Mittwoch, 31. März 2021

Ein treuer Begleiter seit 2014

Mit Katharina war ich seinerzeit zwei Jahre in Elternzeit - eine schöne, aber auch nicht unbedingt einfache - Zeit. Nachdem diese Zeit vorbei war und ich wieder in's Berufsleben eingestiegen bin, bin ich vorher mit Katharina nach Halberstadt gefahren und habe mir einige neue Kleidungsstücke und ein Portemonnaie gekauft. Das Portemonnaie hat mich seitdem jeden Tag begleitet. Es war genauso, wie ich es haben wollte. Allerdings ist das gute Stück nun ein wenig in die Jahre gekommen. 

Es hat einige Kratzer und die Ecken sind abgestoßen, das würde mich jedoch gar nicht stören. Was mich aber immens stört ist, dass der Druckknopf nicht mehr hält. Wie oft ist es mir in den letzten Wochen passiert, dass der Knopf mal wieder aufgegangen ist und der ganze Papierkram - also Kassenzettel, Bestellzettel und Notizzettel - mal wieder lose in meinem Rucksack lagen. Meine erste Überlegung war - jetzt nicht lachen - ein Gummiband, schließlich sind Veränderungen nicht unbedingt das, was ich gerne mag.

Da mir nun aber auch eine große Veränderung bevorsteht, habe ich entschieden: Ich brauche ein neues Portemonnaie. Auf Facebook habe ich desöfteren Werbung für ein Nähset gesehen. In diesem Set ist alles schon drin: Schnitt, Zubehör, passend zugeschnittene Stoffe, Nähgarn, Einlage... Das war das, was mich zum Kauf bewogen hat.

Als das Nähset dann hier ankam, fühlte ich mich dann aber doch ein wenig überfordert und ich habe es erst einmal ein paar Tage beiseite gelegt. Irgendwann habe ich dann aber doch damit angefangen. Der Anfang ist eigentlich total übersichtlich, die Stoffe und Zutaten sind nach Kapiteln sortiert und immer in separate Tüten gepackt. Wenn frau lesen kann, sollte eigentlich nichts schiefgehen.

Ich habe mich wirklich Seite für Seite durch die Anleitung genäht, aber schon im ersten Kapitel habe ich trennen müssen, denn ich hatte die verstärkende Einlage vergessen.Man kann es erkenen, das weiße muss in's Pinke. :-(

Heute morgen habe ich mich dann an die nächsten Schritte gewagt. Das Nähen war eigentlich wirklich einfach und ich bin gut voran gekommen. Einzig die etwas gröberen Reißverschlüsse haben mich beim Nähen gestört. In der Gesamtansicht muss ich allerdings sagen, passen sie zum fertigen Portemonnaie. Allerdings war die Enttäuschung groß, als ich es dann fertig und geschlossen hatte:

Der Verschluss auf dem Körper sitzt nicht richtig, der hätte tiefer sitzen müssen. Ich bilde mir allerdings ein, dass ich genau nach der Anleitung gemessen und den Verschluss angebracht habe. Ich habe eine ganze Weile überlegt, was ich nun machen soll. Steffen war ja der Meinung, ich sollte ein neues Nähset bestellen, das wollte ich aber nicht, denn für das Geld und die Arbeitszeit hätte ich auch ein Portemonnaie kaufen können. 

Ich habe dann die Wendeöffnung noch einmal aufgetrennt, denn dann konnte ich die Einlage des Körpers fühlen. Ich habe dann - ganz unprofessionell - dort, wo der Knopf sitzt, die Einlage aufgeschnitten und den Knopf ein wenig versetzt.

Es war eine ziemliche Fummelei, ehe der Knopf ab und an der richtigen Stelle wieder dran war.

Ich habe nun zwar in der Einlage ein Loch und auf dem Zierstreifen auf dem Körper sind die zwei Einschnitte vom ersten Platz des Knopfes zu sehen, aber so schließt das Portemonnaie einfach besser.

Ja, so gefällt mir das Portemonnaie viel besser, nun werde ich sehen, wie es sich im Alltag bewährt. Und irgendwie scheine ich mir treu zu bleiben: Neuer Start in den Berufsalltag = neues Portemonnaie... 😂

Dienstag, 30. März 2021

Der Silberhochzeitsquilt - schöne Bilder

Habt vielen Dank für eure lieben Kommentare zu meinem unserem Silberhochzeitsquilt. Die Blöcke, der Quilt und das Quilting sind wirklich traumhaft schön und ich freue mich jeden Tag darüber. Ja, ich werde noch einige Zeit mit dem Auftrennen der Overlocknaht zubringen. Da habe ich wohl die Schnittbreite zu breit eingestellt. Naja... 🙈...muss ich eben durch.

