Für den Feuerwehrmann, der ins Visier linker Heckenschützen
geriet, weil der es sich gewagt protestierende Bauern mit einer
La-Ola-Welle zu bejubeln, hat sich das Etablissement ein ganz
besonders harte Strafe ausgedacht, nachdem der wegen seiner
zahlreichen Unterstützer in den Sozialen Netzwerken nicht mit
dem ,,Verstoß gegen die Neutralitätspflicht“ dranzukriegen war.
In der Staatspresse las sich dies so: ,, Obendrein muss der Be-
amte den Eindruck bekommen haben, es werde ein Verfahren
eingeleitet – die Behörde wollte ihn schriftlich anhören. Prompt
kam es zu Solidarisierungeffekten, Bauern kündigten Proteste
an, sollte der Beamte belangt werden“. Natürlich hatte die Be-
hörde gar nicht vor den Mann zu bestrafen, sondern wollten
sich in einer Anhörung nur für ihren Fasching die La-Ola-Welle
beibringen lassen und das öffentliche Interesse daran war so
groß, dass man es aus Sicherheitsgründen ausfallen ließ! Um
es ehrlicher zu formulieren: Aus Angst vor geplanten landes-
weiten Protesten von Feuerwehrleuten ruderten die Beamten
zurück und nahmen von ihrem geplanten Disiplinarverfahren
schnell Abstand!
Aber ganz so leicht sollte ihnen der Feuerwehrmann aus der
Feuerwache Wittenau, dann doch nicht davon kommen. Also
dachte man sich eine besonders grausame Strafe für ihn aus,
nämlich ein persönliches Treffen mit der Innensenatorin
Iris Spranger, natürlich SPD! Der Feuerwehrmann sollte
dazu gezwungen werden der Spranger auf Augenhöhe gegen-
über zu treten. Allein das grenzt schon an seelische Grausam-
keit!
Diese Bestrafung rangiert sogar noch vor der eine Stunde mit
einem Versicherungsvertreter zubringen zu müssen. Als sei
dieses an sich nicht schon schlimm genug, gedachte die Innen-
senatorin die armen Feuerwehrleute auch noch hinterrücks
mit einem heimlichen Besuch zu überfallen. Heimlich wohl
auch deswegen, weil wenn sich solch Politiker in die Öffent-
lichkeit, sozusagen unters Volk begeben, dieses sehr oft in
letzter Zeit zu ihrem Nachteil gerät. Ganz besonders, wenn
man einer derzeit so sehr im Volke beliebten Partei wie der
SPD angehört!
Von daher war der Überfall auf die Feuerwehrleute als ,,spon-
tanes Vorbeikommen zum Kaffeetrinken“ generalstabsmäßig
geplant.
Prompt kreuzte die Innensenatorin auf der Feuerwache auf,
doch der mutige Feuerwehrmann lehnte das Gespräch unter
vier Augen ab und wollte nur ein Gespräch wenn Personalrat
und Anwalt dabei seien. Sichtlich scheute nun Iris Spranger
etwaige Augenzeugen und so kam ein Gespräch nicht zustande.
In der Presse verkündete die Innensenatorin danach: „Das ak-
zeptiere ich selbstverständlich, damit kann ich umgehen.“ Wa-
rum sie allerdings Zeugen für das Gespräch nicht akzeptierte
und damit sichtlich nicht umgehen konnte, dass erklärte die
Spranger der Presse nicht. Was nun erhebliche Zweifel an ih-
rer großzügig ,,ausgestreckten Hand“ erweckt, ebenso über
den Grund ihres ,,spontanen“ Erscheinens, zumal ja bereits
zuvor bekannt gewesen, dass es kein Disziplinarverfahren ge-
gen den Feuerwehrmann geben werde. War ihr persönlicher
Besuch der Versuch den Feuerwehrmann einzuschüchtern,;
sollte er gar im ,,Gespräch auf Augenhöhe“ zu Aussagen ver-
leitet werden, mit denen man ihn hinterher dennoch dran-
bekommen? Warum sonst sollte die Innensenatorin ihre
,,ausgestreckte Hand“ sonst dem Personalrat und seinem
Anwalt verweigern? Immerhin ist doch das Gespräch be-
stimmt nicht daran gescheitert, dass man sich nicht einigen
konnte, wer am Ende die Rechnung für den Kaffee zahlt.
Oder war der ganze Besuch nur ein Vorwand, um heraus
zu bekommen, wie weit die landesweite Solidarität mit
dem Feuerwehrmann bereits fortgeschritten und so mehr
ein letztes Rückzugsgefecht der Innensenatorin gewesen?
Ein Schelm, der Arges bei dem persönlichen Besuch der
Innensenatorin denkt!