Dienstag, 31. Dezember 2024

Zum Ende des Jahres

...hatten wir noch einmal richtig viel Glück. Naja, eigentlich hatte eher Katharina das Glück, aber doch irgendwie wir alle. Sie war gestern mit Freunden unterwegs und ist wohl vom Bordstein abgerutscht oder in's Stolpern geraten und mit einem Auto kollidiert. Der Spiegel hat sie am Rücken erwischt und das Auto ist über ihren rechten Fuß gefahren. Einer der Freunde hat sie wohl noch zurückgezogen, sonst hätte es vielleicht schlimmer geendet. Der Fuß ist gebrochen, muss aber nicht operiert werden. Man könnte jetzt jammern und sagen "So ein Pech aber auch!", man kann es aber auch einfach nur positiv sehen, es ist nicht mehr passiert und auch dem Autofahrer geht es gut. Beide sind mit einem Schrecken und Schock davon gekommen. Den Autofahrer hat die ganze Sache auch sehr mitgenommen, wir haben dann noch einmal mit ihm telefoniert und ihn beruhigt und mitgeteilt, dass nur der Fuß gebrochen ist und er sich keine Gedanken und Sorgen machen soll. Das sind eben Dinge, die passieren, da kann niemand etwas dafür. Der anwesende Polizist hat uns erzählt, dass er schon Eltern erlebt hat, die in solch einer Situation ganz anders reagiert haben und den Autofahrer verprügelt haben... 😱

Auch ihren Freunden geht es wieder gut, ich glaube, auch sie waren alle erschrocken über das, was da passiert ist. Sie haben aber unglaublich gut und souverän reagiert, sind bei Katharina geblieben, haben uns regelmäßig informiert und waren ganz tapfer und haben erst angefangen zu weinen, als Katharina im Rettungswagen lag und die Tränen der Freunde nicht mehr sehen konnte. 

Das einzige, was sehr schade ist, ist dass Katharina nun nicht mit ihrer Freundin und deren Eltern Ende Januar nach Ägypten fliegen kann. Sie wären in einen Aquapark geflogen. Nun ja, vielleicht kann sie das irgendwann einmal mit ihrer Freundin nachholen.

____________________________________________________________________________________

...habe ich sonst immer das ein oder andere Top zum Quilt verarbeitet. Das war auch in diesem Jahr mein Plan, zumindest das Gewächshaus wollte ich fertig machen. Und so habe ich dann heute nach Vlies und einer Rückseite gesucht und bin tatsächlich auch fündig geworden. Was glaubt ihr wohl, was das für ein schönes Gefühl ist, wenn die Größe des Quilts zu meiner Idee kompatibel ist. 😍
Man sieht es oben rechts, es hat gerade so gereicht. Man muss auch mal Glück haben. 😉Geheftet ist alles und ich hätte quilten können, aber ich weiß noch nicht so recht, wie ich quilten soll und so habe ich alles erst einmal beiseite geräumt. Ich habe ja noch ein paar Tage frei und da werde ich dann sicher mit dem Quilten beginnen.
____________________________________________________________________________________

...habe ich dann noch die gefärbten Stoffe ausgewaschen und gebügelt. Die Farben sind sehr schön geworden, so, wie ich sie mir vorgestellt habe. Besonders der Flanell ist genauso geworden. So hätte ich ihn im Handel nie und nimmer bekommen.

