Seit Tagen wettert man im ÖRR gegen den Medienstaats-
vertrags. Allen voran ARD-Chef Kai Gniffke. Dem geht es
vor allem darum, dass die Sender der Ersten Reihe in Zu-
kunft nicht mehr wie früher ihre blanke Propaganda ge-
tarnt als „Nachrichten“ in gewohnter Form verbreiten
können, sondern ihre „Informationen“ zukünftig auch
im Zusammenhang mit gesendeten Beiträgen stehen
muss.
Man darf also zum Beispiel zukünftig in der Ersten Reihe
nicht gegen die AfD hetzen, wenn man nicht auch einen
aktuellen TV – oder Rundfunk-Beitrag über die AfD am
Laufen hat! Der ÖRR, der damit ,,in eigener Sache“ für
sich werben wollte, bewies dies unbeabsichtigt sogar
noch selbst, indem sie eine Seite mit größtenteils ge-
schwärten Text zeigte. Quasi der Beweis, dass der über-
wiegende Teil an verbreiteten „Informationen“ keiner-
lei Bezug zu gesendeten Inhalten hatte!
Damit würde für die tendenziöse Berichterstattung, der
man in der Ersten Reihe so ein großes Betätigungsfeld
eingeräumt, wegfallen, und damit ein Großteil ihrer als
,,Hintergrundinformationen“ getarnten staatlichen Pro-
paganda.
In den hauseigenen Nachrichten wie der ARD Tages-
schau behauptet man gerade, dass sich ,,Experten“ für
eine Erhöhung der Zwangsgebühren ausgesprochen hät-
ten, wobei man sich noch nicht einmal die Mühe macht
dem Zuschauer zu erklären, wer denn diese vorgeblichen
„Experten“ sind.
Die Einsparungen, die man notgedrungen vornimmt, in-
dem man einzelne Sender zusammenlegt, etwa 3Sat mit
Arte, und andere Sender ganz einspart, zeigt, dass man
im ÖRR den Ernst der Lage nicht begriffen hat.
Anstatt auf ein halbes Dutzend von Regionalsendern,
wie zum Beispiel NDR oder WDR zu verzichten, deren
einzelne Regionalsender sich eigentlich in einer halben
Stunde Regionales wie etwa NDR Mecklenburg-Vorpom-
mern und NDR-Schleswig-Holstein am Tag unterschei-
den, und es völlig ausreichen täte in einem Sender diese
halbe Stunde Regionales eben zeitversetzt auf einem Sen-
der auszustrahlen oder eine Stunde Sendezeit für Nach-
richten aus allen Regionen des NDR am Tag in einer
Sendung zusammengefaßt, lässt man lieber weiter ein
halbes Dutzend NDR-Sender laufen. Nicht viel anders
sieht es bei WDR, RBB, MDR, SWR oder Bayern3 aus,
wo man ebenfalls 90 Prozent der Sender einsparen
könnte. Aber anstatt darauf zu verzichten ein Pferd
mit 40 Hufeisen für vier Füße versehen zu wollen,
schneidet man ihm lieber ein Bein oder den Schwanz
ab!
Auch die Unsitte zu einem Politikertreffen von jedem
einzelnen Sender ein Team zu entsenden, anstatt eines
dass für alle die Sendung aufzeichnet, wird beibehalten
und so sieht man etwa bei einem Interview von jedem
einzelnen ÖRR-Sender das dem Politiker entgegenge-
haltene Mikrofon!
Solche echten Einsparungsmöglichkeiten auf einen
Blick sofort zu erkennen, sind die ,,Experten“, die da
eine weitere Gebührenerhöhung fordern, schlichtweg
nicht imstande.
Ebenfalls vermögen es die ÖRR-,,Experten“ nicht zu
erkennen, dass, wenn sie nun nicht mehr Informatio-
nen verbreiten dürfen, über die sie zuvor keinen Bei-
trag gesendet, in der Bevölkerung auch weniger als
Staatsfernsehen wahrgenommen werden.
Und wo wir schon gerade bei der Bevölkerung bzw. bei
Zuschauern oder Zuhörern sind, die würden es für ein
wirklich volksnahes ÖRR durchaus begrüßen, wenn es
die erste echte Einsparung gewesen die mehr als üppi-
gen und damit völlig unangemessenen Bezüge der In-
tendanten der Sender nebst deren Alters – und Über-
gangsgelder erheblich gekürzt worden wären. Das
hier kein einziger der ÖRR-,,Experten“ Einsparungs-
potenzial gesehen hat, spricht nicht gerade für die!
Hohes Einsparpotenzial gebe es auch bei Chefkommen-
tatoren, Vertretern der Asyl – und Migrantenlobby, of-
fen Linken bis Linksextremen Mitarbeitern oder was
und im ÖRR sonst noch so an ,,sachlich-objektiver“
Moderation angeboten wird.
