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12 aus dem Stoffregal - 2. Füreinander gemacht

27. Februar 2019
 Loop aus selbstgesponnener Wolle und Nici
selbstgesponnene Regenbogenwolle + Nickistoff = Loop

Meine zwei Mitspieler des Februars liegen schon sehr lange im Stoff- beziehungsweise Wollregal herum.

Zu Ostern 2014 -das sind nun stolze fünf Jahre- habe ich selbstgesponnenen Wolle mit Ostereierfarben gefärbt. Der alte Post ist so schrecklich formatiert... ja man lernt in fünf Jahren dazu... dass ich euch eine Schnellzusammenfassung in Bildern liefere:

Färben von Wolle mit Ostereierfarben
selbstgesponnene Wolle, gefärbt mit Ostereierfarben

Kennt ihr das? Ein Stoff, ein Stück Papier, ein Knäuel Wolle sind euch so wertvoll, dass ihr auf "das richtige Projekt" wartet?
Lange wartet.
Es ist nicht so, dass ich es nicht probiert hätte! In den letzten Jahren habe ich das Wollknäuel schon öfter angestrickt. Das ist einfach der Grund warum ich Wolle liebe! Man hat sehr viele Chancen es gut zu machen. Hat man in Stoff mal reingeschnitten, kann man nicht wieder zurück zum Start. Man kann viel retten, umändern,... doch reingeschnitten ist reingeschnitten.

Für einen Schal war es immer zu wenig Wolle, Partner zum Kombinieren waren nie perfekt. Fünf Jahre hat es gebrauch bis zur Verarbeitung...

Loop aus Wolle und Nicki Stoff

Der zweite Mitspieler ist ein Stück Nicki-Stoff. Der befindet sich noch viel länger in meinem Besitz... aus der Vor-Blog-Zeit... also vor 2012. Pfffff. Ich habe nur ein kleinwenig von dem halben Meter Nicki für eine Kinderhaube verwendet. Seitdem darbt das wunderbar weiche Stoffstück im Regal. Zigmal hatte ich es schon in der Hand, aber irgendwie war es einfach immer zu wenig.

Wolle und Nicki Stoff

Nun habe ich die beiden Teile zu meiner vollsten Zufriedenheit zu einem Loop verbunden. Dass er für die Februartemperaturen viel zu heiß ist und nun wohl wieder bis November im Schal-Regal liegen muss - das ist eine andere Geschichte!

Orange

28. September 2017
Viajante, oranges, gestricktes Tuch

An dem Tuch stricke ich schon sehr (sehrsehrsehr) lange, welch glückliche Fügung, dass es  nun passend zum Septembermotto Orange bei 12 colours of handmade fashion fertig ist.

Viajante, oranges, gestricktes Tuch

Viajante - Reisender heißt das Tuch von Martina Behm. Das Tuch ist unglaublich einfach zu stricken! Es ist ein Schlauch der immer dicker wird und daher aus lauter rechten Maschen rundgestrickt besteht. Ein perfektes Abend-Fernseh-Begleitungs-Projekt. Die Wolle ist ein Seiden-Wollgemisch und unglaublich dünn. Für ein gleichmäßig glattes Strickbild müsste man sehr konzentriert die linken Maschen stricken. Da ich das nicht gerne mache ist Viajante ein perfektes Tuch fürs entspannte Stricken.

Viajante, oranges, gestricktes Tuch

Diese wundervolle Lace-Wolle in Orange- und Brauntönen habe ich noch von meiner Mama geschenkt bekommen und einiges daraus gestrickt - zum Beispiel hier und da. Die diversen Resteln sind nun in diesem Tuch vereint. Ich habe sehr viele Ringel und Farbwechsel im Tuch... aber man sieht sie nicht wirklich. Das war ja auch der Plan eines harmonischen Ganzen.

Viajante, oranges, gestricktes Tuch

Ich habe das Tuch in den letzen Wochen schon fleißig getragen, es wird definitiv mein Winterliebling! Es ist sehr zart und anschmiegsam, hat durch die doppelte Lage aber trotzdem Körper... es ist perfekt!

Viajante, oranges, gestricktes Tuch
Meine Änderungen... ohne bin ichs nicht ;-) Der allererste Teil vor dem langen Rundstrickteil ist ein Dreieck. In der Anleitung ist es kraus gestrickt - mir hat das in glatt und verkehrt besser gefallen. Die Ränder bestehen aus einigen Reihen Perlmuster. Beim Zunehmen habe ich die alternative Variante genutzt.

