Samstag, 13. Februar 2021

Jane-Update

Habt vielen Dank für eure lieben Kommentare zu meinem Heimatquilt, zum einem zu meinem fertigen Quilt und zum anderen zu meiner Auftrennaktion. Ja, das Auftrennen war wirklich viel Arbeit, aber ich bin froh, dass ich es gemacht habe. Die größte Schwierigkeit bestand allerdings darin, dass ich mit Brille die Stiche nicht sehen konnte (warum auch immer) und ohne Brille musste ich das Teil gaaanz dicht vor's Gesicht halten. Manchmal befürchte ich, dass ich schon bald wieder eine neue Brille brauchen könnte. Naja, 1 1/2 Jahre habe ich sie jetzt ja schon. 😏

In den letzten Tagen sind wieder ein paar Jane-Blöcke entstanden. So langsam aber sicher schließt sich der Rand. Am 6. Februar habe ich zwei Applikationsblöcke genäht. Am Freitag war ich so was von mutig und habe einen Schritt zur Änderung meines Berufslebens gestartet. Das Gespräch verlief so richtig toll und ich war den ganzen Freitag im Flow und kam gar nicht runter. Und so habe ich Sonnabend die Blöcke genäht, eigentlich hätte ich Freitag gern einen genäht, der mich an meinen Mut erinnert, aber dazu war ich absolut nicht in der Lage, denn wir haben am Freitag auch noch ein E-Bike ausgesucht. Wir haben die Möglichkeit, über den Arbeitgeber zwei Fahrräder zu leasen und so habe ich mir auch noch eines ausgesucht. Man kann sich damit auch wochenlang beschäftigen - oder in den Laden gehen und sagen, man möchte ein rotes Rad. 😂Planen wäre doch blöd und so gar nicht meins...

Diese beiden Dreiecke sind also am Sonnabend entstanden: Links LS 9 und rechts TR 12.

LS9
TR12

Die Stoffe sind von meiner Tasche, die ich Anfang des Jahres genäht habe. Schon beim Zuschneiden der Stoffe habe ich Reste beiseite gelegt, um sie in meiner Jane zu vernähen. Besondere Schwierigkeit bereitete mir das Eichenblatt auf dem rechten Block. Das war nicht einfach mit den vielen Rundungen und ich weiß nicht genau, ob die Applikation hält und an der Nahtzugabe nicht ausfranst...

Am Sonntag ist der Block BR2 entstanden.

BR2

In diesem Block habe ich einen Stoff aus dem Abschiedsquilt für meine Lieblingskollegin verarbeitet. Beim Zuschneiden meiner benötigten Teile blieben viele Dreiecke über, die habe ich gleich beiseite gelegt, weil ich schon da den Plan hatte, diesen Stoff in meiner Jane zu verwenden. Eigentlich passt der Stoff gar nicht in mein Konzept, aber das war in diesem Moment egal, denn diese Erinnerung muss einfach in meinen Quilt, schließlich ist sie meine allerliebste Arbeitsehefrau. 

Am Montag ist ein Schneeblock enstanden. Bei uns hat es am Sonntag Massen geschneit und auch Montag hat es immer wieder weiter geschneit. So viel Schnee hatten wir zuletzt 2013. Es ist einfach traumhaft, mal wieder Schnee zu haben.

Am Montag war es ziemlich chaotisch auf den Straßen, aber ich bin gut zur Arbeit hin und wieder zurück gekommen. Wenn es mal wieder schneit, ist es doch irgendwie klar, dass auch das Einfluss in meinen Janequilt finden muss und so habe ich einen blau-weißen Stoff ausgesucht, der an Winter erinnert.

BR6

Dieses Dreieck war nicht ganz so einfach zu nähen, wei es aussieht. Naja, wobei, das Dreieck selber stellte keine große Schwierigkeit, einzig das kleine Dreieck oben in der Spitze ärgerte mich ein wenig.

In meiner PP-Vorlage war dieses Dreieck eingezeichnet, erst später habe ich mitbekommen, dass das wieder eine Besonderheit darstellt. Es ist wohl auch möglich, dieses Dreieck komplett auf Papier zu nähen, aber diese Unterteilung, die auf der Seite von That Quilt gezeigt wird, habe ich nicht wirklich verstanden.

