ich tatsächlich schon nicht mehr).

Es war mal wieder eine meiner Hauruck-Aktionen und eine Menge Arbeit, aber ich finde, sie hatte sie gelohnt. Ich konnte beide Rollcontainer unter dem Tisch "verstecken", einer stand bisher immer vor der Regalseite, an die ich öfter ran musste (ich glaube, das war es, was mich gestört hatte) und ein klein wenig mehr Platz hatte ich auch.

Aber (ja, ein aber gab es) jetzt störte es mich, dass es so unruhig aussah. Insbesondere von der Rückseite des Tischs, die ich ja "sehe", wenn ich im Bett liege.
 
Ja, so etwas stört mich wirklich und auch wenn ich es nicht sehe, wenn ich im Bett liege und schlafe, kann ich bei so etwas nicht einschlafen. Ich kann zum Beisspiel auch nicht einschlafen, wenn der Vorhang vor dem Stoffregal nicht richtig zugezogen ist. Dann muss ich aufstehen und den richtig hinzuppeln. 
 
Eine Weile habe ich es so gelassen, irgendwann habe ich Steffen dann aber erklärt, dass da etwas vor muss und was liegt da näher, als Quilts vorzuhängen. Wir haben dann Stangen und Haken gekauft und an der Vorder- und Rückseite des Tischs Stangen angebracht, auf die ich meine Gelmerodaquilts aufgehängt habe. Das passt auch perfekt mit der Größe der Quilts und ich "schaue" beim Schlafen nicht mehr auf eine unruhige Stelle.
Auch auf der anderen Seite des Tischs sieht es nun ruhiger aus:
 

Und weil ich noch Quilts und eine Tischkante über hatte, habe ich auch dort Quilts davor gehängt. Steffen meinte zwar, das würde beim Nähen (auf dem Tisch sehen die Overlock und die Covermaschine) stören, aber bisher geht es und sollte ich an das Regal hinter den Quilts müssen, kann ich die Stange problemlos wegnehmen.

  
Auf die Idee mit der "großen" Galerie kam dann Katharina. Einige von euch habe geschrieben, dass sie gern mal alle Gelemrodaquilts beisammen sehen würden. Darüber hatten wir uns unterhalten und sie sagte, dass ich dann eben die Quilts, die an einer Galerieschiene über unserem Bett hängen austauschen müsste. Das war die Idee und ich frage mich, warum ich da nicht schon früher drauf gekommen bin. 
 
Wir haben dann die Quilts abgenommen und erst einmal provisorisch ein paar der Quilts aufgehangen.
Sieht schon gut aus. Allerdings waren die Stangen erstens zu klein und zweitens zu instabil. Also habe ich noch zwei größere Stangen gekauft, noch Aufhängungen für die Galerieschiene bestellt und dann meine ganz eigene Galerie eingerichtet.
 
Erst konnte ich nur eine Reihe Quilts aufhängen, nachdem dann die Seile und Haken für die Galerieschiene kamen, habe ich eine zweite Reihe aufgehangen. Um die zu bestücken, habe ich von den Tischen Quilts mit abgenommen.
Ich habe momentan alle Gelmerodaquilts aufgehangen, ich hatte sogar Platz, die zwei schwarz-weiß Quilts von Katharina und mir mit aufzuhängen:
 

Allerdings habe ich nun auch wieder ein Problem, für das aber schon eine Lösung in Sicht ist.


Mir fehlen tatsächlich Quilts und auch diese Seite wieder zu verstecken. Ich MUSS also weiter Gelmerodaquilts nähen, die nähe ich ja nicht zum Spaß, sondern um mein Chaos dahinter zu verstecken. 😂 An eine Stange passen sechs Quilts, die schwarz-weißen passen auch nicht so recht in's Bild, also muss ich wenigstens noch acht Quilts nähen. Ich habe, nachdem Katharina und ich die "Galerie" eingerichtet haben, über die Quilts gesprochen, gezählt, wie viele es sind, überlegt, welche ich gern noch nähen möchte (September bis Dezember, zwei Kirchenfensterquilts, einen in rot - macht sieben Quilts, zu meinen vorhanden 34 dazu macht 41). 41 ist nun aber eine total krumme Summe, mit der ich und mein innerer Monk so gar nicht leben können, also haben wir überlegt, dass 50 eine gute Zahl für dieses Projekt wäre. Und wenn ich die 50 voll habe, überlege ich neu. 😍😊

Samstag, 9. August 2025

Neuer Monat - neuer Quilt

Lange war es ruhig bei mir, jedoch nur auf dem Blog. Steffens Reha wurde bis 31. Juli verlängert, das hätte gut gepasst, denn für den 31.7. hatten wir Konzertkarten. Ja, hätte, aber nix da: Es kam mal wieder anders, denn er bekam in der Reha eine Wundrose am Bein und wurde dann nach Wernigerode in's Krankenhaus verlegt. Dort lag er dann bis gestern. Die gesamten Sommerferien war er nun durch die Reha und den Krankenhausaufenthalt nicht zu Hause. Nun sind wir wieder komplett und ich hoffe, es wird für mich wieder ein wenig einfacher. Zum Blogschreiben hatte ich in der Zeit eher keine Muße, ich bin abends einfach nur noch völlig platt in's Bett gefallen.

Mein neuer Monatsquilt hängt seit Freitag bei mir im Büro:

Noch besser würde er zum Kalenderbild passen, wenn das grün im Quilt blau wäre. Aber das ging nicht, denn der Quilt hat eine Besonderheit. Ich könnte euch jetzt raten lassen, wie viele Stoffe ich im Quilt verarbeitet habe. Dazu zeige ich den Quilt mal in groß: 

Ich kann es aber auch vorwegnehmen. Es ist ein einziger Stoff, den ich im Quilt verarbeitet habe. Wenn ich beim Stoffe färben Farbe über habe, mache ich manchmal noch Containerfärbungen. Und dieser Stoff ist eben einer aus einer Containerfärbung. Als ich den gebügelt hatte, wusste ich schon, dass ich den für den Augustquilt verwenden möchte.
In der Reihenfolge, wie die Stoffe hier hängen, lagen sie auch im Container. Ich finde diese Färbungen immer überraschend, schließlich weiß ich ja nie wirklich, was bei rauskommt. Bisher war ich aber immer zufrieden.
 
Ich habe meinen Quilt ziemlich dicht gequiltet, um damit ein wenig die Bewegung aus dem Kalenderbild aufzugreifen. Auf diesem Foto kann man es ein klein wenig erkennen.
Auch wenn mein Quilt zum Kalenderblatt nicht hundertprozentig passt, so mag ich ihn doch sehr gern und ich freue mich, wenn ich ihn dann im September mit nach Hause nehmen und in meiner privaten Galerie aufhängen kann. 😍