Die buntdeutsche Staatspresse und das Staatsfernsehen
des ÖRR verbindet eine lange Zusammenarbeit. Immer
öfters muss die Journaille einspringen um ihren alten
Spießgesellen Beihilfe zu leisten.
Dies erfolgt mal dezent, wie zuletzt als die Staatspresse
aus einem dreiviertel leeren Saal bei einem Jan Böhmer-
mann-Konzert einen ,,halbleeren“ machte. Oder aber
ganz unverhohlen, wie gerade beI Carin Pawlak welche
im „focus“ mit dieser Schlagzeile aufwartet: ,, Gerade
jetzt bin ich Klamroth, Lanz und Misosga dankbar –
und zahle gerne GEZ“.
Die Moderatorin heißt übrigens Caren Miosga und nicht
Caren Misosga, was schon auf keine recht gründliche
Recherche zum Thema schließen lässt und so ist es da-
her auch recht zweifelhaft, dass Carin Pawlak privat
gerne und oft deren Talkshow sieht!
Sachlich-objektiver oder gar unabhängiger Journalis-
mus sieht anders aus, darf man aber in der buntdeut-
schen Staatspresse eher nicht erwarten! Daher auch
diese Hommage an das Staatsfernsehen.
Wenngleich es einem widerstreben muss, nach einer
derartigen Schlagzeile solch einen Artikel noch weiter
zu lesen, nehme ich dieses Wagnis für meine Leser in
Kauf auf der beständigen Suche nach einem weiteren
Meisterwerk buntdeutschen Qualitätsjournalismus.
Als Kenner der Staatspresse weiß man es geradezu,
dass man unter solch Schlagzeile zweifellos fündig
wird.
Carin Pawlak versucht uns ihr Meisterwerk des Quali-
tätsjournalismus dann auch gleich als „unabhängigen
Journalismus“ zuverkaufen, mit der latenten Unter-
schlagzeile “ Die Presse informiert. Meinungen darüber
bilden sich die Bürger“. Diese Schlagzeile soll wohl un-
terschwellig andeuten, dass die Staatspresse nicht reine
Meinungsmache betreibe, sondern den Bürger, – womög-
lich sogar unumfänglich -, nur informiere.
Dabei ist alleine ihre Überschrift mit der Behauptung,
dass sie ,,gerne GEZ zahle“ keine Information sondern
ihre eigene Meinung. Wobei es nicht im aller Geringsten
irgendwie von ,,öffentlichen Interesse“ ist, ob nun eine
Pawlak gerne GEZ bezahlt oder nicht!
Über die Talkshows der Ersten Reihe spinnt die Pawlak
dann munter weiter: ,, Ob dem Zuschauer und Leser
jetzt das Gesicht von Frau Miosga weniger gut gefällt
als das von Frau Illner, halte ich für völlig irrelevant.
Es geht darum, ob man sich von der Presse gut infor-
miert fühlt, Meinungen teilt oder eben nicht“.
Natürlich darf der Zuschauer seine Meinung über das
Staatsfernsehen nur mitteilen, wenn dem Pawlak die-
selbe auch in den Kram passt. Wenn ein Zuschauer
aber der Meinung ist, dass die selbe Caren Miosga, die
vorher mit Robert Habeck in ihrem Talk beinahe schon
gekuschelt, der Alice Weidel ,,hasserfüllt“ gegenüber-
trat, dann darf der Zuschauer plötzlich keine Meinung
haben, eben weil sie solch informellen Mitarbeitern
wie einer Carin Pawlak nicht in den Kram passen!
Es sind übrigens meist dieselben „Journalisten“ die
gleich reihenweise solch „Hasskommentare“ von irg-
endwelchen Usern wiedergeben, obgleich diese Null
Informationsgehalt besitzen, wenn diese gegen die
AfD, gegen Putin, Orban, Trump oder Elon Musk gerich-
tet sind.
Und bei ihrem Staatsauftrag zur Meinungsmache bemüht
die Pawlak auch gleich das Grundgesetz: ,, Es gibt den Ar-
tikel 5, Absatz 1, Satz 2 Grundgesetz. Dieser gewährleistet
die Pressefreiheit. Er hat ein Gewicht. Denn er stellt den
Bürgern „Informationen bereit, auf deren Grundlage sie
Meinungen bilden können“.
Das Suchen der passenden Passage hatte wohl die gesamte
Recherchekraft der Pawlak aufgebracht, so dass, es ihr be-
reits völlig entfallen ist, dass sie ja eigentlich vorgibt die
Bürger informieren zu wollen und nicht mit seiner priva-
ten Meinung zu konfrontieren. Unter diesem Ansatz ist
es ein schlimmer Patzer, dann mit dem Satz ,, Meine
Meinung ist, dass die Moderatorin Miosga grundsätzlich
sehr gut vorbereitet in ihre Gespräche geht“.
Das ist nun nicht eine Information über die Arbeit von
Caren Miosga oder ein Satz mit irgendeinem Informa-
tionsinhalt, sondern ganz ausschließlich ihre ganz pri-
vate Meinung! Sozusagen das Thema voll verfehlt!
Immerhin behauptet die Pawlak ja, dass nur sie ihrem
Leser irgendwelche Informationen über Talkshowmo-
deratoren des ÖRR liefere, auf Grund dessen sich der
Leser dann seine eigene Meinung bilden kann. Aber
wie und woraus soll sich denn der Focus-Leser eine
eigene Meinung bilden können, wenn er anstatt wert-
voller Informationen nur die private Meinung der Au-
torin vorgesetzt bekommt?