Auch wenn ich eher die "normale Tuchrumwurschtlerin" bin, die Varianten wie man das Tuch tragen kann sind vielfältig!

Viajante, oranges, gestricktes Tuch

Viajante, oranges, gestricktes Tuch

Viajante, oranges, gestricktes Tuch

Viajante, oranges, gestricktes Tuch


Nordnordwest - da kommt der Wind her

2. Februar 2017

Mit so einem Strickstück kann es sein wie mit dem Leben. Manchmal kommt ein Wind auf, der schnell zum Sturm wird. Aber irgendwann geht auch das ärgste Unwetter vorbei und der Himmel klart auf.



Vor über einem Jahr habe ich mir auf einem Weihnachstmarkt einen Strang graue Wolle von Lanafactum gekauft. Die Wolle wird von den eigenen Angorahasen gewonnen, der kleine Fuchs wollte unbedingt so ein Knäuel. Am Krankenbett meiner Mama habe ich eine Haube für sie begonnen, ihr war ständig kalt. Der Verlauf der Krankheit hat mich die Nadeln bald weglegen lassen.




Meine Mama hat mir zwei angestrickte Westen hinterlassen. Wer schon mal getrauert hat weiß, dass in verschiedenen Phasen  verschiedene Aktion gut tun.
Erst ist Verräumen das Richtige.
Nach einer Weile kommt das Auftrennen mit vielen, vielen Tränen um dann gleich wieder alles aus dem Blickfeld zu räumen.
Danach ist das Vorholen und Drüberstreicheln dran.
Und irgendwann fasst man einen neuen Plan.
Der Beginn ist zögerlich, fast ängstlich.
Und dann fühlt sich doch alles ganz gut an.




Nordnordwest -von Meermädchen- heißt das Tuch, das ich mir gestrickt habe. Ich habe ein Tuch gesucht, das die graue Wolle zur Geltung bingt und für den Farbverlauf ebenso passt. Gestrickt wir das Tuch in drei Schritten. Erst der Innenteil, dann werden rundherum die Maschen aufgenommen und der Mittelteil wird gestrickt. Zum Schluss kommt noch der Rand quer gestrickt dran. Vor dem Teil hatte ich Respekt, ich dacht das würde ewig dauern. War gar nicht so. Das Tuch ist wesentlich kleiner als im Original, aber die graue Wolle... Mehr war nicht da. Sollte ja auch eine Haube werden.

Ich bin zufrieden mit dem Tuch! Es ist herrlich warm und die eingestrickten Erinnerungen tun mir wider Erwarten gut.

Das grüne Unaussprechliche

5. Januar 2017

Clapo-Ktus... so einfach sich das Tuch strickt, so unaussprechlich ist sein Name. Es gibt schon das Unaussprechliche in Orange, nun also auch in Grün.

Ich spanne das Tuch absichtlich nicht. Ich finde es schmiegt sich so viel weicher um den Hals, vorallem ist es aber wärmer. 

Die Wolle ist aus der Spindel und ein traumhaftes Seiden-Wollgemisch.

Welch Glück, dass die Farbe zufällig in das Farbschema der Aktion 12colours of handmade fashion passt. Ich bin dabei!!!

Mamas Tuch

9. März 2016


Das Tuch hab ich vor einem guten Jahr ganz flott gestrickt. Meiner Mama gings nicht sonderlich gut, ständig war ihr kalt. In ein paar Abenden war das Tuch - dessen Wolle sie mir mal geschenkt hat - fertig. Ich bin nicht mal zum Fotografieren gekommen, sie hat es von den Nadeln weg gleich getragen. Sie hat es geliebt, das ganze letzte Jahr über ständig getragen. Und nun trag ich es. Mamas Tuch. Fühl mich gut darin. Es ist leicht und doch warm. Kräftig in der Farbe und doch sanft. Hat eine klar definierte Form und schiegt sich doch so gut an. Trägt wohl ihre Schwingungen noch mit.


Anleitung: Clapo-Ktus
Wolle:  Yak-Seide aus dem Woll-Land

180Grad.#28.öffentlich und privat

1. Juni 2015
Da hat doch jemand seine ganz privaten Stücke im öffentlichen Raum von Hollabrunn verteilt.
Graffiti! Strickgraffiti!






Dem kleinen Fuchs gefällt es jedenfalls. Ob es wohl noch mehr gibt?


Und nun seid ihr herzlich eingeladen eure Ideen zum Thema öffentlich und privat zu zeigen. Ob gestrickt, gechrieben, fotografiert, getextet - ganz egal. Teile deine Sichtweise mit uns, wenn du magst.






