Für „Berlin live“ verfassten Marisa Lattemann und Mandy
Buchholz einen Beitrag über das Wahlverhalten der Gene-
ration Z. Darin heißt es zum Beispiel ,, Eine Studie der
Universität Köln hat das Wahlverhalten von jungen Men-
schen seit 1953 untersucht. Die Daten zeigen die Spaltung
zwischen Männern und Frauen“.
Wenn es in Deutschland geheime Wahlen gibt, wie will
man dann herausgefunden haben, wie Frauen überwie-
gend 1953 gewählt haben oder die Männer in den 1960er
Jahren. Und wurden die „Wahlen“ in der DDR mitgezählt
und wenn ja wie, wenn man dort ohnehin nur Linke hat
wählen können? Man darf also schon annehmen, dass
es sich um die übliche ,,in Auftrag gegebene Studie“ han-
delt, die am Ende ganz im Sinne des Auftragsgebers aus-
fällt, mit dem angeblichen Ergebnis: ,, Junge Frauen wäh-
len immer linker und junge Männer immer rechter“.
Immerhin scheitern selbst Marisa Lattemann und Mandy
Buchholz mehr als kläglich daran, nun dem Leser massen-
haft deutsche Frauen aufzuzeigen, die vorgeblich alle links
wählen. Vielmehr förderten die Nachforschungen der bei-
den einzig ,,eine Brasilianerin“ und eine ,,junge Frau mit
georgischem Migrationshintergrund“ zutage.
Genau das passiert, wenn man irgendwelchen pseudowis-
senschaftlichen Politik – oder Sozialwissenschaftlern und
deren zurechtgeferkelten Studien irgendwie glaubt. Am
Ende müssen sogar Marisa Lattemann und Mandy Buch-
holz es offen zugeben: ,, Die Ergebnisse der Studie, dass
junge Männer rechter wählen als junge Frauen, kann un-
sere Redaktion auf Basis der Umfragen nicht bestätigen“.
Dies dürfte niemand verwundern.
Natürlich biegen sich auch die zwei „Journalistinnen“,
deren Recherche-Befragung aus einem jungen Mann,
sowie einer Brasilianerin und einer Frau aus Georgin
besteht, sich ihr peinliches Ergebnis dann ebenso zu-
recht, indem sie zu den vermeintlichen Schluss kom-
men: ,, Alle Befragten gaben jedoch an, dass sie nie-
manden daten würden, der die AfD wählt. Das war für
sie eine Red Flag“. Das passt so gar nicht zu den letzten
Wahlergebnissen, nach denen die Mehrzahl der jungen
Generation überwiegend die AfD wählen.
Natürlich hätte auch hier die ganz ausschließliche Befrag-
ung von ein paar solcher vor Bahnhöfen herumlungender
Talahons zu ganz anderen Ergebnissen geführt! Etwa zu
dem Ergebnis das junge Männer mit einem IQ der unter
ihrer Schuhgröße liegt, eher links wählen oder gar nicht
in der Lage sind an Wahlen teilzunehmen und so einen
Wahlzettel richtig auszufüllen.
Und daran ändert es wenig, dass die Mädchen bzw jun-
gen Frauen, die so einen Talahon irgend etwas abgewin-
nen können, eher nicht AfD wählende Männer daten
würden! Aber daraus dann die Schlagzeile ableiten zu
wollen: “ Red Flag AfD – wie der Rechtsruck das Dating
der Gen-Z zerstört“ ist eben so vermessen, wie absurd.
Und gewiss müssen ,,eine Brasilianerin“ und die ,, ,,junge
Frau mit georgischem Migrationshintergrund“ sich gar
nicht erst mit einer Dating-App herumschlagen, wo
doch vor jedem Bahnhofsplatz die jungen Männer,
die ganz gewiss nicht AfD wählen, in ganzen Horden
in Gangs und Banden herumlungern. Da ist ganz be-
stimmt für jede links oder grün Wählerin reichlich
Auswahl vorhanden!
Sichtlich waren also Marisa Lattemann und Mandy
Buchholz gezwungen, sich solchen Müll zusammen-
zuschreiben, zumal das der Rest der buntdeutschen
Staatspresse in gewohnter Gleichschaltung das ver-
meintliche Thema aufgegriffen. Man stand also unter
dem Zuzwang solchen Mist noch weiteren Schund hin-
zufügen zu müssen!
Aber die Konkurrenz kocht eben auch nur mit Wasser.
