Freitag, 10. Juli 2026

Freitagsblümchen & Schloss Herrenchiemsee und Fraueninsel

 Den ersten Frauenmantel habe ich letzte Woche heruntergeschnitten und zusammen mit Nepeta kubanica entstand eine gelb-blaue Blütenwolke im Übertopf auf dem Wintergartentisch. Dazu das Windlicht, welches dort seinen Stammplatz hat, und ein Trockenstrauß machen das Arrangement komplett.

Die schöne Mitteldecke von meiner Ma liegt noch vom Gartentag auf dem Tisch...

...und es gefällt mir so.

So nach und nach schaffe ich es euch meine Bilder vom Chiemseeurlaub zu zeigen und heute sind die im See gelegenen Inseln an der Reihe. Das Ausflugsziel schlechthin und ein MUSS für jeden Urlauber.
Der Chiemsee-Dampfer brachte uns frühmorgens von Prien, unserem Urlaubsort, über das "Bayerische Meer" als erstes zur Herreninsel. So schön entschleunigend war die Fahrt, auch wenn schon viele Urlauber die gleiche Idee hatten wie wir.

Das Neue Schloss Herrenchiemsee ist ein Baudenkmal in der bayerischen Gemeinde Chiemsee im Landkreis Rosenheim. Die Dreiflügelanlage wurde in den Jahren 1878 bis 1886 durch König Ludwig II. von Bayern von Georg Dollmann im Stil des Neubarock erbaut. Als architektonisches Vorbild diente Schloss Versailles. Hervorzuheben sind das Prunktreppenhaus, das Paradeschlafzimmer und die Große Spiegelgalerie. 2025 wurde Herrenchiemsee als Teil der Schlösser König Ludwigs II. von Bayern zum UNESCO-Welterbe ernannt.
 
Hier und hier gibt es noch mehr nachzulesen. 
Infotafeln auf dem Weg zum Schloss. 
 
 
Nach einem Fußmarsch vom Anleger durch den idyllischen Wald- und Parkbereich erreichten wir nach 1,5km das Neue Schloss Herrenchiemsee, wo wir eine Führung gebucht hatten. Fotos gibt es davon nicht. 
Leider war es wie an allen Tagen der Auszeit sehr heiß und das Licht selbst am Morgen schon richtig grell. Die Fotos sind daher nicht so klasse geworden.
Schloss Herrenchiemsee sollte sein historisches Vorbild, das Schloss Versailles des Sonnenkönigs Ludwig XIV noch übertreffen. Es wurde aber nicht vollendet, doch auch so erlebt man eine perfekte Inszenierung von Prunk und Schönheit.  

Einer der Brunnen... der Fortunabrunnen
Der Fortuna-Brunnen im Parterre vor dem Schloß Herrenchiemsee.
Geschaffen von Wilhelm von Rümann 1884-85 nach dem Vorbild eines
Brunnens im Königspalast La Granja de San Ildefonso in Spanien.
Auf der Spitze die Göttin Fortuna auf dem Glücksrad.
 
 
 
 Blick vom Schloss auf den Latonabrunnen

Der Famabrunnen
Der Fama-Brunnen ist im Parterre vor dem Schloß Herrenchiemsee. Geschaffen von Rudolf Maison 1884-85 nach dem Vorbild eines Brunnens im Königspalast La Granja de San Ildefonso in Spanien.
Fama, die geflügelte Figur des Ruhmes, reitet auf einen Pferd (Pegasus).

Wir liefen zurück Richtung Dampfersteg und direkt in der Nähe ...

liegt das ehemalige Augustiner-Chorherrenstift (Altes Schloss), eines der ältesten Kloster in Bayern. In ihm tagte 1948 der Verfassungskonvent, in dem das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland ausgearbeitet wurde. Die Ausstellung war wirklich sehr lohnenswert und nur zu empfehlen.

Kaisersaal im Fürstenstock

Anschließend brachte uns der Dampfer zur Fraueninsel, hier die Klosteranlage schon von Weitem zu erkennen.
Das Kloster wurde der örtlichen Überlieferung zufolge von Herzog Tassilo III. und Liutberga von Bayern gegründet und am 1. September 782 zusammen mit der Klosterkirche geweiht. Dieses Gründungsdatum wurde in der Forschung lange als falsch und zu früh betrachtet, inzwischen gilt es nach historischen und archäologischen Untersuchungen wieder als korrekt. Einige Elemente der ursprünglichen Ausstattung sind noch erhalten und zeigen sowohl die reiche Ausstattung des Klosters durch seinen Gründer als auch deutliche Einflüsse durch die Kunst Italiens und des Mittelmeerraums, die vermutlich durch Tassilos Frau Liutberga vermittelt worden waren.

