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  • Endstation Malma: Roman | »Schulmans Bücher haben einen Sog, wie man das eher von Stephen King kennt.« Alex Rühle, SZ

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Endstation Malma: Roman | »Schulmans Bücher haben einen Sog, wie man das eher von Stephen King kennt.« Alex Rühle, SZ

4,0 von 5 Sternen (358)

Über die Macht der Erinnerung und das, was wir Familie nennen

Ein Zug, drei Menschen und ihre miteinander verwobenen Schicksale: Nach ›Die Überlebenden‹ und ›Verbrenn all meine Briefe‹ erzählt Alex Schulman hier erneut mit großer emotionaler Wucht.

Ein Zug fährt durch eine Sommerlandschaft. An Bord sind ein Ehepaar in der Krise, ein Vater mit seiner kleinen Tochter sowie eine Frau, die das Rätsel ihres Lebens lösen will. Sie alle fahren nach Malma, einen kleinen Ort, wenige Stunden von Stockholm entfernt, umgeben von Wäldern. Und keiner von ihnen weiß, wie ihre Schicksale verwoben sind und ob das, was sie in Malma erwartet, ihrem Leben nicht eine neue Wendung geben wird.

In bestechender Prosa baut Alex Schulman seine Erzählung auf: wie einen Zug, der durch die Zeit fährt und in dem jedes Kapitel ein eigener Waggon ist, der an den nächsten angehängt wird. Lässt sich die Zukunft frei gestalten, oder ist sie durch Vergangenes vorgezeichnet?

»Ein tief bewegender Roman, der zu Herzen geht. Ein großes Leseerlebnis.« Aftonbladet 

»Mit ›Endstation Malma‹ bestätigt Alex Schulman, dass er einer der größten Erzähler unserer Zeit ist.« Ölandsbladet


Ebenfalls von Alex Schulman bei dtv erschienen sind:

›Die Überlebenden‹

›Verbrenn all meine Briefe‹


Von der Marke


Produktbeschreibung des Verlags

Über die Macht der Erinnerung und das, was wir Familie nennen_Grandios und bewegend_Schulman

Diese legendäre Zugfahrt! Erzählt noch mal, wie das war! Sie haben die Geschichte so oft_Schulman

Sicherheits- und Produktressourcen

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

So wenig braucht der schwedische Erfolgsautor Alex Schulmann um eine neue, emotional-packende und gut konstruierte (Familien-) Erzählung zu schreiben. ― Madame Published On: 2023-11-01

Meisterhaftes Familienporträt, aufwühlend und schonungslos. ―
Freundin Published On: 2023-10-19

Alex Schulman hat mich mit seiner Schreibweise und der Art, Geschichten verweben zu lassen, völlig geflasht. -- Yannic Skoko ―
Lift Stuttgart Published On: 2023-12-01

Schulman findet jedes Mal einen neuen erzählerischen Trick, der die Texte in eine strenge Form bringt und ihnen dadurch einen Sog gibt, wie man das eher von Stephen-King-Büchern kennt. -- Alex Rühle ―
Süddeutsche Zeitung Published On: 2023-10-21

Ein anspruchsvoller, aber lohnender Roman aus Schweden. ―
Hörzu Published On: 2023-11-03

Ein starker Roman für alle, die wissen, dass man in die Vergangenheit schauen muss, um die Gegenwart besser zu verstehen. -- Theresa Hübner ―
WDR 5, Scala Published On: 2023-10-17

Ein tief bewegender, sehr wahrer Roman. Ein elegant geschriebenes Stück Literatur, das zu Herzen geht, mit dem Alex Schulman einmal mehr beweist, dass er einer der wichtigsten schwedischen Erzähler ist. ―
buchszene.de Published On: 2023-10-16

Die perfekte Lektüre, wenn ihr selber gerade eine lange Zugfahrt vor euch habt. ―
mitvergnuegen.com Published On: 2023-09-18

Als subtiler Chronist von Familientragödien hat sich Alex Schulman mit ›Endstation Malma‹ endgültig in der literarischen Weltklasse etabliert. -- Werner Krause ―
Kleine Zeitung Published On: 2023-10-15