Laterne 2.0 - Bankerl

3. Juni 2014

Meine Laterne 1.0 hat nun zwei Jahre lang unsere Auffahrt geziert. Da sie unten schon leichte Auflösungserscheinungen zeigte habe ich das Design 2.0 entworfen.

Grundsätzlich ist die Sache ganz einfach:

Ihr braucht Stricknadeln, Wolle, eine fade Fernsehsendung, eine Laterne ;-), eine Leiter, keine Höhenangst



Meine Laterne war unten 40 Maschen breit - einfach anschlagen und drauflosstricken, wie einen überlangen Schal. Nach etwa einem Meter wird die Laterne etwas dünner, einfach ein paar Maschen abnehmen, weiterstricken bis die endgültige Höhe erreicht ist.



Dieses elendslange Stück nun einfach um die Laterne nähen.



Bei 2.0 lief es schon von Beginn an nicht so rund. So schön habe ich mir den Effekt vorgestellt: unten dunkelblau, ganz wenige Regenbogenringel und nach obenhin wir es ein perfekter Regenbogen. Ich habe lange rumgerechnet, mein Rapport war 10 Maschen. Bei der ersten Farbwechselreieh war ich dann schon bei 12 Reihen. Ich dachte: Macht ja nix, dann eben 12... auf die Länge! Was ist mir da nur eingefallen? GERADE wegen der Länge passt nun nichts mehr zusammen!

Aber das Schlimmste: Die blaue Wolle bleicht fürchterlich aus. Seht euch nur den Unterschied zwischen Sockel und oben an. Der Sockel ist nur drei Wochen älter. Es wird wohl sehr flott eine graue Regenbogenlaterne.




Uneingeschränkt glücklich bin ich aber mit der Arbeit meines Mannes!

Das Bankerl ist zu 100% aus unserem alten Bauholz upgecycelt. Es macht sich herrlich neben der Laterne, wenn die Nachbarin und ich die Straßenkreidenmalerein und Rollerfahrten beobachten.

Nur zu gerne würde ich das Bankerl ein bisserl verzieren. Der Schriftzug  - Verweile! - würde sich doch prima machen. Und ein kleinwenig Schnickschnack und Farbe...

Aber mein Mann mcöhte es so clean lasen wie es ist. Auch gut ich "besitzte" es auch so gerne! 

So gemütlich gehts nun zum Creadienstag und zum Upcyclingdienstag und beide Stücke wandern zum Kopfkino sowie Create in Austria und der Rainbow-Style-Week-4!



Regenbogenspinnereien

22. April 2014

Jedes Jahr zu Ostern befallen sie mich - Regenbogenspinnereien!

Es hat schon Tradition, dass erst die Ostereier im bunten Wasser schwimmen und dann die Spinnarbeit des gesamten letzten Jahres.

Übers Jahr habe ich 132g selbstgesponnene Wolle geschafft *winkewinke-an-Jula*.
 
Heuer wollte ich mal "den perfekten Regenbogen" schaffen. Zuerst habe ich die Wolle  in kleine Partien unterteilt - 17 wurden es. Dann hab ich mir das Farbschema überlegt.

Im Garten gings dann ans Färben. Erstmals habe ich die Wolle nicht stundenlang vorher in Essigwasser gelegt, wegen Zeitmangels weil ich mal probieren wollte ob es so auch funktioniert. Tut es, wie ihr seht, das Ergebnis ist vielleicht nicht so gleichmäßig, ich sag einfach mal: War total gewollt so!

Jedes Farbbüschel ist etwa 5 bis 10 Minuten im kalten Farbbad geschwommen. Ganz normale Ostereierreste, angemacht nach Packungsvorgabe mit einem kräftigen Schuss Essig.

Die überschüssige Farbe habe ich gut ausgedrückt und dann alles in Klarsichtfolie verstaut. Das mache ich, damit beim nächsten Schritt nicht gelb neben blau zu liegen kommt, heuer wollte ichs echt mal farbrein.

Diese Wurst kommt nun in eine Schüssel und 3-4 Minuten in der Mikrowelle. Die Flüssigkeit in den Fasern muss einmal "aufkochen" damit sie haltbar bleibt.

Auswaschen - trocknen - fertig!

Klingt erstaunlich einfach, ist es auch. Die Farbe hält bombenfest, könnt ihr z.B. bei diesem Stück sehen. Ich verwende es sehr oft, es ist schon öfters mit der Hand gewaschen worden, es geht wirklich nichts mehr aus.
Falls ihr Baumwoll-Stoff mit Ostereierfarben färben wollt - lasst es bleiben. Sie halten nur auf Wolle, ich hab das schon getestet.

