Bonnie, der Nachbarhund, hatte unsere Holzleg gepluendert, aber wir fanden doch noch einen Holzscheit um ein Sueppchen zu kochen. Man nehme den Holzscheit, hacke ihn klein, macht ein kleines Feuerchen im Ofen und duenstet in einem Topf mit etwas Oel 1 Zwiebel, 1 Karotte, 1 Pastinake an, gibt 2 Tassen Linsen dazu, ruehrt kraeftig um und giesst 7 Tassen Fluessigkeit in den Topf. Ich nahm Gemuesebruehe, aber Huehnerbruehe schmeckt auch sehr gut dazu. 1 Teeloeffel Majoran, 1 Loorbeerblatt, 1 Koblauchzehe und 2 Essloeffel Essig beifuegen. Bei Bedarf mehr Bruehe zugiessen. Etwa 30-40 Minuten koecheln auf kleiner Flamme, abschmecken mit einem weiteren Loeffel Essig und bei Bedarf salzen und pfeffern. Da wir keine Vegetarier sind gibt es als Einlage Andouille Sausages, schoen scharf gewuerzte Wuerstl, kleinschneiden und roesch anbraten, so mag ich sie am liebsten.
Besuch laesst nicht lange auf sich warten. Es scheint, als wenn die Beiden, die eisigen Temperaturen und den vielen Schnee in den letzten Wochen gut ueberstanden haben.
Bevor der erste Schnee kommt in diesem Jahr, wollen wir einen Weihnachtsbaum holen und aufstellen. Denn Vorfreude ist doch die schoenste Freude! Deshalb stoert es mich nicht mehr, meinen Baum schon Wochen vor Weihnachten im Haus zu haben. Schnee ist fuer den naechsten Tage angesagt, also nichts wie los....
Rein in's Kanu....
man sieht den Wald oder Baer vor lauter Baeumen nicht....
endlich sind wir fuendig geworden.... der Beutezug war erfolgreich.... und Lametta gibt es auch in Huelle und Fuelle.... schon paddeln wir wieder heim.... und dann....etwas warmes braucht der Mensch, Ochsenschwanz-Ragout. Amerikaner kennen meist nur oxtail soup, welche mich an meine Kindheit erinnert, Ochsenschwanzsuppe aus der Dose. War eine meiner Lieblingssuppen und ich koennte sie heute noch mit Genuss essen, obwohl natuerlich nicht vergleichbar mit einer selbstgemachten Suppe....aber trotzdem.
Mich wundert oft, dass oxtail in unserer Kleinstadt verkauft wird, es muss ein Bedarf vorhanden sein in der doch recht buntgemischten Gemeinde, die sehr europaeisch angehaucht ist. Freunde kamen zum Abendessen, die Ochsenschwanz in Ragoutform auch noch nicht kannten. Wir haben alles, bis auf den letzten Rest aufgegessen. Sogar der Topf wurde mit Baguette ausgewischt.
Das Rezept ist wieder mal aus "Ich helf dir kochen", mit ein paar Abwandlungen von mir.
Den in Stuecke gehackten Ochsenschwanz, (nicht vom Metzger des Vertrauens, denn diesen habe ich hier nicht) in heissem Fett mit feingewiegter Zwiebel und Knofi anroesten.
Kleingeschnittene Pastinaken und Karotten dazugeben und anroesten. Mit Mehl bestaeuben, durchroesten, 1/4l Rindsbruehe und Rotwein aufgiessen, so dass das Fleisch schwach bedeckt ist. Tomatenpaste, Paprika, Lorbeerblatt, Thymian, Pfeffer- und Wacholderbeeren zugeben und 1/2 Teeloeffel Wildgewuerz untermischen. Ich habe mein Wildgewuerz vom Viktualienmarkt in Muenchen.
Zugedeckt 3 Stunden weich schmoren und,falls noetig immer wieder mit Rotwein aufgiessen. Bei mir ging das Ragout fuer eine weitere Stunde in den Backofen bei etwas 120C.
Dann den Ochsenschwanz aus der Sosse nehmen und das Fleisch abzupfen, es loest sich fast von selbst vom Knochen. Das Fleisch und die Knochen wieder zurueck in die Sosse geben. Ich siebe meine Sosse nicht und schoepfe auch kein Fett ab. Ich liebe mein Ochsenschwanz-Ragout mit allem Drum und Dran. Dazu gibt es im Ofen geroestete Yukon-Kartoffeln undYams, wir nennen sie auch sweet potatoes - Suesskartoffeln - obwohl sie nicht miteinander verwandt sind. Die Kartoffeln schaelen, wuerfeln, mit Garlic-Pepper und Olivenoel vermischen, auf ein Backblech geben und fuer 30/40 Minuten in den Backofen.
Zutaten:
1 kg Ochsenschwanz
1 TL Oel, zum Anbraten
1 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe
1 Karotte, gewuerfelt
2 Pastinaken, gewuerfelt
1 TL Mehl,
1/4l Bruehe
1 Tomate
1 TL Tomatenmark,
Salz, Paprika, Thymian, 3 Pfefferkoerner, 3 Wacholderbeeren, Lorbeerblatt und 1 Teel. Wildgewuerz
Unsere Heimfahrt war ungemein anstrengend........!
Von der Sonnenbank, zu Puzzle spielen, zu whale watching, haben wir uns nur muehsam geschleppt. Und dann, endlich wieder Zuhause.... ....und schon gibt es Gulasch, Eintopf, Ragu, wie auch immer man es nennen will. Denn etwas Warmes braucht der Mensch bei diesem Wetter, der Winter ist im Anmarsch. Nach einem Tag verlaesst uns die Sonne und Regen, Wolken und Nebel halten Einzug. Es hat noch nicht bis an das Meer heruntergeschneit, trotz der schweren Stuerme, die waehrend unserer Abwesenheit ueber Suedost-Alaska gefegt sind, aber die Faerbung der Graeser, Farne und Baeume zeigen den nahen Winter. Fuer mein Gulasch gibt es kein festes Rezept. Je nach Lust und Laune werden die Zutaten verwendet, meist jedoch mit Rindfleisch. Rindfleisch wuerfeln und portionsweise scharf in Oel anbraten, bis das Fleisch eine braune Farbe angenommen hat. Kleingeschnittene Zwiebel dazugeben, glasig duensten. Paprikapulver (1-2 Teel.), Tomatenmark (1 Essl.), Harrisamark (1 Essl) unterruehren. Eine halbe rote (darf auch eine gruene oder gelbe sein) Paprika wuerfeln und mitschmorren. Etwas Kuemmel (ich liebe Kuemmel!) und Lemon-Pepper dazugeben, mit Weisswein aufgiessen, Fleisch sollte bedeckt sein.
Kurz aufkochen lassen, den Topf mit Backpapier abdecken, Deckel drauf und dann in's Backrohr geben fuer etwa 2 Stunden. Unser Holzofen zeigt 100C, gerade richtig zum langsamen koecheln. Mit suessem Rahm abschmecken und eventl. nachsalzen. Dazu gibt es Kartoffelknoedl und Weisskraut in Senfsosse. Das Rezept habe ich bei der Tochter von Arthur abgeschaut habe und ich kann nur bestaetigen, das 'scharfe Kraut' ist und schmeckt Scharf!