So bot etwa in „Der Westen“ dieselbe Marisa Lattemann
mit dem Artikel „AfD: Die Partei der jungen Männer –
warum ist sie so anziehend?“ zuvor gekommen ist. Die
Lattemann bediente sich hierbei der Aussagen des ,, Ge-
nerationenforscher Rüdiger Maas vom Augsburger Ins-
titut“.
Ist es nicht etwas seltsam, dass man in Deutschland
plötzlich an allen Universitäten und Instituten gleich-
zeitig stark zu ein und demselben Thema forscht? Als
hätte ein Team an einer Universität oder Institut nicht
voll ausgereicht, sich mit ein und demselben Thema zu
beschäftigen. Der Fall bestätigt nicht nur den Zerfall
an unseren Bildungseintichtungen, sondern auch die
reine Geldverschwendung, die direkt dazu führte!
Und dann kommt heraus das Rüdiger Maas mit seiner
„Forschung“ nur einen Vorwand für noch stärkere Zen-
sur in diesem Land sucht: ,, Das ist besonders deswegen
problematisch, weil in diesen sozialen Netzwerken so
gut wie keine Kontrolle darüber vorhanden ist, ob das,
was die AfD da schreibt, überhaupt stimmt“.
Davon mal ganz abgesehen, dass auch in diesen Netz-
werken keiner überprüft, ob stimmt, was CDU/CSU,
Linkspartei, BSW, Grüne, FDP und SPD dort verbreiten
lassen. Ebenso wenig wie jemand die mehr als fraglichen
Studienergebnisse der Uni Köln oder des Augsburger
Institut überprüfen täte!
Und die gewohnte Gleichschaltung der buntdeutschen
Presse wäre nicht so perfekt, wenn nicht am Ende auch
die Marisa Lattemann in „Der Westen“ zu dem Ergebnis
käme: ,, Seitdem wählen junge Frauen immer linker und
junge Männer immer rechter. Beide jedoch wählen ten-
denziell extremer als die älteren Generationen“.
Auch im Staatsfernsehen der Ersten Reihe, so geschehen
im ZDF kommt uns mit derselben These, allerdings muss
hier eine britische Studie als Quelle herhalten: ,, Auf Basis
von Umfragen und Wahlergebnissen kommt die britische
„Financial Times“ zum Ergebnis: Unter den 18- bis 29-Jäh-
rigen werden junge Frauen linker, während sich junge Mä-
nner in eine konservative Richtung bewegen. Das zeige sich
in den USA, im Vereinigten Königreich, in Südkorea – und
auch in Deutschland“. Aber dann muss man auch beim
ZDF auf die Studie der Universität Köln zurückgreifen:
,, Bis 1980 wählten Frauen bei der Bundestagswahl kon-
servativere Parteien als Männer. Das zeigt eine Studie
des Soziologen Ansgar Hudde von der Universität Köln“.
Wir ersparen uns einmal die Frage, wie viele Frauen, die
um 1980 und 2013 herum noch jung waren, der Ansgar
Hudde wohl für seine Studie befragt hat.
Auf MDR heißt es “ Gender-Gap beim Wählen: Junge
Menschen driften auseinander“. Dort kommt man zu
dem Schluss: ,,Junge Menschen haben noch nie so un-
terschiedlich gewählt wie aktuell. Einfluss auf das Wahl-
verhalten hat auch das Geschlecht der Wählerinnen und
Wähler. Männer stimmen immer mehr für konservative
Parteien, Frauen für progressive. Die Forschung spricht
vom „Modern Gender Gap“. Wo die Ursachen liegen“.
Sichtlich fühlte sich dass, was an deutschen Universitä-
ten und Instituten in Kohortenstärke meist völlig nutz-
los herumlungert, von angloamerikanischen Studien
sehr unter Druck gesetzt, nun eigene diesebezügliche
Studien zurecht zu biegen. Das Ergebnis stand ja im
Vorfeld schon fest, vorgegeben aus den USA und Groß-
britannien.
Von daher machte man sich auch beim MDR keinerlei
Mühe zur gründlicher Recherche zum Thema, sondern
es genügten auch hier die üblichen zwei Befragten.
,, Zora und Anton wohnen beide in Leipzig. Sie ist 23,
er ein Jahr jünger. Bei der letzten Bundestagswahl 2021
haben sie beide die Grünen gewählt. Sie wird das auch
bei der Landtagswahl 2024 in Sachsen tun. Er liebäu-
gelt jetzt aber mit der CDU“. Dazu durfte natürlich
auch hier nicht der Hinweis auf die Kölner Studie des
Institut für Soziologie und Sozialpsychologie an der
Kölner Universität von Ansgar Hudde zu verweisen.