Also habe ich zunächst die Teile des Dreiecke auf Papier genäht. Das ging wirklich gut. Dann habe ich auf die Spitze das Dreieck appliziert und dann beide Teile zusammengenäht. Allerdings saß das Dreieck nicht wirklich schön mittig und so habe ich alles noch einmal auseinandergetrennt und das Dreieck wieder abgetrennt. Dann habe ich es noch einmal neu zugeschnitten und die Kanten umgelegt. Dann habe ich das Dreieck beim Zusammennähen der beiden Teile mitgefasst und dann erst appliziert. So konnte ich minimale Abweichungen beim Applizieren ausgleichen und das Dreieck sitzt nun wirklich fas perfekt auf dem Block. Die Ecken treffen fast ganz genau auf die braunen Streifen und auch die Spitze ist fast genau mittig. Damit kann ich wunderbar leben.

Tja und am Dienstag hat sich dann mein Berufsleben komplett geändert, denn ich habe ganz spontan meinen Arbeitsvertrag, den ich erst seit ein paar Tagen neu hatte, gekündigt und bei einem anderen Arbeitgeber einen Arbeitsvertrag unterschrieben. Nach fast 27 1/2 Jahren verändere ich mich nun noch einmal. Es wird eine große Herausforderung für mich, aber ich freue mich sehr darauf. Wenn man unzufrieden ist, muss man irgendwann einmal den Mut haben, die Konsequenzen zu ziehen oder aber eben nicht mehr schimpfen. Ich habe mich (nach vielen Jahren unglücklich und mutlos sein) für Veränderung entschieden. Ihr glaubt ja gar nicht, wie stolz ich auf mich bin, dass ich nun endlich den Mut gefunden habe, etwas zu ändern. Wie oft habe ich zu meiner Arbeitsehefrau gesagt, sie soll was für uns beide suchen, ich komme mit... 😂Ich freue mich auf die Herausforderung, ich fühle, dass ich erwachsen geworden bin und mich nun endlich freigeschwommen habe. Manchmal braucht es eben ein wenig länger. Übrigens war am Dienstag (9.2.) der erste Todestag meiner Oma. Das ist mir aufgefallen, als ich meine Kündigung unterschrieben habe. Beim Schreiben ist mir das Datum nicht aufgefallen. Ich denke, meine Oma hat von oben ihre schützende Hand über mich gehalten. Am Freitag 5.2. hatte ich ja das tolle Gespräch, ein Jahr vorher habe ich meine Oma zu letzten Mal gesehen. Mein Leben konnte sich offenbar nur an diesen Tagen ändern.

BR3

Dass ich auch dieses Erlebnis mit in meine Jane einarbeite, war klar. Ich habe mich für einen Block entschieden, der zweigeteilt genäht wird. Es geht sicher auch anders, aber gerade diese Zweiteilung gefiel mir. Eine Hälfte des Block ist für mein bisheriges Arbeitsleben, die andere Hälfte des Blocks für mein künftiges.

Bestimmt kann der Block auch so genäht werden, dass in der Mitte keine Teilungsnaht ist, aber sie passt so gut zu meiner Situation. Für den Block habe ich Stoffreste von meinem Blütenzauberquilt verwendet. Das waren wirklich nur noch keine Reste und ich musste sogar Stoffe zusammensetzen, damit sie überhaupt eine ausreichende Größe haben. Es fällt im fertigen Block nicht auf.

Es fällt daher aber auf, dass der Hintergrundstoff miminal unterschiedliche Farben hat. Ich musste ja nochmal Stoff nachbestellen und der neu bestellte Stoff hatte eine andere Farbnuance. Bisher habe ich immer darauf geachtet, in einem Block nur einen Hintergrundstoff zu verarbeiten, aber hier habe ich nicht aufgepasst. Egal, im fertigen Quilt wird es sicher nicht auffallen. 

Trennen musste ich aber auch bei diesem Block, denn ich hatte zwei Felder vertauscht:

Normalerweise hätte ich das Teil neu genäht, da Trennen beim Nähen auf Papier ziemlich blöd ist. Da ich haber vom Motivstoff nicht mehr ausreichend Stoff hatte, musste ich also trennen. Ich habe dann meine Teile wieder auseinander getrenn und die vertauschen Stoffstücken abgetrennt. Diese konnte ich dann auch wieder passend annähen. Allderdings konnte ich die Nähte der umliegenden Stoffe nicht mit der Maschine schließen. 

Die Stoffe, bei denen ich die Nähte nicht mit der Maschien schließen konnte,  habe ich dann appilziert. Auf dem Teil ist es auch so gut wie gar nicht zu sehen.

Wie immer sind die Wege zu meinen Blöcken nicht ganz einfach, aber ich finde, es sind schöne Blöcke entstanden und mittlerweile habe ich 29 Dreiecke beisammen, es fehlen also nur noch 23. Eine überschaubare Zahl und ich bin zuversichtlich, dass ich bald eine neue Zahl noch fehlender Dreiecke vermelden kann. 😊







Dienstag, 9. Februar 2021

Alles retour???

Meinen fertigen Quilt habe ich ja schon im Blog gezeigt, ich bin unheimlich stolz auf mich, dass ich es geschafft, habe, den Heimatquilt zu nähen. Und weil mich das so gefreut hat, habe ich mir davon natürlich ein Fotobuch gemacht.

Als ich das dann abgeholt habe, wollte ich es mir mit meinem Fotobuch auf dem Sofa ganz gemütlich machen. Der Anfang war auch noch gemütlich, aber dann habe ich festgestellt, dass ich einen weiteren Block falsch herum in mein Top eingenäht habe. Mist! Eine Weile habe ich überlegt, dann aber entschieden, dass ich den Block so belasse. Diese Entscheidung habe ich dann am nächsten Tag aber, als Marion mich fragte, ob ich vielleicht im Himmelbereich einen Block falsch herum eingenäht habe, revidiert.  Drei falsch gedrehte Blöcke in einem Quilt, das ist mir noch nie passiert.

Ich habe mal wieder einen Ausdruck vom Quilt genommen und die falschen Blöcke rausgeschnitten und richtig herum wieder reingelegt.

Die eingekreisten Blöcke sind verkehrt herum.

So sind die Blöcke richtig herum. Auf dem Bild ist zu sehen, dass es stimmiger aussieht, wenn die Blöcke richtig herum im Quilt sitzen. Was nun? Dass ich das ändere, war klar, aber wie? Trennen oder etwas drauf applizieren? Ich hatte dann zunächst Stoffe gesucht und die auf dem Quilt gesteckt.

Ja, es sieht wirklich schöner aus, wenn die Blöcke richtig sitzen, aber das mit dem Applizieren war nicht so meine erste Wahl. Zum einen war es recht schwierig, die Stoffe in der passenden Größe zuzuschneiden und überhaupt. Also habe ich meinen Quilt abgenommen und begonnen das Quilting aufzutrennen. Begonnen habe ich mit dem grünen Block. Da habe ich noch das Binding und das Quilting im Rand abgetrennt. Das war eine sehr mühsame Arbeit.

Aber irgendwann war es geschafft und der Block herausgetrennt.

Eigentlich hatte ich gedacht, dass ich den Block komplett mit der Maschine wieder einnähen kann, aber da ich das Quilting wirklich nur am Block selbst aufgetrennt hatte, ging das leider nicht. Eine Naht konnte ich mit der Maschine machen, die anderen habe ich von Hand geschlossen. Na toll, hätte ich das gewusst, hätte ich doch viel weniger auftrennen müssen. :-(

Den ersten Zentimeter habe ich mit Überwendlichstich genäht, das sah aber nicht schön aus und so habe ich dann den Matratzenstich genommen. Da waren dann so gut wie keine Stiche mehr zu sehen und so habe ich dann meinen Block eingenäht. Bei meinem blauen Block im Himmelbereich habe ich dann wirklich nur noch das Quilting im Block auf- und den Block dann fein säuberlich rausgentrennt.

Diesen Block habe ich dann komplett von Hand eingenäht.