Um die Mittagszeit legten wir mit dem Schiff an und wollten uns zunächst stärken und das vielfältige gastronomische Angebot an Fischgerichten probieren -  eben die gesunde Variante zu Fleisch. ;-))

Danach war ein Spaziergang über die Insel Pflicht und es gab wunderschöne Aussichten mit Blick auf die Herreninsel mit Augustiner-Chorherrenstift

Malerische Impressionen überall in diesem urwüchsigen Insel-Dorf und kleine Lädchen luden zum Shoppen ein. An einem schönen Tablett kam ich dann doch nicht vorbei.

Der weiß getünchte Glockenturm der Klosterkirche ist das besonders eindrucksvolle Wahrzeichen der Insel.

Der achteckige Campanile mit seiner Zwiebelkuppel und dem Kloster Frauenchiemsee - auch Frauenwörth genannt - in seiner gesamten Größe.

Eingang über den Insel-Friedhof in die Münsterkirche...
Das Münster Frauenwörth (auch Münsterkirche Mariä Opferung) ist das historische Herz der Fraueninsel im Chiemsee. Als Teil des ältesten aktiven Benediktinerinnenklosters Deutschlands vereint die Kirche karolingische Grundmauern, romanische Fresken und ein gotisches Gewölbe. Die Grundmauern der heutigen dreischiffigen Basilika stammen aus dem 8. und 9. Jahrhundert. Der Hochbau und das romanische Portal wurden um das Jahr 1000 bzw. im 11. Jahrhundert errichtet

Innenraum der Klosterkirche

Ein Naturdenkmal und eine Besonderheit sind die beiden Linden in der Inselmitte.
In der Inselmitte der Fraueninsel besteht bis heute ein kleiner Lindenhain mit zwei mächtigen Winterlinden: die Tassilolinde und die Marienlinde. Mit einem Umfang von ca. 8 Meter werden sie auf ein Alter von mind. 500 Jahren geschätzt, im Volksmund sind es die 1000jährigen Linden. Die Marienlinde ist noch als Baumruine erhalten und wird mit Seilen gesichert, während die Tassilolinde vital ist.

 

Die Tassilolinde schicke ich zu Astrids Baumfreunden.

Bevor wir dann in Prien wieder anlegten, hüpften wir bei unserer Rundtour auf dem Chiemsee in Gstadt kurz an Land und fuhren nach einer Kaffeepause in einem urigen, charmanten Café zurück zum Ferienort. Hier am Strand von Gstadt ist der Campanile der Fraueninsel rechts im Bild noch zu sehen.

Das war es mit meinen Bildern unserer Schiffstour zu den Inseln im Chiemsee....ich hoffe, mein Bericht war nicht zu lang für euch. ;-))
Nun stelle ich meine Blütenwolke zu Astrids Blumensammlung und wünsche euch ein feines Wochenende. Meins ist wieder komplett ausgebucht. ;-))
 
Einen lieben Gruß von Marita, 
die sich wundert, dass es immer Stunden dauert bis ihre Posts der letzten Wochen in der Sidebar angezeigt werden. :-((
 
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Freitag, 3. Juli 2026

Freitagsblümchen & malerisches Wasserburg am Inn

Die Präsentation sowie auch die Auswahl meiner Freitagsblümchen leiden ein wenig unter den Begleiterscheinungen des Küchenumbaus, denn hier steht alles mehr oder weniger noch Kopf. Das Wohnzimmer ist nicht vorzeigbar und so bekommt ihr meine Blümchen vom 19.06. zu sehen, die ich mir vor der beginnenden großen Hitze vom Blumenfeld geholt hatte. Zinnien mag ich so gerne, doch die Vorstellung auf dem alten Küchentisch von meiner Oma fällt etwas nüchtern aus.

Ich mag die farbigen Köpfe mit ihrem Kranz aus Blütenstaub so gerne und sie wanderten alle in die alte Zinnkanne auf die Schieferplatte von der Mosel.

Limetten dazu und ein Glaskerzenhalter, der länger schon nicht mehr beim FFD zu sehen war.

So märchenhaft farbig erscheint auch Wasserburg am Inn, ein mittelalterliches Städtchen auf einer malerischen Halbinsel in einer Innschleife gelegen. Es befindet etwas 25km nordwestlich des Chiemsees und ist berühmt für seine bunten Patrizierhäuser und Laubengänge.
Am letzten Tag unseres Chiemseeurlaubs parkten wir vor der Altstadt und passierten den Inn über die mächtig befahrene Innbrücke, die auch aufgrund des Farbanstrichs Rote Brücke genannt wird.. 

Brucktor

Obwohl es in Bayern im Mai wirklich trocken war führt der Inn noch reichlich Wasser...zumindest an dieser Stelle

Das Brucktor von der Innenseite gesehen

Und nun genießt einfach die wunderbaren Patrizierhäuser - beim Anblick kam bei mir reichlich mediterranes Feeling auf....einfach bezaubernd fand ich es dort.