Ganz besonders könnte eingespart werden bei Send-
ungen wie der Presseclub, wo jahrzehntelang immer
dieselben Journalisten eingeladen werden, die alle
samt immer mehr oder weniger die selbe Meinung
vertreten! Ebenso könnte man bei diversen Talkshows
die gleichfalls mit immer derselben Besetzung eben-
so langweiliger wie gleichgeschalteter Gäste aufwar-
ten, deren überbezahlte Moderatoren noch dazu wie
Schlaftabletten wirken. Da muss man etwa so einem
Louis Klamroth nicht nur zehn Sendungen im Jahr
streichen, wenn man ihn ebenso problemlos gleich
ganz aus dem Programm nehmen kann.
Dazu könnte man die Unsitte abstellen, dass im ÖRR
diese Moderatoren noch ihre eigenen Produktionsfir-
men haben und durch diese doppelt beim ÖRR abkas-
sieren für Sendungen, die man auch durch sonst nutz-
los bezahlte ÖRR-Mitarbeiter gleich selbst produzie-
ren kann.
Einsparungen kann es auch bei der Mitfinanzierung
von Projekten von für das ÖRR arbeitenden Künstler
geben, deren private Projekte nicht unbedingt vom
ÖRR zum Teil mit finanziert oder beworben werden.
Wie man auch nicht die Konzertmitschnitte von sich
politisch engagierenden Sängern, Sängerinnen und
Band einkaufen oder deren Konzerte mit kosten-
loser Werbung durch das ÖRR promoten muss. Was
bei vielen Bürgern ohnehin nur den Eindruck verstärkt,
dass es sich beim ÖRR um Staatsfernsehen handelt.
Man muss im ÖRR auch keine Dauer-ABM-Stellen
für talentbefreite vermeintliche Komiker und Schau-
spieler in Ratesendungen u.ä. schaffen, nur weil die-
selben sich hin und wieder mal politisch korrekt ge-
äußert haben.
Wobei beim Thema politisch korrekt ohnehin bei Nach-
richtensendungen, in Dokumentationen die sachlich-ob-
jektive Berichterstattung überwiegen sollte und nicht
eine blanke Agitation und Propaganda, wie sie uns in
nahezu allen Sendungen des ÖRR überwiegend gebo-
ten wird, was nur den Eindruck von Staatsfernsehen ver-
stärkt. Wer da eben nur tendenziöse Berichterstattung
kann und zu sachlich-objektiver Berichterstattung nicht
fähig, an dem kann auch gehörig eingespart werden. Dies
würde gut 99 Prozent derjenigen betreffen, was man sich
derweil im ÖRR als Chefkommentatoren und ähnliches
hält! Oder das gesamte Team, dass ,,die 100″ produzierte,
wo gecastete Schauspieler normale Bürger und Wähler
schauspielerten! Die Einsparungen an derlei Mitarbeitern
sichert das ÖRR auch gleich noch besser gegen zukünftige
Skandale ab. Also ein win-win-Situation für das ÖRR und
seine Zuschauer.
Ein weiterer unverzichtbarer Punkt sollte es sein, dass in
zukünftigen Aufsichtsräten der Anteil an einfachen Leuten
wie Arbeiter, Handwerker oder Landwirte mindestens 60
Prozent betrifft. Eben das dort Leute sitzen, die in ihrem
Leben auch einmal einer ordentlichen Arbeit bzw. Hand-
werk nachgegangen und so auch am besten wissen wie
hart Geld verdient wird. Diese können weitaus realer ein-
schätzen, wofür man Geld ausgibt oder wo Einsparungen
vorgenommen werden, als die, welche bislang diese Auf-
sichtsräte füllten. Und die wissen auch am besten, was
die Mehrzahl der Zuschauer tatsächlich und in welcher
Form sehen wollen. Und sie können bedeutend besser
einschätzen, welch ein Gehalt einem Intendanten zu-
sehen und welche Befähigung dieser für dem Posten
mitbringen muss. Das würde am Ende klassische Fehl-
besetzungen, wie sie beim ÖRR bislang noch die Regel
sind in Zukunft nahezu ausschließen!
Solch Arbeiter, Handwerker oder Landwirte sollten zu-
gleich auch mehr in den Jurys sitzen, was zum Beispiel
bei den Presse – und Filmschauspieler-Preisverleihun-
gen es gänzlich verhindert, dass man sich wie bislang,
nur untereinander in seiner Blase auszeichnet und ge-
genseitig die Preise zukommen lässt.
Überhaupt sollten die Zuschauer, die ja dafür zwangs-
weise zahlen müssen, viel mehr mit in das Programm
aufgenommen werden, etwa indem diese jährlich da-
rüber abstimmen dürfen, welche Moderatoren, Schau-
spieler, welche Shows, Talkshows und Krimisendungen
sie tatsächlich sehen wollen und welche nicht. Auch auf
das Risiko hin, dass nach solch Abstimmung 50 Prozent
von dem, was dem Zuschauer bislang zugemutet, dann
nicht mehr gesendet wird. Man wollte ja ohnehin beim
ÖRR stark einsparen!