Nachdem meine Blöcke wieder passgenau eingenäht waren, musste ich meinen Quilt erst einmal ein paar Tage beiseite legen, denn in der Spätschicht passiert nach der Arbeit so gut wie nichts. Damit der Quilt nicht im Weg rumliegt, habe ich ihn einfach wieder aufgehängt. Am Binding links kann man sehen, dass der Quilt noch nicht wieder fertig ist.

Eines Freitags nach der Arbeit habe ich mich dann an meinen Quilt gesetzt und die beiden Blöcke wieder gequiltet. Zum Schluss habe ich dann das Binding wieder angenäht und dann sah mein Quilt wieder hübsch aus.

Wir sind dann am Wochenende losgefahren und haben vom Quilt noch einmal Fotos gemacht.

Die Änderung war aufwändig, aber ich bin froh, dass ich mich dazu entschlossen habe. Ich wäre wohl mit meinem Quilt nicht glücklich gewesen, ich hätte wohl immer auf die zwei falschen Blöcke gucken müssen. Nunja und bei so einem Quilt kann man eben auch mal trennen, das hat das Projekt verdient. 😍

Sonntag, 7. Februar 2021

Mein fertiger Quilt

Nachdem mein Quilt fertig war, bin ich am Silvestermorgen mit Johannes und Henni losgefahren und wir haben ein paar Fotos vom Quilt gemacht.

Da ich ja den Heimatquilt an meine Heimat angepasst habe, gab es - meiner Meinung nach - keinen besseren Ort als ein Kalksteinbruch, um Fotos zu machen.

Als wir die Fotos gemacht haben, hat es geschneit, daher sind einige helle Flecken auf meinem Quilt, die sind aber wirklich nur vom Schnee. :-)

Nachdem der Quilt fertig war, habe ich begonnen, mir davon ein Fotobuch zu erstellen und dabei ist mir aufgefallen, dass ich den allerersten Block verkehrt herum in meinen Quilt genäht habe. Die hellblaue Melone müsste eigentlich nach rechts zeigen. Mir hat das mal wieder eine schlaflose Nacht bereitet und ich habe wirklich überlegt, ob ich mein Binding ab und das Quilting noch einmal auftrenne, um den Block richtig herum einzusetzen. Bevor ich mir DIE Arbeit aber mache, habe ich ein Bild meines Quilts ausgedruckt und den Block rausgeschnitten. Einmal habe ich ihn richtig herum reingelegt und beim anderen so falsch, wie ich ihn eingenäht hatte:

So herum hätte der Block oben links eingenäht werden müssen, wenn ich den Block so genäht habe, wie er im Originalquilt ist. Die Ecke unten rechts passt vom Übergang her sehr gut zu den anderen Blöcken, allerdings passt dann die Randgestaltung nicht mehr zum Block.

So herum sitzt der Block nun in meinem fertigen Quilt. Bei den letzten Fotos der zusammengelegten Blöcke habe ich den Block schon immer so herum ausgelegt. Vielleicht hat das mein Gehirn unbewusst so gemacht, weil der dunkle Rand oben besser aussieht? 

Ich habe eine ganze Weile überlegt, mich dann aber dazu entschieden: DER QUILT BLEIBT NUN SO, WIE ER IST. Denn so ist es mein Quilt und ja, so gefällt mir die Farbverteilung sogar besser, als in der obigen Variante.

Der Quilt soll am Ende Platz über unserer Couch finde und so haben Steffen und ich am 2. Januar im Wohnzimmer eine Galerieschiene angebracht und den Quilt dort aufgehängt. 

Mein Quilt hängt dort perfekt und ich bin unheimlich stolz darauf. Vielen Dank an Katrin und Marion, dass wir zusammen genäht haben und an Marianne, Elke und die beiden anderen "Vornäherinnen", dass wir bei euch auf den Blogs immer gucken konnten, wie ihr die Blöcke angegangen seid.
PS: Ich glaube, ich brauche dringend eine Designwand, denn nachdem der Quilt aufgehangen worden ist, habe ich gesehen, dass ich oben rechts in der Ecke unbewusst einen Berg genäht habe, das wird dann wohl der Brocken sein. Hätte ich die Blöcke beim Nähen aufhängen können, wäre mir das wohl aufgefallen und ich hätte die türkisfarbigen Stoffe anders verteilt. Aber nun ist es so und der Brocken hat - ungewollt - auch noch Eingang in meinen ganz speziellen Heimatquilt gefallen.

