⚓ Was ist meine Vision für Hamburg? Das stand bei der HSC (Hamburg Sustainability Conference) auf einer der toll gestalteten Wände am Rathausplatz.
#Nachhaltig wäre ein Teil meiner Antwort, auch wenn dieses Wort in den letzten Jahren einiges einstecken musste. Zu Unrecht, denn Nachhaltigkeit war und ist heute wichtiger denn je: In Deutschland gebrochene Hitzerekorde, in Frankreich, Spanien, Griechenland und Portugal verheerende Waldbrände - um nur zwei europäische Beispiele zu nennen.
Wir sind auf dem Weg in eine Zukunft, in der #Klima- und #Umweltrisiken die geopolitischen Risiken in ihrer Relevanz übretreffen werden laut dem Weltwirtschaftsforum (WEF). Die Allianz prognostizierte im Mai, dass Hitzewellen zu einem strukturellen wirtschaftlichen Schock werden, der Deutschland bis 2030 rund 131 Milliarden US-Dollar kosten könnte.
Nachhaltigkeit ist knallharte Wirtschaftspolitik, und das gilt weltweit, deutschlandweit und genauso für Hamburg.
Umso wichtiger sind Wochen wie diese rund um die #HSC, in denen genau daran gearbeitet wird: eine nachhaltige Vision für die Welt, für Deutschland und für Hamburg zu entwickeln. Eine Stadt mit so vielen Ideen und klugen Köpfen, um die Perle zu bleiben, die sie ist, und gleichzeitig Vorreiterin in die Zukunft zu sein.
Im #Zukunftsgarten auf dem Rathausmarkt durfte ich mit Frauke Fischer, Sonja Stuchtey und Jörg Eigendorf über naturbasierte Lösungen diskutieren, und da schlägt mein Herz für #Zukunftstechnologien höher: Unternehmen, die aus Abfällen neue Werkstoffe entwickeln oder CO2 einfangen und speichern, geben Hoffnung. Damit sie skalieren können, braucht es vor allem Kapital und Infrastruktur, denn der Weg zur ersten industriellen Pilotanlage ist weit und teuer, und viele stehen vor großen bürokratischen Hürden bei Zuschüssen und Förderungen.
Deshalb braucht es:
➡️ Den Zukunftsfonds II weiter aufstocken und verstetigen, mit klarem Fokus auf Wachstumsfinanzierung bis zur ersten industriellen Pilotanlage, damit auch (Hamburger) Zukunftstechnologien wie Wasserstoff, Kreislaufwirtschaft und CO2-Speicherung den Sprung vom Labor in die Fabrikhalle schaffen
➡️ Pensionsfonds und Versicherungen aktivieren, damit mehr privates Kapital, auch aus der Hansestadt selbst, in Zukunftstechnologien fließt, statt nur auf Steueranreize zu setzen
➡️ Bürokratische Hürden bei Zuschüssen, Förderprogrammen und insgesamt im Doing abbauen, damit Gründerinnen und Gründer schneller an die Mittel kommen, die es längst gibt, statt Monate in Anträgen zu versinken
Hamburg hat den Hafen, die Ideen und die klugen Köpfe, die daraus etwas bauen wollen. Jetzt müssen wir diese Unternehmen aus dem sicheren Hafen der Forschung auch endlich hinaus aufs offene Meer begleiten.
Was ist eure/Ihre Vision für Hamburg und für Nachhaltigkeit insgesamt?