Die Marmorierung in der Farbe gefällt mir unheimlich gut, das ergibt einen schönen lebendigen Hintergrund im Quilt. Ich bin froh, dass ich mich entschieden habe, den Hintergrundstoff selbst zu färben. Wenn alle Stoffe nebeneinander liegen, ist die Farbabstufung besonders gut zu erkennen.
Auch die anderen Stoffe sind klasse geworden. Spannend sind immer die Ergebnisse der Containerfärbung. Da habe ich dieses Mal einfach blau und rot aufbrauchen wollen, um nicht ganz so viel der Farblösung wegschütten zu müssen. Und auch die roten Stoffe sind schön geworden und dass ich diese nun mehrfach habe, ist auch kein Problem. Für den Mohn-Gelmerodaquilt habe ich nun definitiv schöne Stoffe.
Ich habe mich beim Bügeln allerdings schon ein wenig, na sagen wir mal, unwohl gefühlt. Zum einen störte mich die Motte und zum anderen fühlte ich mich ein wenig beobachtet:
____________________________________________________________________________________

...habe ich an meinem Handy eine neue Funktion entdeckt (dass ich das Handy schon seit August habe und das unter anderem wegen des Stifts gekauft habe, sage ich jetzt mal nicht): Skizze zu Bild. Das ist ein Programm, bei dem man ein mehr oder weniger schönes Bild malen kann und das dann mit Hilfe von KI in ein schöneres Bild umgewandelt wird. Ich finde, das ist eine tolle Spielerei. Und so verabschiede ich mich nun mit genau solch einem Bild in den Silvesterabend. Ich sage Danke für eure Treue zu mir und meinem Blog, für eure lieben Kommentare (der erste Post rückwärts gesehen ohne Kommentar ist vom Juni - wow!), die vielen Anregungen, die ich durch euch bekommen habe, für den Austausch, auch für den Zuspruch, den ich von euch immer wieder bekomme, eure lieben Briefe und E-Mails und überhaupt für alles andere auch!

DANKE!!!
 

Ich wünsche euch allen einen schönen Silvesterabend und einen guten Rutsch (bitte nicht mit dem Ergebnis meiner Tochter) und ein gesundes neues Jahr. Ich freue mich auf ein weiteres Blogjahr und habe schon so viele Pläne, nähtechnisch und auch sonst, darauf freue ich mich sehr.

31. Dezember

Hier mein Geheimnis. Es ist ganz einfach: Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.

aus: Der kleine Prinz
 

Montag, 30. Dezember 2024

Allein, allein...

Ja, ganz allein und das ist so traumhaft schön. Es ist Ruhe, keine Hektik, keiner ist da, keiner ruft nach mir, keiner streitet oder neckt den anderen. Einfach nur ich und nix weiter. Himmlisch. Geplant war das nicht, denn das hat sich gestern spontan bei unserem Sonntagskaffee ergeben. Katharinas Freundin und deren Mama und Oma waren zum Kaffee da und so ergab es sich, dass Katharina bei ihrer Freundin schlafen konnte. Spontan wie wir immer sind. Und als mir dann bewusst wurde, dass ich ja dann Montag wirklich mal Zeit für mich habe, habe ich die männlichen Bieders, die heute alle arbeiten müssen, ganz nett und mit Nachdruck darauf hingewiesen, dass sie ja nicht vergessen sollen, am Montag zur Arbeit zu gehen. 😂Als Mutter und Ehefrau kann ich da eben nicht aus meiner Haut und helfe, wo ich kann und wenn es nur gute Ratschläge sind. 😂Um mich zu ärgern, haben sie dann alle unisono gesagt, sie würden sich dann Montag früh bei Arzt treffen und bekämen doch bestimmt Bettruhe verschrieben...  Haben sie natürlich nicht, sondern sind alle ganz brav zur Arbeit gegangen (also davon gehe ich jetzt mal aus, denn weg sind sie alle 😂).

So ein ungeplanter freier Alleintag ist manchmal ein wenig schwierig für mich, nicht weil ich alleine bin, sondern weil ich dann so viele Ideen habe, was ich tun könnte, dass ich mich für keine entscheiden kann und mir selbst im Weg stehe. So war es heute auch, erst habe ich gefrühstückt, dann ausgiebig geduscht und meine Haare Sivestertauglich hergerichtet (aber beim Friseur sieht das immer besser aus) und dann habe ich überlegt, was ich machen könnte. 

