Habt vielen Dank für Eure lieben Kommentare zu meinen letzten Posts. Ja, das Projekttäschchen aus den 5 Schätzen von Bettina ist wirklich toll geworden. Es hätte ein klein wenig größer sein können, da könnte ich die Blöcke besser rein und rausnehmen. Aber so geht es auch.
Unser Wochenende in Sachsen war so naja. Schön, aber irgendwie liegt uns Sachsen in letzter Zeit wohl nicht, denn als wir vor ein paar Jahren ein Wochenende in Meißen waren, war Steffen krank und hatte anschließend eine Wundrose im Bein - und dieses Mal war es genauso. Ich habe es Freitag schon irgendwie geahnt, es war alles wie damals und nun ist es Gewissheit. Aber wir haben ja Erfahrung mit Katastrophen und diese ist nun auch gar nicht so groß. Wir hatten schon ganz andere Dinge zu bewältigen. ;-)
Als ich letzten Freitag in Gröbern war, hatte ich zwei wunderschöne Stoffe gesehen und wusste schon als sie noch im Regal standen, dass daraus eine Projekttasche werden würde. Und so habe ich mich heute morgen mal wieder an meine Nähmaschine gesetzt.
Als erstes habe ich mir überlegt, dass ich eine Aufbewahrung für meine Stickgarnröllchen brauche. Als es noch weniger Garne waren, hatte ich die immer in meiner pinken Blechbüchse, aber nun sind etliche hinzu gekommen und mein Büchschen ist zu klein geworden. Klar, ich habe noch weitere Büchsen, aber die sind mir zum Mitnehmen zu groß.
So habe ich mir als erstes eine Aufbewahrungs"tasche" für meine Stickgarne genäht. Dafür habe ich mal wieder in meinen beiden Kartons mit den Reprostoffen gesucht. Ich liebe diese Stoffe, schade, dass es im Moment weniger davon gibt. Das sind Stoffe, die mich sofort ansprechen, wenn ich die schönen Muster und die gedeckten Farben sehe, geht mein Herz auf. ;-)
Verschlossen wird mein Täschchen mit Kamsnpas. Allerdings ist einer ein bisschen verrutscht und wenn ich die dann verschlossen habe, lag die Rundung nicht schön glatt. Also habe ich den Knopf wieder abgemacht und einen neuen angebracht. Der saß dann zwar an der richtigen Stelle, aber ich habe das falsche Teil genommen, so dass ich beide Knöpfe nicht schließen könnte. Also musste auch der wieder ab. :-( Versuch Nummer drei ist dann aber geglückt.
Innen habe ich Gummiband eingnäht, welches ich in Abständen abgenäht habe. Allerdings hätte ich es doch noch enger nähen können, denn manches Gummi ist für ein Röllchen doch zu groß. Naja. Das war der erste Versuch. Vielleicht nähe ich so ein Teil noch einmal und nähe dann unter das Gummi eine kleine Lasche, so dass die Röllchen nicht nach unten rausfallen können.
Wenn meine Tasche bestückt ist, ist sie ein bisschen knorkelig, das kommt von den Rollen. Wie ich das besser machen könnte, weiß ich gerade noch nicht. Vielleicht müsste ich festes Vlies verwenden? Und wenn ich die Röllchen reinschiebe, zieht sich mein Täschchen etwas zusammen. Mmh... Auch da habe ich noch keine Idee.
Anschließend habe ich dann noch meine Projekttasche genäht. Die schönen Stoffe musste ich nun wirklich verarbeiten. Da der Stoff ein so schönes Muster hat, habe ich den gar nicht weiter zerschnitten, sondern so im Stück verwendet.
Zunächst hatte ich die Rückseite frei Hand gequiltet. Ich habe schon die Fadenspannung geändert und - besonders in den Kurven - ganz langsam gequiltet. Aber trotzdem sah die Rückseite nicht wirklich schön aus.
Sehr Ihr das? Das passt überhaupt nicht. Ich glaube, ich muss meine Nähmaschine mal wieder auf den Kopf stellen. Beim Freihandquilten musste ich schon immer die Fadenspannung ändern, aber so extrem war es noch nie. Ich hoffe nicht, dass die Maschine nun irgendwann ihren Geist aufgibt. Zuerst habe ich überlegt, das Quilting so zu lassen, schließlich ist die hässliche Seite innen in der Tasche und man sieht sie in der Regel nicht. Ich habe auch erst einmal den Reißverschluss eingenäht - und dann doch das komplette Quilting aufgetrennt. Nein, das gefiel mir nicht und ich konnte damit nicht wirklich leben. Beim zweiten Versuch habe ich dann einfach gerade Linien gequiltet. Inzwischen gefällt mir das auch ganz gut. Eigentlich fast besser als das freihand gequiltete.
Ein wenig kann man die gerade Linien erkennen. Den grünen Stoff habe ich für die Vorderseite mit verwendet. Dafür hatte ich ihn speziell gekauft.
Im Schubkasten habe ich noch zwei Aufnäher gefunden. Einer ziert nun die Projekttasche, der andere die Garntasche.
Das Binding habe ich bei beiden Teilen rückseitig von Hand angenäht, die Sachen sollten so richtig schön werden - und das sind sie auch geworden. Die ein oder andere Hürde stand im Weg, aber ich bin mit meinen Teilen zufrieden und so kann ich nun die Blöcke meines neuen, aufwändigen Stickprojekts und das dazu passende Garn gut aufbewahren. Von dem Stickquilt erzähle ich bei nächsten Mal, dann bin ich mit meinem Block vielleicht auch schon ein bisschen weiter gekommen. :-)