Und selbst beim MDR muss man es schließlich ganz
offen eingestehen: ,,Die Ergebnisse der Studie von Dr.
Ansgar Hudde stehen teilweise im Konflikt mit vorhe-
rigen Forschungen. Grund dafür – die Forschungsmet-
hoden. Oftmals werden Aussagen über das Wahlverhal-
ten von Menschen über Befragungen erfasst. Dabei kön-
nen gewisse Einflüsse das tatsächliche Verhalten verfäl-
schen – wie soziale Erwünschtheit“.
Deshalb auch vorhin meine Frage, wie viele Frauen und
Männer, die zwischen 1980 und 2013 jung gewesen, hat
Dr. Hudde denn befragt, wie sie damals gewählt haben.
Und wer von denen konnte sich überhaupt noch daran
erinnern, wen oder was er in den 1980er oder 1990er
Jahren gewählt?
Nun bekommen wir diese Fragen im MDR sogar beant-
wortet: ,, Dr. Hudde greift in seiner Forschung auf eine
weltweit einzigartige Datenbasis zurück: Repräsentativ
ausgewählte Stimmzettel aller Bundestagswahlen von
1953 bis 2021 – aufgeteilt nach Altersgruppe und Ge-
schlecht, wobei hier nur nach den binären Geschlech-
tern sortiert wurde“.
Wir kennen es ja aus der Mogelpackung „Demokratie-
räte“, wie dort ,,repräsentativ ausgewählt“ wird! Und
was für ein Wähler bei einer geheimen Wahl, stellt an-
schließend seinen Wahlzettel nebst Angaben zur Per-
son freiwillig zur Verfügung?
Und wie kann man einen Stimmzettel, auf dem ja we-
der Angaben zur Person noch zum Geschlecht des
Wähler stehen danach aus? Immerhin heißt es dazu
beim MDR: ,, Bei der Bundestagswahl 2021 wurden
beispielsweise 1,9 Millionen Stimmzettel getrennt
ausgezählt, um daran das Wahlverhalten nach Ge-
schlechtern zu analysieren“. Solche ,,Stichproben“
lassen eher auf einen Wahlbetrug als denn auf eine
,,wissenschaftliche Auswertung“ schließen!
Dagegen war man beim NDR sichtlich der Zeit vor-
aus, denn dort hieß es schon am 15. Mai 2024: ,,Drif-
ten junge Männer und Frauen politisch auseinander?
Das legen aktuelle Auswertungen und Wahlergebnisse
nahe. Gerade junge Männer scheinen anfällig für rech-
tes Gedankengut“. Allerdings bildet auch beim NDR
der ,,Soziologe Ansgar Hudde von der Universität Köln“
die Quelle für den Bericht.
Noch weiter der Zeit voraus war man allerdings beim
SWR. Hier brachte man das Thema ,,Eine neue Studie
zeigt: Jüngere Frauen wählen überdurchschnittlich häu-
fig grün, die Linke oder die SPD“ schon am 7. August
2023. Natürlich ist auch hier die einzige Quelle diese
,,Studie von Soziologen der Universität zu Köln“!
Danach lag diese Studie bereits im Juli 2023 vor. Also
strich man 2024 in den Medien einfach die SPD aus
dem, was junge Frauen vorgeblich wählen und fügte
bei jungen Männern die AfD hinzu! Somit ,,liebäugeln“
nun junge Männer nicht mehr mit der CDU, sondern
mit der AfD! Augenscheinlich hat Dr. Ansgar Hudde
einfach seine Studie von 2023 anhand der jüngsten
Wahlergebnisse bei drei Wahlen 2024 im Osten ,,ge-
passt“ oder sollte man besser sagen ,,frisiert“! Denn
in der Studie hieß es 2023: ,, Noch nie gab es in der
Bundesrepublik so große Geschlechterunterschiede
beim Wahlverhalten wie 2021 bei den 18- bis 24-Jäh-
rigen“. Nun wurden die Ergebnisse von 2021 sichtlich
auf 2024 umgeschrieben. Das erinnert schon ein klein
wenig an George Orwells ,,1984″ und wie man dort die
Geschichte umgeschrieben. Und so wird nun 2024 da-
raus ,,Red Flag AfD“!