In den letzten Jahren habe ich es oft so gemacht, dass ich zwischen den Jahren Tops zu Quilts verarbeitet habe. Das stand für heute auch zur Debatte, das Gewächshaus ist bereit und auch ein Tischläufer könnte dann mal fertig werden. Ich möchte auch gern mal wieder einen Gelmerodaquilt nähen, ich könne für mein neues Projekt die Schablonen ausschneiden, ich könnte für den Meeresquilt was vorbereiten, ich wollte mein Schubfach sortieren... Ich könnte die Liste noch endlos fortsetzen. Allein: ICH KONNTE MICH NICHT ENTSCHEIDEN!!! Und so habe ich nichts von alledem gemacht. Die Entscheidung, was ich tun sollte, hat mir dann die Post abgenommen, die geklingelt und mir ein Paket gebracht hat.

Für meinen Meeresquilt möchte ich auch für den Hintergrund Flanell verwenden, nur leider habe ich den nicht in der Farbe gefunden, die mir vorschwebte. Blau gab es leider nur gemustert. Und so habe ich mir zwei Meter Flanell bestellt und beschlossen, dass ich den Stoff selbst färbe.

Also habe ich die Salz- und Sodalösung angemischt und alles zum Färben in der Küche vorbereitet. Ich hoffe, dass der Stoff auch die Farbe annimmt, denn ich habe den nicht vorbehandelt. Naja und wenn es nicht klappt, war es eben ein Versuch und ich mache es nochmal. Ich habe mich für vier unterschiedliche blautöne entschieden, ich denke, damit kann ich den Hintergrund des Quilts gut gestalten: Von dunkel im unteren Bereich nach hell ganz oben.

Da der Flanell natürlich dicker ist als der Baumwollsatin habe ich mehr Flüssigkeit in den Tüten gebraucht, ich habe dann einfach mehr Salz- und Sodalösung genommen. Ich hoffe, das geht so einfach. Ich bin bei so etwas ja eher pragmatisch: Probieren geht über Studieren.
Ich bin sehr gespannt, wie der Flanell die Farbe annimmt. Ich musste auf jeden Fall eine Menge kneten, der Einfachheit halber habe ich das teilweise außerhalb der Tüte gemacht. Spritzen konnte es kaum, da es relativ wenig Flüssigkeit in der Tüte war.
Ja und wenn ich einmal am Färben bin, kann ich doch gleich noch die roten Stoffe für den Gelmerodaquilt für Juni färben. Gesagt, getan. Dafür habe ich einen etwas dünneren Baumwollsatin genommen, von dem ich probeweise mal 2 Meter bestellt habe. Allerdings gefällt er mir (im ungefärbten) Zustand nicht, denn erst ist vom Griff her viel dünner als der, den ich bisher gefärbt habe. Naja, ich werde sehen, wie die Farben und der gefärbte Stoff sind. 
 
Als ich das erste rot gemischt habe, kam mir die Farbe bekannt vor und ich hatte so ein Gefühl, als ob ich die schon einmal gefärbt hätte. Das Gefühl hat sich dann aber schnell wieder verflüchtigt. Jedoch nur solange, bis ich dann beim Aufräumen in meine Stoffkiste geguckt habe:

Ja, super, da ist eine rote Farbreihe und ein Blick in die Färbeprotokolle bestätigt das. Ich habe schon eine rote Reihe, gefärbt mit Karminrot, genau wie die heutige...

Egal. Doppelt hält besser und so kann ich auch prüfen, ob die Stoffe Auswirkungen auf die Farben haben. Das hat ja auch sein Gutes, denn wenn zwei unterschiedliche Stoffe in den gleichen Farben gefärbt sind, kann ich die Stoffe gut miteinander vergleichen. Und wer weiß, vielleicht ist der dünnere Stoff ja doch angenehmer.

