Friedensbewegung und Ostermärsche 2025

 

Es gibt in der bunten Republik Deutschland nicht aber
auch gar nichts mehr, was nicht sofort von der Politik
oder Lobbyisten für sich vereinnahmt und instrumen-
talisiert wird.
Das können wir nun zu Ostern live und in Farbe miter-
leben, wo alles, von Gewerkschaften über Grüne bis hin
zu ukrainischen Aktivisten, versucht ist die Friedensbe-
wegung und deren traditionelle Ostermärsche für sich
zu vereinnahmen.
Wobei die vorgeblichen ukrainischen Friedensaktivisten
von Viche, mehr Waffen für die Ukraine und der Gewerk-
schaftsbund mehr Verteidigungsfähigkeit fordert. Als ob
denn mehr produzierte Waffen auch mehr Frieden schaf-
fen täten. Bei den Grünen dagegen ist man schwer am
Herumheulen, dass viele echte deutsche Friedensaktivis-
ten für Gespräche mit Russland und einen schnellen Frie-
densschluss in der Ukraine sind.
So etwas wie eine eigenständige deutsche Friedensbeweg-
ung oder gar eine unabhängige, darf es in der bunten Re-
publik ebenso wenig noch geben wie echten Pazifismus!
Alles muss von den üblichen Verdächtigen bevormundet
und für seine politischen Zwecke instrumentalisiert wer-
den. Und da, wo echte Friedensaktivisten da nicht mitspie-
len wollen, greift man sie eben offen an! Wie kann es sich
in diesem Land auch ein Bürger noch erlauben eine eigene
Meinung zu haben, die womöglich auch noch gänzlich von
der Propaganda der Regierenden abweicht?
Es beginnt wie immer erst mit verhaltener Kritik, dann mit
Bevormundung und endet meist in Hass und offener Be-
kämpfung. Wie nicht anders zu erwarten, leistet die Staats-
presse dabei die übliche Beihilfe mit einer einschlägig kri-
tischen bis offen Beschimpfung der Friedensbewegung und
der Ostermärsche.
Die Ostermärsche seien plötzlich ,,nicht mehr zeitgemäß“,
weil inzwischen viele von denen die einst dort mitmar-
schierten inzwischen der Propaganda der Kriegstreiber
oder den Verlockungen der Rüstungsindustrie erlegen
sind.
Immerhin stehen 2025 die bundesweiten Ostermärsche
unter dem Motto: „Kriege stoppen – Frieden und Abrüst-
ung jetzt!“. Das klingt fast schon wie eine Kriegserklärung
an die buntdeutschen Kriegstreiber und deren erklärtem
Ziel Deutschland wieder kriegsfähig zu machen!
Noch härter trifft diese, dass sich viele Initiatoren der Frie-
densmärsche zu Ostern weder vom DGB noch von ukrain-
ischen Lobbygruppen wie Viche vereinnahmen lassen wol-
len. Wo man eine Bewegung nicht für seine eigenen Zwecke
zu instrumentalisieren vermag, da schwächt man sie eben
durch Aufspaltung! Etwa indem man die eingekaufte und
stark staatlich geförderte „Zivilgesellschaft“ mit aufmar-
schieren lässt oder halt die Bonzen vom DGB.
Natürlich ausreichend orchestriert von der Staatspresse
und ihrer tendenziösen Berichterstattung. Wie solch eine
Berichterstattung eher nicht aussehen sollte, davon gibt
uns in der „Frankfurter Rundschau“ Pitt von Bebenburg
in seinem Artikel „Frieden schaffen mit oder ohne (mehr)
Waffen?“ einen beschämenden Eindruck, indem dort fast
ausschließlich die Positionen der Gewerkschaftsbonzen
zu Wort kommen. Noch tendenziöser geht es kaum!
Es sei denn man vertritt gleich die Meinung einer Kriegs-
partei, etwa wie die der ukrainischen Lobby-NGO Viche,
deren erklärtes Ziel es ist ,,die Ukraine zu stärken“. Aber
selbst die werden uns in der buntdeutschen Staatspresse
noch als vermeintliche „Friedensaktivisten“ verkauft und
deren Auftritt in Deutschland bei den Ostermärschen be-
jubelt. Dabei heißt es bei der in Berlin ansässigen Lobby-
NGO deutlich: ,, VITSCHE – AKTIVIST:INNEN, DIE
DIE UKRAINE STÄRKEN“.