Samstag, 6. Februar 2021

Heften und Quilten

 Zwischen den Jahren packt es mich immer und ich möchte irgendetwas angefangenes zu Ende bringen. 2020 fiel meine Wahl auf meinen Heimatquilt. Ja, mein Top war schon vor dem letzten Zeigetag fertig, bei meinen Monatsprojekten nenne ich das immer "die Macht der letzten Tüte", denn wenn die naht, packt es mich und ich MUSS nähen. So ging es mir auch mit meinem Heimatquilt: ICH MUSSTE NÄHEN!!!

Dann habe ich mein Top aber erst einmal wieder beiseite gelegt, bis ich dann nach Weihnachten auf die Idee kam, jetzt will ich einen Quilt daraus machen. Das ist an sich nicht das Problem gewesen, sondern der nicht vorhandene Platz, um das Top zu heften. Sonst mache ich das immer bei Katharina im Zimmer, aber wenn Johannes und Henni da sind, schlafen sie bei Katharina mit im Zimmer und dementsprechend war dort kein Platz. Da in den handgefärbten Stoffe Nadeln immer Löcher hinterlassen, konnte ich das Top nur kleben, so konnte ich also auch nicht im Wohnzimmer den Esstisch nutzen. Blieb also nur die Küche.

Dazu mussten wir erst einmal den Tisch rausräumen, damit wir den rausbekommen, mussten wir die Tür aushängen. Naja, wir kennen es ja...

Das Top hat gerade so in die Küche gepasst, das hätte ich so nicht unbedingt erwartet. Leider konnte ich deswegen auch nicht so richtig schön mein Top auf meiner Rückseite ausbreiten. Das Ergebnis dessen war, dass ich auf einer Seite viel Rückseitenstoff über hatte, der mir an der anderen Seite logischerweise fehlte. Zum Glück konnte ich da dann aber die Naht an der Stelle, wo der Stoff fehlte, auftrennen und so die fehlenden Zentimeterchen herausholen. Wie ich schon in meinem letzten Beitrag zu meinem Quilt geschrieben habe: Einfach ist eben nicht mein Stil. 

Nachdem ich diese Hürde überwunden hatte, habe ich dann begonnen, ein Top zu quilten. Dazu bin ich in's Wohnzimmer umgezogen. Da ich zwischen den Feiertagen immer zeitig wach war und meine restliche Familie ewig lange geschlafen hat, hatte ich morgens Zeit und konnte in aller Ruhe an meinem Quilt arbeiten.

Beim Quilten habe ich mich ziemlich am Originalquilt orientiert. Ich habe die Blöcke nähfussbreit neben der Naht gequiltet. Allerdings habe ich nicht streng jedes Blockteil gequiltet, sondern oftmals auch blockübergreifend. 

Der Quiltanfang allerdings war recht frustrierend, denn ich hatte wieder ganz viel ausgelassene Stiche. Im Vorfeld hatte ich mir extra ein kleines Sandwich gebaut und daran probert, mit welcher Nadeln, welchem Garn und welcher Einstellung ich quilten musste. Auf dem Probesandwich hat es geklappt, bei meinem Quilt dann nicht. Ich war wirklich verzweifelt und wollte eigentlich schon aufgeben. Marion meinte dann, ich soll noch einmal die Fadenspannung verändern. Das habe ich am nächsten Tag dann probiert und es hat funktioniert und ich konnte meinen Quilt quilten. 

Ich hatte mir einige Quiltgarne von Madeira Aerofil bestellt, damit hatte ich beim Testen gute Erfahrungen gemacht. Ich habe nicht für jede Farbe das passende Garn, sondern habe immer die Farbgruppen gequiltet. Damit bin ich ganz gut gefahren, da ich von manchem Garn sonst nur ein paar Meterchen gebraucht hätte. Im Orignalquilt ist der Rand mit einem Karomuster und Federn gequiltet. Das wollte ich nicht machen. Katrin hatte Wellenlinien vorgeschlagen. Die Idee gefiel mir auch sehr gut, allein an der Umsetzung scheiterte es, denn ich hatte schon Probleme beim Aufzeichnen der Wellenlinien. Also habe ich immer nur in der Naht der einzelnen Randstreifen gequiltet. Ich finde, das passt auch wirklich gut.