Donnerstag, 26. Dezember 2024

Gewächshaus bei wish bestellt? 😉

Es freut mich, daß euch mein virtueller Adventskalender wieder Freude bereite denke, im nächsten werde ich ihn fortführen, denn mir hat er auch Viel Spaß gemacht. Das Weihnachtsfest ist ja nun schon fast wieder vorbei. Ein wenig schade ist das schon, es waren ja schöne Tage und da möchte man immer, daß die schöne Zeit möglichst langsam vergeht. 

Bevor ich in das Weihnachtsfest starten konnte, hatte ich am Wochenende zuvor noch drei Hallenturniere zu begleiten, zwei am Sonnabend und eins am Sonntag. Ja, so kurz vor Weihnachten ist das ungünstig, aber so ist es nun, wenn man ein Ehrenamt hat. Und auch wenn ich zu Beginn erst gar keine Lust hatte, war es doch ein schönes Wochenende. Und ich freue mich immet wieder, wenn ich frühere Trainer treffe und sie sich freuen,  mich zu sehen. Dann kann meine Arbeit als Staffelleiterin ja gar nicht so schlecht sein.

Am Sonntag um halb, dreiviertel zwei kam dann auch endlich meine Erkältung raus, die ich schon seit Wochen in mir habe. Ich habe schon oft das Gefühl gehabt, mein Körper weiß ganz genau, bis wann oder ab wann er richtig funktionieren muss. Wenn dann aber die Arbeit geschafft ist und auch die anderen außerhäusigen Termine vorbei sind, dann kann er endlich runterfahren. So war es auch dieses Mal wieder... Aber es ist ok. 

Auch wenn wir Weihnachten Essensbesuch hatten, habe ich mir doch immer mal die ein oder andere Minute freigeschaufelt, um an dem letzten Block des Gewächshaus-BoM zu nähen.

Ich hatte irgendwann nach der Arbeit die zu breit geschnittenen Zwischenstreifen abgenäht. Es ist nicht perfekt geworden, aber es ist akzeptabel und man sieht es von Weitem gar nicht. 

Die Zwischenstreifen habe ich dann von hinten aufgeschnitten, die konnte ich die Nahtzugaben gut aufbügeln. Nachdem das erledigt warm habe ich die ersten beiden Blöcke vom Dach angenäht.

Seltsamerweise passten die beiden Teile aber auch nicht so gut zueinander,  vielleicht hängt das damit zusammen,  dass ich meine Blöcke kleiner genäht habe? Ich weiß es nicht, aber das ist einfach zu beheben. 

Heute habe ich dann also den letzten Block genäht. Ich habe mich ja dazu entschieden,  den Kaktusrand nicht zu nähen, also bräuchte ich zwei Blockteile nicht (dachte ich). Ein wenig habe ich mich dann aber doch gewundert,  dass die zwei Teile,nämlich die, die am unteren Ende des Blocks angenäht werden, viiiiiel zu lang waren. Ach komm, schneid, dann passt es. Abgeschnitten habe ich, dann habe ich aber gemerkt, dass mir rechts und links ein ganzes Stück fehlte, mein Block war um ein7ges schmaler als das gesamte untere Teil. Naja, macht ja nichts, rechts und links nähe ich einfach Hintergrundstoff an. Gesagt, getan, angenäht und beide Teile zusammengenäht.


Na wunderbar,  mein Gewächshaus hat Löcher. Oh Mist! Ich musste schon eine Weile überlegen,  aber dann fiel mir ein/auf, was meim Fehler war. Ich hätte erst rechts und links das Quadrat aus Hintergrundstoff annähen müssen und dann unten den Streifen aus Sashing- und Hintergrundstoff, dann hätte der Streifen von der Länge her auch gepasst. Naja, es ist wie es ist. Alles auftreiben wollte ich nicht und so habe ich auf die fehlenden Stellen einfach ein Stück des Sashingstoffs aufgenäht.


