Manchmal geht alles wieder retour... Im
November 2015 hatten wir Wohn- und Schlafzimmer getauscht. Dieser Tausch ging fast problemlos vonstatten, weil wir im Vorfeld alles gut geplant hatten. Dieses Mal war das irgendwie anders.
Bei uns werden Balkons angebaut und Ende August wurde in unserem Zimmer, wo der Balkon hinkommt, der eine Heizkörper abgebaut. Dazu musste ich dann aber vorher alles freiräumen. So habe ich am letzten Augustwochenende meinen großen Zuschneidetisch und ein Regal ausgeräumt und abgebaut. Den Inhalt habe ich bei Jonathan und Katharina unter dem Bett verstaut. In meiner irrigen Annahme dachte ich, dass die Sachen mit den Balkons innerhalb von vier Wochen abgeschlossen ist. Unser Plan war, wenn der Balkon fertig ist, Wohn- und Schlafzimmer wieder zu tauschen, damit der Balkon dann auch am Wohnzimmer ist. Da solche Bauarbeiten nun aber nicht so schnell gehen, wie ich das gern hätte, haben wir die Zimmer schon vorher getauscht.
Letztes Wochenende haben wir dann Sonnabend begonnen, unsere Schränke auszuräumen. Da wir die Möbel ja hin- und herräumen würden, war es dieses Mal ein bisschen komplizierter, als vor drei Jahren. Als erstes mussten der große Kleiderschrank und zwei Regale ausgeräumt und abgebaut werden. Da Steffen Sonnabend zum Fußball unterwegs war, habe ich das Ausräumen übernommen. Auch die Türen habe ich noch abschrauben können, dann bin ich aber an meine Grenzen gestoßen. Kein Problem, im Wohnzimmer waren auch auch Schränke auszuräumen und abzubauen. Als erstes haben wir dann die Vitrine in's neue Wohnzimmer getragen. Da ich anders nicht weiter kam, habe ich die auch schon mal wieder eingeräumt.
Als nächstes haben wir dann das große Sideboard in's Wohnzimmer getragen... ...um dann festzustellen, dass das Highboard nicht mehr daneben passt. Es fehlten so ungefähr 20 cm. Also haben wir überlegt, wie wir die Möbel stellen könnten, aber egal, welche Idee wir hatten: Es war alles doof. Ich war schon so verzweifelt, dass ich am liebsten alles wieder zurückgetragen hätte. Aber da hat Steffen was dagegen gehabt.
Also bin ich Sonnabend nachmittag mit Johannes schnell zu Ikea gefahren und wir haben neue Möbel gekauft. So planlos habe ich noch nie Möbel gekauft. Ich wusste nur, dass wir eine Stellfläche von 3,50 m haben.
Unser Roomster hat sich dabei als wahres Platzwunder erwiesen. Auch wenn es ein bisschen eng war, haben wir alles transporiteren können. Als wir dann wieder zu Hause waren, hieß es aufbauen.
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| Jonathan baut und Steffen und Johannes gucken zu und geben schlaue Kommentare ab. |
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Am Sonntag ging es dann weiter. Große Sorge bereitete mir die große Couch, schließlich war es schon nicht einfach, die überhaupt durch unsere Türen zu bekommen. Beim Tragen hat noch ein Freund der Jungs mitgeholfen Sonntag Abend waren dann die Zimmer getausch: Bett stand im Schlaf- und Couch im Wohnzimmer.
Man sieht, es ging irgendwie überhaupt nicht voran. Sonntag haben wir nur noch notdürftig unser Bett freigeräumt und sind dann hundemüde in eben dieses gefallen. Montag war ich zur Fortbildung und bin erst spät wieder nach Hause gekommen. Steffen war nach der Arbeit fleißig und hat in der Ecke im Schlafzimmer das Regal schon wieder angebracht. Ich habe dann eingeräumt. Ich weiß gar nicht, wie oft wir zwischen beiden Räumen hin und hergelaufen sind. Es schien gar kein Ende zu nehmen.
Jeden Tag haben wir ein kleines Stück geschafft. Mittwoch nach der Arbeit habe ich mit Jonathan und Katharina den neuen Esstisch aufgebaut und natürlich vier Nägel falsch reingehämmert. Drei habe ich wieder rausbekommen. Den vierten leider nicht. Nachdem die Tränen der Verzweiflung getrocknet waren, habe ich mein Brett eingesackt und bin zu Papa gefahren. Der konnte dann helfen und ich den Tisch fertig aufbauen.