Laubengang

So coool, der hübsche "Baumgeist"

Die Burganlage wurde 1085-1088 erstmals als Wazzerburch erwähnt. Sie war ursprünglich Sitz der Wasserburger Grafen und ab 1247 im Besitz der Wittelsbacher, welche die Burg vor allem in Krisenzeiten als kurzzeitige Residenz nutzten. Die Burganlage wurde 1526-1537 durch Herzog Wilhelm IV. erweitert. Heute ist im Herzoglichen Schloss und in weiteren Gebäuden der Anlage ein Seniorenheim untergebracht. 









Kernhaus am Marienplatz
Das nach der Wasserburger Patrizierfamilie Kern benannte Gebäude gegenüber dem Wasserburger Rathaus besteht aus mehreren mittelalterlichen Häusern. Um 1735/40 erhielten diese im Auftrag der damaligen Besitzer eine gemeinsame spätbarocke Stuckfassade - eine der bedeutendsten in Süddeutschland - durch den kurfürstlichen Hofstuckateur Johann Baptist Zimmermann oder seine Werkstatt. 



Ein erstes Rathaus wurde wohl frühestens um 1300 an dieser Stelle errichtet. Der heutige Bau wurde in seinen mittelalterlichen Teilen zwischen 1457 und 1459 von dem Wasserburger Baumeister Jörg Tünzl weitestgehend neu errichtet 


 
Ich hätte noch viele Bilder des idyllischen Städtchens zu zeigen, aber das würd hier den Rahmen sprengen. Wer Interesse hat schaut sich mal meinen Link der Sehenswürdigkeiten an, dort gibt es noch viele malerische Gebäude zu entdecken.
 
Nun verlinke ich mein kleines Sträußchen bei Astrids Blumensammlung und wünsche euch ein feines Wochenende. Meins ist mit Konzert und zwei Geburtstagsfeiern voll ausgebucht. ;-)))
 
Einen lieben Gruß von Marita, 
die nächste Woche hoffentlich Zeit für eine große Blogrunde findet.
 
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Dienstag, 30. Juni 2026

Monatscollage Juni 2026 und Kerzenabbau

Die Birgitt sammelt unsere Monatscollagen - ein Rückblick auf unsere Highlights des vergangenen Monats.
Auch der Juni hatte es in sich, doch heute am letzten Tag des Monats werde ich noch fix meine Monatscollage verlinken.
 
Im Juni
nahm ich euch mit zum niederländischen Landschaftsgarten 't Meihuus und zu weiteren Windmühlen und zum Park Huis Landfort
 - zeigte ich euch schon erste Eindrücke vom Urlaub am Chiemsee und der Kampenwand mit Schloss Hohenaschau
- ging es mit dem Hausherrn am Hochzeitstag zum Frühstücken und anschließendem Pflanzenshoppen für mich und Klamotteneinkauf für ihn. ;-)))
- ein Frühstück mit den Kartenmädels und ein Ausflug mit den Ehrenamtsdamen stand ebenfalls in diesem Monat auf dem Programm 
- nahm ich an der Jahrestagung der Gesellschaft der Staudenfreunde (GdS) teil, die in diesem Jahr von unserer Regionalgruppe organisiert wurde und in Billerbeck in der Weißenburg stattfand. 
- machte ich meinen Garten für den Gartenbesuch nach der Jahrestagung fit.
- kam eine Fotografin, die einen Bericht über meinen Garten schreiben möchte
- war ich am Sonntag mit einer kleinen Gruppe Gartenbegeisterten bei dieser dollen Hitze auf Gartentour und wir steuerten vier Gärten an. 
- fand ich auch recht wenig Zeit zum Bloggen und Kommentieren, denn am vergangenen Dienstag rückten die Handwerker für die Küchenrenovierung bzw. den Küchenaufbau an 
- steht nach zweitägigem Einbau heute meine neue Küche immer noch nicht und morgen geht es mit letzten abschließenden Arbeiten weiter...dann ist Einräumen, Aussortieren und Grundreinigung des gesamten Hauses gesagt
Edit....in der Collage seht ihr die alte Küche 
 
 Meine Kerzen habe ich weiter dahin schmelzen lassen... auch wenn die Ausbeute in kräftigem Pink in diesem Monat wieder nicht so üppig war. Aber ich bleibe dran und reduziere kontinuierlich.
2 Exemplare auf dieser Sammlung ...

und 6 Kerzen hier.

Nun wünsche ich euch eine gute Woche und sage bis bald bei den Freitagsblümchen.
 
Einen lieben Gruß von Marita
  
Wegen Verlinkung u.a. auch beim Jahresprojekt bei Andrea/die Zitronenfalterin ist dieser Post als Werbung zu kennzeichnen.