Intensiv, beklemmend und mitreißend. ―
diepresse.com Published On: 2023-12-06

Verstörend und schmerzhaft und wahnsinnig gut geschrieben. ―
ensuite Published On: 2024-02-01

Intensiv, beklemmend und mitreißend: Ein Buch, das einen so schnell nicht loslässt. ―
Die Presse am Sonntag Published On: 2023-10-29

Große Gefühle, großartig in Szene gesetzt. -- Dagmar Kaindl ―
Buchkultur Published On: 2023-10-01

Über die Autorenschaft und weitere Mitwirkende

Alex Schulman, geboren 1976, ist einer der populärsten schwedischen Schriftsteller. Sein Roman ›Die Überlebenden‹, 2021 bei dtv erschienen, wurde in 30 Sprachen übersetzt. Mit ›Verbrenn all meine Briefe‹, bei dtv 2022, gelang ihm in Schweden 2018 der Durchbruch als literarischer Autor.



Hanna Granz, geboren 1977, hat unter anderem Werke von Patrik Svensson, Tove Alsterdal, Johanne Lykke Holm und Tone Schunnesson ins Deutsche übersetzt.

Produktinformation

  • ASIN ‏ : ‎ B0C28XVWT9
  • Herausgeber ‏ : ‎ dtv
  • Barrierefreiheit ‏ : ‎ Erfahre mehr
  • Erscheinungstermin ‏ : ‎ 12. Oktober 2023
  • Auflage ‏ : ‎ 2.
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Dateigröße ‏ : ‎ 1.0 MB
  • Screenreader ‏ : ‎ Unterstützt
  • Verbesserter Schriftsatz ‏ : ‎ Aktiviert
  • X-Ray ‏ : ‎ Nicht aktiviert
  • Word Wise ‏ : ‎ Nicht aktiviert
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe ‏ : ‎ 299 Seiten
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3423442619
  • PageFlip ‏ : ‎ Aktiviert
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 180.618 in Kindle-Shop (Siehe Top 100 in Kindle-Shop)
  • Kundenrezensionen:
    4,0 von 5 Sternen (358)

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Kundenrezensionen

4 von 5 Sternen
358 weltweite Bewertungen
Fesselnd und tiefgründig
5 von 5 Sternen
Fesselnd und tiefgründig
Ein Zug, der auf Schienen entlangrast, die kurz vor einem Abgrund enden; genau so ein Bild habe ich vor Augen, wenn ich an diese schwermütige, mit klarem Verstand kaum zu fassende Geschichte zurückdenke. Wieder ist es Axel Schulman gelungen, mich mit seiner fesselnden Schreibweise zu faszinieren, auch wenn ich teilweise von der Grobheit der Sprache und der Taten Harriets regelrecht abgestoßen war. Die Parallelität der drei unterschiedlichen Erzählstränge und der Bahnhof Malma als gleiches Ziel, zieht uns Leser in seinen Bann. Ein Vater ist mit seiner kleinen Tochter auf dem Weg zu einer Beerdigung, eine junge Frau auf der Suche nach ihren Wurzeln und ein Ehepaar nach einem großen Streit, deren Zweck der Reise noch unklar ist, trotzdem gemeinsam unterwegs. Was diese Menschen schicksalhaft verbindet ist die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft. Stück für Stück wird die Dysfunktionalität in Familien, die sich offenbar über Generationen weiterzuvererben scheint, durchleuchtet und dringt schmerzhaft in uns Leser ein, lässt uns Wagon für Wagon an Erinnerungen an den Zug anhängen und letztendlich das ganze Ausmaß an Grausamkeiten gegenüber einer Tochter, einer Ehefrau und Mutter begreifen. Wie immer in seinen Büchern, schockt auch hier die Erkenntnis am Schluss, lässt das ganze Geschehen auf diesen einen Punkt zusteuern , der der gesamten Geschichte eine unerwartete Wendung gibt, die alles in neuem Licht erscheinen lässt. Ein äußerst atmosphärisches und soghaftes, wenn auch melancholisches, aufwühlendes und bedrückendes Leseerlebnis, welches den Vorgänger-Romanen des Autors in nichts nachsteht. Unterhaltung auf hohem schriftstellerischen Niveau, die nachhallt und zu einer unvergesslichen Geschichte wird. Beklemmend, wie gut die Verletzlichkeit innerhalb eines Familiengefüges herausgearbeitet wird. Unbedingt empfehlenswert!
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Top-Bewertungen von Deutschland

  • 5 von 5 Sternen
    Großer Lesegenuss
    Bewertet in Deutschland am 4. Februar 2025
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    Großartig erzählt. Die Geschichte hat mich von Beginn an gefesselt und in ihren Bann gezogen.

    Die unterschiedlichen Erzählperspektiven verleihen dem Buch einen ganz besonderen Charme.

    Unbedingt lesen!

    3 Personen fanden dies hilfreich
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  • 4 von 5 Sternen
    Endstation Malma
    Bewertet in Deutschland am 31. Oktober 2023
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    Endstation Malma ist ein Roman, in dem die Familien-Mitglieder dreier Generationen in einem Zug unterwegs sind nach Malma auf der Suche nach einer Wende in ihrem Leben. Die Traumata der Vergangenheit beeinflussen ihr Leben und verhindern eine lebenswerte zufriedene Zukunft. Die Fehler wirken fort in die Zukunft. Es ist eine spannende Geschichte auf verschiedenen Ebenen, in der Erinnerungen, Verletzungen und Gewalt eine Rolle spielen. Wie ein Zug nimmt die Erzählung Fahrt auf und die Stränge verknüpfen sich.

    5 Personen fanden dies hilfreich
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  • 5 von 5 Sternen
    Buch
    Bewertet in Deutschland am 26. Juni 2025
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    Als Geschenk bestellt, kam gut an

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  • 3 von 5 Sternen
    Trüb und traurig
    Bewertet in Deutschland am 20. Januar 2026
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    Ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut, weil ich schon viel Positives über den Autor gehört habe. Mir hat das Buch aber dann doch nicht besonders gefallen obwohl die Idee mit dem Zug doch so gut war. In der Umsetzung fand ich, dass das Buch einerseits Längen hatte und andererseits die Charaktere dann doch nicht allzu nahbar beschrieben wurden. Ich mochte keinen der Charaktere, das ist ja auch manchmal ok, aber hier hat es mich genervt. Außerdem waren die Geschichten der einzelnen Figuren nicht auserzählt. Insgesamt war mir das Buch auch zu düster und hoffnungsraubend.

    2 Personen fanden dies hilfreich
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  • 5 von 5 Sternen
    Buchversand Endstation Malma
    Bewertet in Deutschland am 25. März 2024
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    Ungelesenes Buch ins hervorragendem Zustand, sehr schneller Versand, vielen Dank.

    Eine Person fand diese Informationen hilfreich
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  • 4 von 5 Sternen
    Mitreißende Generationengeschichte - manchmal (zu) bedrückend
    Bewertet in Deutschland am 5. Juni 2026
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    Fünf Personen sind mit dem Zug auf dem Weg nach Malma, um dort Klarheit in die eigene Familiengeschichte zu bringen. Die ersten Kapitel haben mich gefesselt, da ich unbedingt wissen wollte, in welchem Verhältnis die Charaktere zueinander stehen und was sie sich in Malma zu finden erhoffen. Es dauerte ein paar weitere Kapitel, bis ich die Perspektivenwechsel und die Verbindung der Personen in meinen Gedanken geklärt haben, dann war es jedoch umso spannender nachzuvollziehen, warum manche Figuren sich im Laufe ihres Lebens so entwickelt haben.

    Die Geschichte auf mehrere Zeitachsen aufzuteilen ist ein gekonnter Kniff des Autors Alex Schulman, gleichzeitig hätte man es dem Leser etwas leichter machen können, in dem man die Jahreszahlen expliziter erwähnt und sich besser zurechtfindet. Vielleicht macht aber genau das den Reiz der Geschichte aus.

    Endstation Malma war ein fesselndes Leseerlebnis, über das ich noch länger nachgedacht habe - vor allem auch inwiefern wir Traumata und Verhaltensmuster vererben und auch die Generationen danach noch darunter leiden oder mit der Auflösung kämpfen. Aus dieser Perspektive eine absolute Empfehlung. Gleichzeitig waren für mich einige Szenen eher verstörend bzw. sehr bedrückend. Ich konnte mich stark mit der Hauptfigur Harriet identifizieren, habe mit ihr und ihren Erlebnissen mitgelitten und mich manchmal gefragt, ob die Erlebnisse so grausam sein mussten. Eine Warnung wäre für zart besaitete Leser vielleicht hilfreich.

    Fazit: Für alle, die gern in Familiengeschichten eintauchen, sich auch durch die eine oder andere Szene mit Todesbezug nicht aus der Fassung bringen lassen und Fans gewiefter Schreibstruktur kann ich die Lektüre absolut empfehlen.

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  • 5 von 5 Sternen
    Herausfordernd und gleichermaßen bereichernd
    Bewertet in Deutschland am 9. November 2023
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    Der schwedische Autor Alex Schulman verarbeitet in all seinen Büchern seine traumatische Kindheit. Seine Mutter war Alkoholikerin und sie war für ihre Kinder unberechenbar, mal liebevoll, mal grausam. Sein Schreiben dient ihm immer auch als Therapie. Einige Bücher sind stark autobiografisch, wie z.B. „ Verbrenn all meine Briefe“, in dem er seinen despotischen Großvater als Ursache für die Beziehungsunfähigkeit seiner Mutter ausmacht. In anderen Büchern, die noch nicht ins Deutsche übersetzt wurden, geht es ganz direkt um seine Mutter und um seinen Vater.

    „Endstation Malma“ ist dagegen, wie sein großer Erfolg „ Die Überlebenden“ eine fiktive Geschichte. Aber auch hier steht sein alles dominierende Thema im Zentrum : die transgenerationale Weitergabe von Traumata. Wie sehr prägt die Vergangenheit die Gegenwart und unsere Zukunft und welche Nachwirkungen haben Verletzungen in der Kindheit auf die nächsten Generationen ? Und wann verliert man sein Kind?

    Drei Menschen reisen mit dem Zug in die fiktive Kleinstadt Malma, einige Stunden von Stockholm entfernt. Die achtjährige Harriet ist mit ihrem schweigsamen Vater unterwegs zu einer Beerdigung. Oskar fährt in Begleitung seiner Frau; die Ehe der Beiden ist in einer tiefen Krise. Und

    Yana reist in der Hoffnung nach Malma, Antworten auf ihre Fragen zu bekommen.

    Rätselt man zu Beginn noch, welche Verbindung zwischen den Personen besteht, wird bald klar, dass zwar alle auf derselben Strecke unterwegs sind, aber zu unterschiedlichen Zeiten, 1976, 2001 und in der Gegenwart.

    Harriet ist das Verbindungsglied aller drei Zeitebenen, anfangs als Kind, später als Ehefrau von Oskar und Mutter von Yana.

    Harriet ist ein zutiefst verunsichertes Kind, das immer versucht, ihrem Vater alles recht zu machen, beständig um Aufmerksamkeit und Liebe buhlt. Verständlich, denn sie hat heimlich ein Gespräch ihrer Eltern belauscht, in dem diese beschließen, nach ihrer Trennung beide Töchter untereinander aufzuteilen. Allerdings wollten beide Harriets Schwester, denn Harriet selbst erschien ihnen zu schwierig. Wie furchtbar muss es sich für ein Kind anfühlen, nur zweite Wahl zu sein. „ Beide wollten Amelia, keiner wollte mich. Damit lebe ich jeden Tag. Ich bin die Verschmähte, bin es immer gewesen und werde es immer sein.“

    Dieses Gefühl begleitet Harriet bis ins Erwachsenenalter. So verwundert es kaum, dass sie später mit ihrem provozierenden Verhalten ihre Umwelt schockiert und für ihren Ehemann unberechenbar bleibt.

    Doch warum kam sie von ihrer Reise damals nach Malma nicht wieder nach Hause zurück und warum ließ sie ihre elfjährige Tochter allein mit dem Vater? Warum wiederholte sie das Muster ihrer Kindheit, obwohl sie immer beteuert hat, wie sehr sie Yana liebt?

    Diese reist nun ebenfalls nach Malma. Anlass dazu war ein Photoalbum aus dem Nachlass ihres verstorbenen Vaters. Die Reise in die Vergangenheit soll Aufklärung bringen, in der Hoffnung, dass dieses Wissen sie selbst verändern wird.

    Denn für Alex Schulman ist die Zukunft „ …bereits vorherbestimmt und lässt sich nicht beeinflussen, doch was passiert ist, ist veränderlich, es bewegt sich die ganze Zeit.“ Was sich zuerst paradox anhört, ergibt Sinn, wenn man sich auf diesen Gedanken einlässt. Unser Wissen über die Vergangenheit ist unvollständig und kann somit falsch sein. Erst wenn wir die Zusammenhänge erkennen und verstehen, können wir aus den vorgegebenen Mustern ausbrechen und neue Wege gehen. Dazu muss man sich der Vergangenheit stellen, so schmerzhaft das auch sein mag, das Bild davon zurechtrücken, um für sich eine Zukunft zu finden.

    Diesen Roman zu lesen ist kein Vergnügen, zu schmerzhaft sind die Erfahrungen der Protagonisten, zu verstörend oft ihr Verhalten. Doch dieser Blick in Abgründe kann helfen, Menschen mit solch traumatischen Erlebnissen besser zu verstehen.

    Es sind die z.T. brutalen Szenen, die schockieren, aber auch die lange Liste der Lieblosigkeiten von Seiten der Erwachsenen. Dabei gibt es Liebe zwischen den Figuren, doch sie sind nicht in der Lage diese zu zeigen, unfähig zu einer liebevollen und ehrlichen Beziehung . Bezeichnend ist hier auch, dass Harriet mit Oskar sich einen Partner ausgesucht hat, der ähnlich beschädigt ist wie sie.

    Dass Alex Schulman beim Leser so intensive Gefühle auslöst, liegt zum einen daran, dass er aus eigenem Erleben schöpfen kann, aber auch an seinem literarischen Können. Die Sprache ist präzise und genau, mit Bildern, die im Gedächtnis bleiben. Harte Dialoge wechseln mit poetischen Landschaftsbeschreibungen, die das Gelesene erträglich machen.

    In diesem Roman überzeugt Alex Schulman erneut mit einer raffinierten Erzählkonstruktion. Drei Reisen durch Raum und Zeit, die gemeinsam an ihrem Zielort ankommen. Dabei steigert er kontinuierlich das Erzähltempo und entwickelt so einen ungeheuren Lesesog. Nach und nach werden die Geheimnisse enthüllt, dabei setzt er, manchmal zu sehr, Cliffhänger ein, um die Spannung zu erhöhen.

    Die Kapitel werden wechselweise aus den Perspektiven von Harriet, Oskar und Yana erzählt. Mit großer Virtuosität verwebt Alex Schulman die einzelnen Erzählstränge. Dass man dabei trotz konzentriertem Lesen manchmal mit den Zeitebenen durcheinander kommen kann, mag gewollt sein. Zeigt der Autor doch damit wie sich Verhaltensmuster wiederholen.

    Raum für vielfältige Interpretationen bieten neben der Zugmetapher noch weitere durchgängige Motive.

    Eine herausfordernde und gleichermaßen bereichernde Lektüre!

    11 Personen fanden dies hilfreich
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  • 1 von 5 Sternen
    Schrecklich
    Bewertet in Deutschland am 20. November 2023
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    Erzähler langweilig, keine schöne Geschichte,

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