Gestern nachmittag haben wir uns wieder die Fahrräder geschnappt und ich habe den Quilt wieder in mein Körbchen gepackt und dann haben wir eine Runde gedreht, immer auf der Suche nach einer schönen Stelle, um Fotos zu machen.

Allerdings war es gar nicht so einfach, denn es war auch relativ windig. Hatte ich dann eine schöne Stelle gefunden, war es teilweise gar nicht so einfach, den Quilt auszubreiten. Lag die eine Ecke gut, wehte der Wind die andere wieder hoch... 

Wieder sind wir an riesigen Holzstapeln vorbeigefahren, haben Ausblicke gesehen, die es sonst nicht gab. Wenn ich morgens zur Arbeit fahre, ist mir schon oft aufgefallen, dass ich an einer bestimmten Stelle immer die roten Lichter von Windrädern sehe. Bestimmt sind das die Windräder von Dardesheim, das ist von der Stelle ungefähr 30 km entfernt und früher konnte man so weit nicht sehen, denn da waren Bäume.

Ja, ich weiß, der Wald regeneriert sich, aber im Moment sieht es bei uns sehr traurig aus. Schlimm sehen auch die Waldwege aus, die sind durch das schwere Gerät ziemlich in Mitleidenschaft gezogen und es ist teilweise sehr schwer, darauf zu gehen oder zu fahren.

Am Ende unserer Radtour sind wir zum Galgenberg gefahren und haben dort dann Fotos gemacht. Beeindruckend ist der Blick von Berg hinab.

Der Tagebau nimmt viel Raum ein, vor einigen Jahren sah es dort noch ganz anders aus. Die Landschaft verändert sich immer wieder.

Einzig der Galgenberg bleibt wie er ist. Als Kind bin ich dort gern gewesen, noch lieber war ich allerdings in der Schuttkuhle. Dort hat man immer was Interessantes gefunden und wir haben sehr gern dort gespielt (heute wäre das wohl undenkbar, für mich war es meine Kindheit und wunderschön). Gern denke ich zum Beispiel daran zurück, als ich meiner Oma die Schuttkuhle gezeigt habe und zu Hause meine Geburtstagsgäste am Kaffeetisch gewartet haben. Lustig war es auch immer, wenn jemand was zur Schuttkuhle gebracht hat und auf dem Anhänger was Verwendbares, z. B. ein altes Fahrrad, drauf war. Dann liefen hinter dem Auto schon ein paar Interessenten hinterher. 😉

Nun zeige ich euch aber noch die Bilder von unserem Quilt. Es war nicht ganz so einfach, die Fotos zu machen, Steffen hat an den Rädern gewartet, also musste ich mir allein behelfen.

Besser wären die Blöcke zu erkenne, wenn der Quilt hängen würde, aber das war leider nicht möglich. Aber ich finde, auch so kann man erkennen, wie wunder-, wunderschön der Quilt ist.

Auf dem oberen Foto sieht man links den Brocken, den kann man vom Galgenberg aus richig gut sehen.

Gestern habe ich dann auch gleich mein Fotobuch von dieser schönen Aktion beendet und gleich auch bestellt. In dieses Fotobuch habe ich alles mit eingefügt, was zu dieser schöne Aktion gehört, Fotos, Briefe, "Gespräche"...

Samstag, 27. März 2021

Der Silberhochzeitsquilt

Am Donnerstag bekam ich eine E-Mail vo Romy Bügers, dass sie das Paket mit meinem Silberhochzeitsquilt zur Post gebracht hat. Ui, da war die Freude groß.

Am Freitag habe ich ein Paket erwartet und wollte unserer Postfrauch auch gleich ein Paket, welches ich versenden wollte, mitgeben. Also habe ich im Liveticker mein Paket verfolgt. Unsere Postfrau stellte mir dann drei Pakete hin. Drei??? Angekündigt war nur ein Paket! Oh... ...und eines der drei Pakete war von Romy. Da gab es für mich kein Halten mehr.

Ich war ganz schön aufgeregt und zeige jetzt erst einmal eine ganze Menge Fotos.

Ich finde, das Quilting ist wunderschön geworden und ich bin überglücklich damit. Ich habe gleich gestern noch das Binding zugeschnitten und angenäht. Sonst habe ich es immer so gemacht, dass ich das Binding vor dem Nähen gesteckt habe. Darauf habe ich dieses Mal mal verzichtet und es ging ganz gut. Auf jeden Fall erspart es erst einmal eine Menge Arbeit.