Ach und es wäre ja nicht mein Quilt, wenn ich nicht wenigstens einmal die Rückseite mit festgequiltet habe. Dieses Mal ist es mir zum Glück nur einmal passiert. Und da es Rückseite war, die ich nicht brauchte, habe ich sie einfach... ...abgeschnitten:

Nunja, es kommt vor und ich konnte den Schaden noch relativ schnell beheben, da es mir noch ziemlich zeitnah aufgefallen ist. Und irgendwann war ich dann fertig mit quilten und ich konnte mich daran machen, die Ränder zurückzuschneiden und das Binding anzunähen.

Und ja: Am 30. Dezember 2020 war mein Quilt dann fertig. Ich war so stolz darauf, dass ich abends meine Familie in's Schlafzimmer beordert habe und sie gebeten habe, nun bitteschön meinen Quilt zu bewundern. 😂 Das haben sie dann auch ordnungsgemäß gemacht. Am Ende saßen Steffen und ich dann noch einen Moment davor und haben uns den Quilt angesehen.

Donnerstag, 4. Februar 2021

Die Ränder

Meine zusammengenähten  Blöcke habe ich ja in meinem letzten Heimatpost am 30. Januar schon gezeigt. Wenn ich die Blöcke schon zusammengenäht habe, fehlte natürlich zum Rand und damit zum fertigen Top auch nicht mehr ganz so viel.

Ich habe die Angewohnheit, meine Tops an den Kleiderschrank im Schlafzimmer aufzuhängen und dabei fiel mir ein heller Fleck auf (ja, Elke, Du hast Recht, ein Erdfall):

Eine Weile habe ich mein Top erst einmal am Schrank hängen lassen, damit ich die helle Stelle auf mich wirken lassen kann. Um zu testen, ob es mit anderen Stoffen wohl besser aussehen würde, habe ich mal dunklere Stoffe aufgesteckt.

Ja, so gefällt es mir definitv besser und so habe ich aus dem Top die Teile rausgetrennt, die farblich unpassend waren. Ich habe wirklich nur das rausgetrennt, was ich erneuern musste. ;-)

Schon beim Wiedereinnähen des Blockteils fühlte es sich einfach richtig an und ich war unheimlich froh, dass ich den Block noch einmal getrennt habe.

Viel besser sieht es so aus und auf jeden Fall stimmiger!

Dann konnte ich das innere Top mit einem schmalen grauen Streifen einfassen. Dazu hatte ich mich schon vor einer ganzen Weile mit Martina in Verbindung gesetzt und sie gebeten, mir einen entsprechenden Farbton zu färben. Ich hatte ihr dazu ein Bild meiner bisherigen Blöcke geschickt und sie hatte dann einen schönen passenden grauen Farbton dazu gefärbt.

Beim Annähen der Streifen hat meine Maschine wieder ganz viele Stiche ausgelassen. Ich war mal wieder ziemlich am Verzweifeln.

Ich musste für meine Maschine eine neue Spulenkapsel bestellen, weil die alte eine Schmarre hatte, die ich nicht rausfeilen konnte. Vielleicht lagen die ausgelassenen Stiche daran, weil nun die Spannung eine andere war? Ich weiß es nicht...

Die grauen Streifen habe ich mit Briefecken zusammengenäht. Dann folge der bunte Rand. Dazu habe ich Stoffe, die ich im Quilt verwendet habe in unterschiedlich breite Streifen geschnitten und diese dann immer an mein Top gelegt. Die Stoffe sollten die Farben der Blöcke aufgreifen.

 

Auch diese Streifen habe ich wieder mit Briefecken verbunden, einfacher wäre es gewesen, erst beide Ränder anzunähen und dann die Briefecken zu schließen. Aber einfach kann ja jeder und das ist eben nicht mein Stil. 😂

So sieht mein Top mit den beiden Rändern nun aus und ich bin damit sehr zufrieden. 😊