Mit Katharina war ich seinerzeit zwei Jahre in Elternzeit - eine schöne, aber auch nicht unbedingt einfache - Zeit. Nachdem diese Zeit vorbei war und ich wieder in's Berufsleben eingestiegen bin, bin ich vorher mit Katharina nach Halberstadt gefahren und habe mir einige neue Kleidungsstücke und ein Portemonnaie gekauft. Das Portemonnaie hat mich seitdem jeden Tag begleitet. Es war genauso, wie ich es haben wollte. Allerdings ist das gute Stück nun ein wenig in die Jahre gekommen.
Es hat einige Kratzer und die Ecken sind abgestoßen, das würde mich jedoch gar nicht stören. Was mich aber immens stört ist, dass der Druckknopf nicht mehr hält. Wie oft ist es mir in den letzten Wochen passiert, dass der Knopf mal wieder aufgegangen ist und der ganze Papierkram - also Kassenzettel, Bestellzettel und Notizzettel - mal wieder lose in meinem Rucksack lagen. Meine erste Überlegung war - jetzt nicht lachen - ein Gummiband, schließlich sind Veränderungen nicht unbedingt das, was ich gerne mag.
Da mir nun aber auch eine große Veränderung bevorsteht, habe ich entschieden: Ich brauche ein neues Portemonnaie. Auf Facebook habe ich desöfteren Werbung für ein Nähset gesehen. In diesem Set ist alles schon drin: Schnitt, Zubehör, passend zugeschnittene Stoffe, Nähgarn, Einlage... Das war das, was mich zum Kauf bewogen hat.
Als das Nähset dann hier ankam, fühlte ich mich dann aber doch ein wenig überfordert und ich habe es erst einmal ein paar Tage beiseite gelegt. Irgendwann habe ich dann aber doch damit angefangen. Der Anfang ist eigentlich total übersichtlich, die Stoffe und Zutaten sind nach Kapiteln sortiert und immer in separate Tüten gepackt. Wenn frau lesen kann, sollte eigentlich nichts schiefgehen.
Ich habe mich wirklich Seite für Seite durch die Anleitung genäht, aber schon im ersten Kapitel habe ich trennen müssen, denn ich hatte die verstärkende Einlage vergessen.Man kann es erkenen, das weiße muss in's Pinke. :-(
Heute morgen habe ich mich dann an die nächsten Schritte gewagt. Das Nähen war eigentlich wirklich einfach und ich bin gut voran gekommen. Einzig die etwas gröberen Reißverschlüsse haben mich beim Nähen gestört. In der Gesamtansicht muss ich allerdings sagen, passen sie zum fertigen Portemonnaie. Allerdings war die Enttäuschung groß, als ich es dann fertig und geschlossen hatte:
Der Verschluss auf dem Körper sitzt nicht richtig, der hätte tiefer sitzen müssen. Ich bilde mir allerdings ein, dass ich genau nach der Anleitung gemessen und den Verschluss angebracht habe. Ich habe eine ganze Weile überlegt, was ich nun machen soll. Steffen war ja der Meinung, ich sollte ein neues Nähset bestellen, das wollte ich aber nicht, denn für das Geld und die Arbeitszeit hätte ich auch ein Portemonnaie kaufen können.
Ich habe dann die Wendeöffnung noch einmal aufgetrennt, denn dann konnte ich die Einlage des Körpers fühlen. Ich habe dann - ganz unprofessionell - dort, wo der Knopf sitzt, die Einlage aufgeschnitten und den Knopf ein wenig versetzt.
Es war eine ziemliche Fummelei, ehe der Knopf ab und an der richtigen Stelle wieder dran war.Ich habe nun zwar in der Einlage ein Loch und auf dem Zierstreifen auf dem Körper sind die zwei Einschnitte vom ersten Platz des Knopfes zu sehen, aber so schließt das Portemonnaie einfach besser.
Ja, so gefällt mir das Portemonnaie viel besser, nun werde ich sehen, wie es sich im Alltag bewährt. Und irgendwie scheine ich mir treu zu bleiben: Neuer Start in den Berufsalltag = neues Portemonnaie... 😂




























