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Archiv für den Monat September 2015
Leseempfehlung XIII
Eine kleine Sammlung von Artikeln, die ich in der vergangenen Woche besonders interessant fand:
Polizei Leipzig genervt von Gerüchten über Asylbewerber
Helfer in den Knast! Die bayrische Skandaljustiz
Innenministerium plant Verschärfung des Asylrechts
Mindestlohn auch für Flüchtlinge?
ebenfalls dazu:
Der Mindestlohn auf der Flucht
„Wir brauchen eine Verabschiedungskultur“
Über diese schmarotzenden Flüchtlinge spricht niemand – sie kosten Deutschland Milliarden
Eine App gegen Kriegsverbrechen
Studiengebühren: „500 Euro pro Semester“
Drogenbeauftragte ganz entspannt:
Erhebung zu Hirndoping bei Studierenden
Leseempfehlung XII
Eine kleine Sammlung von Artikeln, die ich in der vergangenen Woche besonders interessant fand:
Der Sieben-Punkte-Plan zur Flüchtlingsdebatte
von Katja Kipping
Gesetzesentwurf der Bundesregierung: Radikale Leistungskürzungen für Tausende Flüchtlinge
Privatwohnungen für Flüchtlinge beschlagnahmen?
Ohne Abstriche beim Mindestlohn finden viele Zuwanderer keine Arbeit
Alleinerziehende und ihre Kinder werden in die Armut getrieben
Verkaufte Jura-Examen: Frühere Referendare angeklagt
Interview mit „Kiffen und Kriminalität“-Autor Müller
„Der Glaube an die Macht der Strafe ist die Sozialromantik der Konservativen“
Die FAZ und ihre „Reichen-Verteidigung“
Sozialreport Autobranche Leipzig
Niedriger Lohn, keine Sicherheit, kaum Anerkennung
Max Uthoff im Gespräch
NDR Info – Der Talk – 20.09.2015 16:05 Uhr Autor/in: Seibel, Patric
Er ist einer der schärfsten und bekanntesten politischen Kabarettisten in Deutschland: Max Uthoff. Bissige Pointen und klare Worte sind sein Markenzeichen. Der NDR Info Talk.
Vor der Jurabib ist jemand sehr sauer #wp
Zwischen ’sozial‘ und ‚Sozialismus‘
Früge man meine Freunde nach meiner politischen Ausrichtung, würden die meisten mich vermutlich eher dem linken Spektrum zuordnen. Diesem Umstand ist wohl auch geschuldet, dass sich in meiner Twitter-Timeline eher linke Accounts finden. Die meisten davon beschäftigten sich in den letzten Tagen größtenteils mit den Reaktionen der Politik auf Flüchtlinge.
Heute fiel mir die Forderung auf, Möglichkeiten zu schaffen, leerstehende Wohnung (zeitweise) beschlagnahmen zu können.
Mit dieser Frage beschäftigt beschäftigt sich heute auch lto.de.
Das finde ich besonders deshalb interessant, weil ich vor einiger Zeit mit einem Freund eine Diskussion darüber führte, inwiefern man durch (Wohnungs-)Eigentum grundsätzlich eine soziale Verpflichtung hat.
Ausgangspunkt war, dass es in Deutschland relativ viel leerstehenden Wohnraum gäbe, der aus Spekulationsgründen nicht vermietet würde (leider erinnere ich mich nicht mehr an die Quelle).
Mein Freund meinte, jeder dürfe mit seinem Eigentum verfahren, wie er wolle, was ja im Prinzip der Inbegriff des Eigentumsbegriffes ist: die eigene Nutzung und die Möglichkeit, andere von der Nutzung gerade auszuschließen.
Ich dagegen vertrat und vertrete den Standpunkt, dass insbesondere Wohnraumeigentum da eine Sonderrolle einnimmt. Ich würde jetzt nicht so weit gehen zu fordern, leerstehende Wohnungen grundsätzlich in Beschlag zu nehmen, um sie an Wohnungssuchende zu verteilen.
Aber man sollte darüber reden Mechanismen zu schaffen, die es verhindern, dass Wohnraum willkürlich vom Markt genommen wird.
