Wir sprechen viel über KI. Aber sprechen wir genug darüber, wie wir künftig arbeiten werden? Genau darum geht es gerade beim Thema Agentic Working. Dabei arbeiten wir nicht mehr jede Aufgabe selbst ab, sondern geben Ziele vor. Intelligente Agenten unterstützen uns dabei, schneller zu besseren Entscheidungen zu kommen. So verändert sich unser Alltag spürbar: • weniger Abstimmungsrunden, mehr Fokus • weniger Abarbeiten, mehr Wirkung • weniger Silos, mehr Transparenz Ein Beispiel: Statt stundenlang Daten zu sammeln, zu analysieren und aufzubereiten, geben wir ein Ziel vor und ein KI-Agent liefert uns fundierte Entscheidungsoptionen dafür. Der Unterschied ist, dass wir auf einer höheren Ebene arbeiten. KI begleitet unsere Arbeitswelt schon in allen Bereichen von Non-Tech bis Tech: Rollen verschieben sich hin zu mehr Steuerung, Verantwortung und Wirkung. Dafür nutzen wir Programme wie unsere Enablement-Initiativen, die KI gezielt überall hinbringt. Unsere Mitarbeitenden bauen so aktiv KI-Skills im Alltag auf, nicht nur in Trainings. Wichtig ist uns, dass der Mensch im Mittelpunkt bleibt. KI ist kein Autopilot, sie ist ein Verstärker für gute Entscheidungen. Agentic Working ist letztendlich eine Art Kulturwandel, der gerade passiert und kein Zukunftsthema mehr. Das lebt von Menschen, die Lust haben, mitzugestalten. Wo setzt ihr heute schon auf Agenten? Wie hat es eure Arbeit verändert?
OTTO, spannender Impuls! Ich glaube allerdings, dass wir die Diskussion noch zu oft auf KI reduzieren. Die eigentliche Transformation ist eine andere: Wir wechseln von der Ausführung zur Orchestrierung. Wer weiterhin nur Aufgaben schneller erledigt, nutzt das Potenzial von Agentic Working nur teilweise. Der eigentliche Mehrwert entsteht dort, wo Menschen ihre Zeit für das einsetzen, was KI nicht kann: Prioritäten setzen, Zusammenhänge erkennen, Verantwortung übernehmen und gute Entscheidungen treffen. Genau deshalb ist Agentic Working für mich kein IT-Thema, sondern ein Leadership-Thema. Es verändert nicht nur unsere Arbeitsweise sondern auch die Erwartungen an Führung. Die entscheidende Frage ist für mich deshalb nicht, ob wir KI-Agenten einsetzen. Sondern ob wir bereit sind, Führung und Arbeit wirklich neu zu denken. Das ist der eigentliche Kulturwandel.
GREAT collaboration
Es ist erstaunlich, wie einige dieser Themen auch in unserem unternehmerischen Arbeitsalltag eine Rolle spielen. Umso spannender finde ich solche Einblicke in andere Unternehmen und Branchen OTTO.
Ein wichtiger Punkt. Der eigentliche Wandel entsteht nicht dadurch, dass KI Menschen ersetzt, sondern dass sich der Fokus von Ausführung auf Bewertung, Steuerung und Entscheidungen verlagert. Die entscheidende Kompetenz wird künftig nicht nur sein, mit KI zu arbeiten, sondern die richtigen Ziele und Fragen vorzugeben.