Fällt nicht auf und so ist nun das Top des Gewächshaus-BoMs fertig, ich habe es bestmöglich hingepfuscht. Eben so, als wenn man was auf wish bestellt... 😉

26. Dezember

 

Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust, wird es dir sein, als lachten alle Sterne, weil ich auf einem von ihnen wohne, weil ich auf einem von ihnen lache. Du allein wirst Sterne haben, die lachen können.

aus: Der kleine Prinz 

Immer, wenn ich im Wohnzimmer am Esstisch sitze, sehe ich meinen van-Gogh-Quilt und ich mag ihn sehr. 2023 habe ich den Quilt genäht, aus den Resten ist in Konfettitechnik diese AMC entstanden. Auch eine, bei der ich überlegt habe, sie zu behalten. 

Damit geht nun der Adventskalender zu Ende, drei Karten gibt es noch, eine zu Silvester, eine zum neuen Jahr und eine zum 8. Januar, zu Uschys Geburtstag. Ich hoffe, euch hat mein virtueller Adventskalender wieder Spaß gemacht, mir hat er auf jeden Fall Freude bereitet, mehrfach sogar: Beim Nähen, beim Verschenken und beim Öffnen jeden Tag.

Mittwoch, 25. Dezember 2024

25. Dezember

 

"Ja", sage ich zum kleinen Prinzen, "ob es sich um das Haus, um die Sterne oder um die Wüste handelt, was ihre Schönheit ausmacht, ist unsichtbar!".

aus: Der kleine Prinz

Diese Karte habe ich nach einem Gemälde von Lyonel Feiniger (Beleuchtete Häuserzeile) gearbeitet, ich mag sie sehr und habe tatsächlich überlegt, ob ich sie verschenke, habe es dann aber doch gemacht.

Dienstag, 24. Dezember 2024

Herr Janosch, wie wird man glücklich?

"Glücklich wird man nicht von allein. Wondrak ist glücklich, wenn Luise glücklich ist. Also schenkt er ihr etwas mit Diamanten drin. Klappt eigentlich immer."

Janosch
 

Montag, 23. Dezember 2024

23. Dezember

Herr Janosch, was macht man gegen Müdigkeit am Morgen?

"Die Müdigkeit ist eine gute Gabe des Himmels, also keine Plage. Wenn die Müdigkeit kommt und bleibt, dann schlafen wir, egal wann."

Janosch

 

Sonntag, 22. Dezember 2024

22. Dezember


 Herr Janosch, wie viel Schlaf ist eigentlich gesund?

"Wondrak sagt: Das ist sehr individuell. Wichtig ist aber, dass sie Schlafenszeit die Arbeitszeit nicht überschreitet."

Janosch

Samstag, 21. Dezember 2024

21. Dezember

Was auch geschicht    Erich Kästner

Was auch immer geschieht,
Nie dürft ihr so tief sinken,
von dem Kakao,
durch den man euch zieht,
auch noch zu trinken.
 

Freitag, 20. Dezember 2024

20. Dezember

Bei meinen Großeltern hing an der Wohnzimmertür ein kleine Schild mit der obigen Aufschrift. Natürlich habe ich als Kind das Schild immer umgedreht und immer fragte mein Opa mich, ob ich denn nicht lesen könnte. Gern hätte ich das Schildchen bekommen, als meine Oma starb, aber da hing es schon viele Jahre bei meinem Onkel. Zum 50. Geburtstag haben mir meine Kinder so ein Schild geschenkt und mir damit eine große Freude gemacht. Die Freude war so groß und die damit verbundenen Erinnerungen so schön, dass ich beschlossen habe, daraus eine AMC zu machen.

 

Eigentlich steht auf der Rückseite des Schilds nicht "du Depp", sondern "du Arschloch", aber so respektlos wollte ich nicht sein und so habe ich den Spruch ein wenig abgewandelt.