So sieht das vorläufige Endprodukt aus - mal schauen was draus wird.

Lila graue Ringelsocken

21. November 2013



Stricksocken trage ich 361 Tage im Jahr.
Dieses neue Paar schicke ich zu RUMS.







Blumentausch

23. Juli 2013

Im Grunde genommen sollte dieses Blümlein meinen Garten zieren und neben dieser Schönheit stehen. Es hat sich jedoch ein Tausch ergeben: Gegen 20 verschiedene Paradeiser (=Tomaten), 5 Sorten Basilikum, Ackerstiefmütterchen, einer spinnigen Spinatsorte, und drei Artischoken habe ich sie wirklich gerne eingetauscht.

Liebe Grüße an alle Dienstags-Creativen!

Kirschbaum - Blume

28. Mai 2013

Die Kirschbaum - Blume markiert unseren östlichen Garteneingang. Dahinter seht ihr schon den Stecken für Blume Nummer zwei, die Saat ist schon gesät ;-)

Ich arbeite von der Spitze weg zum Grund. Zuerst häkle ich die Blüte. Dann fasse ich 36 Maschen auf ein Nadelspiel auf und stricke grün geringelt bis zum Boden. Zum Abschluss werden noch die Blätter angehäkelt.

Die Blume ist mein heutiger Beitrag zum Creadienstag.



Buntes Dreieck

4. April 2013

Werdegang der bunten Wolle:
     2011... selbst gesponnen
     2012... selbst mit Ostereierfarben gefärbt
     2013... verarbeitet

Was lange währt wird endlich gut!


Ich bin gerade wieder dabei Wolle zu spinnen. Wenns in dem Tempo weitergeht, dann kann ich euch nächstes Jahr das Färben zeigen ;-)

Weitere tolle Projekte findet ihr bei RUMS und Link your stuff.

Knopfloch-Loop

7. März 2013

Sucht euch ein Knopfloch un tretet ein...


Geplant war der Loop als Resteverwertung... ähhmmm... schief gegangen! Die Knopflöcher haben mich in einen wahren Rausch versetzt. Ja, ich habe alte Wolle abgearbeitet - aber auch vier neue Knäuel gekauft. Wenn die Farben auch soooo gut dazu passen.




Ich habe 160 Maschen angeschlagen, rundgestrickt, und alle paar Reihen ein Knopfloch eingefügt.
Fertig!
Total easy, oder?







Ihr wollt wissen wie Knopflöcher funktionieren? Erstaunlich einfach! Hier habe ich eine Anleitung dazu.

Knopfloch stricken


Stricke bis zu der Stelle wo das Knopfloch beginnen soll.
Hebe eine Masche von der linken Nadel ab.




Stich nun mit der rechten Nadel in die linke Masche.
Lege den Faden um diese abgehobene Masche rundherum.
 

So sieht das nun aus.
Nimm diese Masche wieder auf die rechte Nadel.
Der Faden liegt hinten - wir brauchen ihn nun eine ganze Weile nicht, du kannst ihn auch von der linken Hand rutschen lassen.



Nimm eine Masche der linken Seite - ohne Abstricken -  auf die rechte Nadel.
Hebe nun die erste über die zweite Masche.
Nimm dir von der linken Seite wieder eine Masche.
Stricke wieder ab... so lange so groß dein Knopfloch werden soll.
Ich habe 8 Maschen abgestrickt.


So sieht das nun aus.


Wende dein Strickstück.
Wenn du den Faden fallen lassen hast, nimm ihn wieder auf. 


Du stichst nun zwischen den beiden letzten Maschen hindurch.
 

Du holst den Faden von hinten.


Stecke diese Masche nun auf die Nadel. Lass diese Masche ruhig ein weinig größer, du tust dir sonst beim nächsten Schritt schwer.
Dann fährst du wieder zwischen der nun letzten und vorletzten Masche durch und holst den Faden vor und legst ihn auf die Nadel.


Wenn du 8  Maschen abgenommen hast, dann musst du nun 9 Maschen anschlagen - immer eine mehr!


Wende dein Werkstück wieder.

  
Hebe mit der linken Nadel eine Masche von rechts ab.


Stricke diese beiden Maschen zusammen mit einer verkehrten (linken) Masche ab.


Stricke deine Reihe ganz normal fertig.


So sieht das nach ein paar Reihen aus.


Was du damit anstellen kannst? ..... schau mal da mein Knopfloch-Loop!