Und die wollen die Ukraine ganz gewiss nicht ,,stärken“,
indem sie sich in Deutschland gegen deutsche Waffenlie-
ferung aussprechen! Trotzdem werden die uns in der
buntdeutschen Staatspresse als die einzig ,,echte“ Frie-
densaktivisten verkauft, die sich wie keiner sonst einen
,,sofortigen Frieden in der Ukraine“ wünschen. In der
„FAZ“ heißt es denn auch halbwegs offen „Ukrainische
Aktivisten starten Aktion gegen Ostermarsch“! Aber da
das wohl etwas zu offen formuliert, so lautet denn auch
die eigentliche Schlagzeile der „Frankfurter Allgemeinen“:
,, Ukrainische Aktivisten fordern Ostermarschierer her-
aus“. Als seien die Ostermärsche ein sportlicher Wett-
kampf, bei dem sich die Kontrahenten gegenseitig her-
ausfordern. Die einstündige Performance „Friedensvolks-
entscheid“ von Viche dürfte denn auch eher als eine Pro-
vokation gegenüber den deutschen Friedensaktivisten an-
gesehen werden!
Vor allem aber möchte die ukrainischen Lobby-Aktivisten
den deutschen Teilnehmern an Friedensmärschen einzig
ihre Sichtweise aufzwingen. So sagt deren Pressespreche-
rin, Vladyslava Vorobiova, es ganz offen: ,, Die Vitsche-
Aktivisten mit ihrem „Friedensvolksentscheid“ zeigen,
dass die Vorstellungen des Ostermarsch-Teilnehmer zu
keinem gerechten Frieden in der Ukraine, aber auch zu
weniger Sicherheit in ganz Europa führen würden“. Es
ist halt bei solch vermeintlichen „Demokratieverteidi-
gern“ üblich in ihrer Vorstellung von „Demokratie“
eben nur die eigene Meinung gelten zu lassen, aller
propagierten Meinungsfreiheit zum Trotz! Aber wehe,
wenn die deutschen Friedensaktivisten, – diejenigen,
die für Verhandlungen mit Russland sind, diesen Uk-
rainern etwas ,,aufzeigen“ wollen. Dann sind sie ganz
schnell „Putin-Versteher“ oder ,,von Russland bezahlt“!
Was spräche eigentlich dagegen, dass diese ukrainische
Friedenaktivist*innen ihre Performance in der Ukraine
aufführen und die ,,Ukraine stärken“, indem sie selbst
sich freiwillig an die Front melden, um vor Ort gegen
die ,,russische Gefahr“ zu kämpfen?
Immerhin machen sie allen klar, dass sie eher keinerlei
echte „Friedensaktivisten“ sind, denn ,, So bedeute die
Forderung „Ja zu Friedensverhandlungen“ in Wahrheit
„Ja zu Okkupation und Folter, ja zur Legitimierung des
Aggressors “.
Eigentlich nur ein Grund mehr diese ,,Tauben in Anzüge“
direkt in die Ukraine zurückzuschicken!
Im selben Schmierblatt „FAZ“ ist es Jannis Koltermann
in deren Artikel „Ostermärsche: „Warum sollte Putin uns
angreifen?“ schon verdächtig, dass deutsche Friedensakti-
visten nicht mehr Waffen und Kriegstüchtigkeit, sondern
„mehr Einsatz für diplomatische Initiativen zur Beendig-
ung der Kriege“ fordern. In ihrem wie ein Interview wir-
kenden Artikel, indem die Koltermann sich als vermeint-
liche Pazifistin ihre eigenen Fragen beantwortet, weil sie
womöglich niemand zum Interviewen gefunden, der ihre
links-grüne Meinungsblase vertritt. Dieses Selbstinterview
ist mit Abstand der traurigste Zeitungsbericht aus der Be-
richterstattung über die Ostermärsche 2025.