 

Donnerstag, 19. Dezember 2024

19. Dezember

Es ist viel schwerer, sich selbst zu verurteilen, als über andere zu richten.

aus: Der kleine Prinz

Mittwoch, 18. Dezember 2024

18. Dezember

 

Mein Stern wird für dich einer der Sterne sein. Dann wirst du alle Sterne gern anschauen... Alle werden sie deine Freunde sein.

aus: Der kleine Prinz

Dienstag, 17. Dezember 2024

17. Dezember


Das ästhetische Wiesel         Christian Morgenstern

Ein Wiesel
saß auf einem Kiesel -
inmitten Bachgeriesel.

Wisst ihr
weshalb?

Das Mondkalb
verriet es mir
im Stillen:

Das raffinierte
Tier
tat's um des Reimes willen.

Montag, 16. Dezember 2024

16. Dezember

Geradeaus kann man nicht sehr weit kommen.

aus: Der kleine Prinz
 

Sonntag, 15. Dezember 2024

Das Unterbewusstsein

Heute war ein schöner Tag, der allerdings nicht ganz so schön angefangen hat. Ich bin gestern Abend schon mit leichten Kopfschmerzen in's Bett gegangen, es war nur so ein dumpfes Empfinden, entwickelte sich dann aber im Laufe der Nacht gegen Morgen zu Kopfschmerzen, die die Nacht beendet haben, da war es aber erst kurz vor sechs. 😖Nützt ja nix und so bin ich aufgestanden und habe den Tag erst einmal mit Kaffee begrüßt. So ganz langsam bin ich dann in den Tag gestartet, nach dem Frühstück ließen dann auch die Kopfschmerzen nach. Ich weiß gar nicht warum, aber irgendwie bin ich nicht aus dem Schlafanzug gekommen. 😂Manchmal mag ich das sehr gern, den ganzen Sonntag im Schlafanzug sein, das gibt mir ein heimeliges Gefühl - und auch im Schlafanzug kann man gut nähen. Und das habe ich dann heute am späten Vormittag gemacht. 

Ich habe mich tatsächlich nach meiner Nähmaschine gesehnt und so habe ich heute den 12. Block des Gewächshausquilts genäht. Das ist der Block rechts oben und ist ein Teil des Kaktus. Der Block ließ sich wieder gut nähen und es hat Spaß gemacht.

Dieses Mal habe ich mich auch nicht vernäht, alle Stoffe sitzen an der richtigen Stelle. Damit waren nun alle 12 Blöcke genäht und es juckte mich, das untere Teil des Quilts schon mal zusammenzunähen. Also habe ich in der Anleitung nach der Breite der Zwischenstreifen geguckt und diese dann zugeschnitten. Als ich gelesen hatte, dass die Zwischenstreifen 1 1/2 Inch breit sein müssen, habe ich doch ein wenig gestutzt, ob mein Stoff reichen würde. Aber diesen Gedanken habe ich schnell beiseite geschoben, schließlich habe ich damals ziemlich lange gerechnet, wie viel Stoff ich brauche, um dann ein wenig mehr zu bestellen. Also wird das schon passen.

Ich habe meine drei Reihen zusammengenäht, zwischendrin bin ich noch einmal ein klein wenig stutzig geworden, weil ein Übergang nicht so genau gepasst hat. Dem habe ich dann aber keine weitere Bedeutung zugemessen, manchmal bin ich einfach zu pingelig. Und ja, mein Quiltteil sieht wirklich schön aus.
Ich finde, die Streifen sind im Gegensatz zu den Blöcken ein wenig wuchtig geraten, auch finde ich, dass diese beim Originalquilt, der ja doppelt so groß wie meiner ist, stimmiger sind. Aber es wird schon passen.