Übrigens ist es auch nicht sachlich-objektiv, wenn man,
anstatt auf Alice Weidels Antworten einzugehen, sich
auf Äußerlichkeiten beschränkt, wie etwa dem Einwäh-
nen von Alice Weidels Sneaker. Dieselben mögen zwar
der Pawlak gefallen haben, aber auch das ist ganz ihre
private Meinung, die in ,,unabhängigen“ und ,,sachlich-
objektiven“ Journalismus keinerlei Informationsgehalt
hat!
Solchen ist die sichtlich vollkommen voreingenommene
und mit dem Artikel reichlich überforderte Pawlak ein-
fach nicht imstande zuliefern. Vielmehr tut sie haarge-
nau dass, was sie zuvor kritisiert, nämlich dem Leser,
anstatt irgendwelchen für ihn verwertbaren Informa-
tionen,einfach die eigene Meinung als solche zu ver-
kaufen!
Auch bei den nun folgenden Informationen über den
ARD-Mann Frank Plasberg scheitert die Pawlak gleich
wieder im ersten Anlauf grandios daran, indem sie ver-
sucht ist ihre eigene völlig private Meinung dem Leser
als vorgebliche „Information“ zu verkaufen: ,, Ich finde,
das hat er sehr gut gemacht. Faktenreich, cool und im-
mer mit der richtigen Menge an Ironie in alle Richtun-
gen – auch in seine eigene“.
Wie schon erwähnt, als Kenner des buntdeutschen Qua-
litätsjournalismus, – als Experte würde ich mich aber
trotzdem nicht bezeichnen -, wusste ich schon alleine
beim Lesen der Überschrift im Voraus, dass die Auto-
rin bei diesem Thema nur kläglich scheitern kann. Wes-
halb ich mir überhaupt nur die Mühe machte, weiterzu-
lesen, damit sich meine Leser dem nicht aussetzen müs-
sen. Zudem muss man es gelernt haben zwischen den
Zeilen lesen zu können.
Zwischen den Zeilen gelesen, bedeuten Formulierungen,
wie ,,meiner Meinung nach“ oder ,,ich finde“, dass der
oder die Autorin selbst nicht recht an dass glaubt, was
sie da schreibt, und auch keine sachlich-objektive Be-
weise dafür hat! Wie eben hier dafür, dass die Caren
Miosga wirklich ,,professionell handelt“ oder eben ein
Frank Plasberg seine Sendung ,,wirklich gut“ und ,,fak-
tenreich“ gestaltet hat!
Gänzlich am Ende und nun vollends überfordert, folgt
dann Carin Pawlak linkischer Versuch Louis Klamroth.
Dazu fällt ihr tatsächlich nur dessen Kleidung ein und
sie weiß selbst wie nebensächlich dies ist, so dass sich
die Pawlak für ihre zunehmende Peinlichkeit schon
entschuldigen muss.
Warum dann nicht bei all dem Ausgießen ihrer privaten
Meinungen nicht gleich eine Entschuldigung für den ge-
samten völlig misslungenen Artikel? Derselbe klingt als
hätte die Pawlak den redaktionellen Auftrag erhalten
die Talkshows im ÖRR schön zu schreiben und auf de-
ren Moderation Lobeshymnen zu verfassen! Und dem-
entsprechend wirkt sie völlig mit dem Thema überfor-
dert.
Mag vielleicht daran liegen, dass wer monatlichGeld für
DAZN, WOW, RTL+ und Netflix bezahlt, wohl für gewöhn-
lich dies nicht tut, wenn es sich zeitgleich die Talkshows
in der Ersten Reihe anschaut, für die er auch so GEZ be-
zahlen muss! Wäre also die Frage wie viele der Talkshow
von Klamroth, Lanz und Miosga sich die Pawlak so zu
Recherchezwecken für ihren Beitrag angeschaut hat.
Das sie schon bei Misosga mehr aus Kommentaren aus
dem Netz zurückgreifen musste, lässt vermuten, dass
es eher sehr, sehr wenige gewesen sind!
Das Ende dieses Beitrag ist dann fast schon wieder eine
bitterböse Satire, wenn ausgerechnet die Pawlak, die
in ihrem Beitrag mit ,,meiner Meinung nach“ und ,,ich
finde“ arbeitet, dann den Leitspruch aller Journalisten
zitiert: „Einen guten Journalisten erkennt man daran,
dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch
nicht mit einer guten Sache“!
Offensichtlich aber weiß die Pawlak selbst schon in die-
sem Augenblick, wie wenig sie selbst diesem Grundsatz
gerecht wird. Und so hämmert sie verzweifelt noch die-
se Sätze als krönenden Abschluss rein: ,,Eine gute Sache
ist es, Fakten hervorzubringen. Nachzubohren, wenn es
notwendig ist. Insofern können wir Journalisten wie
Caren Miosga und Markus Lanz nur gutheißen. Und
weiter fröhlich die GEZ-Gebühren zu zahlen. Ich mache
das leidenschaftlich gerne“.
Eine weitaus bessere Sache wäre es allerdings, wenn die
Journalisten auch eine solide Basis an Fakten, durch
gründliche und vor allem saubere Recherche hätten, so
dass sie eben nicht ihre private Meinung dem Leser als
faktenbasierenden Journalismus verkaufen müssen!
Hier der Original-Beitrag:

