Hallo Ihr Lieben!
Unser Feigenbaum ist ein treuer Geselle und so genügsam. Er steht schon seit mehr als 30 Jahren geschützt an der Hauswand im vorderen Haus, bekommt reichlich Sonne ab, übersteht ohne Murren und Knurren trockene Perioden oder Sommer mit viel Regen, freut sich seines Lebens und schenkt uns jeden Spätsommer reichlich Früchte bis auf letztes Jahr, da hat er geschwächelt und es gab nichts zu ernten. Früher habe ich nie gewusst, was ich mit den ganzen reifen Feigen anstellen soll, weil roh mag ich die überhaupt nicht.
Vor zwei Jahren hab ich erstmals aus den Feigen Marmelade gekocht und sie war köstlich. Sie schmeckt nicht nur auf frischen Brötchen sondern auch hervorragend zu Käse.
Da ich eine Vorliebe für Essig habe und so ziemlich alles versuche damit zu mischen wurden auch ein paar Feigen mit weißem Balsamicoessig aufgesetzt. Ein Träumchen sage ich Euch. Der ist fruchtig und schmeckt perfekt zu Feldsalat.
Inzwischen ist es dieses Jahr wieder soweit und die Feigen sind reif, ja schon überreif. Die ersten Früchte sind von den Bienen in Beschlag genommen, aber sie dürfen sich auch gerne bedienen.
So wurde am Wochenende der erste Essig angesetzt und die Feigenmarmelade mit Rotwein gekocht. Der Essig muss nun noch 14 Tage ziehen, bevor er abgeseit werden kann. Die Marmelade ist fertig und hat 6 kleine Gläser ergeben.
Hier wer mag die Rezepte:
Feigenessig:
4 reife Feigen
1/2 l weißer Balsamico-Essig
2 EL Zucker
3 Pfefferkörner
1 TL Meersalz (ich mach immer direkt die doppelte Menge weil er so lecker ist)
Die Feigen waschen und vierteln. Alle Zutaten in ein großes Schraubglas geben und ca. 14 Tage an einen dunklen kühlen Ort ziehen lassen. Ab und zu durchschütteln. Danach den Essig durch ein feinmaschiges Sieb seihen und filtern (ich mach das mit Kaffeefilter). In Flaschen abfüllen.
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| Der letzte Essig aus 2016 |
Feigenmarmelade mit Rotwein:
Ca. 800 g frische Feigen
125 ml Rotwein
1 Stange Zimt
2 Sternanis
100 g Zucker
ca. 650 g Gelierzucker 1:2
1 Zitrone, Saft und abgeriebene Schale
Die Feigen waschen, abtrocknen und in kleine Stücke schneiden. Rotwein,
Zimtstange, Sternanis und Zucker zufügen. Zugedeckt und kühl 4-6 Stunden
oder über Nacht durchziehen lassen in einem großen Topf mit Deckel.
Gelierzucker und abgeriebene
Zitronenschale untermischen. 4-6 Minuten sprudelnd kochen lassen,
Zitronensaft einrühren, die Zimtstange und den Sternanis entfernen, mit dem Pürrierstab einmal durchmixen und heiß abfüllen.
Je nach Glasgröße erhält man vier größere oder 6 kleinere Gläser köstlicher Feigenmarmelade.

Meine Feigenträumchen schicke ich zum
Creadienstag.
Liebe Grüße, Eure Burgi