Dabei gibt es natürlich einiges an Gestaltungsspielraum:
– (großzügige) zeitliche Regelungen für die Mietersuche
– Ausnahmen für Wohnraum, der in Gegenden liegt, in denen ausreichend verfügbar ist
– man kann Anreize für den Eigentümer schaffen, die Wohnung selbst zu vermieten, beispielsweise indem man den Mietzins einer etwaigen Zwangsvermietung auf beispielsweise 80% des örtsüblichen Durchschnitssmietzinses bestimmt
– usw.
Aber mit solchen Vorschlägen befindet man sich in Deutschland schon am sehr linken Rand oder muss sich gar Sozialismusvorwürfe gefallen lassen.
Sozialismus wäre es aber, wenn man den Eigentümern die Wohnungen wegnehmen und Wohnungssuchende kostenlos unterbringen würde.
Eine Regelung, die den Eigentümer auf verhältnismäßige Weise verpflichtet, seine Wohnung gegen einen angemessenen Mietzins zu vermieten, entspricht aber durchaus dem Geist der sozialen Marktwirtschaft, wie ihn unser Grundgesetz vorsieht.
Leseempfehlung XII
Eine kleine Sammlung von Artikeln, die ich in der vergangenen Woche besonders interessant fand:
Topografie des Horrors
Flüchtlinge Seit dem Zweiten Weltkrieg gab es zwischen Sahelzone und Golfregion nicht mehr so viele Konflikte. Ein Blick auf die Ursachen der derzeitigen Fluchtlingsströme
Ungarns Umgang mit Flüchtlingen:
„Was hat so ein Staat in der EU verloren?“
Flüchtlinge in Bicske treten in Hungerstreik
Spenden: Wenn die Würde abhanden kommt
Abwehr statt Aufnahme: Große Koalition beschließt Maßnahmenpaket gegen Flüchtlinge
Zuwanderer haben die höheren Abschlüsse
Norddeutscher macht rechte Konten dicht
Bundeswehr : Private Söldner unterwandern die Truppe
MZ-Verlag schmeißt langjährige Mitarbeiter raus
Verlag nimmt Stellung zu Entlassungen:
MZ-Verlag: „Union Busting wie aus dem Lehrbuch“
Leseempfehlung XI
Eine kleine Sammlung von Artikeln, die ich in der vergangenen Woche besonders interessant fand:
Warum gerade jetzt so viele Menschen fliehen
Asylolitik auf Basis politischer Mythen
Der Vorschlag, EU-Beitrittskandidaten automatisch als sichere Herkunftsländer einzustufen, zeugt nicht nur von der abwehrenden Migrationspolitik der Bundesregierung – sie offenbart auch die Beharrlichkeit, mit der Realitäten in der EU und in den Beitrittsländern weichgezeichnet werden.
Warum es nur noch größere Probleme schafft, Neonazis wegen Facebook zu verpetzen
Und hier eine direkte Antwort:
Es ist deine Pflicht als Mensch, Facebook-Hetzer anzuzeigen
Zu fair fürs Finanzamt
Ausbeutung beginnt bei überteuerten Mieten, findet Vermieter Hans H. in Berlin. Das Finanzamt hält das für unwirtschaftlich und bedrängt ihn.
Döner, Dirndl, Deutschlandfahne – Ein Bericht von der Neonazi-Demo in Rosenheim
Wir haben die Politiker-Kommentare zur Asyldebatte nach Dummheit sortiert
Arbeitsrecht:
Mindestlohn mit positiven Wirkungen
Kein Mitbestimmungsrecht bei Kameraattrappen
Zu guter Letzt, ein kreativer Vorschlag von Gregor Gysi , wie man das Wählen und Politik allgemein attraktiver machen könnte:
Wie hat sich der Deo-Schnüffler strafbar gemacht?
Wo-ho-hooooo….
Die Ärzte schrieben das Lied „Schrei nach Liebe“ unter anderem als Reaktion auf die rechtsextremen Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen. Die „Aktion Arschloch“ sieht (zu Recht!) heute wieder einen aufkeimenden Rechtsextremismus in der Gesellschaft. Um auf diese Entwicklung aufmerksam zu machen, hat die Initiative es sich zum Ziel gemacht, die Single wieder in die Charts zu bringen. Seitdem haben zahlreiche Radiosender das Lied wieder ins Programm genommen. Finde ich gut 🙂