Und weil es gerade so gut lief, habe ich den ersten Block vom Dach genäht. Der Block sitzt links oben im Quilt und so enden in diesem Block die beiden Hängeampeln. Auch hier ging das Nähen gut, ich brauchte allerdings, im Gegensatz zu den letzten Blöcken, ein paar mehr Stoffe. Ich hatte mir ja zu Beginn des Projekts alle Stoffe und deren Bezeichnung auf einen Zettel geklebt. Diesen habe ich beim Nähen immer neben mir liegen, um zu kontrollieren, ob ich die richtigen Stoffe habe. Heute fiel mein Blick ganz oft auf die Bezeichnung "Butterscotch". Warum eigentlich?
Ich habe dann meinen Block an das untere Teil gelegt...

...und sehr laut ein unanständiges Wort gerufen. So ein Mist! Jetzt weiß ich auch, warum ich beim Schneiden der Zwischenstreifen ein Gefühl hatte, ob mein Stoff reichen wird. Ich hatte meine Blöcke ja um 50 % verkleinert, also muss ich ja auch die Zwischenstreifen nur halb so breit zuschneiden. Das hatte ich leider nicht bedacht und deswegen sahen die Zwischenstreifen auch so wuchtig zwischen den Blöcken aus. 😖Und auch mein nächster Fehler fällt gleich in's Auge: Ich habe nämlich zwei Stoffe verwechselt. Butterscotch - Stoff B - hätte ich nehmen müssen, habe aber Stoff A gegriffen. Das konnte so auf keinen Fall bleiben und so habe ich meinen Block noch einmal ein wenig aufgetrennt.

Wie üblich habe ich nur das Nötigste getrennt, damit bin ich bisher immer ganz gut gefahren.
Ok, das Annähen des letzten Stoffs war nicht ganz so einfach, diesen musste ich noch einmal abtrennen, da ich schief genäht hatte, beim zweiten Versuch hatte ich einen Bogen in der Naht. Da brauchte ich aber nicht noch einmal zu trennen, da konnte ich einfach eine gerade Naht davor setzen.
Nachdem dann alle Fehler bei diesem Block behoben waren, sah er im Zusammenspiel mit dem unteren Teil natürlich auch viel besser aus. Es ist eben doch schöner, wenn die Farben übereinstimmen.
Während ich den Block zusammengenäht habe, kam mir auch die Idee, was ich wegen der zu breiten Zwischenstreifen machen kann: Ich werde die Streifen einfach in der Mitte abnähen, denn alle wieder abzutrennen, habe ich keine Lust. Probeweise habe ich das bei einem Streifen schon einmal gesteckt, es könnte funktionieren.
Da werde ich sehr gewissenhaft stecken und nähen müssen. Wenn die Zwischenstreifen schmaler sind, sieht auch das Top insgesamt gefälliger aus, da die Proportionen dann wieder passen. Die Gedanken, die sich heute beim Nähen in meinen Kopf geschlichen haben, waren bestimmt ein Zeichen meines Unterbewusstseins, hätte ich sie erkannt, hätte ich mir einiges an Arbeit ersparen können. 😂Hab ich aber nicht, wäre sonst ja nicht ich. 😂

15. Dezember

Zuweilen macht es ja wohl nichts aus, wenn man seine Arbeit auf später verschiebt.

aus: Der kleine Prinz
 

Samstag, 14. Dezember 2024

15 Minuten Glück

Gestern hatte ich diese schöne AMC in meinem Adventskalender, ja 15 Minuten Glück am Tag ist schön, 15 Minuten sind nicht viel, aber 15 Minuten Glück können schon viel bewirken. Es geht einem danach einfach besser und man ist irgendwie beschwingt. 

Ich hatte mir fest vorgenommen, mir gestern 15 Minuten Glück zu gönnen, den Plan hatte ich schon morgens gefasst, als ich die Karte ausgepackt hatte. Und ich hatte auch einen ganz festen Plan, wie ich mir das Glück erschaffen wollte: Ich wollte gern mal wieder nähen, das ist in den letzten Tagen viel zu kurz gekommen, nein, es fand überhaupt nicht statt. Auf Arbeit merken wir, dass es zum Jahresende zugeht und Iso passiert nach der Arbeit nicht mehr viel. Und so wollte ich gestern eben mal wieder ein wenig nähen.

