Bereits Anfang Januar habe ich meinen Januar-Gelmerodaquilt genäht. Nachdem in der aktuellen Gildezeitschrift ja ein Artikel über Quiltsoftware enthalten war, habe ich mic noch einmal an meinen Schnitt gesetzt und den mit der Software neu erstellt. Hier hatte ich davon schon berichtet.
Ich war sehr neugierig, ob das alles so passt und auch nähbar ist. Ich habe mich von oben vom Turm nach unten vorgearbeitet und es so gemacht, dass ich die Teile auch immer gleich aneinander genäht habe. So konnte ich sehen, ob ich irgendwo etwas verbessern muss. Ein großer Vorteil des Schnitts ist, dass der Turm in einem Teil genäht wird. In meinem selbst gezeichneten Schnitt hatte ich im Turm ja eine Trennungslinie. Der Schnitt des Programms wird geklebt und und sieht besser aus.
Was ich nicht ändern konnte, war die Schräge im Dach der Kirche. Da weiß ich noch immer nicht, ob ich das irgendwie so zeichnen kann, dass die Schräge nicht ist. Leider habe ich immer Probleme, diese Zeit passgenau zusammen zu nähen.
Das war meine erste Version, sieht gut aus, passt aber leider nicht. Also habe ich wieder getrennt und neu zusammengenäht. Aber auch das passte nicht. Also habe ich ein weiteres Mal getrennt. Obwohl ich probiert habe, wie ich die Teile aneinander nähen musste, passte es erst beim dritten oder vierten Verusch.
Fall jemand von euch einen Rat für mich hat, wie ich sehen kann, wie ich die Teile richtig aneinander nähen muss, bitte, immer her damit. Denn das Problem beim Dach hatte ich bei dem von mir gezeichneten Schnitt auch. Überhaupt hatte ich auch hier öfter das Problem, dass ich trennen musste, denn meine Teile passten nicht hundertprozentig überein.
Nachdem ich die nicht passenden Teile getrennt hatte, war ich damit ganz zufrieden und mein kleines Top gefielt mir.
Abends habe ich dann gesehen, was mein großer Fehler bei diesem Quilt war, denn es sieht so aus, als hätte mein Quilt zwei leuchtende Fenster, schlimmer noch, als würden mich zwei funkelnde Augen ansehen. Ihr könnt euch sicher denke, dass ich das so nicht lassen konnte. Ich habe - mal wieder - nur das falsche Teil rausgetrennt und durch ein Quadrat in der ähnlichen Farbe ersetzt.
Nach der Reparatur sah es viel besser und harmonischer aus.
Eigentlich wollte ich gern ein wenig flüssig und frei hand quilten, um damit ein wenig die zarten Striche aus den Zeichnungen Feiningers aufzugreifen, aber irgendwie habe ich mich das nicht getraut und so habe ich wieder in der Naht gequiltet. Ein paar der Quilts möchte ich ja noch nähen, mein Ziel ist es ja, für jeden Monat passend einen zu nähen. Also habe ich noch ein bisschen Zeit, um das Quilten zu üben bzw. mich überhaupt daran zu wagen.
Farblich habe ich mich für ganz helle Stoffe entschieden. Der Januar ist der erste Monat des neuen Jahres, ein ganzes neues, jungfräuliches Jahr liegt vor uns, ähnlich wie ein leeres Buch und wartet, dass es mit unseren Ideen, Gedanken, Empfindungen gefüllt wird. Zum anderen wünsche ich mir im Januar immer wieder Schnee, schließlich ist es Winter und Schnee und Winter sind weiß und zwart. Daher habe ich mich für die hellen Farben entschieden. Mit meinem Quit den Schnee herbeizuquilten hat ja ein wenig geklappt. ⛄
Man sieht gut, dass der neue Schnitt mehr an das Gemälde von Feininger angelehnt ist, auch meine Kirche hat eine leichte Neigung nach links.
Das war in meinem selbst gezeichneten Schnitt so nicht (das ist mir allerdings erst aufgefallen, nachdem ich den neuen Schnitt genäht hatte). Im unteren Bereich rechts werde ich den Schnitt ein wenig vereinfachen, denn die Unterteilungen dort verschwinden zum Großteil im Binding.
Ich hänge meine fertigen Quilts immer mal wieder nebeneinander auf eine Stange und freue mich darüber.
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Original, Januar, Mai, Oktober, November, Dezember
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Mal schauen, ob ich irgendwann mal alle Quilts nebeneinander aufhängen kann. Schön wäre es, wenn ich meine Quilts und die kleine Kirche in Gelmerade mal zusammenfotografieren kann. Wenn ich alle fertig habe, vielleicht fahren wir dann mal wieder nach Gelmeroda und ich mache dort Fotos...
Man kann, wenn die Quilts nebeneinander hängen, gut die Verbesserungen und Änderungen an meinem Schnitt sehen. Ich kann gar nicht sagen, welcher Quilt mir bisher am besten gefällt. Beim Maiquilt kann man die Dreidimensionalität am Dach gut erkenne, im Oktober gefallen mir die Farben sehr gut, der Dezember hat eine ganz besondere Bedeutung, da ich den Quilt ja genäht habe, als wir erfahren haben, dass Steffen erneut operiert werden muss... Der Januar erinnert mich bisher am meisten an das Gemälde. So ist jeder Quilt etwas Besonderes für mich. Mal schauen, wohin die Reise im Febraur geht.