Womit ich überhaupt nicht zufrieden war, war meine Nähecke im Schlafzimmer. Die Tische gefielen mir dort nicht, standen sie vor dem Fenster, ging das Fenster nicht mehr auf, da die Tische ein, zwei Zentimeter zu hoch waren, standen sie auf der anderen Seite, war der Platz zu wenig. Also haben wir überlegt und entschieden: Neue Tische müssen her. Und wo gibt es die? Na klar, mal wieder Ikea. Eigentlich wollten Steffen und ich Sonnabend zu Ikea fahren, aber da Jonathan am Sonnabend nach Thale wollte, haben wir unseren Plan geändert und ich bin Freitag Abend mit Jonathan und Katharina nach Braunschweig gefahren. Und da ist mir passiert, was mir noch nie passiert ist: Ich habe die falsche Abfahrt genommen. :-(
Bei Ikea habe ich mich zum ersten Mal auf einen Familienparkplatz gestellt.
Ich hatte ein kleines bisschen ein schlechtes Gewissen, weil der ja wohl für Familien mit kleinen Kindern ist, als ich dann aber gesehen habe, wer dort alles steht, war das ganz schnell wieder verflogen. Und wieder habe ich eine Fuhre Möbel nach Hause gefahren und aufgebaut.
Für meine Regale im Schlafzimmer wollte ich gern Vorhänge nähen, damit die verdeckt sind, sonst ist es mir zu unruhig. Beim Umräumen hatte ich dreimal den gleichen Stoff gefunden, den ich so schön fand. Offensichtlich fand ich den zu schön, denn dreimal den gleichen Stoff kaufen? Egal, jetzt kam er zum Einsatz. Erst wollte ich das hintere Regal "benähen". Gemessen hatte ich 2,56 m Höhe. Da mir das aber zu noch vorkam, habe ich beschlossen, mehr als 2,50 m brauche ich den Stoff für die Vorhänge nicht zuzuschneiden. :-( Dass bei meinem Vorhang aber oben und unten Säume sind, hatte ich nicht bedacht und so kam es, wie es kommen musste: Der Vorhang ist gute 10, 15 cm zu kurz.
Und damit es so richtig blöd wird, habe ich nicht daran gedacht, dass an der Webkante von meinem Stoff ein Aufdruck ist. Der ist nun im Vorhang zu sehen.
Und absolut blöd war es, dass die anderen beiden Stücken von dem Stoff nur knapp einen Meter bzw. 1,50 lang waren. Das reichte nie und nimmer für einen weiteren Vorhang. Also sind wir gestern - ihr glaubt es kaum - ein drittes Mal zu Ikea gefahren. Ich habe siegessicher die Stoffabteilung angesteuert, um festzustellen, dass es meinen Stoff nicht mehr gibt. :-(
Ich konnte es echt nicht fassen. Ich hatte doch erst im August Stoff davon in Magdeburg gekauft. Ob das da noch Restbestände waren? Aahhh, ging denn gar nichts glatt? Also musste ich mich umentscheiden und ich wollte gern 5,20 m Stoff kaufen. Die Wage zeigte... ...5,19 m. Ach Scheiß, dann ist eben der andere Vorhang auch zu kurz. Aber das ist er nicht geworden, im Gegenteil, er ist fast einen Tick zu lang. Aber er sieht schön aus.
Es war ein großes Chaos bei uns und das über lange Zeit, aber nachdem wir heute die letzten Sachen weggeräumt haben, bin ich nun zufrieden. Manchmal war ich arg am Zweifeln, ob der Tausch jetzt wirklich nötig war...
Und auch mit unserem Wohnzimmer bin ich zufrieden. Und wenn dann erst der Balkon dran ist, ist es doch ein Traum.
Inzwischen sind alle Sachen wieder in den Schränken verstaut, alles hat einen Platz gefunden - den ich zwar noch nicht immer kenne. Vorhin habe ich etwas gesucht und gefühlte dreißig Türen aufgemacht, bevor ich das Gesuchte gefunden habe. Einen Verlust haben wir allerdings auch zu verzeichnen: Katharinas Karten zur Einschulung sind verschwunden. Steffen und die Jungs meinen ja, so etwas haben wir nicht weggeworfen und sie tauchen wieder auf. Aber ich wüsste nich, wo sie noch auftauchen sollen. Darüber bin ich wirklich taurig, aber sonst hat sich die Mühe gelohnt. :-)