Aber es kam ganz, ganz anders. 😊 Am Dienstag hatte ich abends im Fernsehen einen Bericht über erzgebirgische Volkskunst gesehen und mich spontan verliebt. Keine Sorge, ich habe mich nich in einen anderen Mann, sondern in einen Engel verliebt. Zum Glück fand ihn Steffen auch nicht schlecht und so habe ich mal eben einen Engel in meinen Warenkorb gelegt und bestellt. Das Paket wurde auch unheimlich schnell verschickt und hätte schon Donnerstag zugestellt werden können. Allerdings waren wir da auf Arbeit bzw. Katharina noch in der Schule und auch die Nachbarn konnten mal nicht aushelfen und so wurde das Paket in die Filiale gebracht, wo wir es aber erst am nächsten Tag abholen konnten. Mmmh... Warten, das liegt mir ja nun gar nicht, aber es ließ sich einfach nicht vermeiden.

Und was soll ich sagen: Mein Engel ist wunder-, wunderschön und ich freue mich, dass ich ihn gekauft habe. So ein schöner Engel. 😍

Gestern kamen noch einige andere Pakete, die ich für den Weihnachtsmann besorgt hatte, dann kam die erste Lieferung meines Kona Cotton-Abos, es kam mein Baumwollsatin, so kann ich mal wieder Stoff färben und dann kam auch noch mein letztes Fotobuch von meinem Fernstudium. Ich glaube, ich hatte schon mal geschrieben, dass ich von den Wochen, wo ich zum Präsenzunterrich war, mir als Erinnerung ein Fotobuch erstellt habe.

Dass ich damit überhaupt angefangen habe, war Zufall. Ich bekam im Netz Werbung für einen Fotodienstleister angezeigt und bekam dort einen Gutschein. Ich dachte mir, dass kann ich ja mal probieren und so habe ich mir das erste Fotobuch erstellt. Das war wirklich sehr schön und hochwertig. Allerdings hatte ich dann überlegt, keine weiteren Fotobücher zu machen, schließlich war ich ja schon eine ganze Woche in Leipzig und hatte alles gesehen. Haha, 😂, ja, heute muss ich selber darüber lachen und natürlich habe in der ersten Woche noch lange nicht alles gesehen, sondern allenfalls das, was die Touristen sich ansehen, die nur kurz in Leipzig sind. Und so habe ich natürlich weiter Fotos gemacht und Fotobücher erstellt. Eines hatte ich immer noch auf dem PC und habe auf einen Gutschein gewartet. Der flatterte mir vor ein paar Tagen entgegen und so habe ich das letzte Fotobuch bestellt.
Nun ist mein Fernstudium wirklich abgeschlossen und ich freue mich über meine Fotobücher und die wunderschönen Erinnerungen, die sie beinhalten.

Ja, das ist alles schon Glück. Glück liegt oft in den kleinen Dingen, man muss es nur sehen, sehen wollen.  Ich bin gestern, nachdem dann alle Pakete ausgepackt waren, mit Katharina nach Wernigerode gefahren, ich musste aber noch einmal umdrehen. Es sah, wenn man nach Wernigerode runter gefahren ist, so wunderschön aus, das musste ich einfach fotografieren. Also bin ich umgedreht und habe angehalten und die Bilder gemacht. Es war eisig kalt und es wehte auch noch ein frischer Wind, aber es hat sich so sehr gelohnt, dort anzuhalten:



Es war soviel Glück, was ich gestern hatte, es war ein schöner Tag und wenn ich an die vielen schönen Momente denke, muss ich darüber vor Freude wieder schmunzeln. Ja, das Glück ist überall, man muss es nur sehen.