Für das Binding habe ich den Herzenstoff genommen, den ich von Marion (mit der ich gemeinsam  mit Katrin den Heimatquilt genäht habe) geschenkt bekommen habe.

Ich mache es oftmals so, dass ich um meine Tops eine Overlocknaht setze, um das Ausfransen an den Kanten zu verhindern. Obwohl ich das Binding mit einer sehr breiten Nahtzugabe angenäht habe, ist an vielen Stellen die Overlocknaht nicht wirklich verdeckt. Noch breiter konnte ich die Nahtzugabe nun aber doch nicht machen.

An einigen Stellen habe ich die Naht vorsichtig aufgetrennt. Allerdings kann ich nicht alle kleinen Fäden rauszupfen. Das ist schon ziemlich blöd. Ich muss noch überlegen, was ich mit den sichtbaren Nähten mache, aber sicher werde ich auch die auftrennen. ;-)

Ein richtiges Gesamtfoto vom Quilt gibt es noch nicht. Eigentlich wollten wir heute Fotos machen, aber das Wetter ist nicht so richtig schön, um draußen Fotos zu machen. Also gibt es erst einmal ein Foto, wo der Quilt auf unserem Bett liegt.

Im Mittelblock wollte ich gern unsere Namen und das Hochzeitsdatum eingequiltet haben, in die vier Eckblöcke sollten die Namen unserer Kinder (da zähle ich Henni jetzt einfach schon mit dazu 😉).

Nun hoffe ich, dass das Wetter heute noch besser und fototauglicher wird, so dass wir daraußen noch schöne Fotos vom Quilt machen können. Mit den sichtbaren Overlocknähten werde ich mich dann immer abends beim Fernsehen beschäftigen. 

Es war eine wunderschöne Aktion und ich danke jeder, die mit einem oder mehreren Blöcken zu unserem Quilt beigetragen hat. Habt vielen Dank ihr alle! 💕😍

Freitag, 26. März 2021

...wenn das mal kein Zufall ist...

Eigentlich wollte ich ja einen Blogbeitrag schreiben, aber eine Überschrift in meiner Blogliste hielt mich kurzzeitig davon ab: Ulrike macht zum 9. Bloggeburtstag wieder eine Wichtelei. Oh ja, da bin ich gern dabei, denn gerade heute habe ich erst wieder eine Buchhülle nach dem Schnitt genäht, den wir im letzten Jahr zu ihrem Geburtstagswichteln hatten. Das ich da gern erneut dabei bin, ist ja irgendwie klar...

Ich habe mir Ulrikes Bild dazu ausgeliehen und freue mich schon sehr darauf, bei ihr mit zu wichteln!

Und passend dazu zeige ich auch gleich die beiden Buchhüllen, die in den letzten zwei Tagen entstanden sind. Zuerst die blaue Buchülle:

Diese Buchhülle wird verschenkt und ist auch schon fast zum Empfänger unterwegs. Ich habe dieses Mal für die sichtbaren Stoffe nur zwei unterschiedliche Stoffe verwendet, damit die Hülle ein wenig edler und nicht so schreiend bunt aussieht.

Das gefällt mir auch richtig gut und wenn sie nicht in blau, sondern in warmen Farben gewesen wäre, hätte ich sie ganz sicher für mich behalten.
Da der helle Stoff nur 25 cm waren, reichte er nur für eine doppelte Umschlaglasche, aber ich denke, auch so ist es eine schöne Hülle geworden.

Diese wäre auch fast perfekt geworden, wenn ich beim Wenden nicht ein Loch reingestochen hätte:

Zum Ausformen der Ecken nehme ich immer einen Pinselstil und hier habe ich wohl ein wenig zu kräftig gedrückt. Also habe ich alles noch einmal auf links gewendet und die Kante ein wenig breiter abgenäht. So konnte ich das Loch verstecken und das Notizbuch passt sogar noch ein bisschen besser in die Hülle.

Heute habe ich dann für mein Rezeptbuch (ein schnöder A5-Kalender) eine Hülle genäht. Als ich kürzlich die Stoffe für Katharinas Hülle bestellt hatte, habe ich ein paar schöne, zusammenpassende FQ für mich in Viola-Farben mitbestellt und daraus ist eine Hülle für mein Rezeptbuch geworden.

Besonders gut gefällt mir der Stoff mit den großen Blüten drauf. Die sind so ganz zart und fein. Von dem Stoff ist noch ein Rest über geblieben, ich denke, der darf in meine Jane Einzug halten.
Ja, die Hüllte ist mir schon ziemlich gut gelungen, einzig sie hätte noch einen Mü kleiner sein können, damit das Buch noch passgenauer drin sitzt. Aber ich glaube, jetzt werde ich mal wieder pingelig...